Soziale Einrichtungen müssen erhalten bleiben

Corona: Lebenshilfe Bayern begrüßt „Sozialschutz-Paket“

Menschen mit Behinderungen und ihre Familien brauchen weiterhin notwendige und zuverlässige Hilfen – in Zeiten der Corona-Krise und auch danach. Dafür müssen die seit vielen Jahrzehnten bewährten Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe erhalten bleiben. Die Lebenshilfe Bayern begrüßt, dass mit einem bundesweiten „Sozialschutz-Paket“ gemeinnützige Träger wie die Lebenshilfen finanziell abgesichert werden sollen. Nun sind konkrete Zusagen der Kostenträger nötig.

Einnahme-Ausfälle ausgleichen

Einen Schutzschirm auch für die Sozialwirtschaft hatte die Lebenshilfe in Bayern und im Bund bereits zu Beginn der Corona-Krise gefordert. Viele Leistungen der Eingliederungshilfe können aktuell wegen der staatlichen Verfügungen kaum oder gar nicht erbracht werden. Das betrifft die Frühförderung der Kleinsten ebenso wie Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in Schulen und Tagesstätten sowie Arbeit und Beschäftigung für erwachsene Menschen mit Behinderungen. Damit drohen hohe Einnahme-Ausfälle bis hin zur unverschuldeten Insolvenz. Deshalb müssen gemeinnützige Träger wie die Lebenshilfen finanziell so abgesichert werden, dass auch sie die Corona-Krise wirtschaftlich überstehen können. Die bayerischen Bezirke haben bereits zeitlich befristet zugesagt, Leistungsentgelte weiterhin zu gewähren. Solche schnellen und konkreten Zusagen brauchen soziale Einrichtungen nun von allen öffentlichen Kostenträgern.

Lebenshilfe-Landesverband Bayern

Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit über 55 Jahren als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Der Verband hat heute 160 Mitgliedsorganisationen, die rund 40.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien unterstützen, fördern und begleiten. Mit etwa 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen hat die Lebenshilfe in Bayern ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut. Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist seit 2001 Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, als Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Neues von Werkstatt und OBA

Bereits am 12. März berichteten wir über die Absage aller Veranstaltungen der OBA der Lebenshilfe München. Die OBA und der FUD weisen nun ausdrücklich darauf hin, dass das Büro weiterhin besetzt ist und die Mitarbeiter für Gespräche und Beratungen zur Verfügung stehen. Weiter heißt es:

„Wenn Sie Bedenken haben, einkaufen zu gehen, weil Sie oder Ihre Angehörigen zu den Risikogruppen gehören, dann können Sie sich bei uns melden. Wir werden dann versuchen, einen Einkaufsdienst zu organisieren. Es gäbe die Möglichkeit, diesen Dienst über die Pflegekasse abzurechnen.“

Lebenshilfe-Werkstatt bis 19. April geschlossen

Anders sieht die Situation bei der Lebenshilfe-Werkstatt aus. Sie ist bis zum 19. April geschlossen, laut Anordnung der Bayerischen Staatsregierung. Weiter heißt es: „Eine Betreuung der Menschen mit Behinderung in Notgruppen kann fortgeführt werden, wenn die Betreuung daheim nicht sichergestellt ist. Zu den gewohnten Öffnungszeiten kann hierzu telefonisch mit dem jeweils zuständigen sozialpädagogischen Fachdienst Kontakt aufgenommen werden. Die Telefonnummern sind auf der Homepage www.lhw-muc.de aufgeführt.“

Die OBA der Lebenshilfe München ist zu erreichen unter:

Familienunterstützender Dienst: 089 693 47 130
Offene Behindertenarbeit: 089 693 47 -140 oder -143

Link:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2020/03/12/lebenshilfe-achtsam-vor-coronavirus/

Lebenshilfe achtsam vor Coronavirus

Bundesvorsitzende MdB Ulla Schmidt fordert Achtsamkeit

Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Gesundheitsministerin a.D., MdB Ulla Schmidt, plädiert den Schutz und die Versorgung von Menschen mit Behinderung sicherzustellen. Wir müssen auf Menschen mit Behinderung in besonderer Weise achten, vor allem in Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19)“, erklärt sie.

Wegen Vorerkrankungen haben diese Menschen häufig ein erhöhtes Risiko schwer zu erkranken. In besonderen Zeiten wie aktuell, müssen Einrichtungen, Zuhause, Arbeit und Schulen besonders achtsam sein. „Den Schutz und die Versorgung sicherzustellen, ist unsere gemeinsame Aufgabe“, appelliert sie an alle Beteiligten und Betroffenen. Deshalb müsse auch bei Schließungen, zum Beispiel von Werkstätten und Schulen, die Finanzierung ebenso gesichert werden, wie für Unternehmen. Dazu gehört auch die Bezahlung von Assistenzkräften wie Schulhelfern.“

Lebenshilfe-Werkstätten haben sich vorbereitet

Bei der Lebenshilfe München sieht man aktuell keine Veranlassung für eine Schließung. Gabriele Engel-Rehsöft von derLebenshilfe-Werkstatt bekräftigt, dass man die Situation ernst nehme und geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergriffen habe, etwa auch im Umgang mit externen Besuchern. Intern habe man einige Veranstaltungen und Meetings verschoben und für den Notfall gäbe es einen Plan mit sehr konkreten Handlungsempfehlungen angesichts des Coronavirus.

