Maskenpflicht: Wenig Verständnis in der Öffentlichkeit

Wenig Verständnis in der Öffentlichkeit für Menschen,
die wegen ihrer Behinderungen keine Masken tragen können!

Vermehrt stoßen Menschen auf Ablehnung, wenn sie behinderungsbedingt von der Maskenpflicht befreit sind und deshalb keine Maske tragen können. Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung nimmt dazu Stellung:
„Es ist sehr wichtig, dass die Öffentlichkeit von Politikern, Behörden, Berufsverbände und Medien darüber informiert wird, dass es Menschen gibt, die keine Masken tragen können und es deshalb auch nicht müssen. Menschen mit Behinderungen müssen weiterhin am öffentlichen Leben teilhaben können und dürfen nicht ausgeschlossen werden. Hier geht es nicht um eine Aushebelung der Maskenpflicht, sondern um gesundheitlich notwendige Ausnahmen!“

Es gibt nötige Ausnahmen

Nicht alle Menschen können Masken tragen

Bei der Regelung der Maskenpflicht hat die bayerische Staatsregierung ausdrücklich solche Ausnahmen formuliert, für die als Nachweis eine ärztliche Bestätigung vorgesehen ist. Diese Regelung ist jedoch vielen nicht bekannt. Menschen mit Behinderungen erleben daher immer wieder unangenehme Situationen – wie zum Beispiel beim Friseur, im Bus, beim Arzt oder in Geschäften. Auch Ärzten sind die Regeln oft nicht bekannt und Menschen mit Behinderungen haben deshalb häufig Schwierigkeiten, ein Attest zu erhalten. Dem Behindertenbeauftragten sind Fälle bekannt, in denen sogar öffentliche Träger Menschen mit Behinderungen den Zugang verwehrt haben, wenn sie keine Maske getragen haben.

Kein Ausschluss von Menschen

Holger Kiesel betont: „Menschen mit Behinderungen ohne Maske den Zutritt etwa zu Geschäften zu verweigern, ist auch unter Hinweis auf das Hausrecht diskriminierend und grundsätzlich unangemessen, wenn sie dadurch vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden.“

Holger Kiesel hat sich hierzu auch eine Einschätzung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eingeholt und es heißt: „In der Tendenz spreche eine ausnahmslose Durchsetzung der Maskenpflicht gegen die Angemessenheit. Das Interesse der Kunden mit Behinderungen sei gegenüber dem Infektionsschutz als grundsätzlich überwiegend zu bewerten.“

Der Behinderten-Beauftragte ist hierzu mit den zuständigen Ministerien und anderen Organisationen im Austausch, um die Ausgrenzung von verschiedenen Gruppen, wie zum Beispiel Menschen mit einer Hörbehinderung, psychischen Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder motorischen Einschränkungen zu verhindern. Sein Appell:

„Begegnen Sie Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung keinen Mundschutz tragen können, mit Rücksicht! Niemand darf benachteiligt werden, weil er die Maskenpflicht aus gesundheitlichen Gründen nicht einhalten kann!“

Petition an den Bayerischen Landtag

Lebenshilfe Bayern fordert Assistenz im Krankenhaus

Ein Krankenhaus-Aufenthalt ist für geistig und mehrfach behinderte Menschen meist sehr belastend. Sie brauchen dabei dringend eine Vertrauensperson, die ihnen zur Seite steht und zwischen ihnen und dem Klinik-Personal vermittelt. Das zeigt sich gerade in Zeiten von Corona deutlich. Deshalb fordert die Lebenshilfe Bayern schon lange eine Assistenz im Krankenhaus. Nun hat Landesvorsitzende Barbara Stamm dazu eine Petition an Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie an den Vorsitzenden des Landtagsausschusses für Gesundheit und Pflege, Bernhard Seidenath, übergeben.

