„Hier möchte ich einziehen!“

Das Haus fügt sich gut in den von alten VIllen geprägten Umfeld ein.

Die Lebenshilfe München e.V. errichtet an ihrem alten Standort im Münchner Ortsteil Ramersdorf ein neues Wohnhaus, das 24 Menschen mit Behinderung ein neues Zuhause geben wird. Ende Juli war jetzt Richtfest für den Neubau. Vorstandsvorsitzende Andrea Siemen und Geschäftsführer Peter Puhlmann begrüßten die Vertreter der Baufirmen, Architekten und Fachplaner. Auch die ehemaligen Bewohner der alten Arztvilla und neue, zukünftige Bewohner, waren eingeladen.

Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann

Die Zimmerleute lobten in ihrem traditionellen Richtspruch den guten Zuschnitt der Bauplanung, die Kurvatur des Hauses und das gute Raumangebot. Nach einem Architektenwettbewerb und der Genehmigung aller Planungsunterlagen war im Winter 2019 endlich Baubeginn. Zuvor wurde das alte Anwesen und sein Umfeld fachgerecht entkernt und vorbereitet (siehe Bericht). Peter Puhlmann freute sich über den bisherigen Planungs- und Baufortschritt. „Hier am Standort Willinger Weg wird eines der modernsten, urbansten und bedürfnis-orientiertesten Wohnheime in der Stadt München entstehen!“, erklärt er.

Ebenso begeistert zeigten sich die BewohnerInnen die einmal in die Räumlichkeiten ziehen können. René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen bei der Lebenshilfe München erinnert sich an die spontane Begeisterung einiger Besucher mit dem Ausspruch: „Hier will ich einziehen!“. Renate etwa ist eine von Ihnen, die derzeit in Unterschleißheim lebt, wo die Lebenshilfe München bis zur Fertigstellung der neuen Wohneinrichtung in einem Seniorenzentrum eine ganze Etage angemietet hat. In gemütlicher Runde und bei besten bayerischen Speisen und Getränken wurde noch viel gefachsimpelt und voller Vorfreude in die Zukunft geblickt.

Besichtigen, fachsimpeln, sich austauschen. Bildmitte: Lebenshilfe-Vorstandsvorsitzende Andrea Siemen

„Die Wohnen GmbH ist froh eine derart moderne und zukunftssichere Immobilie zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dies ist ein immens wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Wohnen GmbH und wir sind froh vierundzwanzig Bewohnern einen modernen und adäquaten Wohnraum zur Verfügung stellen zu können!“, erläutert René Pfeifer. „Hier im Münchner Ortsteil Ramersdorf wird ein inklusives und allen modernen Standards entsprechendes Wohnangebot für Menschen mit geistiger Behinderungen entstehen“, so Pfeifer weiter. Der geplante Einzugstermin wird im Mai 2020 sein, die Baustelle ist im Zeitplan und der Einzugstermin kann ziemlich sicher gehalten werden.

Ein großer Dachboden in bester Zimmermann-Tradition ausgeführt

Die Wohneinrichtung am Willinger Weg nimmt Formen an

Im Sommer kann man fast täglich den Fortschritt auf der Baustelle beobachten. Alle sind gespannt auf die Fertigstellung des Rohbau und natürlich freuen sich Betreuer und die Bewohner, Menschen mit geistiger Behinderung, auf die Eröffnung der neuen-alten Einrichtung der Lebenshilfe München am Willinger Weg.

