Soziales Engagement für den Lebenshilfe-Garten

20 junge Mitarbeiter des Unternehmens Ratioform Verpackung GmbH haben geholfen die Außenanlagen der Lebenshilfe Frühförderung in Feldkirchen bei München wieder herzurichten. Mit Rechen, Spaten, Schaufel und Heckenschere rückten sie dem Gelände, in dem zentral die alte Villa der Frühförderung steht, auf den Grund. Nicht jeder der Ratioform-Mitarbeiter brachte Erfahrung in der Gartenarbeit mit. Beruflich arbeiten sie in den Abteilungen ‚Online-Business-Intelligence‘, ‚Produktkommunikation‘ oder im ‚Operational Excellence‘.

Mitarbeiter von ratioform engagieren sich bei der Lebenshilfe München

Maria-Anna Link, Koordinatorin der interdisziplinären Frühförderungen der Lebenshilfe München und Einrichtungsleiterin in Feldkirchen, freut sich über den neu gestalteten Garten, über die vielen fleißigen Hände. „Wir arbeiten bei der Frühförderung interdisziplinär, so dass für die Förderung des Kindes Experten aus ganz verschiedenen Fachbereichen zusammenwirken. Und auch der große Garten ist ein wichtiges Element. Es geht um das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Das Sehen, Riechen und Fühlen hat in freier Natur nochmals eine ganz andere Dimension.“ In den nächsten Wochen soll noch ein großes Trampolin folgen.

An ihrem Sozialen Tag arbeiten Beschäftigte für gemeinnützige Zwecke und werden von ihren Arbeitgebern dafür freigestellt. Corporate Volunteering (CV) heißt der in den 80er-Jahren in Großbritannien und den USA entstandene Trend. Auch das junge Unternehmen Ratioform praktiziert es und leistet so einen ganz eigenen Beitrag zum Allgemeinwohl.

Die Hecken und Büsche an den Rändern wurden beschnitten, der Sandkasten ausgehoben und neu befüllt, der Rasen gemäht und von Unkraut befreit und als ganz neue „Errungenschaft“ ein kleines Stück des Gartens mit unterschiedlichen Materialien ausgelegt. Eine ‚Schlange‘, über die man barfußlaufend die Beschaffenheit der verschiedenen Untergründe erspüren, erfahren kann. Auch die Mitarbeiter von Rationform freuten sich an dem Miteinander in entspannter Atmosphäre. Draußen in freier Natur zu sein, etwas ‚voran zu bringen‘, mit den eigenen Händen zu arbeiten und damit einem guten Zweck zu dienen war ein gutes Gefühl für sie. Auch das Wetter meinte es gut und hat bis 15 Uhr gehalten, bevor wieder Regen einsetzte.

Freude beim Team von Ratioform über die gelungene bunte Schlange zum Erspüren der Untergründe

Gestärkt hat man sich zwischendurch mit heißen Kaffee und die Brotzeit haben die jungen Leute selbst mitgebracht. Sie arbeiten seit einigen Monaten und bis zu acht Jahre bei dem aufstrebenden Unternehmen Ratioform. Die Ratioform Verpackungen GmbH ist Deutschlands Marktführer im Handel mit Verpackungen für Versand, Lager und Büro. Über 300 Mitarbeiter sorgen dafür, dass viele tausend Artikel zum sofortigen Versand bereitstehen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Pliening bei München und ist mit seiner B2B Multi-Channel Vertriebsstrategie an sieben weiteren Standorten in Deutschland und an vier europäischen Standorten tätig: in Wien, Barcelona, Mailand, Regensdorf in der Schweiz.

Ratioform beliefert europaweit insgesamt mehr als 150.000 Kunden aus unterschiedlichsten Branchen, verfügt über 100.000 Quadratmeter Lagerfläche und setzt jährlich rund 90 Millionen Euro um. Neben dem breiten und tiefen Sortiment an Artikeln unterstützt ratioform Unternehmen vor allem mit maßgeschneiderten Verpackungslösungen und bei der Optimierung von Verpackungsprozessen.

Ratioform wurde 1979 gegründet und ist als Packaging Solution Group (PSG) Teil des Geschäftsbereichs Takkt Europe der Takkt AG, dem führenden B2B Spezialversandhandel für Geschäftsausstattung mit Sitz in Stuttgart und rund drei Millionen Kunden in 25 Ländern.

