Angehörigenberatung, Schnelltest und Weiterbildung

Aus dem Newsletter der Lebenshilfe München

Aus der Angehörigenberatung

– Beratungsgespräche jetzt auch per Videochat möglich
– Die Angehörigenberatung erweitert ihr kontaktloses Angebot

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens bietet die Angehörigenberatung jetzt auch Beratungstermine im Videoformat an. „Wir möchten damit neben Telefon und Mail eine weitere kontaktfreie Möglichkeit zur Klärung von Fragen und zum Austausch eröffnen.“ – so Beate Bettenhausen von der Angehörigenberatung. Auch persönliche Gespräche im Beratungsbüro können weiterhin vereinbart werden und finden unter Beachtung der Infektionsschutzregeln in einem sicheren Rahmen statt.

Wir bitten um Verständnis, dass Beratungen zu rechtlichen Fragestellungen und individuellen Leistungsansprüchen auch zukünftig nur telefonisch beziehungsweise nach Terminvereinbarung persönlich möglich sind.

Die Angehörigenberatung ist immer Dienstags von 9 bis 16 Uhr für Sie erreichbar oder per Mail unter beratung@lebenshilfe-muenchen.de. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und auf digitale und persönliche Begegnungen.

Erhöhte Pauschale gilt nun bis Ende Dezember

– Zwanzig Euro mehr für „zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel“

Ab dem Pflegegrad 1 erhalten pflegebedürftige Menschen eine Pauschale für so genannte „zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel“. Dazu gehören z. B. Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Mundschutz. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Pauschale im April 2020 von 40 Euro auf 60 Euro erhöht. Die ursprünglich bis Ende September befristete Erhöhung wurde bis Ende 2020 verlängert. Die gesetzliche Grundlage hierfür ist die COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung.

Corona-Schnelltest für Lebenshilfe Einrichtungen

– Die Lebenshilfe München arbeitet auf Hochtouren an der neuen Testkonzeption

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hatte sich bei Gesundheitsminister Jens Spahn vehement dafür eingesetzt, dass auch Menschen mit Behinderung zur Prävention Schnelltests auf Corona kostenfrei erhalten. Dies spielt eine sehr große Rolle im Miteinander in den Lebenshilfe Einrichtungen, den Werkstätten, Wohnheimen und Wohngemeinschaften. Zusammen mit dem Ambulanten Pflegedienst erarbeitet die Lebenshilfe München momentan eine Testkonzeption, damit die Schnelltest möglichst bald einsetzbar sind. „Wir versuchen uns in den nächsten zwei Wochen gut aufzustellen, um für den Jahreswechsel gerüstet zu sein. Dies ist eine große Chance auf der einen Seite einen besseren Infektionsschutz für alle Beteiligten zu gewährleisten und auf der anderen Seite die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, Teilhabe am Arbeitsleben, Besuche und überhaupt die sozialen Begegnungen aufrechtzuerhalten.“ – sagt René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen.

Bildungsinstitut der Lebenshilfe Bundesvereinigung

– Digitales Projekt: „Selbstvertretung – Na klar!“

Am 15. Dezember 2020 findet von 16 bis 18 Uhr eine Video-Konferenz für „SelbstvertreterInnen und die, die es werden wollen“ statt. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes: „Selbstvertretung – Na klar!“, welches nun digital fortgesetzt wird. Die Themen der Veranstaltung sind:

Was ist Selbstvertretung? – Was ist Politik? – Was ist ein Verein? – Was ist gute Unterstützung?

3. Dezember Welttag der Menschen mit Behinderung

Das diesjährige Motto lautet „Ein besseres Zurück:
hin zu einer behindertengerechten, zugänglichen und nachhaltigen Post-COVID-19-Welt

Seit 1993 ist der 3. Dezember Welttag der Menschen mit Behinderung. Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Gedenk- und Aktionstag wird gewöhnlich von zahlreichen Veranstaltungen gesäumt und soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen stärken. Dieses Jahr wird der Tag vor allem online begangen, wodurch die Teilhabe klar beschränkt wird. Mehr Barrierefreiheit im Internet ist ein Thema, das gerade jetzt, aber auch in Zukunft, Willen, Fantasie und Taten braucht. Daher widmet sich der aktuelle Newsletter interessanten Angeboten in den Medien.

Corona Informationsseite der Bundesvereinigung

– Leichte Sprache und Gebärdensprache

Themen ‚Rund um Corona‘ gibt es in Leichter Sprache und Gebärdensprache auf der Webseite der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.. Es gibt umfassende Informationen zum Virus und dem Umgang damit, zum Beispiel: wichtige Rufnummern, FAQs für Dienste und Einrichtungen, Links, Verhaltenstipps und Neuigkeiten zur Pandemie. Die Seite enthält Informationen für Fachpersonal, Angehörige und für Menschen mit und ohne Behinderung.