Die Lebenshilfe München geht den Weg ihrer Erneuerung konsequent weiter. Größtes Projekt ist derzeit der Neubau eines Wohngebäudes am Willinger Weg. Seit 1988 nutzte der Elternverein die alte Arztvilla aus den 30er-Jahren als Wohneinrichtung. Der Zustand des Gebäudes, die Anforderungen an ein barrierefreies Wohnen und neue gesetzliche Auflagen machten einen Neubau unumgänglich. Die Bewohner sind seit Januar 2018 in einem eigenen Stockwerk einer großen Senioreneinrichtung in Unterschleißheim (siehe Bericht) untergebracht. Wohnbereichsleiter René Pfeiffer freut sich, dass die Arbeiten für den Neubau gut in der Zeit liegen, trotz eines langen und schneereichen Winters.  Weiterlesen

Einweihungsfest: „Wir feiern Inklusion“

Einweihungsfest in der ersten inklusiven
Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München

Mit einem fröhlichen Fest feierte die Lebenshilfe München am 12. April die Eröffnung der inklusiven Wohngemeinschaft in der Hermann-von-Sicherer Straße. Die Bewohner waren bereits ab Oktober letzten Jahres in das Wohnhaus mit Garten in Obersendling eingezogen (siehe Bericht). Inzwischen leben hier vier Studenten mit sechs Menschen mit Behinderung zusammen. Damit das Wohnprojekt gestartet werden konnte, entwickelte die Lebenshilfe München zunächst einmal gemeinsam mit dem Bezirk Oberbayern ein Konzept. Vorbild dafür waren die bereits existierenden Wohngemeinschaften des Vereins Gemeinsam Leben Lernen (GLL).

Viele Spender und Menschen helfen mit

Begrüßung von Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München und Andrea Siemen, Vorsitzende des Vorstands

Die Stadt München half mit einer Anschubfinanzierung über 50.000 Euro. Darüber hinaus beteiligte sich die Stiftung „München hilft“, die Halbauer Stiftung und die Sparda Bank München, zusammen mit anderen Spendern, großzügig an den notwendigen Umbaumaßnahmen. Selbst die Studenten die hier leben leisten ihren Teil. Sie haben sich bereit erklärt, ihre Mitbewohner mit Unterstützungsbedarf im Alltag zu begleiten und ihnen zur Seite zu stehen, falls sie Hilfe benötigen. Weiterlesen

Andrea Siemen ist neue Vorsitzende des Vorstands

Am 26. März 2019 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Lebenshilfe München statt. Im Rahmen der Versammlung wurde Andrea Siemen zur neuen Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Außerdem stellte sich der gesamte Vorstand zur Wahl. Dies war nötig geworden, weil seit der letzten Mitgliederversammlung im Oktober 2018 die Vorstände ihre Ämter nur geschäftsführend ausübten.

Andrea Siemen, die neue Vorstandsvorsitzende, mit Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München

Mit großer Mehrheit wurde Andrea Siemen zur neuen Vorsitzenden des Vorstandes der Lebenshilfe München gewählt. Die Volljuristin ist Jahrgang 1961 und Mutter von drei Kindern, ihr jüngster Sohn hat eine geistige Behinderung. Mitglied der Lebenshilfe München e.V. wurde Andrea Siemen nach einem Besuch bei der Angehörigenberatung im Jahr 2008. Kurz darauf stieg sie bei der L.I.E.S.-Redaktion ein, wo sie seither ehrenamtlich mitarbeitet. Seit 2015 ist Andrea Siemen darüber hinaus − ebenfalls ehrenamtlich − in der Angehörigenberatung tätig.  Weiterlesen

5000 Euro Spende für einen Lebenshilfe-Streichelzoo

(gsp) Große Unternehmen und Firmen engagieren sich heute global wie auch sozial.
Eine dieser ‚Global Player‘ ist das Logistikunternehmen Imperial-Logistics mit ihrem Hauptgeschäft in Afrika, zunehmend aber auch in Europa. Es betreibt
neben seiner deutschen Zentale in Duisburg auch in München/ Neufahrn eine Niederlassung, weltweit ist es an 170 Standorten vertreten. Die Nähe zur Region
gab auch den Ausschlag auf der Suche nach einem sozialem Engagement.
Die Wahl viel dabei auf die Lebenshilfe München.

