Führungskräfte-Workshop zum Gesundheitsmanagement

Erster Führungskräfte Workshop zum Gesundheitsmanagement
bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

In unserem Artikel „Gesundheits-Förderung in der Lebenshilfe München ist Chefsache“ berichteten wir über den besonderen Fokus der gerade bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter gelegt wird. Die vor zwei Jahren installierte Ebene der Gruppenleitungen innerhalb der Organisationsstruktur der Lebenshilfe München besucht gemeinsam mit den ihnen direkt vorgesetzten Einrichtungsleitungen einen dreigliedrigen Führungskräfte-Workshop. Er steht unter dem Motto: Sich selbst und andere gesund führen – wie gelingt das?

In Kooperation mir der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege fand jetzt der erste ganztägige Workshop statt. Schon bei dem einleitenden Zwiegespräch der beiden Coaches, Andrea Beese und Ruth Reichenbach, war klar: Es wird nicht langweilig werden. Und so kam es dann auch.

Zunächst reflektierte die Runde in einer obligatorische Aufschlüsselung grundlegende Begrifflichkeiten wie Gesundheit, Führung und Handlungskompetenz. Es war Ausgangspunkt für weitere Inhalte und Diskussionen, die den neun GruppenleiterInnen und drei EinrichtungsleiterInnen anschaulich und interessant dargeboten wurden. Der interaktive Teil des Workshops ließ allerdings nicht lange auf sich warten.

In mehreren Gruppen wurden die Handlungsfelder ‚Gesundheitsfördernder Führung‘ reflektiert und Impulse zum konkreten operativen Umgang mit ihnen spielerisch erarbeitet. Durch Selbstreflexion und gewinnbringenden fachlichen Input der Coaches vertieften die Teams das individuelle Verständnis der Teilnehmer. Bezeichnend war etwa das Handlungsfeld Kommunikation oder auch das Thema Wertschätzung für eine einheitliche ‚Lebenshilfe-Linie‘. Sie gilt es künftig umzusetzen. Bis zum Schluss war der Tag geprägt von einer wissbegierigen und engagierten Dynamik.

„Für mich war es sowohl als Teilnehmer als auch als Chef von drei weiteren teilnehmenden GruppenleiterInnen durch und durch gelungen. Durch eine strukturierte Selbstreflexion anhand der Handlungsfelder, kann jeder von uns sich professionell als Führungskraft weiter entwickeln und sein Team und sich selbst immer gesünder führen.“ konstatiert Florian Mauch.

Gesundheits-Förderung in der Lebenshilfe ist Chefsache

Zu einem ersten Meeting für eine gezielte Gesundheitsförderung der Mitarbeiter trafen sich (von rechts): Wohnbereichsleiter René Pfeifer, Coachin Andrea Beese, Paul Oberhofer, Renate Bauer, Lisa Hasenberger und Julia Knoll. – Fotos: Gerd Spranger

Gesundheits-Förderung ist bei der Lebenshilfe München ein zentrales Thema. Geht es doch in der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung ganz besonders um dieses Anliegen, die Gesundheit und das Potential jedes Einzelnen zu fördern und zu entwickeln. Aktuell aber sind es die Mitarbeiter des Bereichs ‚Wohnen‘ selbst, wo nach Potential zur Verbesserung gesucht wird. Gesunde Mitarbeiter sind ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Unternehmen und das Engagement der Lebenshilfe München ist einzigartig. Nicht nur ein Seminar oder ein Workshop sollen verbessern, sondern über einen Zeitraum von sechs Monaten geht man zentralen Fragen und Anliegen in einer ganzen Veranstaltungsreihe auf den Grund. Aus der Gesundheitsförderung wird ein gezieltes betriebliches Gesundheitsmanagement.

Eigene Führungsebene soll gestalten

Angefangen wird bei den Führungskräften, denn seit fast zwei Jahren arbeitet der Elternverein in der Wohnen GmbH mit einer eigenen Führungsebene aus Einrichtungsleitern und Gruppenleitungen. Alle Fäden laufen bei der übergeordneten Bereichsleitung zusammen. Es war ein zentrales Anliegen von Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann, im Unternehmen der Lebenshilfe München die Unternehmensstruktur zu verbessern. Über den Elternverein hinaus umfasst die Organisation zwei GmbH’s und es werden 350 Mitarbeiter beschäftigt, ohne Werkstätten und Honorarkräfte. Zur ‚Wohnen GmbH‘ zählt ebenso das ‚Ambulant betreute Wohnen‘. Es nimmt einen immer größeren Raum innerhalb der Lebenshilfe München ein und soll in den nächsten Jahren mit innovativen Wohnangeboten weiter ausgebaut werden.

