Heilerziehungspfleger schätzen die Mentoren-Ausbildung

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger/in ist die klassische Berufsausbildung in der Betreuung und der Begleitung von Menschen mit Behinderung. In der Beschreibung des Berufsbildes heißt es: „Heilerziehungspfleger/innen sind für die pädagogische, lebenspraktische und pflegerische Unterstützung und Betreuung von Menschen mit Behinderung zuständig. Sie begleiten die zu Betreuenden stationär und ambulant bei der Bewältigung ihres Alltags.“

Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bei der Lebenshilfe

So sind auch in den Einrichtungen der Lebenshilfe München viele Heilerziehungspfleger tätig und finden hier auch einen Ausbildungsplatz. Wie die Berufsbezeichnung bereits andeutet, greifen mehrere Disziplinen ineinander. Hinzu kommt noch der spezielle Umgang mit der ‚Klientel‘, bei der Lebenshilfe München sind dies Menschen mit einer geistigen und häufig auch mit einer körperlichen Behinderung. Sie verlangen einen ganz besonderen Umgang. Es gilt dem allgemeinen und besonderen Bedarf von Menschen mit geistiger Behinderung gerecht zu werden. Hier steht vor allem die Betreuung und Begleitung im Vordergrund. Es geht um Begleitung zur Teilhabe, Assistenz und Personenzentrierung.

„Eine Investition von der alle profitieren“

Renate Bauer, Einrichtungsleiterin der Wohnstätte Putzbrunn: „Gerade deswegen ist es toll, wenn wir in den Einrichtungen die benötigten Plätze für die Auszubildenden zur Verfügung stellen. Es mag zunächst ein Mehraufwand sein, doch dieses ‚Investment‘ lohnt, wenn wir so Fachkräfte mit einem positiven Zugang zur Lebenshilfe gewinnen, zu Menschen mit geistiger Behinderung. Es macht nicht nur Spaß, sondern ist ein Gewinn für alle. Mit einer aktiven Ausbildung und deren Begleitung bleiben wir am ‚Ball des Geschehens‘, öffnen uns für Anregungen und Impulse.“

Eine Mentoren-Ausbildung für Heilerziehungspfleger

Um der Ausbildung besser gerecht zu werden, die angehenden Heilerziehungspfleger und Pflegerinnen besser auf den beruflichen Alltag vorbereiten zu können, durchlaufen jetzt zwei Mitarbeiter der Wohneinrichtung der Lebenshilfe in Putzbrunn eine eigene Mentorenausbildung. Selbst sind sie gelernte Heilerziehungspfleger, einige Jahre im Beruf und seit rund fünf Jahren bei der Lebenshilfe München.

„Wir decken das gesamte Lebensspektrum ab“

Simone Samla setzt auf einen besseren Stellenwert der Pflege im Bereich der Betreuung von Menschen mit Behinderung. Auch hofft sie, dass es für den/die Einzelne eine bessere Möglichkeit der Mitgestaltung der Ausbildung vor Ort geben wird. „Wir haben hier in Putzbrunn wirklich das gesamte Spektrum. Es reicht von jungen Erwachsenen, die gerade den Prozess der Abnabelung vom Elternhaus durchleben, bis hin zur Sterbebegleitung.“ Sie freut sich über die Möglichkeit dieser Zusatzqualifikation, die über zwei Jahre hinweg immer wieder in einem Seminartag Wissen vermittelt und Lerninhalte vertieft.

Für Lukas Bellinger ist es wichtig den angehenden Kollegen bei ihrem Weg in den Berufsalltag hinein gute Hilfestellungen zu geben. Dabei sind es häufig nicht junge Menschen, die nach der Schule in das Berufsleben wechseln, sondern oft auch Umschüler, Spätberufene oder Quereinsteiger, die sich für den Beruf des Heilerziehungspflegers entschieden haben.