OBA sagt Veranstaltungen ab

Bei der OBA der Lebenshilfe München sind bis einschließlich 12. April 2020 alle Veranstaltungen abgesagt worden. In der Begründung heißt es: „Die Gefahr einer Ansteckung ist besonders groß, wenn viele Leute zusammen sind. Deswegen muss die OBA leider alle Veranstaltungen bis einschließlich 12. April 2020 absagen. Das heißt: alle Angebote aus dem blauen Heft, alle Clubs und Gruppen und die Reisen. Die OBA der Lebenshilfe München bedauert dies, man wolle aber das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus (COVID-19) vermeiden.

Krisenstab der Lebenshilfe München

Der Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, hat eigens einen Krisenstab einberufen. Alle Leitungen der über 20 Lebenshilfe-Einrichtungen in Stadt und Landkreis München sind im engen Austausch mit den Bereichsleitungen und der Geschäftsführung, um bei Verdachtsfällen sofort reagieren zu können. In Sondersitzungen und ständigen Updates wir die aktuelle Lage kommuniziert.

! Aktuell informiert die Lebenshilfe München !

Die Zahl der Erkrankungen am Coronavirus ist deutlich angestiegen. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat am 13. März eine Allgemeinverfügung zum Besuch von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Heilpädagogischen Tagesstätten erlassen.  Hier geht es zum Erlass

Radi-radi in der St.-Quirin-Straße!

Auf 60 Jahre Lebenshilfe München!

Einen wunderbaren, sonnigen Februartag nutzten die BewohnerInnen der Wohngruppen der St.-Quirin-Straße, zahlreiche weitere Gäste aus anderen Wohngruppen der Lebenshilfe München und auch aus dem ambulant betreuten Wohnformen um eine anständige Faschingssause steigen zu lassen. René Darchinger begleitete den Nachmittag gemeinsam mit seinem Ko-Moderator Florian Mauch. Alle wurden lautstark und herzlich begrüßt und der Plan für den Tag vorgestellt.

Die drei GewinnerInnen der Kostümbewertung: Das lustige Zebra, das Burgfräulein und eine nette Polizeibeamtin. Foto: Lebenshilfe München

Zuerst gab es eine leckere Stärkung als Vorbereitung auf die Spiele und den Tanz. Hotdogs, Minischnitzel und Salate gingen weg wie warme Semmeln und sogar diejenigen, die schon kurz vorher Mittag hatten, konnten sich dem Buffet nicht gänzlich entziehen.

Eine DVD für gemeinsame Filmabende

Nach der Stärkung wurden Dosen geworfen, Luftballons gespickert und Pinata-Esel verhauen. Alle hatten großen Spaß und die Preise, die es dabei zu gewinnen gab kamen auch gut an! So konnten zum Beispiel unsere Gäste aus der Inklusiven Wohngemeinschaft in der Hermann-von-Sicherer-Straße eine DVD für gemeinsame Filmabende abstauben.

Erst kürzlich konnten Sie hier auf dem Blog die Beliebtheit von gemeinsamen Abenden mit DVDs und Popcorn lesen. Es war also für Jeden etwas dabei. Natürlich wurde auch getanzt! Moderator und DJ René feuerte die Stimmung über unsere mobile Musikanlage konsequent an. Danke an dieser Stelle an unseren GF Peter Puhlmann für das tolle Gerät! Es rockt!

Am Nachmittag fanden sich dann alle Feiernden noch zu Krapfen, Kuchen und Kaffee im großen Veranstaltungssaal ein. Florian Mauch nutze die Gelegenheit, um die beiden MitarbeiterInnen Justyna Michalec und Robert Murr für die gesamte Vorbereitung sowie den Auf- und Abbau zu danken.

Wer trägt das schönste Kostüm?

Dann kam es zum Höhepunkt des Tages, der Kostümverleihung. Eine Jury aus fünf Personen diskutierte ihre Meinung und rief nach umfangreicher Beratung die drei SiegerInnen aus. Der dritte Preis ging an eine nette Polizeibeamtin. Den zweiten Preis konnte das lustige Zebra ergattern und den ersten Preis gewann das Burgfräulein.

Der Fasching in der St.-Quirin-Straße war die erste Veranstaltung unter dem Jahres-Motto „60 Jahre Lebenshilfe München“. Ein gelungener Auftakt in unser Jubeljahr!