5000 Euro für die Lebenshilfe München. Von Links: Christine Wiesenthal-Moser (AD), Julia Bader (FUD), Georg Hohenester (OBA), Margret Meyer-Brauns (Beratung), Gudrun Keinert (Schulbegleitung), Harry Zipf (OD), Srecko Mühling, Direktor der General-Cargo, von Imperial-Logistics, Christina Kistler, Assistant to Director und Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München. Foto: Gerd Spranger

Srecko Mühling und Christina Kistler von Imperial-Logistics betonen bei ihrem Besuch der Lebenshilfe-Zentrale in München, dass sie sich meistens langfristig in ihrem sozialen Engagement binden, wie etwa bei einem Kinderhospitz in Duisburg. Peter Puhlmann, Geschäftsführer und Stiftungsvorstand des Elternvereins nutzte die Gunst der Stunde, und führte die Besucher in ein laufendes Meeeting der ‚Offenen Dienste‘. Weiterlesen

Ein Neuanfang der Wohneinrichtung der Lebenshilfe München am Willinger Weg

Im Januar zogen die zehn Bewohner, Menschen mit geistiger Behinderung, aus ihrem langjährigen Wohnhaus am Willinger Weg nach Unterschleißheim, sind dort großzügig, in hellen Räumen mit viel Platz untergebracht. Jetzt, im Dezember, haben die Abbrucharbeiten der alten Villa aus den 30er-Jahren begonnen, um einem Gebäude Platz zu machen, dass die Anforderungen des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes erfüllt. Für die Lebenshilfe München, als Eigentümer und Betreiber der Einrichtung, ist es ein langer Prozess, der jetzt endlich seinen Gang nimmt.



Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann erinnert sich. „Für uns war zunächst klar, dass dieses Haus in keiner Weise die Vorgaben eines behinderten gerechten Wohnens erfüllt. Wir waren also gezwungen etwas zu unternehmen. Im Jahr 2014 führte ich einige Gespräche mit dem Bezirksausschuss (BA) 16 Ramersdorf-Perlach. Der Ausschuss stimmte unseren Plänen nach intensiven Gesprächen, auch mit den Anwohnern, letztlich zu. Mein besonderer Dank geht dabei an Rechtsanwalt und BA-Bauexperte Wolfgang Thalmeir (CSU).“

2019 startet der Rohbau am Willinger Weg

Im Herbst 2016 konnte dann über einen Architektenwettbewerb über die Ausgestaltung des Neubaus entschieden werden, und im März 2019 soll dann der Rohbau starten.

Zunächst aber wurden im Dezember die unterschiedlichen Baustoffe im alten Gebäude vorschriftsmäßig entfernt, sortiert und entsorgt. Auch der Außenbereich wird vorbereitet und schützenswerte Bäume gesichert. Selbst die Humuserde des großen Gartens wird abgetragen und sicher gelagert, um sie vor Kontaminierung zu schützen.

Diese Arbeiten sollen bis zu den Weihnachtstagen abgeschlossen sein. Nach den Feiertagen steht dann der Abriss des alten Hauses an, so dass Ende Januar 2019 das Gelände für den Neubau entsprechend vorbereitet und gesichert werden kann, um den Aushub für den Keller zu starten. In der Zwischenzeit laufen die Gespräche mit den Firmen, die sich um die Errichtung des Rohbaus beworben haben. Ab 21. März 2019 wird die dann beauftragte Firma voraussichtlich mit dem geplanten Neubau starten können.

Ein DANK an alle Beteiligten

Für die Lebenshilfe München ist es ein wichtiger Schritt nach Jahren der Vorbereitung und ein großes Weihnachtsgeschenk. Geschäftsführer Peter Puhlmann bedankt sich bei allen Beteiligten, bei den Bewohnern und Betreuern, bei den Anwohnern und Nachbarn, bei den Architekten und Baufirmen und allen, die zu einem guten Gelingen der neuen Einrichtung am Willinger Weg mitwirken, zum Wohle von Menschen mit geistiger Behinderung.