Auch Umschüler, Spätberufene oder Quereinsteiger

„Fachkräfte sind gesucht und bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung ‚bekommt man viel zurück‘, denn die Leute sind dankbar und bringen dies auch auf eine herzliche Weise zum Ausdruck. Das ist in unserer heutigen Zeit doch wohl eher die Ausnahme.“ Als herausfordernd empfindet Lukas den Schichtdienst, „doch der gehört einfach dazu und öffnet individuelle Freiräume.“

Simone Samla freut sich über die vielen guten Impulse, die sie bei der Mentoren-Ausbildung in Schönbrunn erhält. „Wir treffen viele Kollegen aus allen sozialen Bereichen. Manche von ihnen haben fast schon alle Module durchlaufen. Da ist der gegenseitige Austausch über gemachte Erfahrungen oder Situationen sehr befruchtend.“

Ziel der Mentoren-Ausbildung ist es, den oder die Mentee bei persönlichen oder beruflichen Entwicklungen zu unterstützen. Bereiche, die in Mentoring-Beziehungen thematisiert werden, reichen von Ausbildung, Karriere und Freizeit bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung.

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Der g’spinnerte Regentropfen

Die TENE in Putzbrunn – eine Tageseinrichtung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben – der Lebenshilfe München, hat in einem Gemeinschaftsprojekt ein ganz besonderes Gedicht geschrieben. Es spricht von der Sehnsucht des Reisens, neuen Erfahrungen und Perspektiven. Begleitet hat das Projekt Eva-Maria Jais.
Sie ist Heilerziehungspflege-Helferin.

Wasser in seinem Element, hier frisch aus der Quelle in den Brunnen

Der g’spinnerte Regentropfen

Der Regentropfen soll am Fenster klopfen:
„Mach die Tür auf und die Türe wieder zu!“, flüsterte der Wind.
„Ich war einmal in der Tropfsteinhöhle“, erzählte der Tropfen stolz.
„Es war schön. Jetzt will ich in eine andere Tropfsteinhöhle.“
„Aber Handschuhe mitnehmen, da unten ist es kalt. Da herrschen Minusgrade“,
erklärt der Touristenführer.

Der Tropfen rutscht den Regenbogen runter. Und fällt auf die grüne Wiese.
„Der Regen bringt Segen.“, singt der Tropfen mit den Regensburger Domspatzen.
Jetzt wünscht er sich eine Kugel Eis. Am besten lilablaßblau.
„Quatsch!“, ruft er, „Ich will nach New York!“
„Ich nehme mir jetzt ein Flugzeug, weil ein U-Boot muss ich mir erst noch kaufen.“
Das Flugzeug kommt aus Breslau. Den Tomatensaft lassen wir jetzt einfach stehen.

Der Tropfen schaut aus dem Fenster auf das Meer.
Nach der Ankunft klopft er bei einem Taxi ans Fenster. Das Taxi riecht nach Zwiebeln.
„Das macht man doch sauber, du Hirsch!“, sagt er zum Taxifahrer.
Daraufhin braust das Taxi dem Regentropfen vor der Nase weg.
„Gott seid Dank habe ich einen großen Regenschirm!“ ruft er erleichtert.
Also springt er auf das nächste Auto, das in die Waschstraße fährt, dort lässt er sich von den Schwämmen kitzeln. Der Tropfen pfeift dazu „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“.
Das Auto wird abgetrocknet und der Fön bläst den Tropfen bis nach Spanien.

Er besucht den Stierkampf.
Hinterher besucht er den Ballermann und fällt in einen Sangriaeimer.
Auf einer Katze am Strand schläft er seinen Rausch aus.
Per Anhalter will er zurück zu den anderen Tropfen. Am besten mit einer Modelleisenbahn.
Zurück zum Nockherberg, weil ein Starkbier verträgt er schon.
Am nächsten Morgen, nachdem er ausgeschlafen hat, tröpfelt er zum Nordpol.
Dort verwechselt er einen Pinguin mit einem Kellner.

„Herr Ober, ich hätt‘ gern Nix und ein Brot dazu und am nächsten Tag Schlittschuhlaufen.“, bestellt er.
Der Pinguin sagt auf wienerisch: „Es war sehr schön, beehrn’s uns boid wieda.“
Dann überlegt sich’s der Tropfen anders und tröpfelt zum Heiligen Petrus.
„Lieber Petrus, ich möchte wieder dahin, wo ich hingehöre.“
Also schickt ihn der Petrus in den Waldpark Putzbrunn.

