KlAWOtte spendet für die Lebenshilfe

Die Lebenshilfe-Gruppe freut sich über einen schönen Ausflug an den Chiemsee

KlAWOtte ist ein Second-Hand-Laden in Putzbrunn, der immer wieder Gelder für einen guten Zweck sammelt. Diesmal gingen 300 Euro an die TENE-Einrichtung der Lebenshilfe München in Putzbrunn. Einrichtungsleiterin Renate Bauer freut sich darüber und nutzt die Spende für einen Gruppenausflug an den Chiemsee. „Es ist schön, wenn wir dann auch mal so richtig – wie alle anderen auch – in einen Biergarten gehen können und für jeden eine Brotzeit bestellen dürfen. Das ist für alle ein tolles Gefühl. Sonst machen wir halt irgendwo ein Picknick im Grünen. Das geht auch, ist aber nicht dasselbe.“ In der TENE treffen sich täglich ‚Erwachsene nach dem Erwerbsleben‘. Es wird ihnen hier eine Tagesstruktur und persönliche Betreuung geboten.

Renate Bauer dankt der Leiterin der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und sendet einen kleinen Reisebericht:

Liebe Frau Konrads,

mit diesem Brief und der folgenden Erzählung danken wir nochmals sehr herzlich für Ihre großzügige Spende an die Tene Putzbrunn. Wir unternahmen einen Ausflug zum Chiemsee. Zuerst dachten wir schon, wir müssten im Regen mit dem Schiff fahren, aber unterwegs riss der Himmel auf, die Sonne verwöhnte uns und wir hatten einen wunderbaren Tag am Chiemsee.

Am Hafen angekommen freuten wir uns auf die Überfahrt. Ein kleines, kühles Lüftchen umwehte unsere Nasen, der See glitzerte, als das Schiff „Joseph“ uns zuerst zur Herren- und dann zur Fraueninsel brachte. Zu Fuß umrundeten wir die Fraueninsel, dabei haben wir die örtlichen Handwerker, die Töpferei, die Schnitzerei – bei der wir tatsächlich jemanden beim Schnitzen beobachten konnten -, gesehen, sowie mannsgroße blühende Sonnenblumen. Eine Aquarellmalerin stellte an der Promenade ihre Bilder aus. Und die Fischer verkauften die frisch geangelten und geräucherten Fische aus ihren Häusern heraus. Zu guter Letzt kehrten wir beim Klosterwirt ein und ließen uns hier von der sehr netten Bedienung und einem angenehmen Ambiente erfreuen. Zurück ging es wieder per Schiff, dieses Mal mit der „Irmingard“.

Bei der Ankunft am Priener Steg ließ der Himmel es doch nochmal regnen – es waren große, warme Sommertropfen – in denen wir lachend zu den Autos zurückgingen. Voller Eindrücke fuhren wir wieder nach Hause.

Viele liebe Grüße von der Tene Putzbrunn.

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Mehr für Kinder und Jugend bei der Lebenshilfe München

Seit drei Jahren ist Sabine Refle neben ihrer Tätigkeit als Einrichtungsleiterin
der HPTG in Unterhaching auch Bereichskoordinatorin für Kinder und Jugend
bei der Lebenshilfe München. Das sind zwei Aufgaben, die eigentlich
ganz für sich beanspruchen. Dabei ist in dem großen Bereich Kinder und Jugend
bei der Lebenshilfe München noch viel Potential offen. So hat sich Sabine Refle mit Geschäftsführer Peter Puhlmann abgestimmt, sich vermehrt und ganz dem zu widmen.

Peter Puhlmann und Sabiine Refle bei einem Sommerfest in der HPT Unterhaching.

Peter Puhlmann: „Die Nachfrage für Beratung, Betreuung und Dienstleistungen der Lebenshilfe München wächst beständig. Das hat mit einem gestiegenen Bewusstsein der Gesellschaft, aber vor allem auch der Eltern zu tun, die eine größtmögliche Förderung ihrer Kinder nicht nur wünschen, sondern diese auch nachdrücklich verlangen. Auch ist die Zahl der Einwohner in Stadt und Land erheblich gewachsen.“

Das öffnet neue Räume und Möglichkeiten für die Lebenshilfe München. Es wird darüber nachgedacht, eine weitere Heilpädagogische und/oder schulvorbereitende Einrichtung zu eröffnen. „Es kann ja auch in die Richtung eines integrativen Kindergartens gehen,“ überlegt Sabine Refle. „Dabei könnte die ganz spezielle Ausrichtung des Elternvereins und seine über 55jährige Erfahrung mit einfließen. Die Lebenshilfe München hat hier die Chance ganz neue Wege zu beschreiten,“ ist sich Sabine Refle sicher.

So ist es übliche Praxis und auch Gesetz, dass Kindergärten in der Regel mit hohen Gruppenstärken (bis zu 25 Kinder) und mit wenig Personal arbeiten müssen. Bei integrativen Kindergärten liegt die Sache etwas anders. Hier liegt der Betreuungsschlüssel bei 4,5 und nicht bei 7,5 (Kinder je Erzieher) wie bei einem Regelkindergarten. „Es zählt aber nicht nur der Personalschlüssel, sondern auch eine qualitative Betreuung,“ weiß Sabine Refle aus eigener Erfahrung.

Fachkräfte müssen ausgebildet werden

Und das ist wiederum ein Punkt, dem sich die engagierte Pädagogin intensiv widmen möchte. „Um auf Dauer gut ausgebildete Fachkräfte zu haben, muss ein Unternehmen in die Fortbildung, aber heute noch viel stärker in die Ausbildung seiner Mitarbeiter investieren. Dieser Punkt aber wird von den Kostenträgern häufig nicht berücksichtigt und es gibt daher keine finanziellen Ressourcen. Dafür wird bei den Verfügungszeiten, wie Zeiten für Elterngespräche, für Dokumentationen, Feste und Vorbereitungen gekürzt. So werden fachlich sehr notwendige Qualitätsinstrumente reduziert.

Das Ergebnis dabei ist klar. Es gibt immer weniger qualifizierte Fachkräfte und die sind vor allem bei Kindern und Jugendlichen wichtig. Verstärkt noch, wenn etwa eine Entwicklungsverzögerung oder einer emotionalen Einschränkung vorliegt. Eine gezielte und fachliche Förderung des Kindes sind entscheidend für dessen Zukunftsperspektiven. Das entscheidet sich mitunter an der Frage, ob es der betreffenden Person später einmal möglich sein wird, ein selbständiges Leben zu führen oder einen Beruf zu ergreifen.

Sabine Refle sieht in dem Bereich Kinder und Jugend bei der Lebenshilfe München auf alle Fälle viel Entwicklungspotential und möchte sich ab dem Herbst verstärkt dieser Aufgabe widmen.

Wir wünschen Ihr viel Erfolg dabei!

