Die Wohneinrichtung am Willinger Weg nimmt Formen an

Im Sommer kann man fast täglich den Fortschritt auf der Baustelle beobachten. Alle sind gespannt auf die Fertigstellung des Rohbau und natürlich freuen sich Betreuer und die Bewohner, Menschen mit geistiger Behinderung, auf die Eröffnung der neuen-alten Einrichtung der Lebenshilfe München am Willinger Weg.

Die Lebenshilfe München geht den Weg ihrer Erneuerung konsequent weiter. Größtes Projekt ist derzeit der Neubau eines Wohngebäudes am Willinger Weg. Seit 1988 nutzte der Elternverein die alte Arztvilla aus den 30er-Jahren als Wohneinrichtung. Der Zustand des Gebäudes, die Anforderungen an ein barrierefreies Wohnen und neue gesetzliche Auflagen machten einen Neubau unumgänglich. Die Bewohner sind seit Januar 2018 in einem eigenen Stockwerk einer großen Senioreneinrichtung in Unterschleißheim (siehe Bericht) untergebracht. Wohnbereichsleiter René Pfeiffer freut sich, dass die Arbeiten für den Neubau gut in der Zeit liegen, trotz eines langen und schneereichen Winters.

Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München, im Gespräch mit einer Anwohnerin. Die Dame beklagt sich zwar über den andauernden Lärm der Baustelle, freut sich aber über die zügige und schnelle Arbeit, so dass bald ein Ende absehbar ist. Sie ist begeistert wie sauber das Umfeld der Baustelle von den Bauarbeitern gehalten wird, und wie nett und zuvorkommend alle auf der Baustelle sind. Insgesamt ist sie gegenüber dem Neubau sehr positiv eingestellt.

Die Lebenshilfe ging bei der gesamten Baumaßnahme behutsam vor, so dass sich selbst die Nachbarn darüber freuen. Zunächst entfernte man die unterschiedlichen Baustoffe im alten Gebäude vorschriftsmäßig und der Außenbereich wurde vorbereitet. Schützenswerte Bäume galt es zu sichern, selbst die Humuserde des großen Gartens wurde abgetragen und zwischengelagert. Nach dem Abriss des alten Hauses erfolgte der Aushub für den Keller. Jetzt stehen bereits die Wände für den ersten Stock und bis zum Herbst soll der Rohbau abgeschlossen sein. Damit erscheint eine ‚Wieder-Belebung‘ der Lebenshilfe-Wohneinrichtung am Willinger Weg im Jahr 2020 realistisch. Es entsteht eine große, moderne, helle und zeitgemäße Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung. Die Einrichtung bietet dann 24 Wohnplätze, Gemeinschaftsräume und Platz für die Betreuer.

 

 

 

Ein Neuanfang der Wohneinrichtung der Lebenshilfe München am Willinger Weg

Im Januar zogen die zehn Bewohner, Menschen mit geistiger Behinderung, aus ihrem langjährigen Wohnhaus am Willinger Weg nach Unterschleißheim, sind dort großzügig, in hellen Räumen mit viel Platz untergebracht. Jetzt, im Dezember, haben die Abbrucharbeiten der alten Villa aus den 30er-Jahren begonnen, um einem Gebäude Platz zu machen, dass die Anforderungen des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes erfüllt. Für die Lebenshilfe München, als Eigentümer und Betreiber der Einrichtung, ist es ein langer Prozess, der jetzt endlich seinen Gang nimmt.



Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann erinnert sich. „Für uns war zunächst klar, dass dieses Haus in keiner Weise die Vorgaben eines behinderten gerechten Wohnens erfüllt. Wir waren also gezwungen etwas zu unternehmen. Im Jahr 2014 führte ich einige Gespräche mit dem Bezirksausschuss (BA) 16 Ramersdorf-Perlach. Der Ausschuss stimmte unseren Plänen nach intensiven Gesprächen, auch mit den Anwohnern, letztlich zu. Mein besonderer Dank geht dabei an Rechtsanwalt und BA-Bauexperte Wolfgang Thalmeir (CSU).“

2019 startet der Rohbau am Willinger Weg

Im Herbst 2016 konnte dann über einen Architektenwettbewerb über die Ausgestaltung des Neubaus entschieden werden, und im März 2019 soll dann der Rohbau starten.

Zunächst aber wurden im Dezember die unterschiedlichen Baustoffe im alten Gebäude vorschriftsmäßig entfernt, sortiert und entsorgt. Auch der Außenbereich wird vorbereitet und schützenswerte Bäume gesichert. Selbst die Humuserde des großen Gartens wird abgetragen und sicher gelagert, um sie vor Kontaminierung zu schützen.

Diese Arbeiten sollen bis zu den Weihnachtstagen abgeschlossen sein. Nach den Feiertagen steht dann der Abriss des alten Hauses an, so dass Ende Januar 2019 das Gelände für den Neubau entsprechend vorbereitet und gesichert werden kann, um den Aushub für den Keller zu starten. In der Zwischenzeit laufen die Gespräche mit den Firmen, die sich um die Errichtung des Rohbaus beworben haben. Ab 21. März 2019 wird die dann beauftragte Firma voraussichtlich mit dem geplanten Neubau starten können.

Ein DANK an alle Beteiligten

Für die Lebenshilfe München ist es ein wichtiger Schritt nach Jahren der Vorbereitung und ein großes Weihnachtsgeschenk. Geschäftsführer Peter Puhlmann bedankt sich bei allen Beteiligten, bei den Bewohnern und Betreuern, bei den Anwohnern und Nachbarn, bei den Architekten und Baufirmen und allen, die zu einem guten Gelingen der neuen Einrichtung am Willinger Weg mitwirken, zum Wohle von Menschen mit geistiger Behinderung.