ENDE/ Eva-Maria Jais & die TENE

KlAWOtte spendet für die Lebenshilfe

Die Lebenshilfe-Gruppe freut sich über einen schönen Ausflug an den Chiemsee

KlAWOtte ist ein Second-Hand-Laden in Putzbrunn, der immer wieder Gelder für einen guten Zweck sammelt. Diesmal gingen 300 Euro an die TENE-Einrichtung der Lebenshilfe München in Putzbrunn. Einrichtungsleiterin Renate Bauer freut sich darüber und nutzt die Spende für einen Gruppenausflug an den Chiemsee. „Es ist schön, wenn wir dann auch mal so richtig – wie alle anderen auch – in einen Biergarten gehen können und für jeden eine Brotzeit bestellen dürfen. Das ist für alle ein tolles Gefühl. Sonst machen wir halt irgendwo ein Picknick im Grünen. Das geht auch, ist aber nicht dasselbe.“ In der TENE treffen sich täglich ‚Erwachsene nach dem Erwerbsleben‘. Es wird ihnen hier eine Tagesstruktur und persönliche Betreuung geboten.

Renate Bauer dankt der Leiterin der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und sendet einen kleinen Reisebericht:

Liebe Frau Konrads,

mit diesem Brief und der folgenden Erzählung danken wir nochmals sehr herzlich für Ihre großzügige Spende an die Tene Putzbrunn. Wir unternahmen einen Ausflug zum Chiemsee. Zuerst dachten wir schon, wir müssten im Regen mit dem Schiff fahren, aber unterwegs riss der Himmel auf, die Sonne verwöhnte uns und wir hatten einen wunderbaren Tag am Chiemsee.

Am Hafen angekommen freuten wir uns auf die Überfahrt. Ein kleines, kühles Lüftchen umwehte unsere Nasen, der See glitzerte, als das Schiff „Joseph“ uns zuerst zur Herren- und dann zur Fraueninsel brachte. Zu Fuß umrundeten wir die Fraueninsel, dabei haben wir die örtlichen Handwerker, die Töpferei, die Schnitzerei – bei der wir tatsächlich jemanden beim Schnitzen beobachten konnten -, gesehen, sowie mannsgroße blühende Sonnenblumen. Eine Aquarellmalerin stellte an der Promenade ihre Bilder aus. Und die Fischer verkauften die frisch geangelten und geräucherten Fische aus ihren Häusern heraus. Zu guter Letzt kehrten wir beim Klosterwirt ein und ließen uns hier von der sehr netten Bedienung und einem angenehmen Ambiente erfreuen. Zurück ging es wieder per Schiff, dieses Mal mit der „Irmingard“.

Bei der Ankunft am Priener Steg ließ der Himmel es doch nochmal regnen – es waren große, warme Sommertropfen – in denen wir lachend zu den Autos zurückgingen. Voller Eindrücke fuhren wir wieder nach Hause.

Viele liebe Grüße von der Tene Putzbrunn.

Pokalerfolg beim Herbstlauf Putzbrunn

Große Freude herrschte beim Laufteam der Lebenshilfe Putzbrunn über den Pokalerfolg beim Herbstlauf

Zum 12. Mal veranstaltete jetzt am Wochenende der Sportverein Putzbrunn einen
‚Lauf in den Herbst‘, der mehrere Kilometer durch den Ort führte. Bürgermeister Edwin Klosterneier übernahm wieder die Schirmherrschaft und mit dabei waren auch wieder die Läufer der Lebenshilfe-Wohnstätte in Putzbrunn. Für die Gesamtleistung des Teams gab es 2017 sogar einen Pokal. Die Freude darüber war groß, auch über die persönliche Urkunde mit der Würdigung der ganz persönlichen Bestzeit.

Neun Bewohner von der Wohnstätte Putzbrunn starteten beim Lauf in den Herbst, sie sind über eine Sportgruppe fest integriert in den Sportverein Putzbrunn. Dazu zählt das wöchentliche Walking-Training mit Frau Stögbauer und so freuten sich alle auf den Lauf über 1,5 Kilometer. Begleitet wurden sie von Georg Bittner, von einer Betreuerin aus Putzbrunn, einer Mutter und einem Bruder einer Bewohnerin. Jeder bewältigte die Strecke in seinem möglichen Tempo und alle waren stolz auf ihre Leistung. Alle wurden dann noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

 

Lebenshilfe München gewinnt an Bedeutung

In unserer ersten Folge  Lebenshilfe: Vom Elternverein
hin zu einem gemeinnützigen Wirtschaftsunternehmen – haben wir den Weg von den 60er-Jahren bis hinein in die 80er-Jahre verfolgt.
Im zweiten Teil gehen wir von den 90er-Jahren ‚in das Heute‘.