Der Umzug der HPT in Unterhaching muss noch warten

Etwas ratlos und verloren steht Sabine Refle in den noch nicht fertiggestellten Räumen, wo alles noch so ’nach Baustelle‘ aussieht.

Bei der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe in Unterhaching stehen große Veränderungen an. Der lang ersehnte Umzug in die vom Landkreis München komplett renovierten Räume steht an. Es ist Teil des Gesamtprojektes der Hachinger Talschule, die 2016 in einen großen Neubau, gleich neben dem alten Gebäude, zog. Die Einrichtungen der HPT/G und HPT/E indessen zogen im Oktober 2016 in das alte Gebäude, damit das Bestehende eine Komplettsanierung erhält.

Nun endlich, zehn Monate später, sollte es wieder zurück gehen ‚in die alte Heimat‘ in ‚ihre‘ alt-neuen Räume, in denen sich die Kinder seit Jahren wohl fühlen. Leider aber wird daraus nichts. Überall ist noch Baustelle, Dreck und Schmutz, die Handwerker sind noch nicht fertig. Die alten Gebäude aber sollen die nächsten zwei Wochen unbedingt abgerissen werden, so dass die Lebenshilfe München mit der HPT keine Räume mehr hat. „Ganz so schlimm ist es aber nicht,“ lenkt Einrichtungsleiterin Sabine Refle ein. „Wir müssen alle unsere Einrichtung und auch das Büro einstweilen zwischenlagern, und dafür sind glücklicherweise wenigstens einige Räume fertig gestellt.“

Alle freuen sich auf mehr Platz, Ruhe und Gleichmaß

Die Zeit in beengten Räumen, in denen sich verschiedene Gruppen einige Gemeinschaftsräume teilen mussten ist damit ebenfalls vorbei. „Das hört sich nicht weiter schlimm an, doch bei Kinder und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten, mit geistiger Behinderung oder mit Bedarf für eine besondere Förderung (emotionale Entwicklung) kann es schwierig werden. Für sie ist ein ruhiges Gleichmaß, sich an feste Strukturen und Abläufe orientieren zu können, ganz wichtig,“ erklärt Sabine Refle. Darüber hinaus waren auch die Erzieher, Pädagogen und Betreuer immer wieder vor neue Situationen und Herausforderungen gestellt. Die neuen, großzügigen Räumlichkeiten werden wieder bessere Bedingungen für alle setzen.

Für das Einrichtung der 42 Räume bleibt nur ein Tag Zeit. Eigentlich hätte der Bau am 09. August bezugsfertig sein sollen.

Der ‚große Stress‘ bleibt dann für den 11. September. In nur einem Tag nämlich müssen dann alle Räume (12 Gruppenräume und 30 Funktionsräume) komplett eingerichtet werden, denn am 12. September ist Schulanfang und damit beginnt auch wieder die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in der Heilpädagogischen Tagesstätte und der Schulvorbereitenden Einrichtung der Lebenshilfe München in Unterhaching.

„Die Kinder und Jugendlichen freuen sich schon jetzt ‚ganz riesig‘ darauf. Sie haben den Fortgang der Bauarbeiten nämlich eifrig verfolgt. Eine echte Bereicherung wird auch der erweiterte Spielplatz und Freizeitbereich sein. Die letzten Monate haben wir hier doch immer etwas improvisieren müssen und sind in die nähere Umgebung, etwa in den Wald, in das Schwimmbad oder an einen Weiher ausgewichen,“ erzählt Sabine Refle. Während der Ferien nutzen viele übrigens das besondere Ferienangebot der Lebenshilfe München über die Offenen Dienste, denn Sommerzeit ist Ferienzeit!

Das Freizeitgelände wurde vergrößert und neu sind auch die Reifenschaukel und große Geräteschuppen.

Lesen Sie auch vom bevorstehenden Umzug im Oktober 2016:

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/09/27/

Sich gemeinsam großen Aufgaben stellen

Lebenshilfe München zu Gast in dem Integrationsbetrieb BalanDeli in der Balanstraße 73 in München. Text & Fotos: Gerd Spranger

Sommer, Ferien und Genuss im Freien. Ob in einem schattigen Biergarten oder einem gepflegten Gastgarten. Man genießt die Zeit im Freien, auch in München. Und man braucht nicht lange zu suchen, in München gibt es auch abseits vom Englischen Garten und der Touristenmeile zwischen Stachus und Marienplatz schöne Innenhöfe und modern angelegte Plätze. Etwa in der Balanstraße, wo die großen Gebäudekomplexe des einstigen Siemens-Standortes mit neuem Leben erfüllt sind. Der Mittelstand ist hier heimisch geworden.

Die Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche der Lebenshilfe München trafen sich hier zu einem zwanglosen Austausch im Café-Restaurant BalanDeli. Das Lokal wurde nicht zufällig gewählt, es ist ein Integrationsbetrieb, der aus der integrativen Montessori-Schule hervorgegangen ist. Und das Café-Restaurant BalanDeli scheint gute Geschäfte zu machen. Alle Tische auf der Gartenterrasse waren reserviert, ausgebucht. Service und Essen waren hervorragend. Die neueste Ausgabe des L.I.E.S – Journals der Lebenshilfe München stellt den Betrieb ausführlich vor.

Das Treffen ‚im kleinen Kreis‘ gab auch Gelegenheit einen ‚Neuen‘ bei der Lebenshilfe München zu begrüßen, der aber längst allen bekannt ist. René Pfeifer hat nämlich 2016 über mehrere Wochen hinweg Deeskalations-Kurse gehalten und das Personal geschult, auf schwierige Situationen vorbereitet. Geschäftsführer Peter Puhlmann bekräftigte: „es ist natürlich am Besten, solche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen und rechtzeitig mit einer Deeskalation vorzubeugen.“

Ab 1. September fängt Renè Pfeifer bei der Lebenshilfe München an. Er ist Nachfolger von Christian Kerler, der sich nach über 40 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet (Bericht folgt). Als Koordinator des Bereiches ‚Wohnen‘ ist Pfeifer dann für alle Wohneinrichtungen der Lebenshilfe in Stadt und Land München zuständig.

Mit Fortbildung gute Voraussetzungen schaffen. Lesen Sie mehr:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/07/12/

Den Menschen mit Plan und Ziel helfen

Immer mehr berufen wir uns in einer Gesellschaft, die sich in allen Bereichen spezialisiert, auf „Ganzheitlichkeit“ sobald es uns selbst, den Menschen betrifft. Es sind alle Bereiche der Persönlichkeit betroffen, die motorische, geistige, psychische und soziale Entwicklung sowie unser Umfeld und unsere Gesundheit. Darum geht es auch immer wieder bei der Inklusion und Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung.

