Lebenshilfe München ist für die Zukunft gut aufgestellt

Die Neuwahl der Lebenshilfe München im November 2019 hat die Weichen für die künftige Entwicklung des Elternvereins gestellt. Mit der Zustimmung zur neuen Satzung und deren Genehmigung durch das Vereinsgericht kann nämlich ein hauptamtlich tätiger Vorstand eingesetzt werden. Berufen wird der neue Vorstand durch den Aufsichtsrat, den die Mitgliederversammlung jetzt neu gewählt hat – wie im aktuellen Newsletter der Lebenshilfe ausführlich berichtet. Die Lebenshilfe München ist für die Zukunft gut aufgestellt.

Der neu gewählte Aufsichtsrat der Lebenshilfe München (v.l.): Peter Springmann, Petra-Bianca Koch, Gudrun Oßmann, Andrea Siemen (AR Vorsitzende), Peter Puhlmann, Dr. Hubert Jäger und Friederike Stadler.

Für eine neue Satzung gestimmt

Die Redaktion hat nachgefragt, warum diese Änderung für den Verein so wichtig ist. Zunächst hält Geschäftsführer Peter Puhlmann fest: „Wir haben den im März von der Mitgliederversammlung eingeschlagenen Weg jetzt konsequent weitergeführt. Vorab wurde die neue, jetzt beschlossene Satzung durch das Finanzamt geprüft, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. Mit Annahme durch das Vereinsregistergericht tritt sie 2020 voraussichtlich in Kraft.“

„Zusammenarbeit im Verein stärken“

Seit März 2019 ist die Volljuristin Andrea Siemen die neue Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München. Sie engagiert sich seit 2008 im Elternverein und war die letzten Jahre stark in der Angehörigenberatung eingebunden, da hier juristischer Rat immer wichtiger wird. Sie bekräftigte im Frühjahr bereits, „die Reorganisation des Vereins aktiv mit zu begleiten und die Zusammenarbeit innerhalb des Vereins zu stärken.“

Zuversicht für die Zukunft geben

„Die Situation für die Angestellten wird sich weiter verbessern. Wir wollen den Mitarbeitern der Lebenshilfe mit Hilfe der neu beschlossenen Satzung nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz erhalten, sondern auch Zuversicht geben. Auf diese Weise können wir noch mehr anpacken, neue Projekte planen und so, gut aufgestellt, in die Zukunft gehen“, bekräftigt die Vorsitzende.

25 Millionen Euro Umsatz

Dabei betont sie, dass es schon länger absehbar war, dass so ein großer Verein sich nicht mehr mit einem ehrenamtlich tätigen Vorstand bewältigen lasse. Peter Puhlmann ergänzt: „Wir sprechen von einem Unternehmen mit 25 Millionen Euro Umsatz, von 435 Mitarbeitern mit insgesamt 268 Vollzeit-Stellen plus 700 bis 800 ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern.“ Der Anteil an weiblichen Mitarbeitern liegt bei über 80 Prozent.

Mitglieder bilden das wichtigste Gremium

Als wichtigste Neuerung bezeichnet Andrea Siemen den alle drei Jahre durch die Mitgliederversammlung berufenen ehrenamtlichen Aufsichtsrat, der dann die hauptamtlichen Vorstände beruft. „Die Mitglieder also bleiben das wichtigste Gremium des Vereins. Darüber hinaus wird es zukünftig neben dem Kuratorium auch Beiräte (z.B. Angehörigenbeirat, Selbstvertreterbeiräte) geben. Sie haben die Möglichkeit sich regelmäßig mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auszutauschen und diese zu beraten. Als hauptamtlicher Vorstand ist der bisherige Geschäftsführer Peter Puhlmann besetzt. Eine zweite Person wird gesucht und die beiden Vorstände werden sich dann gemeinsam um das operative Geschäft der Lebenshilfe München kümmern und die Weichen für die Zukunft stellen.“