In den 90er-Jahren war die Lebenshilfe München bereits zu einer großen Organisation angewachsen. Von der Frühförderung, den Heilpädagogischen Tagesstätten (HPT), über die Werkstätten bis hin zu den Wohneinrichtungen, Beratungsdiensten und der Offenen Behindertenarbeit deckte der Elternverein die gesamte ‚Lebens-Wirklichkeit‘ von Menschen mit Behinderung ab. Er gab auch den Eltern Raum und Sicherheit im Streben nach einer bestmöglichen Förderung ihrer Kinder. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis München entwickelte sich gut, man war ihr ein verlässlicher Partner in vielen sozialen Bereichen geworden.

Putzbrunn: Ein Neubau der alle Anforderungen erfüllt

Die Nachfrage nach betreuten Wohnplätzen für Menschen mit geistiger Behinderung war ungebrochen groß. Von 1992 an war der Elternverein neben dem laufenden Betrieb mit dem Bau des großen Wohnheimes in Putzbrunn beschäftigt. 1993 gab es für 34 Wohnplätze 160 Vormerkungen. Die Nachfrage war sehr hoch, auch die Kosten.

„Das Wohnheim Putzbrunn wird mit 6,4 Millionen DM Gesamtkosten abschließen.
Rund 1,4 Millionen müssen nachfinanziert werden“, heißt es damals
in einer Ausgabe des L.I.E.S. – Heftes.

1994 feierte man dann die Eröffnung der Wohneinrichtung in der Waldkolonie von Putzbrunn, im Landkreis München. Diese Einrichtung war in mehrerer Hinsicht für die Lebenshilfe München einzigartig. Sie war und ist bis heute mit 34 Betreuungsplätzen, verteilt auf vier Gruppen, die Modernste. Bis auf ein Doppelzimmer wohnen und leben die Menschen hier in Einzelzimmern und es steht ihnen die gesamte Infrastruktur mit allen Gemeinschaftsräumen offen. Es war auch der erste komplette Neubau der Lebenshilfe, so dass alle Erfordernisse einer behindertengerechten Einrichtung erfüllt werden konnten. Zudem eröffneten die Lebenshilfe-Werkstätten gleich nebenan eine weitere Zweigstelle, eine ideale Kombination zur Wohneinrichtung. Die Einrichtung wurde 2005 noch um ein weiteres Gebäude mit 18 Wohnplätzen erweitert.

Lebenshilfe München im Landkreis gut vertreten

Damit war die Lebenshilfe München, die seit 1960 den vollen Namen „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. Stadt und Landkreis München“ trägt, im Landkreis München mit einer großen Wohneinrichtung, der Werkstatt, mit der HPT in Neuperlach und der Frühförderung in Feldkirchen gut vertreten. Stationäre Einrichtungen der Frühförderung mit Beratungs- und Therapieräumen haben sich in den 90er-Jahren in Feldkirchen, Sendling-Westpark und in Giesing etabliert.

Ein Leuchtturm-Projekt in der Stadt München

1993 stand bereits die Renovierung und der Ausbau der künftigen Zentrale in der St.-Quirin-Straße an, während man noch mit dem Neubau in Putzbrunn völlig ausgelastet war. Man hatte das alte Wohngebäude auf Basis einer Erbpacht (60 Jahre) von der Stiftung Eckersberg erwerben können. Dazu kam erschwerend, dass ein bestehender Pachtvertrag über die Anmietung des bis dahin genutzten Büros noch bis zum Jahr 2000 lief, so dass hier zusätzliche Kosten von 60.000 DM entstanden, war im LIES – Heft aus dem Jahr 1997 zu lesen.

320 Hauptamtliche und 100 Ehrenamtliche

Am 03. Juli 1997 war die offizielle Eröffnung und am 13. November 1997 hielt die Lebenshilfe München ihre erste Vorstandssitzung in dem neuen Vortragsraum der Zentrale der Lebenshilfe München in der St.-Quirin-Straße ab.