Ein Gesamtplan für den ganzen Menschen

Der Bezirk Oberbayern ist für die Lebenshilfen in seinem Regierungsbezirk der zuständige Kostenträger, so auch im Rahmen der Eingliederungshilfe. Er finanziert für Menschen mit Behinderungen ambulante, teilstationäre und/oder stationäre Hilfen. Er entscheidet letztlich, welche Leistungen in welcher Höhe und für was sie bezahlt werden oder nicht. Dabei greift nicht das „Prinzip Zufall“. Der Unterstützungsbedarf wird ganz genau im Detail erhoben. In einem ‚Gesamtplan‘ will man der individuellen Situation jedes einzelnen Menschen mit Behinderung gerecht werden. Und damit sind wir wieder bei der Ganzheitlichkeit des Menschen. Es soll möglichst jeder einzelne Aspekt berücksichtigt werden.

Vom Arztbericht bis zum Werkstattbogen

Das Verfahren zum Gesamtplan setzt sich darum aus mehreren Bereichen zusammen. Es sind der Arztbericht, der Sozialbericht und ergänzend dazu der Hilfeplan und drei Entwicklungsbögen – der HEB-A-Bogen (3 Monate nach Aufnahme), der HEB-B-Bogen (zur Kostenübernahmeverlängerung) und der HEB-C-Bogen (als Entlassungsbericht) sowie der Berichtsbogen aus der Werkstatt bzw. aus der Förderstätte.

Mit 34 Aktivitäten der Persönlichkeit auf der Spur

Mit dem Bewertungsbogen wird anhand von 34 Aktivitäten zu einer bestimmten Hilfebedarfsgruppe zugeordnet. Dazu zählen etwa: Umgang mit der Behinderung, Teilhabemöglichkeiten in der Arbeit und Freizeit, Selbstversorgung und Wohnen, Aufbau und Pflege von sozialen Beziehungen des Menschen mit geistiger Behinderung. Es gibt insgesamt 5 Hilfebedarfsgruppen. Darüber hinaus prüft der Bezirk Oberbayern die sonstigen sozialhilferechtlichen Voraussetzungen. – siehe Link.

Lebenshilfe in der Pflicht

Leistungserbringer wie die Lebenshilfe München müssen sich diesen Vorgaben – bei ihren zehn Wohneinrichtungen in Stadt und Landkreis München – stellen und darin sind die Geschäftsführung, das Qualitätsmanagement, die Leiter, die Fach- und Zweitkräfte der Einrichtungen und auch der Pädagogische Fachdienst involviert. Dies bedeutet einen zeitlichen Aufwand für jeden Bewohner und das wird zunächst nicht immer mit Begeisterung von den Bezugsbetreuern aufgenommen. „Dadurch fehlt uns Zeit für den persönlichen Umgang mit den Bewohnern“ ist häufig zu hören, denn es gilt, jährlich einen Bewertungsbogen (Erhebung des aktuellen Hilfebedarfs eines Menschen mit Behinderung), eine Förderplanung und rechtzeitig vor Ablauf der Kostenübernahme einen HEB-Bogen zu erstellen – je Bewohner, und zusätzlich zur Gruppen- und Betreuungsarbeit.

Schulungen helfen weiter

Die Fachkräfte werden durch Schulungen und bei der Erstellung von besonders schwierigen Bewertungsbögen, Förderplänen und HEB-Berichten vom Pädagogischen Fachdienst und EDV-Beauftragten unterstützt. „Der Mensch mit Behinderung ist in diesem Prozess der Hauptakteur. Seine Wünsche und Ressourcen sind Ausgangspunkt einer guten Planung von Unterstützungsleistungen angepasst an seinem individuellen Hilfebedarf“ erklärt Imke Krause.

Die Vorgaben des Bezirks werden ergänzt mit den besonderen Werten und Erfahrungen der Lebenshilfe München, die in den letzten mehr als 50 Jahren gesammelt wurden. Zusätzlich werden Besonderheiten der einzelnen Einrichtungen berücksichtigt, wie zum Beispiel beim Wohntraining. Ziel aller Bemühungen soll es sein, die Lebensqualität und die gesellschaftliche Teilhabe jedes Einzelnen zu steigern.

Gemeinsame Ziele finden

„Eine Zielvereinbarung mit Menschen mit geistiger Behinderung zu treffen, ist komplexer als mancher denken mag. Viele neigen nämlich dazu nur das zu sagen, was man gerne hören möchte, oder zumindest was sie glauben, dass wir hören wollen. Menschen mit geistiger Behinderung fällt es häufig schwer, eigene Wünsche deutlich zu machen, vor allem bei jenen, die nicht oder nur sehr wenig sprechen können. Darüber hinaus leben sie sehr stark im ‚Hier und im Jetzt‘ und können schwer abschätzen, welche Folgen ihre Entscheidungen in den nächsten Monaten oder Jahren mit sich bringt“ erklärt Esther Wolfram.

Lebensqualität und die gesellschaftliche Teilhabe

Eine gute Förderplanung hilft dem Menschen mit Behinderung bei der Umsetzung seiner Ziele. Entsprechend seinem Hilfebedarf werden unter Berücksichtigung seiner Ressourcen und Wünsche passgenaue Unterstützungsleistungen geplant und umgesetzt. Immer wieder wird zusammen mit dem Bewohner und in den Teams reflektiert, ob die Unterstützungsleistung noch zielführend ist oder neuen Unterstützungsbedarfen angepasst werden muss. Haben sich neue Ziele ergeben, die für den Menschen mit Behinderung wichtig sind? Der Förderplan als laufendes Arbeitsinstrument der Fachkräfte ist somit ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtplanverfahrens.

Link:

http://www.bezirk-oberbayern.de/Soziales/Erwachsene-mit-Behinderungen/Gesamtplanverfahren

Die Offenen Dienste der Lebenshilfe München

Harry Zipf, seit über 20 Jahren für Menschen mit Behinderung engagiert

 

Die Jahre von 1975 bis 1980 waren Aufbruchjahre bei der Lebenshilfe München. Das Ringen um die gesellschaftliche Anerkennung und die Förderung von Menschen mit Behinderung hatte 15 Jahre nach Gründung des Elternvereins viel angestoßen und bewirkt.

So entstanden in München erste Einrichtungen der Frühförderung und die Lebenshilfe-Werkstätten (ab 1975), die erste Wohnstätte wurde in der Hofbauernstraße eingeweiht (1978) und auch die Offene Behindertenarbeit ist seit 1977/78 fester Bestandteil der Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung.

Inklusion schaffen und leben

Ziel war und ist bis heute natürlich die Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung, aber auch eine Entlastung von Eltern oder Betreuern. „Dabei ist wichtig“, ergänzt Harry Zipf, Leiter der OBA bei der Lebenshilfe München, „unserer Arbeit schafft Inklusion, also das Zusammenführen von Menschen mit und ohne Behinderung, auch wenn damals noch von Integration gesprochen wurde. Die Lebenshilfe war von Anfang an auf einem guten Weg, etwa mit der Gründung erster Freizeitclubs in Giesing, Haidhausen, Obermenzing.