„Wir führen gesund“

Als Leitsatz erarbeitete man im ersten Sitzung des Steuerkreises Gesundheitsförderung das Motiv „Wir führen gesund“. Gefördert wird eine tragfähige Unternehmenskultur für „gesunde Mitarbeiter bis zum Rentenalter“ mit einem gezielten betrieblichen Gesundheitsmanagement. Begleitet und geführt werden die Einzelgespräche, Steuerkreise und Workshops von Andrea Beese, Beraterin und Organisationsentwicklerin im Auftrag der BGW. Die BGW ist die gesetzliche Unfallversicherung für nichtstaatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege.

Gesunde Mitarbeiter sind motiviert

Lisa Hasenberger ist die Jüngste im Team der Führungskräfte der Lebenshilfe München

Dabei geht es nicht in erster Linie um körperliche Gesundheit. Gesunde Mitarbeiter gehen motiviert und zufrieden ihrem Beruf nach, sind geistig und mental fit. Dafür ist ein gutes Betriebsklima entscheidend. Es bedingt einerseits ‚ernst genommen zu werden‘, sich als Mensch Kollegin und Kollege akzeptiert und geachtet zu wissen in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung. Anderseits aber auch Grenzen zu ziehen, um etwa eine Überbelastung rechtzeitig zu vermeiden. Bereichsleitung Wohnen René Pfeifer ergänzt: „Das ist ein Dreh- und Angelpunkt, vor allem wenn wir an die Generation 50-Plus denken.“

Richtige Fragen für gute Impulse

Unternehmens-Coachin Andrea Beese geht davon aus, „dass das Wissen da ist. Die richtige Umsetzung finden und den geeigneten Rahmen vorgeben, ist aber Aufgabe der Führungskräfte.“ Sie versteht sich vor allem als ‚Begleiterin‘, die mit den richtigen Fragen die Impulse für arbeitsnahe Lösungen gibt. Gezielt wollen die Führungskräfte bei den nächsten Treffen auf die besondere Situation der verschiedenen Wohngruppen, des Wohntrainings und des ambulant betreuten Wohnens eingehen. Hierzu finden drei ganztägige Führungskräfte-Workshops zum Thema „Gesundheitsfördernde Führung“ statt.

Auf besondere Bedarfe eingehen

Die Vielschichtigkeit der Wohnangebote der Lebenshilfe München ist der langen Geschichte des Elternvereins mit den ersten Wohneinrichtungen mit kleinen Gruppen bis 12 Personen in den 80er-Jahren und der besonderen Entwicklungen in Gesellschaft und Politik geschuldet. Jüngstes Beispiel dafür ist das Bundesteilhabegesetz. Es fördert nachdrücklich die Entwicklung hin zu mehr Selbständigkeit von Menschen mit Behinderung. Bei Menschen mit geistiger Behinderung muss darüber hinaus auf die besonderen Bedarfe eingegangen werden. Es ist der lange Weg von der Integration hin zur Inklusion, diesen kann die Lebenshilfe München Wohnen GmbH nur zusammen mit den Bewohnern und Mitarbeitern gehen. Eine gesunde Unternehmenskultur ist dabei unabdingbar, die Schaffung einer solchen das große Ziel des Projektes „Gesundheitsförderung in der Wohnen GmbH“.

So heißt es zunächst bei der Lebenshilfe Wohnen, die aktuelle Situation zu analysieren und davon ausgehend geeignete Maßnahmen auszuarbeiten. Ein Abschluss-Workshop und ein Nachhaltigkeits-Workshop sollen den Prozess dann im Sommer 2020 zu einem positiven Ende führen.

25 Jahre Wohnen in Putzbrunn

„Wir schreiben Geschichte … und du bist eine davon“

Das 25-jährige Jubiläum der Lebenshilfe-Wohneinrichtung in Putzbrunn wurde jetzt unter dem Motto gefeiert: „Wir schreiben Geschichte… und du bist eine davon“.

