Gemeinsam stark bei den Special Olympics

Viktor von Wackerbarth ist einer der glücklichen Gewinner bei den Special Olympics Landesspielen in Bayern.

Vom 12. bis 16. Juli gingen in Hof 1.100 Sportler mit und ohne geistige Behinderung bei den Special Olympics Landesspielen Bayern 2017 an den Start. Gemeinsam kämpften sie im sportlich fairen Wettbewerb in 13 Sportarten.

Die OBA der Lebenshilfe München besuchte die Spiele und feuerte ‚ihren‘ Sportler an. Es ist Viktor von Wackerbarth, der das Down-Syndrom hat und seit Sommer 2016 bei der Lebenshilfe München einen Bundesfreiwilligendienst leistet.

Er hat gelernt gut damit zu leben und weder in Schule noch Arbeit ist es ihm anzumerken. Mit seinem offenen und sympatischen Wesen gleicht er kleine Handicaps spielerisch aus. Auch bei den bayerischen Special Olympics gelang es ihm bestens. Viktor errang die Goldmedaille im Weitsprung und eine Bronzemedaille im Team-Staffellauf über 4 x 100 Meter.

Herzlichen GLÜCKWUNSCH!

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Sommerzeit ist Ferienzeit

Eeeendlich Ferien! Die letzten Tage werde gezählt und dann heißt es ab in die Ferien, in den wohlverdienten Urlaub. Um die Ferientage mit möglichst viel Urlaub zu füllen, geht es mit der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe München den Sommer über gleich sechs Mal auf Reisen. Für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter eine Zeit voller Aktivitäten und Herausforderungen, voller Spaß und Erlebnisse. Die Reisen werden jeweils von einem Team aus Reiseleitern und Ehrenamtlichen begleitet.

Im Süden von Kreta den Sommer verlängern

Der Deutschen beliebtestes Reiseland ist Deutschland und hier ganz vorne der Norden mit Nord- und Ostsee und der Süden in Bayern mit den Alpen. Auch die Lebenshilfe München erschließt diese Ziele, etwa mit einer Sommerreise an Dänemarks Nordseeküste, wo ein großes Ferienhaus auf die Urlauber wartet. „Wir haben ein großes Ferienhaus. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Strand“, heißt es im Programm. Die bayerischen Alpen lernt man in Schliersee kennen. Rund um den sauberen Gebirgssee gibt es herrliche Spazierwege. Die Reisegruppe wohnt im Jugendhaus Josefstal. Das Haus hat einen großen Garten.

Auch Schwarzwald und Thüringen stehen auf dem Reiseprogramm der OBA, aber auch Luxus und Entspannung in Kroatien. Im Spätsommer ist sogar auf der griechischen Insel Kreta ein Hotel gebucht. Während bei uns langsam der Herbst einzieht, genießt man in Kreta bis Oktober hinein noch herrliche Sommertage. Das 4-Sterne-Haus liegt im Süden der Insel.

Alle Informationen zu den Reisen finden Sie unter:
www.lebenshilfe-muenchen.de/reisen-und-freizeit

Die Reisen sind meist sehr frühzeitig ausgebucht. Eine frühe Anmeldung empfiehlt sich darum. Beim Planen einer eigenen Reise hilft die OBA der Lebenshilfe München gerne.

Sie möchten gerne allein oder mit Freunden in Urlaub fahren?
Sie brauchen Hilfe bei der Planung oder auf der Reise?