Unverzichtbar: Ferien- und Freizeitangebote

In einem Rückblick zum 10jährigen Jubiläum der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in München betont man neben dem Spaß bei gemeinsamer Freizeit von Behinderten und Nichtbehinderten die „gegenseitige Anregung zu sinnvoller und selbständiger Freizeitgestaltung.“ Zunehmend entwickelten sich die Freizeitangebote und vor allem auch mehrtägige Ferienangebote.

FuD mit persönlicher Betreuung

Ein zweiter, ebenso wichtiger Zweig bei den Offenen Diensten der Lebenshilfe München bildete sich mit der Gründung des „Familienunterstützenden Dienstes“ (FuD) ab 1989 heraus. Schnell arbeitete hier ein Team von drei hauptamtlichen Teilzeitkräften und vielen ehrenamtlichen Helfern zusammen. Eltern, Betreuern und Menschen mit Behinderung soll geholfen werden. In einem persönlichen Gespräch wird der Bedarf erhoben, die Möglichkeiten definiert, das persönliche Umfeld des Betroffenen eingeschätzt, um dann direkt vor Ort helfen zu können.

Organisation, Schulung und Feingefühl

Heute sind beim FuD über 350 und in der OBA nochmals 100 Ehrenamtliche tätig. „Das bedeutet eine ganze Menge an Organisation, Schulung und zwischenmenschlichem Feingefühl, damit jeder seinen für ihn passenden Platz ausfüllen kann“, erklärt Zipf. Das Team an Hauptamtlichen ist bei der FuD und bei der OBA auf je fünf Teilzeitkräfte gewachsen. In der Ferienbetreuung wird um weitere 4 Teilzeitkräfte ergänzt.

Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Der große Erfolg der ersten 20 Jahre der OBA ist es, mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen – jenen Prozess mit anzustoßen, der sowohl in der UN-Konvention von 2008, wie auch unter dem Schlagwort Inklusion zu verstehen ist. Es geht um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft und am gesellschaftlichen Leben. Dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen.

Leistungsträger sind Stadt, Landkreis und der Bezirk

Harry Zipf ist seit 1997 bei der Lebenshilfe München und erinnert sich noch gut an die Einführung der Pflegeversicherung und ihrer Reformen, die ja bis heute andauern (Link). „So wurden die Betreuungsleistungen, etwa bei eingeschränkter Alltagskompetenz, von jährlich 460 Euro auf monatlich bis zu 125 Euro erhöht. Verbesserungen wurde in vielen Bereichen realisiert.

I bin Minga (München)

Es geht bei allen Leistungen und Verbesserungen immer um Geld und die Zuständigkeiten von Kostenträgern. Die Stadt München hat hier sehr früh sehr viel geleistet. Heute sind viele Bereiche auf dem Bezirk Oberbayern übertragen. Die Stadt und auch der Landkreis München aber ’sind bis heute dran‘, wie etwa mit dem Aktionsplan „München wird Inklusiv“ (Link), der aktuell eine Neuauflage mit viel Bürgerbeteiligung erfährt.

Singles unter doppelter Belastung

München nimmt nicht nur eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der UN-Konvention ein, sie hat auch strukturelle Herausforderungen. Im Gegensatz zum ländlichen Raum wohnen hier prozentual deutlich mehr Singles und nur sehr selten ist Familie im Sinne von Großfamilie ‚verfügbar‘. Für Alleinerziehende, die einen Menschen mit Behinderung begleiten, ist es doppelt schwer. Sie haben keinen Lebenspartner und eine familiäre Struktur ist nicht vorhanden bzw. nicht vor Ort. „Umso dringender brauchen wir hier die Angebote der OBA und des FuD, um für nötige Pausen und Auszeiten zu sorgen, einem Burnout vorzubeugen. Nicht zu vergessen sind lange Ferienzeiten, die sich mit beruflichen Urlaubsansprüchen nicht decken. Auch bei Krankheit oder gar einem Krankenhausaufenthalt ist immer wieder Unterstützung nötig,“ erklärt Harry Zipf.

Inklusion braucht Zeit und Struktur

Als positives Beispiel nennt Zipf den Mobilitätsservice der Stadt München und wünscht sich noch eine Ausweitung auf Abendstunden und Wochenenden. Selbst engagiert er sich im Behindertenbeirat der Stadt München und im Landkreis München. Die Stadt ihrerseits hat neben dem Behindertenbeirat mit Oswald Utz zudem noch einen sehr engagierten und mitunter kritischen Behindertenbeauftragten. Der erste Aktionsplan der Stadt, „München wird inklusiv“ ist mit seinen 35 Maßnahmen noch nicht abgeschlossen. „Inklusion braucht Zeit und Struktur und das geht nicht von heute auf morgen“, weiß Harry Zipf aus seiner 20jährigen Berufserfahrung bei der Lebenshilfe München.

Einrichtung für Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche

Er wünscht sich für München noch eine Einrichtung Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche. „Nur so können wir auf anstehende Probleme und sich zuspitzende Situationen auch reagieren. Hilfe muss häufig sofort geleistet werden und nicht erst Monate später.“ Begrüßen würde der engagierte Pädagoge auch einen Assistenz-Service für Menschen mit Behinderung. „Das könnte wie eine Kontaktbörse aufgebaut sein. Dabei müssten ‚Anbieter‘ geschult und registriert sein, um Sicherheit zu schaffen. Eine Aufwandsentschädigung wäre dabei sicher hilfreich.“

 

Neue Wohnqualität bei der Lebenshilfe München

Längst ist die öffentliche Diskussion bei betreuten Wohnformen in vollem Gange. Auch der Gesetzgeber hat reagiert und eine ganze Reihe von Bestimmungen greifen in diesen persönlichen und sensiblen Bereich des Wohnens. Auch Menschen mit geistiger Behinderung sind häufig in betreuten Wohneinrichtungen, wie etwa bei der Lebenshilfe München, untergebracht.

Aktuell sind die Anforderungen durch das Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) hoch und reichen über eine Heimmindestbauverordnung (HMBV) hinaus. Ebenso greift das Pflegestärkungsgesetz seit 2015, in seiner dritten Novelle seit Januar 2017 verstärkt, und festigt die Position von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz.

Handlungsbedarf für die Einrichtungen

Für gemeinnützige Anbieter und Betreuer wie die Lebenshilfe München besteht, was die Wohnsituation betrifft, damit aktueller Handlungsbedarf. Viele Wohneinrichtungen bestehen seit 30 bis 40 Jahren und entsprechen nicht mehr den Anforderungen . Der Elternverein arbeitet darum seit Jahren intensiv an einer langfristigen Verbesserung der Wohnsituation in den Häusern. Eltern, Betreuer, Bewohner, Unterstützer und der Elternverein selbst, ringen um die beste Lösung. Nach Monaten intensiver Vorbereitung wurde 2016 ein Architektenwettbewerb mit entsprechenden Wünschen und Vorgaben ausgeschrieben und vor einigen Monaten auch entschieden.