Entwicklung begann 2017

Geschäftsführer Peter Puhlmann sieht den Weg hin zu mehr Professionalisierung des Elternvereins bereits seit 2007 im Werden. „Damals wurden mit zwei gemeinnützigen GmbHs die Bereiche „Wohnen“ und „Kinder und Jugend“ organisatorisch und auch rechtlich aus dem Elternverein herausgenommen, ohne dass dabei der Elternverein sein Mitspracherecht verloren hätte. Es folgte dann die Einsetzung eines hauptamtlichen Geschäftsführers und jetzt gehen wir den nächsten Schritt.“

Große Projekte für die Lebenshilfe München

Dabei stehen bei der Lebenshilfe München 2020 bereits die nächsten großen Projekte an. Im Frühjahr wird die neue Wohneinrichtung am Willinger Weg eröffnet. Die ersten Planungen für eine offen betreute Wohngemeinschaft im neu entstehenden integrativen Vorzeigeprojekt der Stadt München in Freiham. Auch in Putzbrunn plant die Lebenshilfe München weiter und ist auf der Suche nach einem Grundstück zum Bau einer weiteren Wohneinrichtung. Der Schwerpunkt wird hier die Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung im Seniorenalter sein.

Schülertag der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Die Ausbildung von Fachkräften im eigenen Betrieb ist in der heutigen Personalmarktsituation der mit Abstand wirksamste Hebel im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Das ist für René Pfeifer, den Bereichsleiter der Lebenshilfe Wohnen GmbH, seit jeher klar. So konnten in den letzten beiden Jahren die Ausbildungsplätze von einem im Jahr 2016 auf acht in 2019 erhöht werden. Dazu kommen derzeit noch drei duale StudentInnen.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Modernste heilpädagogischen Konzepte

Doch nicht nur um dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen ist dies dringend notwendig. In der pädagogischen Arbeit entwickeln sich viele Dinge weiter. Durch den Einsatz frisch qualifizierter Fachkräfte soll der Wissenstransfer in den Einrichtungen gewährleistet, und so die modernsten heilpädagogischen Konzepte und Modelle in der Praxis gelebt werden.

Eigen-Verantwortung fördern

Früher dominierte das Credo, Menschen mit einer geistigen Behinderung nach Auszug aus dem Elternhaus eine möglichst familienähnliche Wohnstruktur anzubieten. Diese sollte möglichst lange stabil und ohne Veränderung erhalten werden. Heute hingegen liegt der Fokus darauf, BewohnerInnen im Sinne des Empowerment-Gedankens – also der vermehrten Übertragung von Verantwortung – hin zu einer maximalen Selbstständigkeit zu fördern. Das heißt, es wird für jede KlientIn individuell betrachtet, ob die Ressourcen – gegebenenfalls nach intensiven Trainingsmaßnahmen – ein weniger eng betreutes Setting zulassen.

Personen-Zentrierung im Mittelpunkt

Ziel ist es, das größtmögliche Maß an Selbstständigkeit zu erreichen. Dass diese Entwicklung in der modernen Heilerziehungspflege-Ausbildung im Zentrum steht, ist schon an den fünf Leitbegriffen der Personen-Zentrierung abzulesen. Spontan, wie aus der Pistole geschossen, benannten es die SchülerInnen am Schülertag der Lebenshilfe München Wohnen GmbH am 02.12.2019. Es sind: Personenzentrierung, Autonomie & Selbstbestimmung, Inklusion & Integration, Begegnung & Beziehung gestalten und Normalisierung. Zusammen bilden sie den Grundstein für eine zeitgemäße Begleitung in der Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung.

Nutzen Sie gerne die Kommentar-Funktion unter diesem Artikel, wenn Sie mehr über diese Begriffe erfahren wollen oder Sie interessiert sind, wie die Lebenshilfe München Wohnen GmbH im Hinblick auf diese Schwerpunkten ihre KlientInnen fördert.

Florian Mauch

 

Neues zum Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Zum zweiten Mal trafen sich alle GruppenleiterInnen und EinrichtungsleiterInnen der stationären Wohnangebote der Lebenshilfe München Wohnen GmbH zu einem Führungskräfte-Workshop. Die Führungskräfte wurden wieder von Frau Beese und Frau Reichenbach im Auftrag der BGW begleitet. Thema des Workshops war dieses Mal unter anderem die Führungssituation in Sandwichpositionen.