Lebenshilfe Wahlrecht: „Wie geht wählen und wen wähle ich?“

Thema: Wen kann ich wählen?
2. Termin: Dienstag 3. März 2020

Die Frage „wie wählen geht“ ist bei den Wahlen am 15. März durchaus berechtigt. Bis zu vier Stimmzettel sind zum bearbeiten und unter den Kandidaten muss man sich für seine ganz persönliche Wahl entscheiden. Die Lebenshilfe informiert über das Wahlrecht. Das ist komplex und die Kommunalwahl in Bayern darum etwas Besonderes. Das ist etwas ganz Besonderes, weil zum ersten Mal in der Geschichte auch Menschen mit geistiger Behinderung das Wahlrecht bei der Kommunalwahl zusteht. Das kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, es hat über Jahrzehnte hinweg nämlich einen Wahl-Ausschluss gegeben.

Lebenshilfe: ein Wahlrecht mit komplexen Zusammenhängen

Kommunalwahl in Bayern 2020. Es gibt keine Wahl-Ausschlüsse mehr. Die Einladung der Lebenshilfe München zur Wahl-Information finden Sie am Ende des Artikels als pdf zum Download

Wie aber wählen geht, was man zu beachten hat, darüber informiert die Lebenshilfe München in einem eigenen Seminar Menschen mit geistiger Behinderung über ihr Wahlrecht. Denn komplexe Zusammenhänge, wie das kommunale Wahlrecht und seine gesellschaftliche Bedeutung, sind für sie nicht leicht zu verstehen. Ein zweites Seminar widmet sich dem Thema „Wen kann ich wählen“. Dabei werden keine Wahlempfehlungen ausgesprochen, sondern das komplexe System erläutert. Gewählt werden Bürgermeister, Landrat, Gemeinde- und Stadtratsmitglieder, Kreisräte und in München zusätzlich noch Bezirksausschüsse. Das ist komplex und erfordert ein Verständnis der kommunalpolitischen Zusammenhänge. Es darf keinen Wahlausschluss geben.

Bei der Lebenshilfe OBA-Veranstaltung zum Wahlrecht „soll zum Einen für das Thema sensibilisiert und Fragen geklärt werden. Es gibt Hilfestellungen zum Thema Wahl und Wählen“, erläutert Julia Bader, Projektverantwortliche und Sozialpädagogin bei der Lebenshilfe München und ergänzt: „Mit Sicherheit ist die Briefwahl eine Option für Menschen mit Behinderung. Im Allgemeinen ist Politik ein wichtiges Thema. Das Interesse an Mitbestimmung und politischen Themen im Allgemeinen wächst.“

Jörg Siegmund von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing kennt sich gut aus mit Politik und dem Wahlrecht. Er wird in den Seminaren Wissenswertes zur Wahl erklären. Man kann ihm Fragen stellen und dabei Neues lernen. „Es gibt auch etwas zu essen und zu trinken“, heißt es in der Einladung.

Die Termine zur Lebenshilfe-Veranstaltung zum Wahlrecht:

2. Termin: Dienstag 3. März 2020
Thema: Wen kann ich wählen?

Beginn ist um 18 Uhr und das Ende für 20 Uhr angesetzt im Vortragssaal (1. Stock) der Lebenshilfe Geschäftsstelle in der St.-Quirin-Str. 13a, 81549 München.

Weitere Fragen und Informationen:
Julia Bader; Telefon: (089) 69347-143

Wer sich noch mehr über die Wahl informieren möchte, finden in der „Süddeutschen Zeitung“ einen guten Artikel dazu unter:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/kommunalwahl-2020-bayern-wahlrecht-stimmzettel-ueberblick-1.4644473

Die Einladung der OBA finden Sie hier:
oba_wahl

Auch zur Europawahl hatte die Lebenshilfe München rechtzeitig informiert. Hier der LInk:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/05/08/wahlrecht-fuer-menschen-mit-behinderung/

16 Monate inklusive WG der Lebenshilfe

Vor über einem Jahr wurde von der Lebenshilfe München in der Hermann-von-Sicherer Straße in München-Sendling eine inklusive Wohngemeinschaft (WG) eröffnet. Vier StudentInnen und sechs Menschen mit geistiger Behinderung leben gemeinsam in einem Stadthaus mit Garten zusammen. Die Redaktion hat nachgefragt, wie sich dieses Experiment bewährt hat und sich mit der Erziehungswissenschaftlerin und Einrichtungsleiterin Cindy Kirsch unterhalten.

Zum Abschied gab es ein großes Kuchenbuffet von Herrn Weinel, der sich auf diesem Wege für das gute Miteinander bedankt.

Redaktion: „Für die Lebenshilfe München ist diese Form des Zusammenlebens und der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung neu. Was waren die Voraussetzungen, wie hat man sich darauf vorbereitet?“

Cindy Kirsch:
„Wir haben zunächst geschaut, dass wir auf beide Seiten geeignete Kandidaten finden. Die Menschen mit geistiger Behinderung sollen zu einem selbständigen Leben fähig sein und die StudentInnen für die sich ihnen stellenden Herausforderungen.

Redaktion: „Herausforderungen für die StudentInnen, welche?“

Cindy Kirsch:
Sie müssen sich nicht um pflegerische Tätigkeiten kümmern, das machen wir mit Fachpersonal von der Lebenshilfe. Sie sollten aber offen und kommunikativ sein, wie es für jede andere WG von Vorteil ist.