Platz für die Zukunft geben

Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann: „Wir haben uns bei drei Häusern für einen Neubau entschieden, denn bei den alten Häusern würde so und so ‚kein Stein auf dem anderen‘ bleiben. Die alten Bausubstanzen und Wohnungszuschnitte sind zu weit von den aktuellen zeitgemäßen Standards und Forderungen entfernt. Wir handeln damit auch im Sinne unserer Bewohner, ihnen nämlich für die nächsten Jahrzehnte eine gesicherte Wohnung und damit ein gefestigtes Umfeld zu bieten.“

Flexibilität für mehr Selbstbestimmung

Zudem wird bei den Wohn- und Betreuungsformen mehr Flexibilität geschaffen, von der Selbstbestimmung bis hin zu einer 24-Stunden-Betreuung. „Wir bieten schon heute offene Wohnformen im Rahmen einer Wohngemeinschaft, eine Betreuung unserer Senioren, ambulant betreutes Wohnen bis hin zu der klassischen Form im betreuten Wohnen,“ erklärt Christian Kerler, Koordinator Wohnen bei der Lebenshilfe München. Damit wird der Weg für eine grundlegende Forderung nach mehr Selbstbestimmung für Menschen mit geistiger Behinderung geebnet.

Neue Wohnqualität am Willinger Weg

Für die Neubauten zeigt sich Geschäftsführer Peter Puhlmann zuversichtlich und hofft, nachdem die bekannten Bedenken aus dem näheren räumlichen Umfeld im Rahmen des Bauvorbescheides besprochen wurden, nun eine zügige Umsetzung zu erreichen. Mit dem ersten Bauprojekt soll die Wohneinrichtung am Willinger Weg erneuert werden. Die Lebenshilfe München bietet hier dann 24 moderne Wohnplätze für Menschen mit geistiger Behinderung. Zur Infrastruktur zählen auch Gemeinschafts- und Therapieräume sowie ein Bereich für die Betreuer. Damit ist der Fortbestand der Einrichtung für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Die Einrichtung am Willinger Weg bietet für Menschen mit geistiger Behinderung eine zentrumsnahe Wohneinrichtung mit guter Infrastruktur in erreichbarer Nähe und guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

Enge Abstimmung mit der Heimaufsicht

Aktuell bereitet das Büro der Architekten Kaan GmbH die Feinplanung zur Abstimmung der Projektsteuerung vor. Sie erfolgt durch die Fachplaner Hitzler Ingenieure. Parallel dazu ist die Lebenshilfe München im Kontakt mit der Heimaufsicht für eine enge Abstimmung des Projektes. Damit könnte 2018 die Erteilung der Baugenehmigung durch die LBK (Lokal-Bau-Kommission) erfolgen und 2019 die Fertigstellung und Bezug des neuen Wohnhauses am Willinger Weg in München.

Seit mehr als 30 Jahren leben Menschen mit geistiger Behinderung am Willinger Weg zusammen, gehen gemeinsam in die Arbeit und sind eine enge Lebensgemeinschaft. Lesen Sie mehr – hier: https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2013/07/17/menschen-mit-behinderung-seit-30-jahren-in-lebensgemeinschaft/

Mehr und bessere Inklusion in München

München nimmt als lebenswerte und lebensfrohe Stadt in vielen Bereichen eine Vorbildfunktion ein. So auch beim Thema ‚München wird inklusiv‘, bei dem man sich bis heute auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) besinnt. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat zusammen mit Bürgermeisterin Christine Strobl und Oswald Utz, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt München, einen zweiten Aktionsplan gesetzt. Organisiert wird die Aktion, die bis zum 15. August 2017 läuft, vom Koordinierungsbüro der Stadt München im Sozialreferat.

Natürlich setzt sich auch die Lebenshilfe München für eine inklusive Stadt ein.

2013 beschloss der Stadtrat einen ersten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK und hat konkret 47 Maßnahmen umsetzen können. Ziel ist die Förderung der Inklusion, also die volle gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen in allen Lebensbereichen.

„München gilt seit Jahren als eine der behinderten-freundlichsten Städte Deutschlands. Und die selbstbestimmte, uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, unabhängig davon, ob mit oder ohne Behinderung, ist schon lange ein erklärtes Ziel der Münchner Stadtpolitik“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Behindertenbeirat und Behinderten-Beauftragter

Er nannte dabei den Münchner Behindertenbeirat, der seit 40 Jahren aktiv ist und den seit mehr als zehn Jahren tätigen Behindertenbeauftragten der Stadt München. Entscheidend für eine inklusive Stadtgesellschaft sei aber, dass sich nicht nur Experten, sondern auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für gelebte Inklusion einsetzen. Auch in dieser Hinsicht wolle die Stadt München mit gutem Beispiel vorangehen.

Bürger in München sollen mitmachen

Die Mitmach-Aktion für den künftigen 2. Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK, an der sich alle Münchnerinnen und Münchner beteiligen können, sei ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung. Der 2. Aktionsplan soll Maßnahmen zu ganz unterschiedlichen Themenbereichen enthalten. Die Themenpalette, zu der Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einreichen können, reicht von Schule und Arbeit über Gesundheit oder Pflege, Freizeit und Kultur bis hin zu Wohnen oder Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben. Vor allem Menschen mit Behinderungen soll durch die Mitmach-Aktion die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Entstehung des zweiten Aktionsplans zu beteiligen.

Der Stadtrat soll einen Beschluss fassen

Bürgermeisterin Christine Strobl: „Schon der erste Aktionsplan war ein Meilenstein für eine inklusive Stadtgesellschaft. Die Inklusion fördernde Maßnahmen umfasste alle gesellschaftlichen Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Arbeit, Bauen, Kultur oder soziale Sicherung. Dabei handelt es sich nicht um einen unverbindlichen Wunschkatalog, denn die Umsetzung der UN-BRK ist rechtlich vorgeschrieben und für die Umsetzung der Maßnahmen gibt es ein mit Stadtratsbeschluss festgelegtes Verfahren. Das wird auch beim 2. Aktionsplan so sein, der ja nach seiner Erstellung dem Stadtrat vorgelegt wird. Ich gehe davon aus, dass München in den nächsten Jahren, wenn auch die neuen Maßnahmen greifen, weitere sichtbare Fortschritte hin zur Inklusion machen wird.“

Die Stadt München hat sich auf den Weg gemacht

Oswald Utz, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt München, wünscht sich, „dass sich die Bürgerinnen und Bürger nicht scheuen, ihre Anliegen zum Thema Behinderung und Inklusion einzubringen und klar machen, wo sie der Schuh drückt. Ich freue mich auf den künftigen zweiten Aktionsplan und dessen Umsetzung. Und ich hoffe, dass möglichst viele Münchnerinnen und Münchner davon profitieren werden und spüren, dass die Stadt sich auf den Weg gemacht hat“.

