Roncalli: kichern, lachen, klatschen aus vollem Herzen

Nein der Elefant war nicht echt, beim genauen Hinsehen lief er auf Menschenbeinen. Und auf das Netz um die Manege wurden Ponys und Goldfische holographisch projiziert.

Der Zirkus Roncalli verzichtet inzwischen ganz auf Tiere, was uns sehr angesprochen hat. Fragen kostet nichts, dachten wir von der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching. So erhielten wir für die Kinder, Betreuerinnen und begleitende Eltern unserer Heilpädagogischen Tagesstätte, Freikarten für den Zirkus Roncalli in München.

Alle Beteiligten der Lebenshilfe München überlegten vorher, wie die Durchführung gut gelingen könnte. Eine riesige Unterstützung erhielten wir dank unseres Beförderungsunternehmens Skrabal und seiner Fahrer. Sie waren bereit, die Kinder über eine Stunde später mitten in München am Leonrodplatz abzuholen und sie wieder sicher Zuhause abzuliefern.

Doch erstmal hieß es für fast 45 Kinder der HPT Unterhaching und mehr als 20 Erwachsene mit der S-Bahn in die Stadt zu fahren, samt Umsteigen am Hauptbahnhof in die Trambahn. Das gelang ohne Manko, so dass wir pünktlich und nach Konfettiregen das zuckerwattenduftige Zirkuszelt betraten und auf den Bänken Platz nahmen.

Was diese Akrobaten so draufhatten, das war „krass“! Etwa die wackeligen Pfosten höher und immer höher stapeln und sich darauf noch in den Handstand oder ins Spagat begeben! Auch außerordentlich bewegliche Frauen turnten auf dem Boden, auf sich drehenden Scheiben, oder in der Luft.

Am meisten Spaß allerdings, so schien es, bereiteten unseren Kindern die Clowns. Wie die sich gegenseitig lautstark, mit lustigen Tönen aus lauten Instrumenten, z.B. einem Dudelsack unterbrachen. Außerdem Missgeschicke, wie Stolpereien und verlorene Hosen. Dann gab es noch „Dietmar“ den (vermeintlichen) Gast, der in die Vorstellung einbezogen wurde, und von dem man lange dachte, dass er aus dem Publikum stammt.

Die Kinder kicherten und lachten aus vollem Herzen, klatschten und stampften mit Begeisterung, wie es nur Kinder können.