Redaktion: „War und ist das ausreichend, wurden die StudentInnen vorbereitet?“

Cindy Kirsch:
„Wir haben die Bewohner natürlich vorab geschult, um ihnen ein ganz allgemeines Verständnis für Menschen mit geistiger Behinderung zu vermitteln. Wir haben sie im Einzelnen aber nicht ‚gebrieft‘, denn den persönlichen und menschlichen Umgang müssen sie selbst bewältigen.“

Redaktion: „Und das hat funktioniert?“

Cindy Kirsch:
„Ja, wir haben bis heute keine Beschwerden erhalten, ganz im Gegenteil. Die Gruppe fand schnell zueinander und das Zusammenleben ist für beide Seiten ein Gewinn. Die Grenzen zwischen StudentInnen und Bewohner sind fließend. Ob gemeinsames Einkaufen, Ausflüge oder zivilisierte Hauspartys – es ist ein harmonisches Miteinander. Auch der WG-Alltag mit allen Aufgaben und Herausforderungen hat sich sehr gut gestaltet. Im Hintergrund steht natürlich das Fachpersonal der Lebenshilfe München.“

Redaktion: „Zwei Bewohnerinnen, Lisa und Sophie, sitzen mit am Tisch. Was sagen sie selbst zur Situation und Entwicklung?“

StudentInnen: „Wir können das nur bestätigen. Unser Verhältnis ist herzlich. Selbst wenn Freunde zu Besuch kommen, sind sie überrascht von unserem guten Miteinander und fragen häufig nach, wie es so ist, das Zusammenleben mit Menschen mit geistiger Behinderung“, erzählen sie lachend. „Es gibt keine Unterschiede. Wir leben zusammen, entscheiden die Dinge gemeinsam und haben viel Spaß miteinander.“

Redaktion: „Was muss man als Bewohner mitbringen“?

StudentInnen: „Man muss offen sein. Aufmerksamkeit ist hier vielleicht der Schlüssel. Aufeinander achthaben, eben in Beziehung leben. Eine angenehme Besonderheit ist dabei die direkte und offene Art von Menschen mit geistiger Behinderung. Da wird häufig nicht lange um eine Sache herum geredet, sondern sie wird unkompliziert und ohne Hintergedanken einfach auf den Punkt gebracht. Das ist aber nicht nachteilig, im Gegenteil. Wir lernen und profitieren davon.“

Redaktion: „Das hört sich gut an. Würden sie erneut in so eine WG einziehen?“

StudentInnen: „Ja, sofort. Leider aber endet in den nächsten Wochen unsere Zeit hier. Das Studium steht vor dem Abschluss und die Reise geht weiter.“

Redaktion: „Für die Lebenshilfe München also ein Erfolgsmodell. Gibt es weitere Projekte in diese Richtung?“

Cindy Kirsch:
„Ja, wir haben bereits die Zusage für ein WG-Projekt in München-Freiham. Hier entsteht ein neues Münchner Vorzeigeprojekt, ein inklusiver Stadtteil. Darüber hinaus plant die Lebenshilfe München weitere Wohngemeinschaften. Das aber ist in München nicht so einfach, denn Wohnraum oder gar ein Haus sind teuer und schwer zu finden.“

Redaktion: Zu dem Interview saßen wir im großen hellen Gemeinschaftsraum der WG zusammen, er hat sich immer mehr zum Lebensmittelpunkt entwickelt. Auch im Untergeschoss gestaltete die WG einen Freizeitraum. Gemeinsame Fernseh- bzw. DVD-Abende stehen hier hoch im Kurs. Mit dem beginnenden Frühjahr ist auch die Terrasse und der Garten wieder ein beliebtes Stück Natur im Herzen von München.

Link: Lesen Sie mehr über die Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München in … unter:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/11/23/eine-inklusive-lebenshilfe-wg-in-obersendling/

2000 Euro Spende für neue Kletterwand

„Bewegen heißt Leben“ heißt es im Umfeld von Gesundheit und bewusster Lebensweise. Dieser Spruch soll auf den alt-griechischen Philosophen Heraklit zurück gehen. Dass das mit dem Bewegen aber nicht immer so einfach ist, wird häufig erst bemerkt, wenn ein Handicap auftritt. Sich bewegen bedeutet darüber hinaus auch ein Stück Lebensfreude, wir spüren uns, unseren Körper.

Herr Keil von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg überreicht an die Lebenshilfe München eine Spende von 2000 Euro für eine Boulderwand in der HPT-Unterhaching. Geschäftsführer Peter Puhlmann dankt für die Hilfe, während die ersten Kinder die neue Wand bereits ausprobieren.

Kinder loten beim Klettern ihre Grenzen aus und definieren sie neu. Sie erleben Erfolge und das steigert das Selbstwertgefühl. Mitverantwortung für andere gehört dabei ebenso zum Lerneffekt wie das erhebende Gefühl, eine Kletterwand bezwungen zu haben. Freude erleben und Freude zu spüren.

