Von der Verwahrung bis zur Selbstbestimmung

Christian Kerler kam 2014 zur Lebenshilfe München. Der erfahrene Pflegemanager hat
die letzten 22 Jahre für private Träger gearbeitet, war zunehmend für die Vorbereitung von Leistungsvereinbarungen mit dem Bezirk Oberbayern tätig und die letzten Jahre Koordinator der Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München. Im September geht er nach 43 Berufsjahren im „Sozialen Bereich“ in den Ruhestand, ist nur noch wenige Stunden in der Woche für den Elternverein aktiv. Wir haben mit ihm gesprochen:

Von links: Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann und Christian Kerler wünschen ‚dem Neuen‘ bei der Lebenshilfe München, René Pfeifer, in der Nachfolge von Christian Kerler viel Erfolg. Er koordiniert ab September den Bereich ‚Wohnen‘ bei der Lebenshilfe München. Foto: Gerd Spranger

Redaktion:
Herr Kerler, 43 Jahre in der Pflege und in der Betreuung von Menschen mit seelischen oder geistigen Einschränkungen , davon über 30 Jahre in leitender Funktion in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen und die letzten vier Jahre bei der Lebenshilfe München. Da hat man viel gesehen und erlebt.

Christian Kerler:
Ja natürlich. Die sozialpsychiatrischen Versorgung, die Altenpflege – die wir heute Seniorenbetreuung nennen – war allenfalls in den großen Bezirkskliniken, in den Altenheimen und im familiären Umfeld gegeben, ansonsten nahezu unbekannt. Elementar ist die Entwicklung im Bereich von psychisch kranken Menschen oder von Menschen mit geistiger Behinderung.  Weiterlesen

Statements zum Protesttag

Den Artikel zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung
von Menschen mit Behinderung auf dem Münchner 
Marienplatz finden Sie h i e r !

Die kleine Auswahl an Zitaten sind eine Momentaufnahme. Sie bekräftigen aber sehr grundlegende Forderungen an die Politik. Bayern ist gefordert mehr für die Rechte von Menschen mit Behinderung zu tun. Das reicht vom Schulsystem bis hin zu geeigneten Wohnungen und dem ‚öffentlichen Raum‘.

Stimmen, Statements und Positionen zum Protesttag:

Nicole Lassal, Geschäftsführerin der
Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung
und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V.

„Bereits 2009 haben wir es auf dem Marienplatz eingefordert und fragen heute: wo bleibt das Investitionsprogramm für die Barrierefreiheit?“

„Für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung ist Barrierefreiheit die Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und am öffentlichen Leben.“    Weiterlesen