  • Wir helfen Ihnen gerne bei der Vorbereitung
  • Wir suchen mit Ihnen ein Hotel/ Ferienwohnung und unterstützen Sie bei der Buchung
  • Wir ermöglichen die An- und Abreise
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Menschen mit Behinderung liegen ihr am Herzen

Mit 20 Jahren hatte Sarah Höhendinger ihre erste intensivere Begegnung mit einem Menschen mit geistiger Behinderung. Im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) in Rosenheim betreute sie ein Jahr lang ein junges Mädchen. Dabei hat sie ihre anfängliche Scheu schnell überwunden und sich sehr gut mit der ganzen Familie angefreundet. Heute, neun Jahre später, ist Sarah Höhendinger fest bei der Lebenshilfe München angestellt. (gsp)

Erst ein FSJ, dann ein Studium

Nach ihrem Studium der Sozialen Arbeit managt sie heute sowohl beim FUD (Familien-Unterstützender-Dienst) als auch bei der OBA (Offene Behindertenarbeit) Clubabende, Kurse, Ausflüge, bis hin zu Bewerbungs- und Beratungsgesprächen mit ehrenamtlichen Helfern, Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen. Eine vielseitige Aufgabe, die die 29-jährige Sozialpädagogin gerne und mit Elan angeht.

Verbindlichkeit ist etwas sehr Wichtiges

Sie war von Anfang an mit der Leitung eines Freizeit-Clubs betraut, der sich wöchentlich trifft, später kam noch ein Sport-Club dazu. „Ich merkte schnell, dass Verbindlichkeit ganz wichtig war. Nicht nur für uns Ehrenamtliche, sondern vor allem für die in der Gruppe betreuten Menschen. Für Sie ist das wöchentliche Treffen etwas ganz besonderes, denn für Menschen mit geistiger Behinderung ist es nicht immer einfach, Kontakte zu knüpfen, einen Freundeskreis aufzubauen.“

„Man merkt schnell die Leichtigkeit“

Ihr Engagement gilt den Menschen mit Behinderung. Sarah Höhendinger von der Lebenshilfe München

In dem Freizeitclub der OBA der Lebenshilfe München, den Sarah bis heute betreut, sind es 16 TeilnehmerInnen und acht ehrenamtliche BetreuerInnen, im Sportclub 12 TeilnehmerInnen und fünf ehrenamtliche BetreuerInnen. Sarah verstand es schnell, eigene Freunde für die Arbeit zu gewinnen. „Wenn man sich mal auf diese Arbeit einlässt, merkt man schnell die Leichtigkeit, die dahinter steckt. Wir machen ‚keine großen Sachen‘, sondern verbringen in erster Linie eine gute Zeit miteinander, verstehen uns, tauschen uns aus, unternehmen zusammen was.“
„Aktuell hat sich eine junge Frau unserem Sportclub angeschlossen,“ erzählt die Sozialpädagogin weiter. „Sie ist nur ein wenig eingeschränkt, doch in einer ’normalen‘ Sportgruppe, die in der Regel auf Leistung setzt, fand sie keinen Zugang. Heute freut sie sich bei uns zu sein. Ihr gefällt die gute und lockere Atmosphäre.“

Ausgezeichnet durch die Stadt München

Sarah Höhendinger hat über ihr Praxissemester während des Studiums und das anschließende ehrenamtliche Engagement zur Lebenshilfe München gefunden. 2015 wurde sie dafür sogar von der Stadt München ausgezeichnet. Sie hatte mehr als 300 Stunden im Jahr ehrenamtliche Hilfe geleistet. Sie hat viel gegeben, aber auch viel bekommen. „Dass ich heute wie selbstverständlich die Gruppen führen, Ausflüge organisieren und durchführen, Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, ist in der langen Praxis begründet. Sie gibt neben dem Studium auch die nötige Sicherheit und das Gespür dafür.“

Ehrenamt mit Perspektive

Und das braucht sie auch, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Bedürfnissen zur Lebenshilfe München finden. „Beim FUD zum Beispiel fragen viele StudentInnen an, um stundenweise Kinder mit einer Behinderung zu betreuen und die Familien zu entlasten. Hier gibt es sogar eine Aufwandsentschädigung“, erzählt sie. Nachgefragt werde aber auch generell nach einer Betätigung im Ehrenamt, etwa wenn Menschen neu nach München übersiedeln. „Andere hingegen engagieren sich, um über ihre einseitige Berufstätigkeit hinaus etwas ‚Abwechslung und Farbe‘ im Alltag zu schaffen. Auch ist es immer ein sehr gutes Gefühl, etwas für andere tun zu können. Bei Menschen mit geistiger Behinderung ist das nicht schwer,“ weiß Sarah aus eigener Erfahrung.