„1996 haben 320 Mitarbeiter und 100 Ehrenamtliche für die Einrichtungen und die Offene Behindertenarbeit sehr viel geleistet, hieß es in dem Geschäftsbericht.“

Zur Eröffnung lud damals der Vorsitzende Wolfgang Franz und die Festansprache hielt die langjährige Vorstandsvorsitzende Silvia Görres. Es war für den Elternverein ein wirklich großes ‚Leuchtturm-Projekt‘ in München-Giesing. Die aus dem Bestand der ehemaligen US-Kasernen übernommenen Wohngebäude wurden ausgebaut und modernisiert. Sie bieten Raum für die Offene Behindertenarbeit, für die Frühförderung, die Beratung, für eine Wohneinrichtung sowie für die zentrale Verwaltung, so dass jetzt alles ‚unter einem Dach‘ zusammen ist. Das erleichtert die Arbeit erheblich und es gibt jetzt auch für Eltern und Betroffene eine zentrale Anlaufstelle.

Lesen Sie im dritten Teil die Entwicklung der Lebenshilfe München bis in das Jahr 2016:
lebenshilfe-muenchen-geht-neue-wege/

Lebenshilfe dankt dem Engagement der Bundeswehr

Mehr Fotos finden Sie unter: 
Impressionen-Benefizkonzert-Lebenshilfe
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Rainer Hölzgen (Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München), Hermann Zimmermann (Vorstand Lebenshilfe e.V.), Edwin Klostermeier (Bürgermeister Putzbrunn), MdB Florian Hahn (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebenshilfe München), Maximilian Riedel (Lebenshilfe) und Peter Puhlmann (Geschäftsführer Lebenshilfe).

MdB Florian Hahn und Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Lebenshilfe München bedankte sich bei Oberstleutnant Karl Kriner für das musikalische herausragende Konzert des Bundeswehrmusikkorps im Bürgerhaus von Putzbrunn. Ein herzlicher Dank ging auch an den Bürgermeister der Gemeinde Putzbrunn, Edwin Klostermeier, der den großen Saal im Bürgerhaus für diese Veranstaltung kostenlos zur Verfügung stellte. Der Reinerlös des Konzertes geht direkt an die Stiftung der Lebenshilfe München und kommt Menschen mit geistiger Behinderung zugute. „Es gibt immer Projekte die über das hinausgehen, was der Kostenträger als Leistung anerkennt. Dafür ist das Engagement von Eltern, Ehrenamtlichen und Förderern wichtig“, bekräftigt MdB Florian Hahn.   Weiterlesen

Wallfahrt Barrierefrei mit der Lebenshilfe München

„Wallfahren gehen – das wollte ich schon immer mal“, waren die Worte eines Bewohners
„Kannst Du mir mal sagen, was das genau ist und was wir da machen?“
„Wer kommt alles mit?“ – „Oh das wird toll?“
„Hoffentlich regnet es nicht! . . .

. . . das waren die Gedanken zum Themeneinstieg
zur Sternwallfahrt der Diözese München Freising.

Am 12. Juni um 8.30 Uhr war die Aufregung in der Lebenshilfe in Putzbrunn schon groß. Die meisten Teilnehmer waren schon zeitig fertig und warteten auf den Startschuss. Um 9.00 Uhr setzte sich der Zug mit gefüllten Picknickrucksäcken und 16 Klienten aus Putzbrunn I, Putzbrunn II und der TENE mit ihren Betreuern, ehrenamtlichen Begleitern und Angehörigen Richtung MVV in Bewegung. Gelebte Inklusion beim Wallfahrten.

Die Stimmung war von Anfang an gut und neugierig.