Assistenz vermittelt und entlastet

„Es ist wirklich erschreckend und besorgniserregend, was uns Eltern und Angehörige über Krankenhaus-Aufenthalte berichten“, erklärt Stamm bei der Übergabe. Die meisten Krankenhäuser sind nicht oder kaum auf die stationäre Behandlung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung eingestellt. Darum sei allein schon die Verständigung äußerst schwierig. Oft müssten die Kranken stundenlang warten und es gebe kaum Informationen zur nötigen Behandlung. Erfahrungen, die auch die stellvertretende Landesvorsitzende Hildegard Metzger und Vorstandsmitglied Monika Haslberger als Mütter behinderter Kinder bei der Übergabe bestätigen. Deshalb sei eine geschulte Assistenz dringend nötig. „Diese Vertrauensperson kann die Patientinnen und Patienten gezielt unterstützen, deren Versorgung verbessern, zwischen allen Beteiligten vermitteln und somit zusätzlich die Angehörigen und das Klinik-Personal entlasten,“ erläutert Stamm.

LVKM unterstützt Petition

Die Lebenshilfe Bayern bittet die Abgeordneten des Bayerischen Landtages deshalb, das Anliegen zu unterstützen und die Petition in den zuständigen Ausschüssen zu behandeln sowie eine Expertenanhörung zum Thema durchzuführen. Die Petition wird ebenfalls vom bayerischen Landesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (LVKM) unterstützt. Bei der Übergabe am 13. Mai 2020 im Münchner Maximilianeum war dessen Landesvorsitzende Konstanze Riedmüller mit dabei.

Über den Lebenshilfe-Landesverband Bayern

Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit über 55 Jahren als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Der Verband hat heute 160 Mitglieds-Organisationen, die rund 40.000 Menschen mit Behinderungen unterstützen, fördern und begleiten. Mit etwa 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen hat die Lebenshilfe in Bayern ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut. Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist seit 2001 Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, als Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Hier geht’s zur Petition: LHB_Petition2020

Die Krise meistern, auch im Zusammenleben

In der Wohneinrichtung der Lebenshilfe München in Putzbrunn leben 51 Menschen mit geistiger Behinderung zusammen, auch in der Corona-Krise. „Sechs Bewohner haben die Eltern zu sich nach Hause geholt. Sie sind wegen der ganzen Situation verunsichert“, informiert Einrichtungsleiterin Renate Bauer. In normalen Zeiten sind die Bewohner tagsüber in den Lebenshilfe-Werkstätten und Förderstätten beschäftigt, die in Putzbrunn gleich gegenüber der Einrichtung liegen. Es herrscht ein reger Austausch über Freunde und Bekannte, dem Sportverein und selbst in der TENE, eine Gruppe von älteren Menschen, zu der auch ‚Auswärtige‘ kommen. Nicht so in Zeiten des Virus Covid-19.

Menschen mit geistiger Behinderung
verstehen die Situation mitunter nicht

„Den Bewohnern fehlt mitunter auch das Verständnis, sie verstehen die Situation nicht“, erklärt Renate Bauer. „Scheiß Corona“ ist zu einem geflügelten Wort geworden und muss für vieles herhalten. Glücklicherweise verfügt die Lebenshilfe-Einrichtung in Putzbrunn über einen eigenen Garten und eine große Terrasse, so dass Spazierengehen immer möglich ist. Man gehe gut mit der Situation um, auch die MitarbeiterInnen, versichert die Einrichtungsleiterin, denn die Gefahr einer Übertragung und Ansteckung ist in der Corona-Krise immer präsent.“

Foto: Ein großes DANKE für alle Hilfe von Freunden, Nachbarn, und Angehörigen sagen die Bewohner der Lebenshilfe-Einrichtung in Putzbrunn.