Sowohl Gruppenleitungen als auch Einrichtungsleitungen haben die Aufgabe, gegebene Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel sich ändernde Gesetzgebung, Entwicklungen in der pädagogischen Arbeit, Vorgaben des Trägers, etc. in die operative Umsetzung zu bringen. Nicht immer sind diese Veränderungen bei den MitarbeiterInnen beliebt. Die Aufgaben sind Mehrdimensional und eine Aufzählung würde den digitalen Rahmen dieses Artikels vermutlich sprengen. Betrachtet man aber nur die vielen verschiedenen Anspruchsgruppen in unserer Branche, wird klar, dass man mit vielen Aufgaben gleichzeitig jonglieren muss.

„Alle wollen ‚ein Wörtchen‘ mitreden“

BewohnerInnen haben den berechtigten Anspruch, eine optimale personenzentrierte Förderung zu genießen. Angehörige wollen in der Regel – ebenfalls zu Recht – ein Wörtchen mitreden. MitarbeiterInnen wünschen sich faire und ausgewogene Dienstpläne, die mit ihrem Privatleben vereinbar sind. Die Geschäftsführung fordert qualitativ hochwertige Arbeit im Rahmen der vom Kostenträger refinanzierten Arbeitsstunden.

Die Belastung die dabei entsteht, wurde im Workshop von den Coachinnen spürbar gemacht. Alle TeilnehmerInnen haben sich in einem Kreis aufgestellt. Es wurde zunächst ein Ball in die Runde gegeben, der im Zickzack von TeilnehmerIn zu TeilnehmerIn geworfen wurde. Der Weg musste bei jeder Runde gleich eingehalten werden. Als nächstes noch ein weiterer Ball dazu, selber Weg. Dann noch ein Telefon – freundlich den imaginären Anrufer vertrösten und an den Nachbarn im Stehkreis weiterreichen. Ball fangen, Ball werfen, Telefon, dann noch ein Luftballon in der Mitte des Kreises, der den Boden nicht berühren darf. Ball fangen, Luftballon hochhalten, Telefon werfen… Zum Glück ist es soweit nicht gekommen.

Kollegiale Beratung ein Weg

Der Effekt der Belastung wurde schnell deutlich. Nach gut strukturiertem fachlichem Input zum Umgang mit hoher Arbeitsbelastung wurde am Ende des gemeinsamen Tages noch das Instrument der kollegialen Beratung zunächst erläutert und dann in der Praxis getestet. Hierbei wurde erlernt, wie man gemeinsam mit KollegInnen Lösungswege für komplexe Problemsituationen möglichst strukturiert und in kurzer Zeit erarbeiten kann.

Das Fazit der TeilnehmerInnen zum zweiten von drei Teilen des Workshops war erneut sehr positiv. Alle freuen sich auf den dritten und letzten Workshop im Januar. Bleiben auch Sie gespannt.

Florian Mauch

Abbildung:

Berufsgenossenschaft für den Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) 2017:
Seminar Unterlagen „Gesund und motivierend führen – Wie Führungskräfte ihr Team und sich stärken“

Hier geht’s zu unserem ersten Workshop:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/10/16/fuehrungskraefte-workshop-zum-gesundheitsmanagement/

Neues L.I.E.S.-Heft mit Schwerpunkt Inklusion Erwachsene

Nach dem Blick auf Kinder und Jugendliche im letzten Heft, hat sich die Redaktion für diese Ausgabe im Erwachsenenbereich umgesehen und wir von der Lebenshilfe München haben zunächst einmal festgestellt, dass inklusive Themen hier deutlich schwieriger zu finden sind. Dennoch muss man festhalten, dass viel getan wird. Es gibt Sportgruppen, Musikgruppen, Gastronomiebetriebe, Bildungsangebote, Inklusionsbetriebe und vieles mehr. Einige schöne und gelungene Beispiele stellen wir vor. Dennoch hat sich die Redaktionsrunde bei den unterschiedlichen Beispielen immer wieder gefragt: Was ist daran Inklusion?