Münchnerinnen und Münchner, die an der Aktion teilnehmen wollen, können ihre Vorschläge in ein Formular eintragen. Das Formular und weitere Infos gibt es unter:

www.muenchen-wird-inklusiv.de/aktionsplan.

Fragen zur Aktion können per E-Mail an gerichtet werden:
aktionsplan.soz@muenchen.de

Wer keine Möglichkeit hat, sich das Formular auszudrucken, bekommt es in Papierform bei der OBA der Lebenshilfe oder beim Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-BRK, Burgstraße 4 (Erdgeschoss). Um vorherige telefonische Anmeldung unter der Nummer 233 – 211 79 wird gebeten.

 

„Mit und ohne Behinderung – Zusammen geht mehr!“

Freitag, 5. Mai 2017: Europaweiter Protesttag
für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
auf dem Karlsplatz (Stachus) in München von 16 bis 19 Uhr

Eltern eines chronisch kranken Kindes empfinden es oft als ein Spießrutenlaufen, wenn sie eine Schulbegleitung für ihr Kind genehmigt bekommen möchten. Hervorragend ausgebildete junge Menschen, die eine Behinderung haben, folgt auf die Ausbildung oft unfreiwillig die Früh-Rente. Oder die ärztliche Versorgung scheitert, weil man die Praxis mit einer Behinderung nicht besuchen kann.

Schule – Arbeit – Freizeit – Wohnen – Gesundheit

Diese drei Beispiele stehen für viele Menschen mit Behinderung. Sie werden im täglichen Leben von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen. Deshalb veranstalten sie am 5. Mai eine Protestkundgebung und setzen Schule, Arbeit, Freizeit, Wohnen und Gesundheit als fünf „Tatorte verhinderter Teilhabe“ in Szene.

Fünf Tatorte verhinderter Teilhabe

Politikerinnen und Politiker von den bayerischen Landtagsfraktionen werden einen Rundgang machen und dabei an den „Tatorten“ von Menschen mit Behinderung ins Kreuzverhör genommen: Wo werden sie Druck machen? Wann gibt es greifbare Ergebnisse?

Für Menschen mit Behinderung steht eines klar an oberster Stelle: Bayern muss schleunigst die „Tatorte verhinderter Teilhabe“ bereinigen und die UN-Behindertenrechtskonvention in allen Lebensbereichen wirksam umsetzen.

Jedes Jahr bietet der Protesttag ein großes Forum für Menschen mit Behinderung und nimmt Politiker in die Pflicht. Dieses Jahr zentral auf dem Stachus (Karlsplatz).

Auf der Veranstaltung kann jeder an den „Tatorten“ persönlich ins Gespräch kommen und mehr über die Situation von Menschen mit Behinderung in den Lebensbereichen Schule, Arbeit, Freizeit, Wohnen und Gesundheit erfahren.

Bühnenprogramm und Rundgang werden in Gebärdensprache simultan gedolmetscht. Namhafte Künstlerinnen und Künstler begleiten die Veranstaltung mit ihren Beiträgen. Der Eintritt ist frei.

Der 5. Mai ist der europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. In Bayern veranstaltet das „Aktionsbündnis 5. Mai“ unter Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. jedes Jahr eine Protestkundgebung.

Nähere Informationen zum Programm und zum Protesttag finden Sie unter
http://www.lag-selbsthilfe-bayern.de
oder auf der Facebookseite der Netzwerkfrauen Bayern.

Lebenshilfe München schult für den Notfall

 

Bei der Lebenshilfe München bereitet man die Bewohner auf Notfälle vor und schult in  ‚Erster Hilfe‘.

In elf Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München Wohnen GmbH leben Menschen mit geistiger Behinderung in Wohngemeinschaften zusammen. Die Bewohner bestreiten ihren Lebensalltag größten Teils selbständig. Dazu zählen alltägliche Dinge wie kochen, waschen, einkaufen sich kleiden, eben die 100 wichtigen ‚Kleinigkeiten‘. Im Zusammenleben und im Alltag kann es darüber hinaus immer wieder zu kleinen und größeren Notfällen kommen. Dann heißt es richtig zu handeln und kühlen Kopf zu bewahren.

Um dafür gerüstet zu sein, veranstaltet die Lebenshilfe München alle zwei Jahre zweitägige Erste Hilfe Kurse für ihre Bewohner. Ermöglicht wird dies durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Lebenshilfe München. Die Kurse führt das Medical Rescue College Wolfratshausen durch, für 2017 hat man sogar zwei Gruppen bilden müssen, da das Interesse der Betreuten so hoch war und nur in Gruppen von maximal 15 Teilnehmern trainiert werden kann.

Was ist wichtig bei einem Notfall?

Was also tun, wenn jemand stürzt, sich eine Platzwunde am Kopf zuzieht oder vielleicht gar noch bewusstlos am Boden liegt? „Auf alle Fälle ruhigen Kopf bewahren“, raten die beiden Trainer Susanne und Peter Lanzner. „Die Notfallnummer 112 wählen“, weiß eine der Kursteilnehmer. Was aber kann man ganz praktisch tun, wie kann man den Verunglückten helfen?

Das galt es an diesen Tagen zu üben, den Bewohnern die Scheu vor direkter Hilfe zu nehmen. So lernten Sie zum Beispiel einen Kopfverband anzulegen oder auch einen Bewusstlosen in eine stabile Seitenlage zu bringen. Ebenso muss die Atmung überprüft werden, liegt jemand bewusstlos am Boden. Dafür gibt es gleich drei Möglichkeiten und man sollte sie alle anwenden. Nämlich ein sanfter Griff an den Hals, dann an Mund und Nase hören und fühlen, ob die Atmung noch aktiv ist.

Keine Angst vor Verbänden

Zum Kurs zählte das gesamte Programm der Erste-Hilfe-Maßnahmen bis hin zur Beatmung und Herzdruckmassage. Erich Wolf vom pädagogischen Fachdienst Wohnen engagiert sich immer wieder für diese Kurse. „Einfache Maßnahmen können Leben retten. Und unsere Bewohner sind immer wieder engagiert bei den Kursen, arbeiten mit und lernen viel dabei. Die Konzentrationsfähigkeit mag zwar vereinzelt nicht so ausgeprägt sein, doch die Kursleiter verstehen sich darauf in einfachen Worten, Beispielen und Übungen die Lerninhalte zu vermitteln.“

http://www.stiftung-lebenshilfe-muenchen.de/

Die erste (von zwei) Gruppen hat den Erste-Hilfe-Kurs bei der Lebenshilfe München abgeschlossen. Dafür gibt es dann auch eine Urkunde.