Die Anteilnahme ist groß – Viele wollen helfen

Freude herrscht über die große Anteilnahme von Angehörigen und einem großen Freundeskreis der Einrichtung. „Wir bekommen fast täglich Anfragen, ob man uns irgendwie helfen kann. Sehr gefreut haben wir uns über handgenähte Schutzmasken, die wir in der Einrichtung natürlich sehr gut gebrauchen können. Auch Kuchen werden vorbei gebracht und andere Kleinigkeiten.“ Renate Bauer sieht in der Größe der Einrichtung einen Vorteil. „Wir müssen jetzt ja rund um die Uhr betreuen. Das braucht Personalkapazitäten, auf die wir jetzt zurück greifen können. Andere Dienste entfallen, wie etwa die TENE oder Mitarbeiter die sonst anderweitig in die Tagesstruktur eingebunden sind.“

Seit 13 März gilt
ein Besuchsverbot

Zu Spannungen führe allmählich das bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH bereits seit 13. März bestehende Besuchsverbot, erläutert Renate Bauer. „Sechs Wochen sind eine lange Zeit. Sechs Wochen keine Familie, Freunde, Angehörige und Betreuer sehen. Zudem dürfen die Bewohner am Wochenende nicht heimfahren, was die Situation für uns als Einrichtung nicht erleichtert. Langsam macht sich Ungeduld bemerkbar. Es wird öffentlich von vorsichtigen Corona-Lockerungen, wie etwa die von Ladenöffnungen gesprochen, doch die Menschen mit Behinderung bleiben isoliert. Da wird das Besuchsverbot natürlich neu hinterfragt. Uns ist klar, dass dies für alle Eltern und auch für unsere BewohnerInnen eine immense Belastung ist, die Vermeidung eines Infektionsgeschehens hat aber höchste Priorität. “

Schutzmaßnahmen gelten auch in den Einrichtungen

Selbstverständlich gelten seit Wochen in der Lebenshilfe-Einrichtung in Putzbrunn die Schutzmaßnahmen. Häufiges Händewaschen, Abstand halten, geschütztes Niesen und Mundschutz tragen. Im Gemeinschaftsraum etwa wurde die Zahl der Sitzplätze halbiert und es essen nicht alle gemeinsam, sondern in zwei, drei Gruppen, man geht auf Abstand. Was die anderen Wohngruppen in den Lebenshilfe-Wohnen GmbH betrifft gibt René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen, ein optimistisches Bild:

„Im Moment, am 21. April 2020, haben wir eine stabile Personalsituation in allen Wohngemeinschaften und Wohnstätten. Bei Bedarf können wir auf Mitarbeiter aus anderen Bereichen zurückgreifen. Natürlich mussten wir im ‚Gemeinschaftlichen Wohnen‘ vieles umstellen und der speziellen Situation anpassen. Alle Werkstätten sind geschlossen und zusätzlich müssen die Ausgangsbeschränkungen strikt eingehalten werden. Es gilt nun neben der Prävention eines möglichen Ausbruchsgeschehens, einem ‚Corona-Lagerkoller‘ vorzubeugen. Im ambulant betreuten Einzelwohnen unterstützen wir vor allem telefonisch und können so gut helfen. Bei unseren betreuten Wohngemeinschaften sind die Mitarbeiter auch am Wochenende vor Ort, es herrscht immer Gesprächsbedarf.“

Alle Mitarbeiter 
leisten Großartiges!

„Die Situation rund um die Ausgangs- und Besuchsverbote wird nicht immer verstanden und sind für viele Bewohner logisch nicht nachzuvollziehen“, erklärt René Pfeifer und ergänzt: „Pädagogische Gespräche sind mehr denn je gefragt. Alle unsere Mitarbeiter vor Ort leisten derzeit großartige Arbeit. Dem verantwortungsvollen Engagement, dem hohen Maß an Professionalität und auch Mut, gilt es höchsten Respekt zu zollen. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe in den Wohngemeinschaften und Wohnstätten.“

Lebenshilfe München sagt DANKE

Ende März startete die Lebenshilfe München einen Aufruf zur Spende von Schutzmasken. Sie sind auch in den Lebenshilfe-Einrichtungen Mangelware. Und doch sind sie in Zeiten des Corona-Virus Covid-19 ein guter Schutz, je mehr Menschen ihn tragen. Bis Ostern wurden 500 Schutzmasken für die Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München gespendet. Die Lebenshilfe München sagt DANKE!