Die richtigen Worte finden

Natürlich gilt es auch gemeinsam ‚kleine Krisen‘ zu meistern. „Menschen mit geistiger Behinderung können oft nicht gut in Worte fassen, was sie bedrückt. Sie fühlen es mehr und werden unruhig. Da helfen häufig schon ein paar Worte, ein ruhiges und klärendes Gespräch um Missstimmungen abzustellen.“

Mehr auf Menschen zugehen

Einen anderen Beruf kann Sarah sich heute nicht mehr vorstellen. „Ich bin genau in der Sparte angekommen, die mich erfüllt und Freude bereitet. Auch das Team hier, meine Kollegen und KollegInnen, stehen ganz hinter ihrem Job. Das merkt man und die Stimmung ist gut und inspirierend.“ Einen ganz persönlichen Wunsch hat Sarah noch beim Abschluss unseres Gespräches. „Geht mehr auf die Menschen zu, überwindet eure Scheu. Es wäre schön, wenn Menschen mit Behinderung einfach so in die Stadt fahren oder ein Kino, ein Theater in dem Wissen besuchen könnten, dass ihnen immer geholfen wird, ganz selbstverständlich.“

Die Offenen Dienste der Lebenshilfe München

Harry Zipf, seit über 20 Jahren für Menschen mit Behinderung engagiert

 

Die Jahre von 1975 bis 1980 waren Aufbruchjahre bei der Lebenshilfe München. Das Ringen um die gesellschaftliche Anerkennung und die Förderung von Menschen mit Behinderung hatte 15 Jahre nach Gründung des Elternvereins viel angestoßen und bewirkt.

So entstanden in München erste Einrichtungen der Frühförderung und die Lebenshilfe-Werkstätten (ab 1975), die erste Wohnstätte wurde in der Hofbauernstraße eingeweiht (1978) und auch die Offene Behindertenarbeit ist seit 1977/78 fester Bestandteil der Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung.

Inklusion schaffen und leben

Ziel war und ist bis heute natürlich die Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung, aber auch eine Entlastung von Eltern oder Betreuern. „Dabei ist wichtig“, ergänzt Harry Zipf, Leiter der OBA bei der Lebenshilfe München, „unserer Arbeit schafft Inklusion, also das Zusammenführen von Menschen mit und ohne Behinderung, auch wenn damals noch von Integration gesprochen wurde. Die Lebenshilfe war von Anfang an auf einem guten Weg, etwa mit der Gründung erster Freizeitclubs in Giesing, Haidhausen, Obermenzing.

Unverzichtbar: Ferien- und Freizeitangebote

In einem Rückblick zum 10jährigen Jubiläum der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in München betont man neben dem Spaß bei gemeinsamer Freizeit von Behinderten und Nichtbehinderten die „gegenseitige Anregung zu sinnvoller und selbständiger Freizeitgestaltung.“ Zunehmend entwickelten sich die Freizeitangebote und vor allem auch mehrtägige Ferienangebote.

FuD mit persönlicher Betreuung

Ein zweiter, ebenso wichtiger Zweig bei den Offenen Diensten der Lebenshilfe München bildete sich mit der Gründung des „Familienunterstützenden Dienstes“ (FuD) ab 1989 heraus. Schnell arbeitete hier ein Team von drei hauptamtlichen Teilzeitkräften und vielen ehrenamtlichen Helfern zusammen. Eltern, Betreuern und Menschen mit Behinderung soll geholfen werden. In einem persönlichen Gespräch wird der Bedarf erhoben, die Möglichkeiten definiert, das persönliche Umfeld des Betroffenen eingeschätzt, um dann direkt vor Ort helfen zu können.