Entsprechend groß war die Freude an der HPTe in Unterhaching über eine hauseigene Boulderwand.
Gesponsert wurde sie von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg sowie von der Firma Truma Gerätetechnik GmbH & Co. KG aus Putzbrunn. Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, bekräftigt:
„Beim Klettern trainieren Kinder spielerisch ihre Koordination, probieren und erfahren komplexere Bewegungen. Sie schulen ihr Gleichgewicht und tanken dabei wie selbstverständlich Selbstbewusstsein und erlernen soziale Fähigkeiten.“

Eine lange Boulderwand mit dicker Boden-Matratze steht den Kindern der HPTe der Lebenshilfe München in Unterhaching jetzt zur Verfügung.

Die Einrichtungsleitung der Heilpädagogischen Tagesstätten in Unterhaching freut sich, dass nun alle Kinder an der Boulderwand Erfahrungen und Geschick sammeln können. Sie sind dann gut vorbereitet für inklusive Besuche von Kletterhallen im Raum München. Besuche in inklusiven Kletterkursen sind für die Kinder ein großer Gewinn. Sie können ihre motorischen Fähigkeiten einsetzen und ganz nebenbei erfahren, dass Klettern mit anderen Kindern einfach Freude und Spaß macht.

Foto: Wie ein großes Puzzle liegen die einzelnen Teile der Kletterwand für den Aufbau bereit. Stabile Sperrholzplatten, Griffe, Tritte, Schrauben, Dübel – alles muss seinen Platz finden, bevor das Vergnügen beginnen kann.

Lesen Sie mehr über Spendenprojekte der Lebenshilfe München und wie Sie helfen können:

https://www.lebenshilfe-muenchen.de/spenden-blog/

Tatü, Tata die Lebenshilfe ist da!

Am 25.01.2020 war ein ganz besonderer Tag für die inklusive Wohngemeinschaft (WG) der Lebenshilfe München. In Begleitung vom Wohntraining besuchten wir die ‚Feuerwache 2‘ in Sendling. Da die WG nicht weit von der Feuerwache entfernt ist, trafen wir uns alle bei uns an der WG in der Hermann von Sicherer Straße und starteten gemeinsam los. Alle waren ganz aufgeregt und gespannt darauf, was uns erwarten wird. Wir hatten große Hoffnung in einem echten Feuerwehrfahrzeug zu sitzen oder sogar die Rutsch-Stange ausprobieren zu dürfen.

Feuerwehr mit einer Stunde Sport am Tag

Zu Beginn wurden wir vom anwesenden Schichtleiter durch die Fahrzeughalle geführt, in der am Anfang leider fast keine Einsatzfahrzeuge standen. Der Leiter erklärte uns, dass die Feuerwehrmänner einen Übungseinsatz haben und deswegen mit den Fahrzeugen ausgerückt sind. Also gingen wir zunächst eine Runde durch die Wache. Wir hatten viele Fragen, die uns auch geduldig beantwortet wurden. Besonderes Interesse galt dem Arbeitsalltag eines Feuerwehrmannes. Wir fanden heraus, dass jeder Feuerwehrmann eine Stunde Sport am Tag machen muss. Er darf sich dabei aussuchen welche Sportart er macht.

Anschließend wurden wir in einen Besprechungsraum geführt, in dem wir einen Kurzfilm anschauten. Wir lernten die Bestandteile des Löschzuges, welche Aufgabe die verschiedenen Fahrzeuge haben und die richtige Vorgehensweise einen Notruf abzusetzen.

Auf dem Rückweg zurück in die Fahrzeughalle kamen wir noch an den Rutsch-Stangen vorbei, die begeistert begutachtet wurden. Und tatsächlich dürften wir selbst eine dieser Rutsch-Stangen, mit Hilfe des Schichtleiters, herunterrutschen. Allerdings nur von einer kleinen Leiter aus, da es sonst zu gefährlich gewesen wäre. Ein weiteres Highlight war die eigenständige Benutzung eines Feuerlöschers und eines Feuerwehschlauches. Selbstverständlich durften hierbei ein paar Neckereien unter Mitbewohnern nicht fehlen.

In einem echten Feuerwehrfahrzeug

Gegen 12:00 Uhr kamen die Fahrzeuge zurück zur Wache und auch unsere letzte Hoffnung wurde erfüllt. Jeder durfte sich kurz in das Feuerwehrauto setzen und sich für eine Sekunde wie ein echter Feuerwehrmann fühlen. Es war ein rundum gelungener Vormittag und wir bedanken uns recht herzlich bei der Feuerwache 2 für diese schöne und interessante Führung. Vielleicht klappt es bei einem nächsten Ausflug der Lebenshilfe München in einem echten Feuerwehrfahrzeug zu sitzen.

Cindy Kirsch

„Das Ehrenamt ist eine anstrengende Entspannung“

Elisabeth Kluska (Bildmitte) engagiert sich 30 Jahre lang im Ehrenamt für die Lebenshilfe München. Links im Bild OBA-Leiter Harry Zipf.