Viele Menschen haben sich beim Nähen von Schutzmasken für die Lebenshilfe München engagiert. Die Masken bieten in Zeiten des Cornona-Virus den Betreuern und Bewohnern der Einrichtungen Schutz vor Ansteckung.

Auch auf den nötigen Sicherheitsabstand achtet man bei der Lebenshilfe München. Ob in Videokonferenzen des Krisenstabes oder bei den Mahlzeiten. Tische werden auseinander gerückt und die Gruppen verkleinert. Das Social Distancing hilft in der Krise.

Ein herzliches „Dankeschön“ der Lebenshilfe München für die vielen Spenden an Schutzmasken. Menschen mit Behinderung sind eine besondere Risikogruppe bei der aktuellen Corona-Pandemie in Deutschland.

Ein gemütliches Beisammensitzen ist in Zeiten von Covid-19 nur mit genügend Abstand und am Besten mit Schutzmasken möglich. Das gilt für Personen, die gemeinsam in einem Haushalt leben. Hier und darüber hinaus heißt es ganz klar: Social Distancing.

Die Lebenshilfe München stellt sich den Herausforderungen der Corono-Krise. Die Werkstätten, Heilpädagogischen Tagesstätten und Einrichtungen der Frühförderung sind seit Wochen geschlossen. In den Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München aber muss die Betreuung und Versorgung aufrecht erhalten werden.

Soziale Einrichtungen müssen erhalten bleiben

Corona: Lebenshilfe Bayern begrüßt „Sozialschutz-Paket“

Menschen mit Behinderungen und ihre Familien brauchen weiterhin notwendige und zuverlässige Hilfen – in Zeiten der Corona-Krise und auch danach. Dafür müssen die seit vielen Jahrzehnten bewährten Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe erhalten bleiben. Die Lebenshilfe Bayern begrüßt, dass mit einem bundesweiten „Sozialschutz-Paket“ gemeinnützige Träger wie die Lebenshilfen finanziell abgesichert werden sollen. Nun sind konkrete Zusagen der Kostenträger nötig. Weiterlesen

Lebenshilfe achtsam vor Coronavirus

Bundesvorsitzende MdB Ulla Schmidt fordert Achtsamkeit

Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Gesundheitsministerin a.D., MdB Ulla Schmidt, plädiert den Schutz und die Versorgung von Menschen mit Behinderung sicherzustellen. Wir müssen auf Menschen mit Behinderung in besonderer Weise achten, vor allem in Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19)“, erklärt sie.

Wegen Vorerkrankungen haben diese Menschen häufig ein erhöhtes Risiko schwer zu erkranken. In besonderen Zeiten wie aktuell, müssen Einrichtungen, Zuhause, Arbeit und Schulen besonders achtsam sein. „Den Schutz und die Versorgung sicherzustellen, ist unsere gemeinsame Aufgabe“, appelliert sie an alle Beteiligten und Betroffenen. Deshalb müsse auch bei Schließungen, zum Beispiel von Werkstätten und Schulen, die Finanzierung ebenso gesichert werden, wie für Unternehmen. Dazu gehört auch die Bezahlung von Assistenzkräften wie Schulhelfern.“  Weiterlesen