Organisation, Schulung und Feingefühl

Heute sind beim FuD über 350 und in der OBA nochmals 100 Ehrenamtliche tätig. „Das bedeutet eine ganze Menge an Organisation, Schulung und zwischenmenschlichem Feingefühl, damit jeder seinen für ihn passenden Platz ausfüllen kann“, erklärt Zipf. Das Team an Hauptamtlichen ist bei der FuD und bei der OBA auf je fünf Teilzeitkräfte gewachsen. In der Ferienbetreuung wird um weitere 4 Teilzeitkräfte ergänzt.

Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Der große Erfolg der ersten 20 Jahre der OBA ist es, mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen – jenen Prozess mit anzustoßen, der sowohl in der UN-Konvention von 2008, wie auch unter dem Schlagwort Inklusion zu verstehen ist. Es geht um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft und am gesellschaftlichen Leben. Dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen.

Leistungsträger sind Stadt, Landkreis und der Bezirk

Harry Zipf ist seit 1997 bei der Lebenshilfe München und erinnert sich noch gut an die Einführung der Pflegeversicherung und ihrer Reformen, die ja bis heute andauern (Link). „So wurden die Betreuungsleistungen, etwa bei eingeschränkter Alltagskompetenz, von jährlich 460 Euro auf monatlich bis zu 125 Euro erhöht. Verbesserungen wurde in vielen Bereichen realisiert.

I bin Minga (München)

Es geht bei allen Leistungen und Verbesserungen immer um Geld und die Zuständigkeiten von Kostenträgern. Die Stadt München hat hier sehr früh sehr viel geleistet. Heute sind viele Bereiche auf dem Bezirk Oberbayern übertragen. Die Stadt und auch der Landkreis München aber ’sind bis heute dran‘, wie etwa mit dem Aktionsplan „München wird Inklusiv“ (Link), der aktuell eine Neuauflage mit viel Bürgerbeteiligung erfährt.

Singles unter doppelter Belastung

München nimmt nicht nur eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der UN-Konvention ein, sie hat auch strukturelle Herausforderungen. Im Gegensatz zum ländlichen Raum wohnen hier prozentual deutlich mehr Singles und nur sehr selten ist Familie im Sinne von Großfamilie ‚verfügbar‘. Für Alleinerziehende, die einen Menschen mit Behinderung begleiten, ist es doppelt schwer. Sie haben keinen Lebenspartner und eine familiäre Struktur ist nicht vorhanden bzw. nicht vor Ort. „Umso dringender brauchen wir hier die Angebote der OBA und des FuD, um für nötige Pausen und Auszeiten zu sorgen, einem Burnout vorzubeugen. Nicht zu vergessen sind lange Ferienzeiten, die sich mit beruflichen Urlaubsansprüchen nicht decken. Auch bei Krankheit oder gar einem Krankenhausaufenthalt ist immer wieder Unterstützung nötig,“ erklärt Harry Zipf.

Inklusion braucht Zeit und Struktur

Als positives Beispiel nennt Zipf den Mobilitätsservice der Stadt München und wünscht sich noch eine Ausweitung auf Abendstunden und Wochenenden. Selbst engagiert er sich im Behindertenbeirat der Stadt München und im Landkreis München. Die Stadt ihrerseits hat neben dem Behindertenbeirat mit Oswald Utz zudem noch einen sehr engagierten und mitunter kritischen Behindertenbeauftragten. Der erste Aktionsplan der Stadt, „München wird inklusiv“ ist mit seinen 35 Maßnahmen noch nicht abgeschlossen. „Inklusion braucht Zeit und Struktur und das geht nicht von heute auf morgen“, weiß Harry Zipf aus seiner 20jährigen Berufserfahrung bei der Lebenshilfe München.