Es kamen Bewohner und Bewohnerinnen, Betreuer und Betreuerinnen (von heute und einst), Eltern, Freunde, Bekannte auf dem Freigelände der Putzbrunner Einrichtung zusammen. Sie tauschten sich über ‚die guten alten Zeiten‘ aus. Für das leibliche Wohl war gesorgt – mit gehaltvollen Hähnchen, frischen Schweinshax’n, stilvoll verzierten Muffins und knackigen Salaten. Wer tanzen wollte, konnte das tun, denn die Rolli-Gang heizte mit den Hits der letzten 25 Jahre richtig ein und sorgte für gute Stimmung.

Natürlich kamen auch die Ehrungen nicht zu kurz. Zwei Mitarbeiter sind seit Eröffnung der Lebenshilfe-Einrichtung dabei und gestalteten maßgeblich die Geschicke des Hauses mit. Geehrt wurden auch 18 Bewohner, die seit Anfang an hier leben. Das ist jeder zweite Bewohner der Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung.

Bereichsleiter Wohnen, Rene Pfeifer, dankte allen für ihr Engagement und die Treue zu der Einrichtungen, in der man viele persönliche Beziehungen pflegt. „Er kann so schlecht nicht sein, wenn man es so lange an einem Ort aushält,“ scherzt er. Die moderne Einrichtung, mitten im Grün der Waldkolonie gelegen, wurde mehrfach erweitert und ist direkt neben einer Lebenshilfe-Werkstatt gelegen.

Einrichtungsleiterin Renate Bauer überreichte allen einen Gutschein für einen Kegelnachmittag im Gasthaus nebenan und bekräftigte: „25 Jahre irgendwo zu wohnen ist eigentlich keine große Leistung. Doch in dem bescheidenen Rahmen, in dem die großen Dinge des Lebens von anderen geregelt worden sind, ist es schön, einen Ort zu haben, an dem man selbst entscheiden und sich selbstwirksam erleben darf. Das kann nicht laut und oft genug gesagt und gefeiert werden.“ Die Einrichtung der Lebenshilfe München ist ein besonderer Ort zum Leben für besondere Menschen.

Lebenshilfe München profiliert sich als modernes Sozialunternehmen

Projekt „Unternehmensweite Softwarelösung“

Denkt man an den Auftrag der Lebenshilfe München, die Betreuung und Beratung von Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen und gesetzlichen Vertretern, erwartet man kaum, dass auch hier die Notwendigkeit der Digitalisierung erforderlich geworden ist. Externe Anspruchsgruppen (z.B. Kostenträger, Heimaufsichten, Dachverbände, etc.) verändern ihre Anforderungen und die Lebenshilfe München muss sich diesen Veränderungen schnell und professionell anpassen.

Die ersten Lebenshilfe-Vereine in Deutschland haben sich vor über 55 Jahren gegründet und ihre Strukturen bis zum Jahr 1990 weitgehend ausgebaut und gefestigt. In München etwa hat man vor rund 10 Jahren begonnen zwei große Bereiche (Wohnen sowie Kinder & Jugend) in eigene gemeinnützige GmbHs zu wandeln, damit sich der Elternverein besser auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Aber nicht nur das, sondern die Arbeit und Struktur mit rund 400 hauptamtlichen und nochmals so vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern – für weit über 1000 betreute Menschen mit geistiger Behinderung – verlangt Organisation, Struktur, Professionalität und die oben angesprochene Agilität.   Weiterlesen

Fit für die Lebenshilfe München

Bestes Training in den Studios von Body + Soul

Die Lebenshilfe München trägt für rund 1000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Verantwortung und betreut über die Offenen Dienste noch 450 Familien in Stadt und im Landkreis München. Dafür arbeiten fast 500 Mitarbeiter hauptamtlich, knapp 400 ehrenamtlich, sowie 60 Honorarkräfte. Die Aufgaben in den Kinder-, Jugend- und Wohneinrichtungen und in den Offenen Diensten sind vielfältig und verlangen ein hohes Maß an persönlichem Engagement. Als Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge hat die Lebenshilfe München darum mit den Fitness-Studios von ‚body + soul‚ für die Mitarbeiter sehr günstige Tarife ausgehandelt.  Weiterlesen

Ein Welcome für die Mitarbeiter der Lebenshilfe

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Mit der Einladung aller neuen Mitarbeiter zur Vorstellung des Elternvereins und des Unternehmens Lebenshilfe München, in die Geschäftsstelle nach Giesing, hat Geschäftsführer Peter Puhlmann an eine alte Tradition angeknüpft. „Früher hatten wir das jährlich gemacht und dafür oft einen Tag investiert. Die letzten Jahre leider nicht mehr,“ erinnert sich eine langjährige Mitarbeiterin. 40 neue Mitarbeiter, die erst seit wenigen Wochen oder bis zum einem Jahr bei der Lebenshilfe München beschäftigt sind, erhielten einen umfassenden Einblick in die Geschichte, Struktur und Bedeutung des Vereins „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Stadt und Landkreis München“.