 

2018 feierte die OBA (Offene Behindertenarbeit) der Lebenshilfe München ihr 40-jähriges Bestehen. Zum Angebot zählen auch sieben wöchentlich organisierte Freizeit-Clubs. Der ‚Dienstags-Club‘ ist einer von ihnen, der fast so alt wie die OBA selbst ist. Er widmet sich über all die Jahrzehnte hinweg wöchentlich Menschen mit geistiger Behinderung, unternimmt Ausflüge oder gestaltet Themenabende. Aktuell treffen sich sieben ehrenamtliche Betreuer und 15 Menschen mit Behinderung. Seit dreißig Jahren dabei ist Elisabeth Kluska, mit der sich die Redaktion unterhalten hat.

Redaktion: 30 Jahre im Ehrenamt für Menschen mit geistiger Behinderung bei der Lebenshilfe München ist eine lange Zeit. Was hat sich geändert?

Elisabeth Kluska: „Die jungen Menschen haben heute ein ganz anderes Selbstbewusstsein. Sie wissen vermehrt was sie wollen oder nicht. Sie haben konkretere Vorstellungen von ihrem Leben und Zukunftsperspektiven. Früher war das mehr eine Einbahnstraße. Der Alltag war mit der Arbeit in den Lebenshilfe-Werkstätten geregelt. Entweder wohnten sie bei den Eltern oder in einem Wohnheim.“

Redaktion: Das ist eine positive Entwicklung. Wie kommt es dazu?

Elisabeth Kluska: „Es hat ein gesellschaftliches Umdenken stattgefunden, weg von der pädagogisch und von Fürsorge dominierten Sicht auf Behinderung hin zu einer partnerschaftlich geprägten Haltung und Mitbestimmung. Die Menschen mit Behinderungen sind damals viel später – oft erst im hohen Erwachsenenalter, als ihre Eltern die Versorgung nicht mehr geschafft haben oder selbst pflegebedürftig wurden bzw. gestorben sind – zu Hause ausgezogen und in ein Wohnheim gekommen. Das hat zu massiven Eingewöhnungs-Prozessen geführt, eine Ablösung vom Elternhaus, wie es für nicht behinderte Jugendliche und junge Erwachsene normal ist, gab es eher selten. Alternativen zum Wohnheim gab es ebenso wenig. Da hat sich die letzten Jahre viel hin zum Positiven bewegt. Die Erfolge davon sind heute zu sehen.“

Redaktion: Können Sie das an einem Beispiel festmachen?

Elisabeth Kluska: „Denken Sie an die Frühförderung oder die Begleitung in den Kindergrippen und Schulen. Moderne Wohnformen wie offene Wohngemeinschaften und selbständiges Wohnen in der eigenen Wohnung mit Unterstützung von ambulanten Diensten sind heute möglich und werden immer selbstverständlicher. Menschen mit geistiger Behinderung werden viel mehr in die alltäglichen Dinge eingebunden und der Umgang mit ihnen ist selbstverständlich, auf Augenhöhe. Wie alle anderen jungen Menschen denken sie heute viel mehr an ein selbständig geführtes Leben, ganz einfach, weil es die Möglichkeiten dazu heute gibt. Das ist gelebte Inklusion, wie wir sie auch in unserem ‚Dienstags-Club‘ pflegen.“

Redaktion: Wie meinen Sie das?

Elisabeth Kluska: „Wir unternehmen regelmäßig Ausflüge in die Stadt. Zuvor informieren wir uns über Angebote und Öffnungszeiten und dann geht es halt in Museen oder zu kulturellen Events. Aber auch Kegeln, Minigolf oder der Besuch eines Biergartens sind sehr beliebt. Wir sind ‚mitten drin‘, bewegen uns mitten in der Gesellschaft und das ist gut so. Fast immer machen wir dabei positive Erfahrungen, die Menschen sind im Allgemeinen heute offener und gehen gut mit Situationen um, auf die sie vielleicht nicht vorbereitet sind. Das gilt für beide Seiten.“

Redaktion: Das hört sich gut an. Was machen Sie wenn die Gruppe nichts unternimmt?

Elisabeth Kluska: „Wir nutzen die OBA-Räume der Lebenshilfe München, kochen gemeinsam was, spielen BINGO, basteln oder unterhalten uns einfach. Für die Meisten ist es wichtig über ihr Erlebtes, über ihre positiven wie negativen Erlebnisse zu sprechen. Manchmal hilft es auch Ängste abzubauen.“

Redaktion: Über die Jahre hinweg haben sich ja enge und gute Beziehungen aufgebaut, da ist dann wohl auch das Vertrauen zueinander vorhanden.

Elisabeth Kluska: „Ja, klar. Wir sind wie ein Stammtisch und es ist eine feste Gruppe. Fast alle sind schon 10 Jahre und länger dabei.“

Redaktion: Sie unternehmen auch Reisen miteinander?