Hier kommen Sie zur Rubrik Corona in Leichter Sprache.
Dort sind beispielsweise auch Links zu verwandten Seiten, wo dann wiederum in Leichter Sprache erklärt wird, wie etwa Zoom auf dem Handy funktioniert.

Hier kommen Sie zum Gebärdentelefon.

Hier kommen Sie zu Corona-Informationen in Gebärdensprache – auf der Seite des Kompetenzzentrums Selbstbestimmt Leben.

Individuelle Regelungen helfen trotz steigender Infektionszahlen

Aus dem Newsletter der Lebenshilfe München

So geht es weiter in den Einrichtungen der Lebenshilfe Wohnen GmbH

Durch sehr individuelle Regelungen kann das Leben in den verschiedenen Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München größtenteils wie in den Sommermonaten weitergehen – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

Die Hygiene- und Schutzkonzepte werden ständig überprüft und an das aktuelle Infektionsgeschehen angepasst. An Stelle eines Besuchsverbotes, wie zu Zeiten des Lockdowns, gibt es inzwischen Besucherregeln. Neben den gängigen Hygienestandards, wie Hände desinfizieren, Niesetikette, Maskenpflicht und Mindestabstand, sollten sich BesucherInnen vor einem Besuch bei der Einrichtung anmelden. Ähnlich wie in der Gastronomie, ist zudem ein kleines Anmeldeformular auszufüllen. Darin wird bestätigt, dass keine verdächtigen Symptome vorliegen und, dass in den vergangenen sieben Tagen kein Kontakt zu einer mit Covid19 infizierten Person bestand. Auch die Kontaktdaten werden mit dem Formular aufgenommen. Extra eingerichtete und ausgezeichnete „Besucherzonen“ stellen dann während des Besuches sicher, dass Räume mit ausreichend Platz zur Einhaltung des Mindestabstands zur Verfügung stehen.

René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen, betont vor allem, welchen Unterschied die nun einfach und schnell durchführbaren Coronatests machen. Ein Ergebnis liegt im Normalfall innerhalb von 24 Stunden vor. In den meisten Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München werden inzwischen alle zwei Wochen Reihentestungen an den MitarbeiterInnen sowie stichprobenartig an ca. zehn Prozent der BewohnerInnen durchgeführt. Geplant sind, sobald ausreichend verfügbar, zusätzlich Schnelltest für BewohnerInnen, BesucherInnen und MitarbeiterInnen die inzwischen innerhalb von 15 Minuten relativ verlässliche Ergebnisse generieren.

Neuaufnahmen sind unter Einhaltung des Schutzkonzeptes wieder ganz normal möglich. Sie müssen natürlich im Vorfeld besprochen werden und vor dem Einzug sollte ein aktueller negativer Test vorliegen.

Die Rückkehr nach Familienbesuchen erfolgt nach dem Prinzip der Eigenverantwortung. Wie bei den anderen Themen auch, ist hier eine offene und ehrliche Kommunikation die Basis für einen guten Infektionsschutz. Angehörige und Freunde sollten vor der Rückkehr der BewohnerInnen vertrauensvoll darüber berichten, wenn während der Besuchszeit Symptome aufgetreten sind oder Kontakt zu Verdachtsfällen oder größeren Menschengruppen bestand. Sollte dies der Fall gewesen sein, wird individuell in der Wohneinrichtung entschieden, ob protektive Schutzmaßnahmen – wie etwa das Tragen einer FFP2 Maske außerhalb des eigenen Wohnbereiches oder mehr Abstand bei gemeinsamen Aktivitäten – eingehalten werden sollen, bis ein Testergebnis vorliegt.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, sollte einen negativen Test, der nicht älter ist als 48 Stunden vorweisen oder versichern können, dass er oder sie sieben Tage lang ohne Symptome daheim (beziehungsweise bei Angehörigen zuhause) geblieben ist.

Anders als im April, als das ganze Thema noch sehr neu war, kann inzwischen Vieles durch Absprachen und vertrauensvolle Kommunikation geregelt werden. Besonders die Kombination aus Basishygiene, Symptombeobachtung und schnellen, verfügbaren Testmöglichkeiten hilft sehr, die Situation möglichst angenehm und sicher für BewohnerInnen, Angehörige und MitarbeiterInnen zu gestalten.

Auch in der Frühförderung, der OBA und im Kinder- und Jugendbereich hat man sich auf die Situation eingestellt. Wir berichten demnächst hier.