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Der Verein hat 2800 Mitglieder, 350 hauptamtliche Mitarbeiter in Kinder-, Jugend- und Wohneinrichtungen sowie 100 in den Werkstätten, darüber hinaus noch 430 ehrenamtliche Mitarbeiter und Honorarkräfte.   Weiterlesen

Lebenshilfe München plant bis 2020 voraus

Ein 6-Jahresplan umfasst Baumaßnahmen, neue Strukturen in der Versorgung und eine intensive Mitarbeiterschulung –
Im Gespräch mit Geschäftsführer Peter Puhlmann

Seit Oktober 2012 ist Dipl. Päd. Univ. und Sozialbetriebswirt Peter Puhlmann der neue Geschäftsführer der Lebenshilfe München. 2013 war sein erstes Geschäftsjahr, und die Redaktion hat sich mit ihm über Erreichtes und Geplantes unterhalten:

Redaktion: Mit welchen Vorstellungen haben Sie Ihre Tätigkeit bei der Lebenshilfe angefangen, konnten Sie ihre Ziele erreichen?

Peter Puhlmann: Es hat länger gedauert als ich angenommen hatte, die Lebenshilfe als Elternverein vollständig in seiner Tiefe zu verstehen. Die historischen Entwicklungen und die Strukturen sind komplex, ob in der Lebenshilfe München oder in ihrer bayerischen und deutschlandweiten Vernetzung.
Es braucht einerseits klare Strukturen nach guten alten kaufmännischen Grundsätzen, wie sie ein Unternehmen mit 350 Mitarbeitern (dazu noch 400 Ehrenamtliche) und 15 Niederlassungen verlangt. Anderseits wollen und müssen wir auch dem Verein gerecht werden, in der Mehrheit sind das die Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen. Dabei haben die „Kinder“ oft schon das 50. Lebensjahr überschritten.   Weiterlesen

Wunschbaum-Aktion bei der Lebenshilfe München

Mitarbeiter des Allianz-Konzerns erfüllen Kinderwünsche in Unterhaching und Milbertshofen

Wer hat in Kindheitstagen nicht selbst einen langen Wunschzettel geschrieben und auf ein ‚weihnachtliches Wunder‘ gehofft. Im Kreis der Familie unter glänzendem Baum, bei Kerzenlicht und Tannenduft erfüllten sich dann viele der kleinen Wünsche. Ein weihnachtlicher Zauber der unvergessen bleibt.

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So engagieren sich bei der Lebenshilfe München viele Menschen, die Menschen mit Behinderung eine Weihnachtsfreude bereiten. Die Kinder und Jugendlichen haben sich meist bis in das Erwachsenenalter hinein ein kindliches Gemüt erhalten . Und so freute man sich in der Silvia-Görres-Schule und Tagesstätte über die Wunschbaum-Aktion von Allianz-Mitarbeitern. Auch im Heilpädagogischen Zentrum in Unterhaching erfüllten die ‚Weihnachtsengel‘ der Allianz lang gehegte Kinderwünsche. Weiterlesen

Social Day bei der Lebenshilfe München

Sponsoren: Citrix  -   P U T Z B R U N N   I   -

Mitarbeiter von Citrix begleiten Menschen mit geistiger Behinderung auf die Wiesn

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Das 11-köpfige Team startet auf der „Oidn Wiesn“

Immer mehr Firmen entdecken den „Social Day“ um ihren Beschäftigten einen Blick weg vom beruflichen Alltag, hin zu einfachen und zentralen Lebensaufgaben zu geben. Viele Firmen haben dabei der Lebenshilfe München geholfen, wie jetzt vier Mitarbeiter der Firma Citrix. Sie unternahmen mit eine Gruppe von sechs Menschen mit geistiger Behinderung einen Ausflug auf die Münchner Wiesn, zum Oktoberfest.    Weiterlesen