Elisabeth Kluska:Die Reisen sind extra organisiert und werden jährlich zusammengestellt. Die ‚Reisesaison‘ dauert das ganze Jahr. Selbst organisiere oder begleite ich jährlich auch ein, zwei Reisen über die OBA. Die Nachfrage ist eigentlich immer höher wie das Angebot, so dass die Reisen innerhalb weniger Wochen ausgebucht sind.“

Die OBA der Lebenshilfe München begleitet ganzjährig Reisen für Menschen mit Behinderung. Die Nachfrage ist groß und das Angebot schnell ausgebucht.

Redaktion: Reisen, etwas erleben oder Urlaubstage an schönen Orten verbringen, das lieben wir alle. Sicher auch für Menschen mit geistiger Behinderung ein besonderes Erlebnis.

Elisabeth Kluska: „Ja natürlich. Die OBA-Reisen werden immer von engagierten ehrenamtlichen Begleitern zusammen mit den behinderten Teilnehmern gestaltet. Dazu braucht es zwar eine gute Vorbereitung, vor allem im Hinblick auf barrierefreie Angebote mit entsprechendem Umfeld, inhaltlich läuft so eine Reise im Idealfall aber sehr partnerschaftlich ab. So kommen alle auf ihre Kosten. Unsere ‚Reisegäste‘ sind überschwänglich, freuen sich sehr darauf. Unterwegs sind wir meist im europäischen Raum, selbst Flugreisen sind heute möglich.“

Redaktion: Das engagierte Ehrenamt begleitet Sie nun schon drei Jahrzehnte lang. Denkt man nicht ans Aufhören, wird es nicht zuviel?

Elisabeth Kluska: Sie denkt einen Moment nach, sucht nach den richtigen Worten, lacht und antwortet:. „Es ist eine anstrengende Entspannung. Etwas, das mich wegbringt vom Arbeitsprozess und Alltag, mir eine ganz andere Lebenstür öffnet. Wir kennen uns so viele Jahre. Beziehungen und Freundschaften haben sich entwickelt. Ich möchte sie nicht missen. Ich bin dabei auch nicht nur die Gebende, ich werde ebenso beschenkt. Eingefahrene Denkmuster werden durch den für uns teilweise unkonventionellen Blick der Teilnehmer relativiert. Es wird wenig gejammert, sie vergleichen sich nicht, sind einfach erfrischend authentisch. Das alles sind Dinge, Lebenswerte, die sie mit keinem Geld der Welt aufwiegen können.“

Redaktion: Ein Wunsch zum Schluss.

Elisabeth Kluska: „Ich wünsche mir, dass der Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung weiter an Normalität gewinnt. Dass Menschen damit selbstverständlicher umgehen. An Südtirol erinnere ich mich gerne. Es ist die Herzlichkeit, die der Zwischenmenschlichkeit die Qualität gibt.“

Interview: Gerd Spranger

Lebenshilfe Wahlrecht: „Wie geht wählen und wen wähle ich?“

Die Frage „wie wählen geht“ ist bei den Wahlen am 15. März durchaus berechtigt. Bis zu vier Stimmzettel sind zum bearbeiten und unter den Kandidaten muss man sich für seine ganz persönliche Wahl entscheiden. Die Lebenshilfe informiert über das Wahlrecht. Das ist komplex und die Kommunalwahl in Bayern darum etwas Besonderes. Das ist etwas ganz Besonderes, weil zum ersten Mal in der Geschichte auch Menschen mit geistiger Behinderung das Wahlrecht bei der Kommunalwahl zusteht. Das kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, es hat über Jahrzehnte hinweg nämlich einen Wahl-Ausschluss gegeben.

Lebenshilfe: ein Wahlrecht mit komplexen Zusammenhängen

Kommunalwahl in Bayern 2020. Es gibt keine Wahl-Ausschlüsse mehr. Die Einladung der Lebenshilfe München zur Wahl-Information finden Sie am Ende des Artikels als pdf zum Download

Wie aber wählen geht, was man zu beachten hat, darüber informiert die Lebenshilfe München in einem eigenen Seminar Menschen mit geistiger Behinderung über ihr Wahlrecht. Denn komplexe Zusammenhänge, wie das kommunale Wahlrecht und seine gesellschaftliche Bedeutung, sind für sie nicht leicht zu verstehen. Weiterlesen

Der g’spinnerte Regentropfen

Kennen Sie schon unsere Archiv-Seite im Blog?
Wenn nicht, sollten Sie einmal einen ‚Blick darauf werfen‘.
Sie finden nahezu sämtliche Beiträge aus den Jahren von 2013 bis 2017 in vier Rubriken geordnet.
Jeder Beitrag ist mit Datum versehen (chronologische Reihenfolge) und mit einem Klick auf die Zeile gelangen Sie direkt zum Original-Beitrag. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

 –  Aus dem Archiv  –
Beitrag vom 18.10.2017

 Die TENE in Putzbrunn – eine Tageseinrichtung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben – der Lebenshilfe München, hat in einem Gemeinschaftsprojekt ein ganz besonderes Gedicht geschrieben. Es spricht von der Sehnsucht des Reisens, neuen Erfahrungen und Perspektiven. Begleitet hat das Projekt Eva-Maria Jais.
Sie ist Heilerziehungspflege-Helferin.  

