WERTE

Ein Statement des neuen Geschäftsführers Peter Puhlmann

Lebenshilfe München im Wandel

Die Lebenshilfe München hat mit ihren Wohnstätten schon seit den frühen 70er Jahren auf Inklusion gesetzt, auch wenn dieser Begriff zu damaligen Zeiten keineswegs in Gebrauch war. Ansinnen des Vereins war von jeher, kleine Wohnstätten zu führen, die in reinen Wohngebieten auf drei Stadtteile der Stadt München verteilt sind. Diese Stadthäuser sind für Außenstehende nur schwer als Heimeinrichtung zu erkennen, bestenfalls an der Türklingel.

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Zeitgleich kamen Wohnprojekte hinzu, integriert im sozialen Wohnungsbau, die den heutigen aber auch schon damaligen Wunsch zur Förderung der Selbständigkeit seiner Bewohner nachkamen und kommen. Heute spricht man von Trainingszentren, Übergangseinrichtungen in ambulante Wohnformen.

Entwicklung des inklusiven Sozialraums

So ist festzustellen, dass die „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Stadt und Land München“ als Elternverein die Entwicklung des inklusiven Sozialraums bereits schon früh antizipiert hat. Um diesem Weg als Vorreiter weiterhin gerecht zu werden, muss eine Weiterentwicklung und Schärfung der bewährten Ideen stattfinden.

Eine Veränderung, die ebenso bei den Schützlingen der Lebenshilfe erkennbar ist. Die Zeit schreitet voran, die Bewohner werden älter und was noch vor einigen Jahrzehnten modern und fortschrittlich war, ist heute in die Jahre gekommen. Diesen Änderungen müssen wir auch bei den verschiedenen Wohnformen innerhalb des Vereins bzw. in der noch jungen Wohn GmbH gerecht werden. Dazu brauchen wir bei unseren Wohnangeboten mehr Facettenreichtum und Durchlässigkeit für eine noch bessere und gezieltere Betreuung. Diese muss auf den individuellen Hilfebedarf abgestimmt sein, eine bessere Teilhabe – ob voll-, teilstationär oder ambulant – ermöglichen und dem Lebensalter entsprechen.

Immer mehr Berufe mit eingebunden

Dabei kann sich die Lebenshilfe München auf  einen großen Pool an engagierten und erfahrenen Mitarbeitern stützen, auf Eltern, viele Ehrenamtliche und einem Vorstand nebst Kuratorium, die diese Entwicklung mitgestalten. Mit Blick in die Zukunft werden die Aufgaben der Lebenshilfe wachsen, die Angebote immer umfangreicher aber auch die Konkurrenz immer größer. Heute werden andere Anforderungen gesetzt und es sind mehr Berufsfelder in der Betreuung von behinderten Menschen und ihrer Familien mit eingebunden. Auch unser Angebot der Beratung wird bei sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen durch Kassen und öffentliche Träger immer komplexer. Diese Herausforderung ist als Chance für die Lebenshilfe München zu bewerten.

Nicht zu unterschätzen ist der bereits spürbare Fachkräftemangel im Sozial- und Gesundheitsmarkt. Dies sind nur die ersten Erscheinungen in einem immer größer werdenden Werben um Fachkräfte in allen Branchen des Arbeitsmarktes. Um so wichtiger ist es schon jetzt, auch für einen mittelständischen Betreiber von Eingliederungshilfen, wie die Lebenshilfe München, auf die Attraktivität und langfristigen Karriereoptionen von Pflege- und Sozialberufen aufmerksam zu machen. Wir müssen bereits jetzt auf künftige Schulabgänger zugehen und bei der Berufswahl auf uns aufmerksam machen. Die weitere Personalentwicklung muss mit einem Aus- und Fortbildungskonzept einhergehen, nur so kann einem Mangel an Fachkräften begegnet werden.“

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