Einrichtung für Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche

Er wünscht sich für München noch eine Einrichtung Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche. „Nur so können wir auf anstehende Probleme und sich zuspitzende Situationen auch reagieren. Hilfe muss häufig sofort geleistet werden und nicht erst Monate später.“ Begrüßen würde der engagierte Pädagoge auch einen Assistenz-Service für Menschen mit Behinderung. „Das könnte wie eine Kontaktbörse aufgebaut sein. Dabei müssten ‚Anbieter‘ geschult und registriert sein, um Sicherheit zu schaffen. Eine Aufwandsentschädigung wäre dabei sicher hilfreich.“

 

Katja im Bundesfreiwilligendienst bei der Lebenshilfe München

Sich sozial zu engagieren ist für Katja V. etwas Selbstverständliches. Schon ab ihrem 13. Lebensjahr betreute sie Konfirmandengruppen der evangelischen Kirche in ihrer Heimatgemeinde. Jetzt, nach dem Abitur aber, sucht sie über ihr soziales Engagement hinaus nach beruflicher Orientierung. Seit Oktober ist sie bei der Lebenshilfe München und hat auch schon viele Erfahrungen gesammelt. „Die Kinder und Jugendlichen bei der Lebenshilfe München sind offener, irgendwie ehrlicher. Sie zeigen sehr unverstellt, was ihnen gefällt oder auch nicht. Sie nehmen einen aber auch in den Arm und sagen, dass es schön ist, dass du da bist. Das tut gut und bereitet Freude.“

Stark bleiben und Freundschaften schließen

Schwer hingegen sei es, so Katja, sich immer zu wiederholen, etwa bei einem Nein zu bleiben oder Regeln einzufordern. „Da können die ganz schön stur sein und man muss Stärke zeigen.“ Sie hilft im FuD (Familienunterstützender Dienst) bei der Betreuung von Kleingruppen, ist zusätzlich zweimal in der Woche bei einem Mädchen zuhause in ihrer Familie, hilft dort mit. „Wir beiden Mädels haben schon gute Freundschaft geschlossen. Es ist schön, helfen zu können und darüber hinaus auch Beziehungen aufzubauen.“

Mit dem FuD Ausflüge an die Isar und in die Stadt

Ein ganz anderer Bereich ist die Ferienbetreuung des FuD bei der Lebenshilfe München. Hier unternehmen die Ehrenamtlichen zusammen mit den Kindern und Jugendlichen mit Behinderung Ausflüge oder verbringen die Zeit in den Räumen der Lebenshilfe. Es sind bis zu zehn Kinder und Jugendliche in einer Gruppe dabei, immer begleitet von einigen Betreuern. Auch Katja war bereits mit unterwegs. In den Ferien geht’s dann vom Treffpunkt in der St.-Quirin-Straße zu den Ausflugszielen. Mal zum Zoo, in ein Museen, zur Isar, in den Wildtierpark, zu Spielplätzen oder ganz einfach mal in die Innenstadt. Zeit haben, Freizeit gestalten und erleben.

Gemeinsam haben wir viel Spaß

„Natürlich gehen wir auf die Ausflugswünsche der Kinder wenn möglich ein. Der Umgang bleibt locker, wir verbringen ja Frei-Zeit mit den Kindern und Jugendlichen, es ist kein Erziehungsauftrag. Gemeinsam haben wir viel Spaß und nutzen die Möglichkeiten für Ausflüge zur Tagesgestaltung“, erzählt Katja. Dabei ist es ein schönes Gefühl, die Kinder und Jugendlichen abends glücklich Ihren Eltern zu übergeben. „Selbst ist man natürlich auch geschafft, es ist aber eine positive Ermüdung.“

Viele Aktionen mit der OBA

Die OBA unternimmt zudem Ausflüge und Urlaubsfahrten für Erwachsene mit geistiger Behinderung. Im November stand eine Bildungsreise nach Berlin auf den Programm. Laufend kleinere Ausflüge zu Weihnachtsmärkten, zu Ausstellungen wie etwa der Galerie im Bezirk Oberbayern (Führung in leichter Sprache), oder zum Boccia spielen im Hofgarten. Das Programm wird ergänzt mit wöchentlichen Treffen, etwa im ‚Dienstags-Club‘ oder bei Treffen von ‚festen Gruppen‘ zum Basteln, Bingo spielen, Film anschauen oder zum gemeinsamen Kochen.