Hürden für die Rolli- und Rollator Fahrer wurden ohne große Probleme bewältigt, denn ganz barrierefrei ging es leider nicht. Der Trupp schlugt sich wacker bis zum Stachus.,Dort trafen wir schon auf andere Wallfahrergruppen und Organisatoren. Unsere Einrichtungsleitung Frau Wiesenthal-Moser besorgte für uns alle die Wallfahrermedaille mit dem Motto: GOTT-GEMEINSAM-GEBEN.   Weiterlesen

Amazon spendet Heimkino für Lebenshilfe München

Menschen mit geistiger Behinderung sind eingeschränkt, vor allem was ihre Freizeitmöglichkeiten betrifft. Sind sie in Betreuung, wie etwa bei der Lebenshilfe München, ist das zur freien Verfügung stehende Geld (Taschengeld) sparsam bemessen. Dabei gehen die meisten der Bewohner, ob in Putzbrunn oder in anderen Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München, ganztags arbeiten, meist in geförderten Werkstätten und das über viele Jahrzehnte. Die Eingliederung in den ’normalen Arbeitsmarkt‘ gelingt nur sehr selten, wenige Firmen sind offen dafür.

Einrichtungsleiterin Christine Wiesenthal-Moser von der Lebenshilfe München freut sich über die Spende von Amazon. Zum 'Gesamtpaket' gehören noch vier Boxen von Bose.

Einrichtungsleiterin Christine Wiesenthal-Moser von der Lebenshilfe München freut sich über die Spende von Amazon. Zum ‚Gesamtpaket‘ gehören noch vier Boxen von Bose.

So kam das Heimkino-Geschenk von Amazon für die Lebenshilfe-Wohneinrichtung in Putzbrunn doppelt gut an. Ein Sony BluRay 3D Player in Verbindung mit einer Bose Sondanlage schafft beste Voraussetzungen für Kinoerlebnis vom Feinsten.   Weiterlesen

Besuch bei den TENE-Senioren der Lebenshilfe

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Ein kurzer Besuch bei den TENE-Senioren in München-Putzbrunn. Es waren nicht alle zwölf Senioren anwesend, doch kamen noch einige Nachzügler und zwei waren im Krankenstand. Gemeinsam hatte man für zehn Personen gekocht. Es gab Rollbraten mit Gemüse und Kartoffelplätzchen. Renate Bauer leitet die TENE-Gruppe in Putzbrunn, die in die Räume der Wohn- und Betreuungseinrichtungen der Lebenshilfe München integriert ist. Wochentags werden von 8 bis 16 Uhr strukturierte Tagesangebote in Form einer aktiven Freizeitgestaltung geboten. Zentraler Fixpunkt ist das gemeinschaftliche Kochen. „Da sind wir mit der Vorbereitung und dem anschließenden Aufräumen drei Stunden intensiv beschäftigt,“ erzählt Renate Bauer. Und alle sind mit Begeisterung dabei, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Lesen Sie auch unseren Bericht vom Januar 2016:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/01/21/lebenshilfe-muenchen-mit-tagesbetreuung-fuer-senioren/

Lebenshilfe München mit Tagesbetreuung für Senioren

2014 hat die Lebenshilfe München – als eine der ersten Lebenshilfen in Bayern – für Senioren eine Tagesbetreuung eingerichtet. TENE heißt das Kürzel in Fachkreisen und bedeutet ‚Tagesstruktur für Erwachsene nach dem Erwerbsleben‘. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das in Senioreneinrichtungen längst gelebte Praxis ist. Bei Menschen mit Behinderung ist dieser Ansatz aber noch relativ jung, vor allem wenn sie bei den Eltern leben oder in kleinen Wohneinheiten betreut werden.

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Christian Kerler, Koordinator des Bereichs Wohnen bei der Lebenshilfe München erklärt: „Vor allem in kleinen Einheiten, wo personelle Ressourcen knapp sind, braucht es strukturelle Angebote für Senioren. Es geht dabei einfach um die Tatsache, dass Menschen mit Behinderung, die über Jahrzehnte z.B. in den Lebenshilfe-Werkstätten gearbeitet haben, nicht in ein mentales Loch fallen. Sie brauchen Ansprache, Beschäftigung und kleine leistbare Aufgaben. Das erhält die mentale und körperliche Gesundheit, beugt Demenz und Vereinsamung vor.“  Weiterlesen