Was sagen Politiker zur Situation von Menschen mit Behinderung

Hier geht es zu unserem I. Teil: Wir fragen – Politiker antworten

Wie eng der Bezirk Oberbayern bei seinen Entscheidungen mit Menschen mit Behinderung verbunden ist, zeigte sich in den Statements und Wortmeldungen der Lebenshilfe-Veranstaltung „Wir fragen, Politiker antworten“ der OBA am 21. Juli. Alle Politiker gaben ein kurzes Statement. Hier ein kleiner Auszug:

Peter Puhlmann mit Julia Bader (links) von der OBA, die den Abend meisterhaft organisierte, und Monika Dollinger vom Bayerischen Rundfunk. Sie moderierte die Beiträge. Text & Fotos: Gerd Spranger

Josef Loy (CSU) will die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung verbessern. Er betont: „Dafür brauchen wir den richtigen Rahmen, die richtigen Voraussetzungen. Es muss Menschen mit Behinderung möglich sein, in allen Lebenssituationen mitmachen (teilhaben) zu können.“ Hilfen sollen dabei nicht nach dem Prinzip Gießkanne – also überall etwas – sondern auf den einzelnen Menschen angepasst werden.

Er bedanke sich bei den Zuhörern für ihren Mut und ihre offenen Worte.

Helga Hügenell (SPD) sieht in offenen und neuen Wohnformen, etwa wenn Studenten mit Menschen mit Behinderung zusammen leben, einen guten Weg der Inklusion. „Auch bringt das Bundesteilhabegesetzt (BTG) deutliche Verbesserungen, etwa wenn es ermöglicht, mehr Geld für sich selbst zu behalten“, bekräftigt sie. Wünschenswerte sei auch, das Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt bessere Chancen erhalten.   Weiterlesen

Politik trifft auf Menschen mit Behinderung

Sie gaben ein persönliches Bekenntnis für eine Förderung von Menschen mit Behinderung ab. Von links nach rechts: Josef Loy (CSU), Helga Hügenell (SPD), Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Rainer Schneider (FWG), Petra Tuttas (Die Grünen), Gräfin von Baudissin-Schmid (FDP). / Text & Fotos: Gerd Spranger

„Wir fragen, Politiker antworten“, war das Motto zu dem die OBA der Lebenshilfe München am Samstag 21. Juli eingeladen hatte. Dabei ging es nicht um die Politik im allgemeinen, sondern um sehr konkrete, sehr persönliche Politik. Eingeladen waren nämlich Politiker aus dem Bezirkstag, der sich am 14. Oktober zur Wiederwahl stellt. Der Bezirk Oberbayern ist jene Behörde, von der die Lebenshilfe München, wie auch andere soziale Einrichtungen, einen Großteil ihrer Gelder erhalten. Der Bezirk entscheidet darüber, wie viel für welche Leistungen bezahlt wird, „in enger Absprache und Abstimmung mit den Trägern (also etwa der Lebenshilfe München)“, betont Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Darauf lege ich großen Wert“, ergänzt er.

Geschäftsführer der Lebenshilfe München (l.), Peter Puhlmann, im Gespräch mit Bezirkstagspräsident Josef Mederer

Hauptsächlich haben die Verantwortlichen beim Bezirk aber mit den Geschäftsführern, Vorsitzenden und Fachbereichsleitern zu tun, kaum mit jenen Menschen selbst, über die entschieden wird. Somit wäre auch das Motto des Abends ‚Politik trifft auf Menschen mit Behinderung‘ sehr passend gewesen. Das zumindest haben alle geladenen Politiker betont. Es war für sie ein ganz besonderes Erlebnis, selbst mit Menschen mit Behinderung im Dialog zu sein. „Es wäre schön, so etwas zu wiederholen, gerne auch in einem größeren Rahmen“, bekräftigen sie zum Schluss der Veranstaltung.   Weiterlesen

