Individuelle Regelungen helfen trotz steigender Infektionszahlen

Aus dem Newsletter der Lebenshilfe München

So geht es weiter in den Einrichtungen der Lebenshilfe Wohnen GmbH

Durch sehr individuelle Regelungen kann das Leben in den verschiedenen Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München größtenteils wie in den Sommermonaten weitergehen – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

Die Hygiene- und Schutzkonzepte werden ständig überprüft und an das aktuelle Infektionsgeschehen angepasst. An Stelle eines Besuchsverbotes, wie zu Zeiten des Lockdowns, gibt es inzwischen Besucherregeln. Neben den gängigen Hygienestandards, wie Hände desinfizieren, Niesetikette, Maskenpflicht und Mindestabstand, sollten sich BesucherInnen vor einem Besuch bei der Einrichtung anmelden. Ähnlich wie in der Gastronomie, ist zudem ein kleines Anmeldeformular auszufüllen. Darin wird bestätigt, dass keine verdächtigen Symptome vorliegen und, dass in den vergangenen sieben Tagen kein Kontakt zu einer mit Covid19 infizierten Person bestand. Auch die Kontaktdaten werden mit dem Formular aufgenommen. Extra eingerichtete und ausgezeichnete „Besucherzonen“ stellen dann während des Besuches sicher, dass Räume mit ausreichend Platz zur Einhaltung des Mindestabstands zur Verfügung stehen.

René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen, betont vor allem, welchen Unterschied die nun einfach und schnell durchführbaren Coronatests machen. Ein Ergebnis liegt im Normalfall innerhalb von 24 Stunden vor. In den meisten Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München werden inzwischen alle zwei Wochen Reihentestungen an den MitarbeiterInnen sowie stichprobenartig an ca. zehn Prozent der BewohnerInnen durchgeführt. Geplant sind, sobald ausreichend verfügbar, zusätzlich Schnelltest für BewohnerInnen, BesucherInnen und MitarbeiterInnen die inzwischen innerhalb von 15 Minuten relativ verlässliche Ergebnisse generieren.

Neuaufnahmen sind unter Einhaltung des Schutzkonzeptes wieder ganz normal möglich. Sie müssen natürlich im Vorfeld besprochen werden und vor dem Einzug sollte ein aktueller negativer Test vorliegen.

Die Rückkehr nach Familienbesuchen erfolgt nach dem Prinzip der Eigenverantwortung. Wie bei den anderen Themen auch, ist hier eine offene und ehrliche Kommunikation die Basis für einen guten Infektionsschutz. Angehörige und Freunde sollten vor der Rückkehr der BewohnerInnen vertrauensvoll darüber berichten, wenn während der Besuchszeit Symptome aufgetreten sind oder Kontakt zu Verdachtsfällen oder größeren Menschengruppen bestand. Sollte dies der Fall gewesen sein, wird individuell in der Wohneinrichtung entschieden, ob protektive Schutzmaßnahmen – wie etwa das Tragen einer FFP2 Maske außerhalb des eigenen Wohnbereiches oder mehr Abstand bei gemeinsamen Aktivitäten – eingehalten werden sollen, bis ein Testergebnis vorliegt.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, sollte einen negativen Test, der nicht älter ist als 48 Stunden vorweisen oder versichern können, dass er oder sie sieben Tage lang ohne Symptome daheim (beziehungsweise bei Angehörigen zuhause) geblieben ist.

Anders als im April, als das ganze Thema noch sehr neu war, kann inzwischen Vieles durch Absprachen und vertrauensvolle Kommunikation geregelt werden. Besonders die Kombination aus Basishygiene, Symptombeobachtung und schnellen, verfügbaren Testmöglichkeiten hilft sehr, die Situation möglichst angenehm und sicher für BewohnerInnen, Angehörige und MitarbeiterInnen zu gestalten.

Auch in der Frühförderung, der OBA und im Kinder- und Jugendbereich hat man sich auf die Situation eingestellt. Wir berichten demnächst hier.