Gibt es Grenzen der Inklusion?

Zusammengefasst sind diese Zweifel und schwierigen Punkte in dem Artikel von Margret Meyer-Brauns: „Grenzen der Inklusion“. Besonders deprimierend war die Erkenntnis, dass Menschen mit schwerer Behinderung im Zusammenhang mit Inklusion so gut wie gar nicht vorkommen. Aus diesem Grund ist auch kein Bericht über ein Projekt oder eine Organisation, die sich mit dieser Personengruppe befasst, im Schwerpunktteil zu finden. Hier gibt es also noch viel zu tun!

Checkliste für das Bundes-Teilhabe-Gesetz

Das neue L.I.E.S.-Heft mit dem Schwerpunktthema "Inklusion Erwachsene". Titelbild: © Lebenshilfe/David Maurer

Das neue L.I.E.S.-Heft mit dem Schwerpunktthema „Inklusion Erwachsene“. Titelbild: © Lebenshilfe/David Maurer

Viel zu tun gibt es auch im Hinblick auf das Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG) und seine Neuerungen ab 1. Januar 2020. Vor allem die Angehörigen und gesetzlichen Betreuer von Menschen mit Behinderung, die in Wohneinrichtungen leben, sind jetzt gefragt, denn es gibt einiges, das dringend vor dem Jahreswechsel noch fristgerecht geregelt werden muss. Glücklicherweise hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe eine übersichtliche Checkliste zum BTHG erarbeitet, die in dieser Ausgabe des L.I.E.S. zur Verfügung steht.

Neben all den ernsthaften Themen lenken die Bücher-Seiten auf erfrischende, Weise ab. Eine bunte Mischung aus Sachbüchern, Broschüren, Romanen und ganz wunderbaren Büchern für Kinder wurde hier zusammengestellt. Vor allem das Buch „Alle behindert!“ aus dem Klett Kinderbuch-Verlag wird große und kleine Leser begeistern. Es ist so einmalig, witzig, unverkrampft und liebenswert, dass es in jedem Kinderzimmer zu finden sein sollte! Wir, von der Lebenshilfe München wünschen viele gute Anregungen und viel Lesevergnügen. Ein Probeheft können Sie bestellen unter:

L.I.E.S. – Eine Zeitschrift mit Geschichte

„Darum ist es im Wald so schön…“

Diesmal lief es ziemlich rund: schönstes herbstliches Wetter, ein richtiger Reisebus nur für uns und gutgelaunte Kinder und Erwachsene! Unser Ausflug von der HPT der Lebenshilfe München zum Taubenberg hatte viel zu bieten. Gerade aus dem Bus gestiegen, gab es ein entlaufenes Schaf, das wir stoppen mussten: Eltern und Kinder stellten sich in den Weg, bis der Besitzer das Tier wieder auf die Weide gebracht hatte. Der Weg führte uns nun durch den Wald, mit einem Anstieg, der stellenweise richtig steil war und unserer Kondition einiges abverlangte.

Worüber wir uns hierbei gewundert haben: eine richtige schwarze Schlange am Wegrand, die sich nicht bewegte, die aber nicht aus Plastik war. Bei quer liegenden, umgestürzten Bäumen testete manches Kind seine Kletterfreude und die kleinen Bachläufe boten feucht-fröhliche Anregung. Andere durchstreiften den Wald auf der Suche nach Pilzen.

Später wurde eine kurze Pause eingelegt an der Kapelle Nüchternbrunn, dann ging es weiter, durch Wurzeln und Matsch, aber selbst der jüngste Teilnehmer, mit seinen drei Jahren kam gut mit. Oben angekommen luden saftige Wiesen zum Pause machen ein. Die Brotzeit wurde, falls noch vorhanden, verspeist und ein wunderbarer Ausblick entschädigte für die Anstrengung.