Weiterlesen

Lebenshilfe München ist für die Zukunft gut aufgestellt

Die Neuwahl der Lebenshilfe München im November 2019 hat die Weichen für die künftige Entwicklung des Elternvereins gestellt. Mit der Zustimmung zur neuen Satzung und deren Genehmigung durch das Vereinsgericht kann nämlich ein hauptamtlich tätiger Vorstand eingesetzt werden. Berufen wird der neue Vorstand durch den Aufsichtsrat, den die Mitgliederversammlung jetzt neu gewählt hat – wie im aktuellen Newsletter der Lebenshilfe ausführlich berichtet. Die Lebenshilfe München ist für die Zukunft gut aufgestellt.


Der neu gewählte Aufsichtsrat der Lebenshilfe München (v.l.): Peter Springmann, Petra-Bianca Koch, Gudrun Oßmann, Andrea Siemen (AR Vorsitzende), Dr. Hubert Jäger und Friederike Stadler. Im Bild auch der Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann (ohne Blumen).

Für eine neue Satzung gestimmt

Die Redaktion hat nachgefragt, warum diese Änderung für den Verein so wichtig ist. Zunächst hält Geschäftsführer Peter Puhlmann fest: „Wir haben den im März von der Mitgliederversammlung eingeschlagenen Weg jetzt konsequent weitergeführt. Vorab wurde die neue, jetzt beschlossene Satzung durch das Finanzamt geprüft, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. Mit Annahme durch das Vereinsregistergericht tritt sie 2020 voraussichtlich in Kraft.“ Weiterlesen

Schülertag der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Die Ausbildung von Fachkräften im eigenen Betrieb ist in der heutigen Personalmarktsituation der mit Abstand wirksamste Hebel im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Das ist für René Pfeifer, den Bereichsleiter der Lebenshilfe Wohnen GmbH, seit jeher klar. So konnten in den letzten beiden Jahren die Ausbildungsplätze von einem im Jahr 2016 auf acht in 2019 erhöht werden. Dazu kommen derzeit noch drei duale StudentInnen.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Lisa Hasenberger (Leitung Wohntraining; Bild ganz rechts) und Florian Mauch (Leitung Wohnen Stadt Süd; Bild ganz links), die Verantwortlichen bei der Gestaltung dieses Tages waren sehr erfreut über die engagierte und aktive Teilnahme der Schüler und freuen sich auf den nächsten Schülertag im März 2020. Das Feedback der SchülerInnen war ebenfalls durchwegs positiv. Die Möglichkeit der Reflexion und der Austausch über die Anforderungen in Schule und Ausbildungsbetrieb halten sie einhellig für sehr gewinnbringend.

Modernste heilpädagogischen Konzepte

Doch nicht nur um dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen ist dies dringend notwendig. In der pädagogischen Arbeit entwickeln sich viele Dinge weiter. Durch den Einsatz frisch qualifizierter Fachkräfte soll der Wissenstransfer in den Einrichtungen gewährleistet, und so die modernsten heilpädagogischen Konzepte und Modelle in der Praxis gelebt werden. Weiterlesen

Neues zum Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Zum zweiten Mal trafen sich alle GruppenleiterInnen und EinrichtungsleiterInnen der stationären Wohnangebote der Lebenshilfe München Wohnen GmbH zu einem Führungskräfte-Workshop. Die Führungskräfte wurden wieder von Frau Beese und Frau Reichenbach im Auftrag der BGW begleitet. Thema des Workshops war dieses Mal unter anderem die Führungssituation in Sandwichpositionen.


Sowohl Gruppenleitungen als auch Einrichtungsleitungen haben die Aufgabe, gegebene Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel sich ändernde Gesetzgebung, Entwicklungen in der pädagogischen Arbeit, Vorgaben des Trägers, etc. in die operative Umsetzung zu bringen. Nicht immer sind diese Veränderungen bei den MitarbeiterInnen beliebt. Die Aufgaben sind Mehrdimensional und eine Aufzählung würde den digitalen Rahmen dieses Artikels vermutlich sprengen. Betrachtet man aber nur die vielen verschiedenen Anspruchsgruppen in unserer Branche, wird klar, dass man mit vielen Aufgaben gleichzeitig jonglieren muss.

„Alle wollen ‚ein Wörtchen‘ mitreden“

BewohnerInnen haben den berechtigten Anspruch, eine optimale personenzentrierte Förderung zu genießen. Angehörige wollen in der Regel – ebenfalls zu Recht – ein Wörtchen mitreden. MitarbeiterInnen wünschen sich faire und ausgewogene Dienstpläne, die mit ihrem Privatleben vereinbar sind. Die Geschäftsführung fordert qualitativ hochwertige Arbeit im Rahmen der vom Kostenträger refinanzierten Arbeitsstunden. Weiterlesen