Stadtrat bei der Lebenshilfe in Unterschleißheim

Bürgermeister Christoph Böck und Altlandrätin Johanna Rumschöttel zu Besuch bei der Lebenshilfe-Wohngruppe in Unterschleißheim

Das neue Zuhause der Lebenshilfe-Wohngruppe ‚Willinger Weg‘ in einem Seniorenzentrum des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Unterschleißheim, gestaltet sich immer mehr zu einem Glücksfall. Um sich selbst ein Bild zu machen, besuchten der 1. Bürgermeister Christoph Böck und der 2. Bürgermeister Stefan Krimmer die Einrichtung im vierten Stock des „Haus am Valentinspark“. Begleitet wurden sie von einigen Stadträten, sowie der Senioren und Behindertenbeauftragten von Unterschleißheim. Auch Astrid Filtz, Einrichtungsleitung des Pflege- und Seniorenzentrum Haus am Valentinspark, war neugierig auf die neuen Bewohner in dem Komplex und ihr Zusammenleben.   Weiterlesen

Ein Salut für die Lebenshilfe München

(gsp) Ein Salutschuss der Böllerschützen ist eine Ehrenbezeugung zu besonderen Anlässen etwa ein Salut bei runden Geburtstagen oder bei kirchlichen Festen. Auch wenn die Bundeskanzlerin oder der Ministerpräsident zu Besuch im Festzelt der Gemeinde ist, schießen die Truderinger Böllerschützen ihren Salut. Mit einer Spende von 1000 Euro für die Interdisziplinäre Frühförderung München/ Feldkirchen haben sie jetzt einen Salut für die Lebenshilfe München gegeben.

Claudia Bihlmayer (l.) und Peter Puhlmann bedanken sich bei den ‚Original Truderinger Böllerschützen‘ für die Spende von 1000 Euro. Im Bild Christine Niedermeier vom Vorstand und Monika Fischer (r.) von der Stadtteilhilfe, die Teil des Vereins der Böllerschützen ist. – Foto: Volkmar Korsch

Beim Salut müssen alle im Gleichklang sein

„Ein Salutschuss ist dabei die schwerste Disziplin, denn alle müssen zur gleichen Zeit feuern“, erklärt Christine Niedermeier, die seit 1990, seit Gründung des Vereins, mit dabei ist. Seit 1993 darf sie selbst mit dem Handböller feuern und das ist nicht selbstverständlich. „Frauen blieben nämlich ursprünglich bei den Böllerschützen außen vor. Das haben wir kurzerhand in einer Mitgliederversammlung geändert“, und damit ist ‚die neue Zeit‘ auch bei den Böllerschützen angekommen, zumindest in München-Trudering.

10 Prozent werden gespendet

Ein aktives Vereinsleben mit 257 Mitgliedern weckte den Wunsch, sich auch gemeinnützig zu betätigen. Dazu gründete der Verein vor drei Jahren eine eigene Stadtteilhilfe, der Monika Fischer vorsteht. „Unsere Einnahmen erzielen wir bei Veranstaltungen, wie etwa unser Schlachtschüssel- oder Kesselfleischessen und aus Spenden. 10 Prozent unserer Einnahmen geben wir dann als Spende weiter, wie jetzt der Lebenshilfe München“, erzählt sie.

Das Spenden ist gar nicht so einfach

Dabei ist das Spenden gar nicht so einfach, wie die Böllerschützen erfahren mussten. „Als gemeinnütziger Verein kann man ’nicht einfach so‘ jemanden Bedürftigen Geld zukommen lassen. Die betreffende Person muss dazu anspruchsberechtigt sein und auch beim Bezug von Sozialleistungen ist das ein schwieriges Feld,“ erklärt der Kassier des Vereins, Michael Schmidt. So habe man die letzten Jahre in Senioreneinrichtungen und Kindergärten mit ‚Geschenkpaketen‘ geholfen und freut sich, jetzt auch was für die Lebenshilfe tun zu können.