Die Kinder hatten Spaß auf dem großen Spielplatz; aber nicht nur das: Ponys, die man streicheln konnte gab es auch. Der Rückweg war, auch wegen der kurzweiligen Unterhaltungen mit Eltern und Großeltern, schnell zu bewältigen. Unten im Ort Osterwarngau gingen wir an einem sehr kleinen, sehr bayrisch anmutenden Freibad vorbei, dessen Becken noch voller Wasser war. Testen wollte es trotzdem niemand. Zufrieden und erschöpft stiegen wir wieder in unseren Bus, der uns nach Unterhaching, zu unserem Ausgangsort brachte.

C.Keim

Liebe Leserinnen und Leser,

dank Ihrer Spende konnten wir diesen Ausflug ermöglichen. Wir freuen uns, wenn wir Unterstützung erhalten. Dabei so nahe wie möglich am Leben und Erleben unserer Kinder zu sein, ist uns wichtig. Sollten Sie eine Spendenidee haben, sind Sie eingeladen, uns anzusprechen. Herzlichen Dank!

Roncalli: kichern, lachen, klatschen aus vollem Herzen

Nein der Elefant war nicht echt, beim genauen Hinsehen lief er auf Menschenbeinen. Und auf das Netz um die Manege wurden Ponys und Goldfische holographisch projiziert.

Der Zirkus Roncalli verzichtet inzwischen ganz auf Tiere, was uns sehr angesprochen hat. Fragen kostet nichts, dachten wir von der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching. So erhielten wir für die Kinder, Betreuerinnen und begleitende Eltern unserer Heilpädagogischen Tagesstätte, Freikarten für den Zirkus Roncalli in München.

Alle Beteiligten der Lebenshilfe München überlegten vorher, wie die Durchführung gut gelingen könnte. Eine riesige Unterstützung erhielten wir dank unseres Beförderungsunternehmens Skrabal und seiner Fahrer. Sie waren bereit, die Kinder über eine Stunde später mitten in München am Leonrodplatz abzuholen und sie wieder sicher Zuhause abzuliefern.

Doch erstmal hieß es für fast 45 Kinder der HPT Unterhaching und mehr als 20 Erwachsene mit der S-Bahn in die Stadt zu fahren, samt Umsteigen am Hauptbahnhof in die Trambahn. Das gelang ohne Manko, so dass wir pünktlich und nach Konfettiregen das zuckerwattenduftige Zirkuszelt betraten und auf den Bänken Platz nahmen.

Was diese Akrobaten so draufhatten, das war „krass“! Etwa die wackeligen Pfosten höher und immer höher stapeln und sich darauf noch in den Handstand oder ins Spagat begeben! Auch außerordentlich bewegliche Frauen turnten auf dem Boden, auf sich drehenden Scheiben, oder in der Luft.

Am meisten Spaß allerdings, so schien es, bereiteten unseren Kindern die Clowns. Wie die sich gegenseitig lautstark, mit lustigen Tönen aus lauten Instrumenten, z.B. einem Dudelsack unterbrachen. Außerdem Missgeschicke, wie Stolpereien und verlorene Hosen. Dann gab es noch „Dietmar“ den (vermeintlichen) Gast, der in die Vorstellung einbezogen wurde, und von dem man lange dachte, dass er aus dem Publikum stammt.

Die Kinder kicherten und lachten aus vollem Herzen, klatschten und stampften mit Begeisterung, wie es nur Kinder können.

Schaurig-Schönes in der HPT Unterhaching

Am Samstag wurde es bei den Kindern der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München in Unterhaching richtig gruselig. Bei bestem Herbstwetter feierten wir zum ersten Mal Halloween und alle freuten sich schon auf Süsses oder Saueres. Die Kinder brachten viele Leckereien mit wie Geisterkuchen, Spinnenmuffins und Draculabonbons. Sie fanden ihren Platz auf dem großen Buffettisch und es ging richtig los mit dem großen Schmaus.