Die berufliche Zukunft ist noch offen

Katja möchte auf alle Fälle bei der Lebenshilfe bleiben, sich hier weiter engagieren. Ob ihre berufliche Zukunft hier liegt, weiß sie noch nicht. Aktuell sieht sie in einem Studium der Sonderpädagogik oder in einer Ausbildung zum Notfall-Sanitäter ihren beruflichen Werdegang. Natürlich bietet ein Studium viele Vorteile, etwa zum Lehramt hin. Doch eine Ausbildung zum Notfallsanitäter ist ebenso spannend. Man absolviert wegen der hohen medizinischen Anforderungen 790 Stunden in der Notaufnahme, Psychiatrie, Pädiatrie und der Gynäkologie einer Klinik, lernt dabei viel kennen und sammelt praktische Erfahrungen.

Wenn kleine Dinge auf einmal groß werden

In den nächsten Monaten ist die junge Frau noch ganz bei der Lebenshilfe München, freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen, den Kollegen und über die herzliche Art von Menschen mit geistiger Behinderung. „Es bringt einen immer wieder auf ‚den Boden der Tatsachen‘ zurück. Es zählen auf einmal kleine Dinge, denen wir im Alltag meist viel zu wenig Beachtung schenken.“

Heute ist Tischtennis-Tag in München

Unter dem Motto „Tischtennis – Gemeinsam – Erleben“ bietet der Bayerische Tischtennisverband am 6.April (Welt-Tischtennis-Tag) im Münchner Norden (Sporthalle Gymnasium München Nord; Knorrstraße 171, 80937 München) einen Tischtennis Nachmittag an.

Die Sporthalle ist weistesgehend barrierefrei (Aufzug vorhanden, sowie barrierefreie Toiletten und Umkleidekabinen). Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung können, unter der Leitung von qualifizierten Trainerinnen und Trainern, gemeinsam Tischtennis ausprobieren. Diese innovative Porjekt wird durch uns (Landeshauptstadt München) gefördert. Die OBA wird ebenfalls ein Kooperationspartner sein.

Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums München Nord sowie Kinder und Jugendliche aus München mit und ohne Behinderung. Geschwister und Freunde sind auch herzlich willkommen. Ziel ist es an diesem Tag die Sportart Tischtennis kennen zu lernens, Spaß an Bewegung und vor allem am Tischtennis zu vermitteln, Inklusion als selbstverständlich zu erachten und die Vernetzung von interessierten Kindern und Jugendlichen mit umliegenden Vereinen.

Ich kann die Sportart Tischtennis als Inklusionssport sehr empfehlen. Das miteinander (und natürlich auch das gegeneinander 😉 ) spielen ist unabhängig von Behinderungen immer möglich. Zudem können durch Regeländerungen Handicaps ausgeglichen werden. Also schaut vorbei und lasst euch überraschen 😉

Die Maßnahme beginnt um 13:30 Uhr und endet gegen 17:30 Uhr.

Ich würde mich freuen, wenn ihr diese Email an interessierte Einrichtungen, Familien, Kinder und Jugendliche weiterleiten würdet. Ich werde selbst vor Ort sein und freue mich vielleicht den ein oder anderen von euch zu sehen.

Herzliche Grüße / Katharina Schott

40 Jahre OBA und Ehre dem Ehrenamt

2017 feiert die OBA ihr 40-jähriges Jubiläum. Es gab dem Fest für die Ehrenamtlichen der Lebenshilfe München einen besonderen Rahmen. Die eleganten Räume der Landtags-Gaststätte im Maximilianeum waren eine grandiose Kulisse für einen wunderbaren Abend.

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Die Jubilare und die Ehrenamtsvertretung mit Harry Zipf (Koordinator Offene Dienste) und Altlandrätin Johanna Rumschöttel.