Stiftungsvorsitzender der Lebenshilfe München informiert sich

MdB Hahn besucht Wohn-, Förder- und Werkstätten in Putzbrunn

Dass Arbeit Therapie sein kann, davon konnte sich der neue Vorsitzende der Stiftung Lebenshilfe München, Florian Hahn MdB, bei seinem Rundgang durch die Wohn- und Werkstätten in Putzbrunn überzeugen: „Ich bin beeindruckt, wie Menschen mit geistiger Behinderung ihre Belastbarkeit erproben und zugleich ihre Leistungsfähigkeit entwickeln und festigen können“, so Hahn. „Die angebotenen Maßnahmen in den Lebenshilfe-Werkstätten fördern nicht nur die berufliche Eignung, sondern auch das Sozial- und Arbeitsverhalten allgemein und stärken natürlich das Selbstwertgefühl. Ein ganz entscheidender Schritt zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.“  Weiterlesen

MdL Isabell Zacharias besucht die Lebenshilfe München

MdL Isabell Zacharias (SPD) besuchte jetzt Werkstatt und Wohnstätte der Lebenshilfe München in Putzbrunn. Die einzelnen Einrichtungen sind nur wenige Meter voneinander entfernt und so konnte sich die bayerische Kommunalpolitikerin gleich ein größere Bild machen. Im Fachgespräch mit Altlandrätin und Lebenshilfe-Vorstandsvorsitzende Johanna Rumschöttel sowie mit Geschäftsführer Peter Puhlmann standen aktuelle Themen im Mittelpunkt.

Treffen in der Lebenshilfe Werkstatt und Wohnstätte in Putzbrunn.

Von links: Altlandrätin und die Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Johanna Rumschöttel, Andrea Stauber von der Lebenshilfe Werkstatt, MdL Isabell Zacharias, Einrichtungsleiterin Christine Wiesental-Moser und Geschäftsführer Peter Puhlmann.

Dabei wirkt sich das neue Pflegewohnqualitätsgesetz besonders auf die Lebenshilfeeinrichtungen in München direkt aus. So müssen etwa die Wohneinrichtungen für jedes Bewohnerzimmer Mindestgrößen entsprechen und über Nasszellen verfügen. Barrierefreiheit ist dabei sowieso eine grundlegende Voraussetzung. „Da kommt viel Arbeit und auch viele Investitionen auf die Lebenshilfe München zu“, räumt Peter Puhlmann ein und erklärt: „Viele unserer Einrichtungen sind vor über 30 entstanden und mit Kleingruppen häufig direkt in Wohngebiete gelegt worden. Inklusion hat die Lebenshilfe München damit schon sehr früh praktiziert, doch ‚beim Baulichen‘ waren die Ansprüche damals noch andere.“  Weiterlesen

Eine Tagesstruktur gibt Halt und Kraft im Leben

Auch bei Menschen mit geistiger Behinderung wächst die Zahl jener, die ein höheres Alter erreichen. Sie scheiden aus dem Berufsleben aus, viele aus den Lebenshilfe-Werkstätten, wo sie über Jahrzehnte einer geregelten Beschäftigung nachgingen. Diese für sie überaus wichtige berufliche und soziale Rehabilitation steht und stand unter dem Aspekt der Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Arbeit und Gesellschaft. Was aber danach, wenn mit der Arbeit auch die Tagesstruktur wegfällt? Sie ist besonders für Menschen mit geistiger Behinderung eine entscheidende Hilfe, um den Alltag zu bewältigen. TENE heißt hier der Fachbegriff.

TENE: Tagesstruktur für Erwachsene nach dem Erwerbsleben

Die Lebenshilfe München hat darum ein neues Angebot geschaffen und bietet in Putzbrunn eine Tagesbetreuung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben (TENE) an. Wochentags werden von acht bis 16 Uhr strukturierte Tagesangebote in Form einer aktiven Freizeitgestaltung geboten. Dazu zählen Ausflüge, Bastelnachmittage, gemeinsames Kochen, Entspannungstage mit autogenem Training ebenso wie Einkaufsfahrten, Haushaltstraining, Spielenachmittage, Singen, Tanzen, Lesen.   Weiterlesen

Sport gibt Selbstvertrauen

Zehnmal das Deutsche Sportabzeichen geschafft

Auch 2014 waren die Bewohner der Lebenshilfe-Einrichtung Putzbrunn im Sportverein wieder aktiv. Als Zeichen und Bestätigung ihrer Leistungen haben sie das Sportabzeichen nach Maßgabe des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) abgelegt. Für die einzelnen Prüfungen bereiteten sie sich mit Trainerin Annette Plessl und Betreuerin Ute Freese intensiv vor.     Weiterlesen