Das Schönste aber an Halloween ist das Verkleiden, die Kinder lieben es. Sie wickelten sich mit großem Vergnügen in Toilettenpapier zu Mumien-Monstern ein und beklebten sich mit schaurig schönen Tattoos. Ganz Mutige wurden von unseren Erzieherinnen mit gruseligen Spinnen und kleinen Monstern im Gesicht bemalt. Ein seltener Anblick in der HTP Unterhaching.

Beim Apfelfischen wurde es dann aber noch richtig lustig und manch ein Monstergesicht wurde nass und verschmiert. Zum Abschluss genossen alle Kinder noch auf der Terrasse das wunderschöne Wetter und alle waren sich einig: Schade, dass man nur einmal im Jahr Halloween feiern kann. Aber zum Feiern findet sich bei der Lebenshilfe München sicher wieder ein Grund.

Hilfe und Selbstreflexion am Arbeitsplatz

Eine Analyse der Arbeitssituation (Asita) ist Teil
des Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Ein Seminar für Führungskräfte der stationären Wohnformen der Lebenshilfe München beschäftigte sich zuletzt mit den Herausforderungen und Chancen von gesundheitsfördernder Führung. Das betraf die Führungskraft selbst, ebenso aber die unterstellten Teams. Das nächste Seminar galt jetzt den MitarbeiterInnen des Ambulant betreuten Wohnens. Coachin Andrea Beese von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), führte mit ihnen eine Arbeitssituations-Analyse (Asita) durch.

Sechs Stunden verbrachten die Teilnehmer zusammen und nutzen die gebotene Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Analyse ihrer besonderen Arbeitssituation. Anders als im stationären Wohnen sind die MitarbeiterInnen in der Regel als ‚Einzelgänger‘ bei den Klienten und müssen sich selbst organisieren. Sie planen ihre Arbeitswoche gemeinsam mit den einzelnen Klienten, für die sie zuständig sind. In vielen Fällen sind dies Termine am Nachmittag und Abend, wenn die Klienten von ihren Arbeitsplätzen in ihre Wohnungen zurückkehren. Sicherlich bringt der Job mehr Freiheit in der Gestaltung der Arbeitszeit mit sich, doch birgt er dadurch auch Herausforderungen, mit denen Mitarbeitende im stationären Bereich nicht konfrontiert werden. Weiterlesen

Führungskräfte-Workshop zum Gesundheitsmanagement

Erster Führungskräfte Workshop zum Gesundheitsmanagement
bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

In unserem Artikel „Gesundheits-Förderung in der Lebenshilfe München ist Chefsache“ berichteten wir über den besonderen Fokus der gerade bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter gelegt wird. Die vor zwei Jahren installierte Ebene der Gruppenleitungen innerhalb der Organisationsstruktur der Lebenshilfe München besucht gemeinsam mit den ihnen direkt vorgesetzten Einrichtungsleitungen einen dreigliedrigen Führungskräfte-Workshop. Er steht unter dem Motto: Sich selbst und andere gesund führen – wie gelingt das?

In Kooperation mir der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege fand jetzt der erste ganztägige Workshop statt. Schon bei dem einleitenden Zwiegespräch der beiden Coaches, Andrea Beese und Ruth Reichenbach, war klar: Es wird nicht langweilig werden. Und so kam es dann auch. Weiterlesen

Wohngemeinschaft mit Wanders-Lust auf den Wank

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust
Auch die Inklusive-Wohngemeinschaft freut sich

Den goldenen Herbst ausnutzend, machte sich die Inklusive-Wohngemeinschaft (WG) der Lebenshilfe München zu einem langen Tagesausflug auf nach Garmisch-Patenkirchen zu einem Wandertag. Das Wochenende begann mit einem gemeinsamen Frühstück in der WG, und so startete die Gruppe gestärkt in den Tag. Danach packten wir unsere Sachen und vom Hauptbahnhof München ging es samt Rucksack und Ausrüstung mit dem Zug nach Garmisch-Patenkirchen. Die halbe Stunde Zeit vor Zugabfahrt nutzten wir noch zum Kauf von fünf Butterbrezen beim Bäcker als Stärkung für zwischendurch. Allein die Hinfahrt war für uns alle ein Erlebnis, da wir die wunderschöne Aussicht auf die Berge genossen. Weiterlesen