Über 90 Gäste waren der Einladung gefolgt und wurden im ‚Steinernen Saal‘ von der Vorsitzenden des Vorstandes der Lebenshilfe München, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, begrüßt. Die Mitglieder des Vorstands Petra-Bianca Koch, Isabell Zacharias (MdL), Helmuth Coqui, Claudia Stamm (MdL) sowie der Geschäftsführer Peter Puhlmann feierten zusammen mit den vielen Ehrenamtlichen. Sie schenkten der Lebenshilfe in der OBA, in den Wohnheimen und in der Redaktion des LIES-Heftes ihre Zeit.  Weiterlesen

„Ehrenamt braucht professionelle Begleitung“

Münchner Freiwilligenmesse war wieder gut besucht

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Auch die 11. Münchner Freiwilligenmesse im Kulturzentrum Gasteig war wieder gut besucht und 80 Vereine und Organisationen informierten über ihre Leistungen und Angebote. „Engagement finden das passt mit einer Tätigkeit die Sinn macht und Sinn gibt,“ umreißt der Veranstalter FÖBE das Anliegen vieler Besucher. Stadtrat Christian Müller bekräftigte zur Begrüßung das Engagement der Stadt München, der es ein großes Anliegen sei, eine gute und breite Struktur für das Ehrenamt zu fördern und auch für die Zukunft zu bewahren. „Ehrenamt braucht professionelle Begleitung“, ist sich Christian Müller sicher.  Weiterlesen

Reisen, Freizeit und Bildung mit der OBA

Das Programm der OBA Reisen der Lebenshilfe München

Das Programm der OBA Reisen der Lebenshilfe München

Mit einer Silvesterreise in den Schwarzwald beendet die OBA der Lebenshilfe München die Reisesaison 2016 und startete zugleich in das Jahr 2017. Als nächstes steht eine Faschingsreise an den Rhein an, Ostern geht es an den Gardasee, im Frühsommer gibt es Fahrten ins Salzkammergut und an die Loire. Im Sommer machen sich Gruppen der OBA in alle Himmelsrichtungen auf den Weg: von Dänemark bis Kroatien, von Reiterhof bis Ritterburg, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Menschen mit und ohne Behinderung machen zusammen Urlaub – das ist das Konzept der OBA. Hilfe und Unterstützung werden angeboten, wo es notwendig ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OBA helfen Reiselustigen, die lieber alleine oder in kleineren Gruppen in Urlaub fahren wollen auch bei der Planung und Organisation von individuellen Reisen. Nähere Informationen dazu finden sich im Reiseheft unter dem Stichwort „Rückenwind-Reisen“.   Weiterlesen

Beliebter Blog der Lebenshilfe München

2016 wuchs die Zahl der Aufrufe und Besucher im Blog der Lebenshilfe München zum zweiten Mal in Folge um 20 Prozent. 830 Besucher besuchten im Monat 2000 Seiten. Das sind also je Besuch zwei bis drei Seitenaufrufe. Der Blog wurde demnach nicht einfach nur „angeklickt“, sondern in der Regel auch gelesen und das mit Interesse.

Es freut uns, dass die Lebenshilfe München mit ihren vielen Aktivitäten ‚ankommt‘, sind es häufig doch spezielle Themen abseits des ‚Mainstreams‘. Sie zeigen aber immer wieder das Engagement von Eltern, Ehrenamtlichen und Fachkräften für das Wohl der Menschen.   Weiterlesen

Neue Bufdis in OBA und FUD

Bundesfreiwilligendienst bei der Lebenshilfe München

Bufdis bei der OBA der Lebbenshilfe MÜnchen

Die ‚Bufdis“ bei der OBA der Lebenshilfe München. Das fast vollständige Team der OBA und des FUD mit den beiden Bufdis Katja Volkert (vorne links) und Victor von Wackerbarth (vorne rechts) – Foto: LH

Katja Volkert(18 Jahre) und Victor von Wackerbarth (19 Jahre) haben in diesem Jahr ihre Schule beendet und ergänzen seit September als Bufdis (Bundesfreiwilligendienst) das Team der OBA und des FUD in der Lebenshilfe München. Abiturientin Katja hatte nach einer Möglichkeit gesucht, sich beruflich zu orientieren und fand über den Paritätischen Wohlfahrtsverband die freie Bufdi-Stelle bei der Lebenshilfe München.