Was leistet eine Frühförderung eigentlich?

Geschäftsführer Peter Puhlmann und Pädagogin Claudia Bihlmayer geben einen Einblick in die Arbeit der Frühförderung, die interessiert aufgenommen wird. Denn keiner der Schützen war bisher in der Einrichtung und hatte eine konkrete Vorstellung davon, was eine Frühförderung so leistet. Ganz allgemein aber, ist sich Einrichtungsleiterin Maria-Anna Link sicher, „ ist die inzwischen gesetzlich verankerte Aufgabe der Früherkennung und Frühförderung in der Gesellschaft angekommen.“

700 Münchner Familien wird geholfen

Dabei konzentriert sich die Arbeit nicht so sehr auf die Einrichtung, sondern bis zu 80 Prozent der Betreuung finden ‚außer Haus‘ statt, direkt bei den Eltern oder in Kindergärten. Dennoch ist die Frühfördereinrichtung der Lebenshilfe München in Feldkirchen gut besucht und ihre 36 Mitarbeiter stark gefordert. Insgesamt sind in und um München 100 MitarbeiterInnen der Lebenshilfe München für die Frühförderung unterwegs. Sie betreuen 700 Kinder und ihre Familien an vier Standorten, meist aber mobil in den Kindergärten oder direkt bei den Familien zuhause.

Eine Behinderung ist nicht immer gleich sichtbar

Claudia Bihlmayer gibt einen kurzen Einblick in die vielfältige Welt der Frühförderung. „Bei Bedarf betreuen wir von der Geburt an – vor allem bei Frühchen – bis in das Schulalter. Häufig aber merkt man erst mit zeitlicher Verzögerung, dass das Kind vermehrt Hilfe für eine gute Entwicklung braucht. Und die geschieht natürlich interdisziplinär, es wirken Ärzte, Pädagogen, Therapeuten und Psychologen zusammen – gemeinsam für das Wohl des Kindes. Dieser ganzheitliche Blick auf das Leben des Kindes ist es, der die Arbeit der Frühförderung so besonders und unerlässlich macht. Mit ihrer ganzheitlichen Hilfe verbessert Frühförderung nicht nur die gegenwärtige Situation eines Kindes, sie trägt insbesondere auch zu besseren Zukunftsperspektiven bei, zu einem Leben ohne Benachteiligung.“

Die Truderinger Böllerschützen sind gut vernetzt

Den Vorstand der Truderinger Böllerschützen freut es, dass ihre Spende an die Lebenshilfe München so einem direkten und praktischen Nutzen findet. Selbst ist der Verein mit etlichen Veranstaltungen und Kontakten von der Nordsee bis in die Alpen gut vernetzt und steht für gesellschaftliche Teilhabe. Ein Wunsch, der auch die Kinder der Frühförderung auf ihren Lebensweg begleitet. Volkmar Korsch, der ‚Mann für die Presse‘ bei den Original Truderinger Böllerschützen, sorgt mit seinen Berichten und einer kleinen Zeitung für die nötige Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Wohn- und Lebensqualität bei der Lebenshilfe

Johanna Gertz ist seit Januar bei der Lebenshilfe München und arbeitet eng mit René Pfeifer zusammen, er ist als Bereichsleiter Wohnen seit September beim Elternverein. Johanna Gertz unterstützt ihn dabei, ist Beauftragte für das Qualitätsmanagement. Zwei neue Gesichter bei der Lebenshilfe München, die ihr Wissen und besonderen Erfahrungen in den Elternverein einbringen. Damit wird der Modernisierungsprozess, den Geschäftsführer Peter Puhlmann vor fünf Jahren angestoßen hat, immer mehr zu einem Optimierungsprozess der Wohn- und Lebensqualität.