Lebenshilfe Wahlrecht: „Wie geht wählen und wen wähle ich?“

Thema: Wen kann ich wählen?
2. Termin: Dienstag 3. März 2020

Die Frage „wie wählen geht“ ist bei den Wahlen am 15. März durchaus berechtigt. Bis zu vier Stimmzettel sind zum bearbeiten und unter den Kandidaten muss man sich für seine ganz persönliche Wahl entscheiden. Die Lebenshilfe informiert über das Wahlrecht. Das ist komplex und die Kommunalwahl in Bayern darum etwas Besonderes. Das ist etwas ganz Besonderes, weil zum ersten Mal in der Geschichte auch Menschen mit geistiger Behinderung das Wahlrecht bei der Kommunalwahl zusteht. Das kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, es hat über Jahrzehnte hinweg nämlich einen Wahl-Ausschluss gegeben. Weiterlesen

Integration und Inklusion vorgelebt

Immer mehr junge Menschen finden Gefallen am Ehrenamt.
Viele nutzen das Engagement für eine berufliche Orientierung.
Gina Wimmer wollte 2018 im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD)
bei der Lebenshilfe München Ideen sammeln, „was sie in ihrem Leben gerne
machen möchte.“
Dabei nahm der Wunsch nach einem Lehramt in der Sonderpädagogik immer mehr Kontur an.

Die Unsicherheit war schnell überwunden

Sie hat ihre Zeit bei der Lebenshilfe München nicht bereut. Anfangs war sie unsicher was auf sie zukommt, denn im persönlichen Umfeld kannte sie lediglich einen Cousin mit Trisomie 21. Schnell aber wichen die Unsicherheiten einem unbeschwerten Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung. „Sie machen sich nicht so viel Gedanken über ‚Kleinigkeiten‘, um politische und gesellschaftliche Zusammenhänge, leben sehr stark aus und in dem Moment,“ betont sie. Ebenso fühlte sich Gina Wimmer nie allein gelassen, der Begleitung durch Kollegen und Fachkräfte war sie sich immer sicher. Weiterlesen

Lebenshilfe Wahlrecht: „Wie geht wählen und wen wähle ich?“

Die Frage „wie wählen geht“ ist bei den Wahlen am 15. März durchaus berechtigt. Bis zu vier Stimmzettel sind zum bearbeiten und unter den Kandidaten muss man sich für seine ganz persönliche Wahl entscheiden. Die Lebenshilfe informiert über das Wahlrecht. Das ist komplex und die Kommunalwahl in Bayern darum etwas Besonderes. Das ist etwas ganz Besonderes, weil zum ersten Mal in der Geschichte auch Menschen mit geistiger Behinderung das Wahlrecht bei der Kommunalwahl zusteht. Das kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, es hat über Jahrzehnte hinweg nämlich einen Wahl-Ausschluss gegeben.

Lebenshilfe: ein Wahlrecht mit komplexen Zusammenhängen

Kommunalwahl in Bayern 2020. Es gibt keine Wahl-Ausschlüsse mehr. Die Einladung der Lebenshilfe München zur Wahl-Information finden Sie am Ende des Artikels als pdf zum Download

Wie aber wählen geht, was man zu beachten hat, darüber informiert die Lebenshilfe München in einem eigenen Seminar Menschen mit geistiger Behinderung über ihr Wahlrecht. Denn komplexe Zusammenhänge, wie das kommunale Wahlrecht und seine gesellschaftliche Bedeutung, sind für sie nicht leicht zu verstehen. Weiterlesen

Geschwistertage bei der Lebenshilfe München

Auch wenn das Aufwachsen mit einem Bruder oder einer Schwester mit Behinderung eine Bereicherung ist, so ist es gleichzeitig für die Geschwisterkinder manchmal ganz schön belastend und herausfordernd. Allzu oft dreht sich alles um das Kind mit Behinderung und für die Geschwisterkinder ist diese Situation meist schwierig. Die Lebenshilfe München hat dafür ein eigenes Angebot entwickelt.