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MdB Florian Hahn besucht die Frühförderung der Lebenshilfe München in Feldkirchen

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Rainer Hölzgen, Maria-Anna Link, MdB Florian Hahn und Peter Puhlmann in Feldkirchen.

Der vor drei Monaten zum Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München gewählte Putzbrunner Bundestagsabgeordnete Florian Hahn besuchte kürzlich die Frühförderung in Feldkirchen. Weitere Einrichtungen der Lebenshilfe München sollen folgen. „Die Lebenshilfe ist zwar für viele ein Begriff, was sich aber wirklich dahinter verbirgt, weiß kaum einer“, erklärt Hahn. Darin sieht der Abgeordnete auch seine Hauptaufgabe, die vielfältige Arbeit der Lebenshilfe sowie das sehr spezialisierte und breit aufgestellte Angebote sichtbar zu machen.  Weiterlesen

Eine frühe Förderung des Kindes

Aktuell berichten die Medien ausführlich über den Streik der Kitas. Erzieherinnen und Erzieher fordern eine Aufwertung ihres Berufsstandes. “Die Veränderungen  in der frühkindlichen Erziehung und Bildung müssen sich in der Ausbildung und der finanziellen Einstufung der Fachkräfte widerspiegeln“, schreiben etwa die Stuttgarter Nachrichten.

Das Führungsteam der Frühförderung der Lebenshilfe München (v.l.): Felicitas Ramb, Sabine Wolf, Geschäftsführer Peter Puhlmann und Anna-Maria Link

Das Führungsteam der Frühförderung der Lebenshilfe München (v.l.): Felicitas Ramb, Sabine Wolf, Geschäftsführer Peter Puhlmann und Maria-Anna Link

Ein Themenkreis, der in den Einrichtungen der Interdisziplinären Frühförderung (FF) der Lebenshilfe München bestens bekannt ist. Seit 40 Jahren widmet sich die FF besonders den schwachen, den benachteiligten Kindern. So schreibt Maria-Anna Link, die seit 26 Jahren als ‚Frühförderin‘ bei der Lebensnhilfe München arbeitet: „Die Klientel der damaligen Frühförderstellen in den siebziger Jahren waren klassisch behinderte Kinder. Kinder mit Chromosomenaberrationen, Kinder mit Geburtsschädigungen, Spia Bifida, Dysmelien, Kinder mit mentalen und/oder sprachlichen und/oder motorischen gravierenden Entwicklungsverzögerungen unklarer Genese. Alle Kinder wurden damals mobil im häuslichen Umfeld versorgt.“   Weiterlesen

Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

Teilhabe

Georg Hohenester von der OBA mit einer Gruppe aus der Lebenshilfe-Wohneinrichtung in Putzbrunn beim Workshop „Zukunftswerkstatt“.

Bayern macht jetzt ernst mit der Umsetzung der UN Behindertenkonvention aus dem Jahre 2008. Eine Vorreiterrolle nimmt dabei die Stadt München ein, die in einem Aktionsplan (link) bereits elf Handlungsfelder mit 47 Maßnahmen erarbeitet hat, der nahezu das gesamte gesellschaftliche Leben erfasst. Im Landkreis München feilt man seit Juli 2014 an einem Aktionsplan. Die Lebenshilfe München wirkt sowohl in der Stadt wie auch im Landkreis München aktiv an der Erarbeitung und Umsetzung mit.   Weiterlesen

Brücken bauen für eine frühe Förderung

Maria-Anna Link koordiniert die Einrichtungen der Frühförderung bei der Lebenshilfe München
– Erfahrungen, Ideen, Perspektiven – 2. Teil –

Im zweiten Teil spricht die Pädagogin über die vielschichtigen Anforderungen an alle Beteiligten. Eben darum ist ein Zusammenwirken, eine interdisziplinäre Kooperation nötig. Die Frühförderung hat hier früh den Weg bereitet, es sind Kernaufgaben. Den ersten Teil finden Sie hier: lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/10/22/maria-anna-link

Das Wort in aller Munde: Inklusion

Damit sind wir beim häufig gebrauchten und in unzähligen Auslegungen benutzten Wort INKLUSION. Die Idee wird verschieden interpretiert und auch mit unterschiedlich hohem Engagement in die Praxis umgesetzt. Es führt zu einer teilweisen Überforderung aller Beteiligten. Erfahrung und auch Fachwissen fehlen, um die Kinder und ihre Eltern zufriedenstellend betreuen zu können.