Katja im Bundesfreiwilligendienst bei der Lebenshilfe München

Sich sozial zu engagieren ist für Katja V. etwas Selbstverständliches. Schon ab ihrem 13. Lebensjahr betreute sie Konfirmandengruppen der evangelischen Kirche in ihrer Heimatgemeinde. Jetzt, nach dem Abitur aber, sucht sie über ihr soziales Engagement hinaus nach beruflicher Orientierung. Seit Oktober ist sie bei der Lebenshilfe München und hat auch schon viele Erfahrungen gesammelt. „Die Kinder und Jugendlichen bei der Lebenshilfe München sind offener, irgendwie ehrlicher. Sie zeigen sehr unverstellt, was ihnen gefällt oder auch nicht. Sie nehmen einen aber auch in den Arm und sagen, dass es schön ist, dass du da bist. Das tut gut und bereitet Freude.“

Stark bleiben und Freundschaften schließen

Schwer hingegen sei es, so Katja, sich immer zu wiederholen, etwa bei einem Nein zu bleiben oder Regeln einzufordern. „Da können die ganz schön stur sein und man muss Stärke zeigen.“ Sie hilft im FuD (Familienunterstützender Dienst) bei der Betreuung von Kleingruppen, ist zusätzlich zweimal in der Woche bei einem Mädchen zuhause in ihrer Familie, hilft dort mit. „Wir beiden Mädels haben schon gute Freundschaft geschlossen. Es ist schön, helfen zu können und darüber hinaus auch Beziehungen aufzubauen.“

Mit dem FuD Ausflüge an die Isar und in die Stadt

Ein ganz anderer Bereich ist die Ferienbetreuung des FuD bei der Lebenshilfe München. Hier unternehmen die Ehrenamtlichen zusammen mit den Kindern und Jugendlichen mit Behinderung Ausflüge oder verbringen die Zeit in den Räumen der Lebenshilfe. Es sind bis zu zehn Kinder und Jugendliche in einer Gruppe dabei, immer begleitet von einigen Betreuern. Auch Katja war bereits mit unterwegs. In den Ferien geht’s dann vom Treffpunkt in der St.-Quirin-Straße zu den Ausflugszielen. Mal zum Zoo, in ein Museen, zur Isar, in den Wildtierpark, zu Spielplätzen oder ganz einfach mal in die Innenstadt. Zeit haben, Freizeit gestalten und erleben.

Gemeinsam haben wir viel Spaß

„Natürlich gehen wir auf die Ausflugswünsche der Kinder wenn möglich ein. Der Umgang bleibt locker, wir verbringen ja Frei-Zeit mit den Kindern und Jugendlichen, es ist kein Erziehungsauftrag. Gemeinsam haben wir viel Spaß und nutzen die Möglichkeiten für Ausflüge zur Tagesgestaltung“, erzählt Katja. Dabei ist es ein schönes Gefühl, die Kinder und Jugendlichen abends glücklich Ihren Eltern zu übergeben. „Selbst ist man natürlich auch geschafft, es ist aber eine positive Ermüdung.“

Viele Aktionen mit der OBA

Die OBA unternimmt zudem Ausflüge und Urlaubsfahrten für Erwachsene mit geistiger Behinderung. Im November stand eine Bildungsreise nach Berlin auf den Programm. Laufend kleinere Ausflüge zu Weihnachtsmärkten, zu Ausstellungen wie etwa der Galerie im Bezirk Oberbayern (Führung in leichter Sprache), oder zum Boccia spielen im Hofgarten. Das Programm wird ergänzt mit wöchentlichen Treffen, etwa im ‚Dienstags-Club‘ oder bei Treffen von ‚festen Gruppen‘ zum Basteln, Bingo spielen, Film anschauen oder zum gemeinsamen Kochen.

Die berufliche Zukunft ist noch offen

Katja möchte auf alle Fälle bei der Lebenshilfe bleiben, sich hier weiter engagieren. Ob ihre berufliche Zukunft hier liegt, weiß sie noch nicht. Aktuell sieht sie in einem Studium der Sonderpädagogik oder in einer Ausbildung zum Notfall-Sanitäter ihren beruflichen Werdegang. Natürlich bietet ein Studium viele Vorteile, etwa zum Lehramt hin. Doch eine Ausbildung zum Notfallsanitäter ist ebenso spannend. Man absolviert wegen der hohen medizinischen Anforderungen 790 Stunden in der Notaufnahme, Psychiatrie, Pädiatrie und der Gynäkologie einer Klinik, lernt dabei viel kennen und sammelt praktische Erfahrungen.

Wenn kleine Dinge auf einmal groß werden

In den nächsten Monaten ist die junge Frau noch ganz bei der Lebenshilfe München, freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen, den Kollegen und über die herzliche Art von Menschen mit geistiger Behinderung. „Es bringt einen immer wieder auf ‚den Boden der Tatsachen‘ zurück. Es zählen auf einmal kleine Dinge, denen wir im Alltag meist viel zu wenig Beachtung schenken.“

Heute ist Tischtennis-Tag in München

Unter dem Motto „Tischtennis – Gemeinsam – Erleben“ bietet der Bayerische Tischtennisverband am 6.April (Welt-Tischtennis-Tag) im Münchner Norden (Sporthalle Gymnasium München Nord; Knorrstraße 171, 80937 München) einen Tischtennis Nachmittag an.

Die Sporthalle ist weistesgehend barrierefrei (Aufzug vorhanden, sowie barrierefreie Toiletten und Umkleidekabinen). Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung können, unter der Leitung von qualifizierten Trainerinnen und Trainern, gemeinsam Tischtennis ausprobieren. Diese innovative Porjekt wird durch uns (Landeshauptstadt München) gefördert. Die OBA wird ebenfalls ein Kooperationspartner sein.

Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums München Nord sowie Kinder und Jugendliche aus München mit und ohne Behinderung. Geschwister und Freunde sind auch herzlich willkommen. Ziel ist es an diesem Tag die Sportart Tischtennis kennen zu lernens, Spaß an Bewegung und vor allem am Tischtennis zu vermitteln, Inklusion als selbstverständlich zu erachten und die Vernetzung von interessierten Kindern und Jugendlichen mit umliegenden Vereinen.

Ich kann die Sportart Tischtennis als Inklusionssport sehr empfehlen. Das miteinander (und natürlich auch das gegeneinander 😉 ) spielen ist unabhängig von Behinderungen immer möglich. Zudem können durch Regeländerungen Handicaps ausgeglichen werden. Also schaut vorbei und lasst euch überraschen 😉

Die Maßnahme beginnt um 13:30 Uhr und endet gegen 17:30 Uhr.