Victor, der die Montessori-Schule besucht hat, wollte eigentlich gerne ins Ausland, genauer gesagt nach Polen. Da diese Pläne aber nicht zustande kamen, möchte er jetzt Erfahrungen bei der Lebenshilfe München sammeln. Beide werden Aufgaben in der Nachmittags- und Ferienbetreuung übernehmen. Außerdem unterstützen sie die Mitarbeiter in den Clubs und kümmern sich um Verwaltungstätigkeiten. Darüber hinaus wird Katja Volkert auch Einsätze in Familien haben und ihr Kollege Victor von Wackerbarth kümmert sich in der Prüfgruppe für Leichte Sprache in Putzbrunn um die Verständlichkeit von Texten.

Lesen Sie auch von Max dem Bufdi:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2015/06/05/max-ein-bufdi-bei-der-lebenshilfe/

Sommerprogramm der OBA Lebenshilfe München

Für die OBA der Lebenshilfe München gibt es keine Sommerpause, auch in den Ferien nicht. Am Wochenende starten von der OBA (Offene Behindertenarbeit) aus die ersten Urlaubs-Reisen in den Norden, nach Österreich und in die bayerischen Alpen. Insgesamt stehen bis zum Herbst acht Urlaubsreisen auf dem Programm. Sie werden von jeweils einem Team aus Reiseleitern und Ehrenamtlichen begleitet.   Weiterlesen

Die große OBA-Unterhaltungs-Show der Lebenshilfe München war ein Riesen-Erfolg

Es hat lange Woche der Vorbereitung gebraucht, und am 12. März war es endlich soweit: die große OBA Samstag-Abend-Unterhaltung-Show ging über die Bühne. Die Bühne war das Café Plinganser in Sendling und 150 Besucher erlebten einen abwechslungsreichen Abend.

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Konzipiert und vorbereitet wurde die Show von Martin Knesevic und Armin Laußer, die ein großartiges Moderatoren-Team waren. Die beiden Freunde leben für die Show-Bühne, mit vielen kreativen Ideen und Gags führten sie das begeisterte Publikum durch den Showabend im Café Plinganser. Unterstützt wurden Knesevic, der in der Werkstatt der Lebenshilfe München in der Scharnitzstraße arbeitet, und sein Freund Armin von der OBA der Lebenshilfe.   Weiterlesen

Mit der OBA für die OBA

Workshop „Mitmachen bei der OBA“ : vom Teilnehmer zum Leiter

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Mehr Partizipation und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung!
Diese berechtigte Forderung setzt die OBA (Offene Behindertenarbeit) in ihrem Programm „Freizeit, Bildung, Begegnung“ schon lange um. Jetzt kommt mit dem Projekt „Mitmachen bei der OBA“ ein neuer und wichtiger Aspekt dazu: Menschen mit Behinderung im Ehrenamt.

Die meisten OBAs haben OBA-Beiräte gewählt, die eine beratende Funktion haben, die OBA der Lebenshilfe München geht einen Schritt weiter. Neun Menschen mit Behinderung, die bisher als Teilnehmende im OBA-Programm „Freizeit, Bildung und Begegnung“ aktiv waren, sind jetzt ehrenamtliche Leiter. Im Rahmen des Workshops „Mitmachen bei der OBA“ wurden sie dazu ausgebildet. Die Idee dabei ist, dass die neuen Leiter eigene Ideen ins OBA-Programm einbringen, die Veranstaltungen soweit wie möglich selbst vorbereiten und dann bei der konkreten Umsetzung von einem erfahrenen Leiter unterstützt werden.   Weiterlesen