Gerne nehmen die Eltern zusätzliche Frühförderleistungen in Anspruch, um eine möglichst optimale Versorgung ihrer Kinder zu erreichen. Die Schwierigkeiten eines Kindes zu erkennen, Verständnis zu schaffen in Gesprächen mit den Eltern und Erzieherinnen und damit für einen förderlichen Umgang im Alltag zu sorgen – eben eine Inklusion -, ist eine sehr wesentliche Aufgabe der Frühförderung und gilt unabhängig vom Alter und den Schwierigkeiten eines Kindes. Die verschiedenen Fachleute der Frühförderung, die in einer Familie arbeiten, sichern durch dieses gemeinsame Ziel die Teilhabe des Kindes am gesellschaftlichen Leben. Das Übersetzen der Schwierigkeiten des Kindes und das „Bauen notwendiger Brücken“ zu einem gelingenden Förderprozess hin zur Inklusion, gehört deshalb zu den Kernaufgaben der Frühförderung bei der Lebenshilfe München.   Weiterlesen

Maria-Anna Link koordiniert die Einrichtungen der Frühförderung bei der Lebenshilfe München

II. Teil: Brücken bauen für eine frühe Förderung

Erfahrungen, Ideen, Perspektiven – 1. Teil –

Seit 1989 setzt sich Maria-Anna Link für die Frühförderung von behinderten und von Behinderung bedrohten Säuglingen, Kleinkindern und Vorschulkindern ein, sie leitet die Interdisziplinäre Frühförderstelle der Lebenshilfe München Kinder und Jugend GmbH in Feldkirchen bei München. Seit September 2014 ist sie auch mit der Koordination der vier Frühförderstellen in Sendling, Giesing, Pasing und Feldkirchen innerhalb des Elternvereins betraut. So können Aufgaben, Anliegen und Forderungen besser kommuniziert werden.

Maria-Anna Link spricht über einen Wandel bei der Frühförderung. Ein Wandel bei den Kindern selbst mit einer Zunahme der von Behinderung bedrohten Kinder und Kindern mit Migrationshintergund, die im deutschen System von Erziehung, Kindertageseinrichtungen und Schule nur schwer zurechtkommen.  Weiterlesen

Lebenshilfe München: ein Anspruch auf Mobile Frühförderung

Lebenshilfe besteht auf Mobile Frühförderung
Kassen drohen Ärzten mit Regress-Ansprüchen

Die Interdisziplinären Frühförderstellen in Bayern sind per Rahmenvertrag zur Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder (RV IFS) verpflichtet. Die gesetzliche Grundlage ist im SGB IX vom 24.06.2003 in den §§ 30, 55, 56 SGB IX und in der Frühförderungsverordnung niedergeschrieben.

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Hinter den Kulissen tobt nun ein Kampf um den Erhalt der mobilen Frühförderung im medizinisch-therapeutischen Bereich in Bayern. Eine Leistung, die das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit im Juni 2009 klar definiert hat. Es sieht in der „Mobil aufsuchenden Hilfe“ der Frühförderung nicht nur medizinisch begründbare Notwendigkeiten und stellt klar: „Eine medizinische Indikation ist somit nicht alleinige Voraussetzung für die mobile Erbringung von Komplexleistungen der Frühförderung.“    Weiterlesen

Wenn das Leben besonderen Schutz braucht

Frühförderung III in Feldkirchen

Harl.e.kin und die Lebenshilfe München engagieren sich für Frühgeborene

Kinder brauchen unseren besonderen Schutz und unsere Zuwendung, vor allem in ihren ersten Jahren. Neugeborene sind nochmals verletzbarer und bei Frühgeborenen ist eine Intensivpflege nötig, sie müssen erst in das Leben hineinfinden. Und das hängt, so sind sich viele Ärzte einig, in der ersten Wochen noch an einem dünnen seidenen Faden. Sorge tragen die Eltern, Ärzte und das Fachpersonal. Früh mit eingebunden ist in speziellen Krankenhäusern, wie etwa den Häusern des Städtischen Klinikum München, die spezielle Intensivstation für Frühgeborene unter Einbindung der „Strukturierten Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge“. Ein von der Bayerischen Staatsregierung seit 10 Jahren gefördertes Projekt, das zwischen Klinik, Eltern und Fachkräften hilft, auch zuhause die Eltern und ihre Neugeborenen begleitet.

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