Zum Wohle der Bewohner arbeiten

Mehr Qualität erfordert Konzept und Planung. Johanna Gertz ist die neue QM-Managerin.

Das ist auch das besondere Anliegen von Johanna Gertz. „Ich will, dass die Prozesse schnell und spürbar bei den Bewohnern selbst ankommen. Das muss unser Focus sein.“ Aber auch Johanna muss umdenken, denn zuvor hat sie in einer kleinen Einrichtung, im direkten Kontakt mit schwerst-mehrfachbehinderten Kindern, gearbeitet und da ist jede kleine Handreichung eben eine unmittelbare Hilfe gewesen. Nach ihrem Studium des Gesundheits- und Sozialmanagements aber hat sie sich bewusst für eine größere Einrichtung entschieden. „Jetzt kann ich für 220 Bewohner und 150 Mitarbeiter was erreichen, und das gelingt mit einem kontinuierlich optimierten Qualitätsmanagement.“   Weiterlesen

Wohngruppe der Lebenshilfe zieht nach Unterschleißheim

Das Senioren- und Pflegezentrum ‚Haus am Valentinspark‘ in Unterschleißheim ist nur 200 Meter vom zentralen, schön angelegten Valentinspark entfernt. Der Bus hält direkt vor der Haustür und die S-Bahn fährt im 20-Minuten-Takt nach München. Ab 15. Januar ist es für 10 Bewohner der Lebenshilfewohngruppe vom Willinger Weg für ein bis zwei Jahre ein neues Zuhause.

Das Lebenshilfe-Wohnhaus am Willinger Weg wird abgerissen und neu gebaut. Es erfüllt nicht mehr die Vorgaben des Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG). Die Gesamtsituation, insbesondere das ganz persönliche Umfeld der Bewohner, soll nachhaltig verbessert werden.   Weiterlesen

Lions-Club München König Otto hilft der Lebenshilfe

Einmal jährlich besucht der Vorstand des Lions Clubs München / König Otto die Heilpädagogische Tagesstätte der Lebenshilfe in Unterhaching. Er hat die hier betreuten Kinder und Jugendlichen ins Herz geschlossen und erkundigt sich eingehend darüber, wo Hilfe gebraucht wird, wo man helfen kann.

Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München, und Bereichsleiterin Sabine Refle freuen sich über die Spende von 4000 Euro und bedanken sich bei Reimer Rohwer, Präsident des Lions Clubs München / König Otto, Fritz Aulenbach (Schatzmeister) und Barbara Klingan (Präsidentin PP und Presse). Die Kinder sind für das Foto gleich auf ‚ihre Burg‘ geklettert. Auch sie wurde aus Spendengeldern finanziert und bereitet täglich viel Freude.

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Amazon spendet der Lebenshilfe München

Einmal mehr hat Amazon die Lebenshilfe München unterstützt. Drei stabile Kettcars gab es für die HPT in Unterhaching. Es sind die Amazon-Mitarbeiter der Niederlassung in München, die sich jedes Jahr auf spezielle Förderprojekte einigen. Dabei liegt ihnen das Wohl von Kindern besonders am Herzen.

Und hier, bei der Lebenshilfe-Einrichtung in Unterhaching – wo 140 Kinder im Alter von drei bis 18 Jahren betreut, gefördert und unterrichtet werden – ist immer Bedarf an Spielgeräten, denn die Kinder sind den ganzen Tag in Betreuung. Zur Übergabe angereist sind vom Amazon-Team Franziska Niedermeir und Vanessa Eigner. Sie nutzen die Möglichkeit, um gleich noch auf ein zweites Projekt hinzuweisen. „Aktuell bieten wir Einzelpersonen und Teams aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft und dem sozialen Unternehmertum mit unserem Projekt www.digitalengagiert.de Hilfe an.“

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