Ich würde mich freuen, wenn ihr diese Email an interessierte Einrichtungen, Familien, Kinder und Jugendliche weiterleiten würdet. Ich werde selbst vor Ort sein und freue mich vielleicht den ein oder anderen von euch zu sehen.

Herzliche Grüße / Katharina Schott

FASD Fachtagung der Lebenshilfe München – Alkohol schädigt

FASD-Fachtag am 6. Mai 2017 bei der Lebenshilfe München

Die Lebenshilfe München setzt sich auch 2017 wieder mit einem brisanten Thema auseinander. 2016 war der ‚Pränatalen Diagnostik‘ (siehe Link) eine Fachtagung gewidmet, 2017 wird es um die Schädigung des Kindes durch einen Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft gehen. Dafür steht das Kürzel FASD und bedeutet ‚Fetale Alkoholspektrumsstörung‘ (fetal alcohol spectrum disorders). Fetal, also den Fötus betreffend, das ungeborene Leben.

Betroffen 10.000 bis 26.000 Neugeborene jährlich

Es geht dabei nicht um Einzelfälle, sondern um jährlich etwa 10.000 Neugeborene in Deutschland, das sind rund 0,6 % aller Neugeborenen. Von diesen Kindern zeigen etwa 4.000 das Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms. Sie sind ein Leben lang körperlich und geistig schwerbehindert. „Die Dunkelziffer wird auf weitere etwa 11.000 bis 16.000 geschätzt, da davon ausgegangen wird, dass Kinder mit Auffälligkeiten im Sinne fetaler Alkoholeffekte oft nicht als solche diagnostiziert werden,“ schreibt dazu etwa Wikipedia.

FASD ist eine vermeidbare Behinderung

Es ist darum ein absolut begründetes Anliegen der Lebenshilfe München die öffentliche Diskussion zu diesem Thema anzustoßen. „FASD – eine vermeidbare Behinderung“ heißt es zur Einladung der Fachtagung am 06. Mai. Bei FASD nimmt das ungeborene Baby über die Nabelschnur den Alkohol auf und hat den gleichen Promillewert wie seine Mutter. Dadurch, dass die Leber des Embryos aber noch unfertig ist, kann sie nicht für den nötigen Abbau des Zellgiftes sorgen und ist somit den schädigenden Auswirkungen wesentlich länger und intensiver ausgesetzt.

Organe, Nerven und Psyche sind betroffen

In den ersten Monaten ist das Ungeborene im Mutterleib besonders empfindlich, weil sich in dieser Zeit die Organe ausbilden. So kann das Wachstum, die Organbildung und das zentrale Nervensystem durch ganz wenig Alkohol bereits geschädigt werden. Auch die Psyche ist betroffen, denn schon kleine Mengen des Gifts greifen in die Vorgänge des Gehirns ein und verändern somit seelische und intellektuelle Leistungen des Kindes.

Gefahren sind nicht ausreichend bekannt

„Die Gefahren von Alkohol für das ungeborene Leben sind sowohl in der Bevölkerung, als auch in der Fachwelt noch immer nicht ausreichend bekannt“, heißt es im aktuellen Newsletter der Lebenshilfe München. Grund dafür sei, dass bestimmte Fehlbildungen, Entwicklungs-Verzögerungen und auffällige Verhaltensweisen oft erst im Laufe der Zeit auffallen. Man sieht dem Neugeborenen äußerlich die Schädigung durch Alkohol nicht unbedingt an. Häufiger kommt die Diagnose FASD darum erst später durch eine Kombination der verschiedenen Probleme des Kindes zustande.

Späte Diagnose führt in schwierige Situationen

In der Lebenshilfe München werden betroffene Kinder bereits in der Frühförderung begleitet. Sie erhalten therapeutische Unterstützung, die sich dann in der Schule fortsetzt. Besonders schwierig ist der Weg jedoch für Jugendliche und Erwachsene mit FASD. Sie stehen als Grenzgänger häufig zwischen allen Stühlen und haben große Schwierigkeiten, ein geeignetes berufliches oder privates Umfeld zu finden, da nur sehr wenige Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet auf diesen Personenkreis spezialisiert sind.

Medizinische und therapeutische Versorgung nötig

Es gibt also viele ungeklärte Fragen und gleichzeitig einen dringenden Handlungsbedarf im Zusammenhang mit der Behinderung FASD. Aus verschiedenen Blickwinkeln soll an diesem Tag dargestellt werden, wie es um die medizinische und therapeutische Versorgung von Menschen mit FASD steht. Unter der Schirmherrschaft von Emilia Müller, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration werden an diesem Fachtag verschiedene Referenten sprechen.

Die Themen der Referate sind

Erfahrungen mit FASD
in der Angehörigenberatung
Margret Meyer-Brauns (Angehörigenberatung der Lebenshilfe München e.V.)

FASD Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen
Dr. Mirjam Landgraf (Oberärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Dipl. Psychologin, Ambulanz für Risikokinder mit Toxi-Exposition in der Schwangerschaft, iSPZ Hauner,
Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU München)

Familiärer Alltag mit FASD
Veerle Moubax (Selbsthilfegruppe FASD Deutschland, 1. Vorsitzende bei AusSicht FASD e.V. Bayern, Mutter eines Adoptivsohnes mit FASD)

FASD Prävention in der Schule
Dr. Gisela Bolbecher (Vorstand FASD-Netzwerk Nordbayern),
Dr. Heike Kramer (Vorstand FASD-Netzwerk Nordbayern, Vorstand Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. Erlangen)

FASD im therapeutischen Alltag der Lebenshilfe
Sabine Wolf (Leitung der Interdisziplinären Frühförderstelle Giesing der Lebenshilfe München)

Erwachsene Patienten mit FASD
Dr. Franziska Gaese (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärztin kbo-Isar-Amper-Klinikum München Ost, Psychiatrische Therapie für Menschen mit geistiger Behinderung)

Jugendhilfe – Eingliederungshilfe – Sozialhilfe.
FASD – Eine Herausforderung der Hilfesysteme. Wer ermöglicht wirkliche Teilhabe?
Prof. Dr. Klaus Hennicke (Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Familientherapeut, Diplomsoziologe)

Zielgruppe des Fachtages sind:
Gynäkologen, Pädiater, Hebammen, Schwangerschaftsberatungsstellen, Therapeuten, Pädagogen, Sozialpädagogen, Eltern, Pflege- und Adoptiveltern und andere Professionen, die sich mit dem Thema befassen

Der Fachtag FASD findet am 6. Mai 2017 von 9 Uhr bis 16 Uhr im Vortragssaal der Geschäftsstelle in der St.-Quirin-Str. 13a statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Anmeldungen bitte unter:
Tel.: 089 69347 – 102
Fax: 089 69347 – 160
E-Mail: fasd@lebenshilfe-muenchen.de

Weitere Informationen zu Anfahrt und Anmeldung finden Sie hier:
FASD-Info-Flyer-2017