Helfen Sie mit!

Lebenshilfe von Anfang an!

Anna weiß genau was sie will: Sie möchte von Zuhause ausziehen,
wie ihre ältere Schwester, die schon seit zwei Jahren mit Freunden in einer WG lebt.

Auch die Eltern finden es völlig normal, dass junge Leute selbständig leben wollen. Ihre Tochter hat schließlich in der Schule viel gelernt. Sie kann recht gut Lesen und Schreiben, nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel und weiß wie man mit einem Handy umgeht. Außerdem ist sie geschickt im Umgang mit der Wäsche und sie hilft ihrer Mutter fast täglich beim Kochen. In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung hat Anna gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden, der ihr gefällt. Alles läuft also bestens. Nur das Vorhaben, endlich nicht mehr bei den Eltern zu wohnen, musste erst einmal verschoben werden, weil sich einfach keine geeignete Wohneinrichtung findet.

Vielen jungen Menschen mit Behinderung geht es wie Anna. Sie möchten ein eigenes Leben führen, unabhängig von den Eltern sein. Ein guter Ansprechpartner ist in solchen Fällen die Lebenshilfe, die unterschiedliche Wohneinrichtungen in der Stadt und im Landkreis München anbietet. Doch die Häuser sind inzwischen alle in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. Dazu kommt eine ständig steigende Nachfrage nach geeigneten Wohnplätzen.   Weiterlesen

Neue Wohnqualität bei der Lebenshilfe München

Längst ist die öffentliche Diskussion bei betreuten Wohnformen in vollem Gange. Auch der Gesetzgeber hat reagiert und eine ganze Reihe von Bestimmungen greifen in diesen persönlichen und sensiblen Bereich des Wohnens. Auch Menschen mit geistiger Behinderung sind häufig in betreuten Wohneinrichtungen, wie etwa bei der Lebenshilfe München, untergebracht.

Aktuell sind die Anforderungen durch das Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) hoch und reichen über eine Heimmindestbauverordnung (HMBV) hinaus. Ebenso greift das Pflegestärkungsgesetz seit 2015, in seiner dritten Novelle seit Januar 2017 verstärkt, und festigt die Position von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz.

Handlungsbedarf für die Einrichtungen

Für gemeinnützige Anbieter und Betreuer wie die Lebenshilfe München besteht, was die Wohnsituation betrifft, damit aktueller Handlungsbedarf. Viele Wohneinrichtungen bestehen seit 30 bis 40 Jahren und entsprechen nicht mehr den Anforderungen . Der Elternverein arbeitet darum seit Jahren intensiv an einer langfristigen Verbesserung der Wohnsituation in den Häusern. Eltern, Betreuer, Bewohner, Unterstützer und der Elternverein selbst, ringen um die beste Lösung. Nach Monaten intensiver Vorbereitung wurde 2016 ein Architektenwettbewerb mit entsprechenden Wünschen und Vorgaben ausgeschrieben und vor einigen Monaten auch entschieden.  Weiterlesen

Lebenshilfe München erneuert drei Wohngebäude für Menschen mit geistiger Behinderung

Lange schon wird bei der Lebenshilfe Müchen um die weitere Nutzung der alten Stadthäuser gerungen, in denen seit 30 Jahren und länger Menschen mit geistiger Behinderung zusammen leben. Die Häuser selbst sind 70 Jahre und älter. Jetzt ist ein Architekten-Wettbewerb im kooperativen Verfahren für den optimalen Entwurf mit den besten Lösungen entschieden worden.

Für die Bauten waren Lösungen zu entwickeln, die eine nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung ermöglichen. Die Funktionalität der Gebäude soll für Wohngruppen, für Menschen mit vorrangig geistiger Behinderung ausgelegt sein. Das spezielle Wohnumfeld in Ramersdorf und Obermenzing ist villenartig geprägt und mit erhaltenswerten Baumbestand.

Sensibles Wohnumfeld und spezielle Anforderungen

Für die Architekten eine anspruchsvolle Aufgabe, denn es galt nicht nur das spezielle Umfeld, sondern auch die speziellen Anforderungen zu berücksichtigen. Darum hatte die Lebenshilfe München mit dem Architekten Jakob Oberpriller auch einen Wettbewerbsbetreuer für alle fachlichen Belange verpflichtet.   Weiterlesen

Der Gesetzgeber schützt die Rechte von Menschen mit Behinderung

Lebenshilfe München: viel auf den Weg gebracht
Neue Strukturen mit besseren Lebensbedingungen
Auch für Wohnstätten – Beispiel: Willinger Weg

Die Lebenshilfe München betreut im Stadtgebiet neun Wohngemeinschaften, die zum Teil als große Wohneinheiten direkt in Wohnblöcke integriert sind, zum Teil auch in freistehenden Wohnhäusern. Eines der Häuser ist am Willinger Weg, im Stadtteil Ramersdorf. „Mittendrin“, nur drei Seitenstraßen vom Innsbrucker Ring entfernt, und doch in idyllischer und ruhiger Stadtlage.

Ganz bewusst wurden die Standorte vor 30 Jahren zentral gewählt. Menschen mit Behinderung sollten nicht ‚weit ab, irgendwo‘ untergebracht sein. Sie sollten an der Gesellschaft teilhaben (Teilhabe). Inklusion wurde von der Lebenshilfe so schon früh vorweggenommen. Auch am Willinger Weg sind die öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen, selbst Ostpark und Michaelibad fußläufig.   Weiterlesen