Gemeinsames erleben, Spaß haben und weit weg vom Alltag bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München

Gemeinsames erleben, Spaß haben und weit weg vom Alltag bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München

Beim „Geschwisterprojekt“ der  Lebenshilfe München stehen allein die Geschwisterkinder im Mittelpunkt. An den Geschwistertagen geht es vor allem um eins: jede Menge Spaß und unbeschwerter Zeit. Aber es gibt auch den Raum und die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen, Tipps zu geben oder auch einfach nur mal unter Seinesgleichen ganz offen sagen zu können, wie nervig der Bruder oder die Schwester manchmal sind.

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Schülertag der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Die Ausbildung von Fachkräften im eigenen Betrieb ist in der heutigen Personalmarktsituation der mit Abstand wirksamste Hebel im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Das ist für René Pfeifer, den Bereichsleiter der Lebenshilfe Wohnen GmbH, seit jeher klar. So konnten in den letzten beiden Jahren die Ausbildungsplätze von einem im Jahr 2016 auf acht in 2019 erhöht werden. Dazu kommen derzeit noch drei duale StudentInnen.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Modernste heilpädagogischen Konzepte

Doch nicht nur um dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen ist dies dringend notwendig. In der pädagogischen Arbeit entwickeln sich viele Dinge weiter. Durch den Einsatz frisch qualifizierter Fachkräfte soll der Wissenstransfer in den Einrichtungen gewährleistet, und so die modernsten heilpädagogischen Konzepte und Modelle in der Praxis gelebt werden. Weiterlesen

Gesundheits-Förderung in der Lebenshilfe ist Chefsache

Zu einem ersten Meeting für eine gezielte Gesundheitsförderung der Mitarbeiter trafen sich (von rechts): Wohnbereichsleiter René Pfeifer, Coachin Andrea Beese, Paul Oberhofer, Renate Bauer, Lisa Hasenberger und Julia Knoll. – Fotos: Gerd Spranger



Gesundheits-Förderung ist bei der Lebenshilfe München ein zentrales Thema. Geht es doch in der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung ganz besonders um dieses Anliegen, die Gesundheit und das Potential jedes Einzelnen zu fördern und zu entwickeln. Aktuell aber sind es die Mitarbeiter des Bereichs ‚Wohnen‘ selbst, wo nach Potential zur Verbesserung gesucht wird. Weiterlesen

Austausch mit der Städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik

Florian Mauch von der Lebenshilfe München im Gespräch mit Fachkräften der Akademie für Sozialpädagogik.

Am Montag hatten die Wohngruppen der St.-Quirin-Straße bei der Lebenshilfe München angehende ErzieherInnen, die gerade die Ausbildung an der Städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik leisten, und ihrer Dozentin Eva Hermann-Kloss zu Besuch. Es war ein angeregter Austausch, ein ‚meet and greet‘ im besten Sinne. Zunächst wurde die Arbeit der Lebenshilfe München von Einrichtungsleiter Florian Mauch (Wohnen Stadt Süd), Daniela Holzmann (Leitung Ambulant Betreutes Wohnen) und Gruppenleiterin Antje Hiltscher (Wohngruppe 1 St.-Quirin-Straße) kurz vorgestellt, um den jungen Menschen einen Überblick über die unterschiedlichen Facetten der Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung zu gewähren. Die vielen interessierten und wohl durchdachten Fragen der jungen Menschen waren zum einen ein beeindruckender Beweis ihrer Reife und zum anderen eine Antwort auf die Frage, warum ErzieherInnen in der Betreuung von Menschen mit geistigen Behinderungen als Fachkräfte beschäftigt werden.  Weiterlesen

Wahlrecht für Menschen mit Behinderung

Info-Termin am Samstag, 11. Mai

Bei der Europawahl am 26. Mai wählen die Deutschen 96 von insgesamt 705 Abgeordnete des EU-Parlaments. Die Wahl ist einzigartig, denn erstmals können 85.000 betreute Menschen mit Behinderungen an der kommenden Europawahl teilnehmen. Dafür haben sich FDP, Grüne und Linke eingesetzt und das Bundesverfassungsrecht hat am 15. April 2019 zugestimmt.  Weiterlesen