SpVgg Unterhaching mit besonderem Training

Regelmäßige Übungseinheiten für
Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe München startet die SpVgg Unterhaching im Rahmen des Projekts „HACHING erLEBEN“ eine neue Aktion. In jeder Woche wird donnerstags ein kostenloses Training für Kinder mit geistiger Behinderung unter Aufsicht von Hachinger Jugendtrainer stattfinden. Die Jugendlichen kommen von der Heilpädagogischen Tagesstätte ‚G‘ in Unterhaching. Das Training werden Robert Lechleiter (U 19-Trainer) und Tom Schmeizl (U 13-Trainer) leiten. Haching stellt die Trainingskleidung, die Schuhe werden vom Ausrüstungspartner gesponsert und so wird gelebte Inklusion möglich. Weiterlesen

Startschuss für die Lebenshilfe

Der vom Sportverein ausgerichtete Putzbrunner Herbstlauf ist für die Bewohner der Lebenshilfe-Wohneinrichtung jedes Jahr ein fester Termin. Lange im Voraus freuen sich die Akteure darauf und drehen so manche Trainingsrunde. Zuhause sammeln sich bereits Urkunden, Medaillen und Pokale der letzten Erfolge und auch dieses Jahr wollen die Sportler aus der Wohnstätte 1 in Putzbrunn wieder vorne mit dabei sein. Das seit Jahren schon beständige und bei den Bewohnern sehr beliebte Training dafür findet jeden Freitag unter der Leitung von drei tollen *Ehrenamtlern‘ statt, die selbst Marathonläufer sind. Weiterlesen

Amazon spendet einen Defibrillator für Putzbrunn

N O T F A L L ! – Es geht um Leben oder Tod. Keiner von uns wünscht sich so eine Situation. Und so überreichte Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann den neuen Defibrillator (Defi) für die Wohneinrichtung in Putzbrunn mit den Worten: „Ich hoffe, dass sie dieses Gerät niemals verwenden müssen.“ Und doch ist dieses Gerät wichtig und sollte in allen öffentlichen Einrichtungen hängen.

„Die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbelebung beim rechtzeitigen Einsatz eines Defis liege bei etwa 55 Prozent, ohne das Gerät seien es nur rund 8 Prozent“, bescheinigen Ärzte.  Weiterlesen

Neue Aufgaben für die Lebenshilfen

Fachtagung Wohnen am 26 Oktober

Zu einer Fachtagung, die sich dem Thema „Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und (stark) herausforderndem Verhalten“ widmet, treffen sich Vertreter (Vorstände, Geschäftsführer, Bereichs- und Einrichtungsleiter) der Lebenshilfen in Oberbayern am 26. Oktober in Benediktbeuern. In mehreren Treffen bei der Lebenshilfe München wurden die Inhalte vorbereitet und das Planungsteam verständigte sich über die Inhalte, Ausrichtung und Referenten für die Fachtagung.

Eine Intensiv-Pädagogische Betreuung

Das Vorbereitungsteam des Fachtages Wohnen im Besprechungsraum der Lebenshilfe München von rechts vorne: Barbara Dengler, Lars Heimke, Simon Haberkorn, Thomas Gania, René Pfeifer.

Neben Barbara Dengler und Sibylle Fuhlbrügge vom Lebenshilfe Landesverband Bayern, waren auch Thomas Gania (Lebenshilfe Weilheim), Simon Haberkorn (Lebenshilfe Berchtesgadener Land) und Lars Heimke (Lebenshilfe Starnberg) teil der Arbeitsgruppe. Für die Lebenshilfe München nahm Bereichsleiter Wohnen René Pfeifer an den Sitzungen teil. Pfeifer greift auf einen großen spezialisierten Wissens- und Erfahrungsschatz im Bereich intensivpädagogische Betreuung zurück und hat dieses Thema bereits bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH in Bewegung gebracht. Weiterlesen