Wir fragen und Politiker antworten

Wahl von Landtag und Bezirkstag

In drei Monate, am 14. Oktober, wird in Bayern nicht nur der Landtag, sondern auch der Bezirkstag neu gewählt. Die Lebenshilfe München lädt darum am 21. Juli zu einer Diskussionsrunde ein. Politik heißt: Sie haben die Wahl! Wir fragen – Politiker antworten. In Oberbayern ist der Bezirkstag mit 67 ehrenamtlichen Bezirksräten besonders groß. Neben Kulturpflege, Schulwesen und Naturschutz bringt das Gremium wichtige Prozesse im Gesundheitswesen (Einrichtungen für Psychiatrie, Neurologie und Suchtkranke) und Sozialwesen voran. Vor allem im Sozialwesen geht es um die Unterstützung überörtlicher Träger der Sozialhilfe für Menschen mit Behinderung und ältere Mitbürger. Damit bringen die Bezirksräte auch für die Lebenshilfe München wichtige Prozesse voran.

Leistungen in Anspruch nehmen

Die Lebenshilfe lädt darum zu einem politischen Treffen ein. Politiker und Bezirksräte erzählen von Ihren Zielen und antworten auf Fragen. Für Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen und Betreuer, ist es natürlich wichtig zu wissen, nach welchen Kriterien Leistungen verteilt werden. Es geht also ums Geld, beim Bezirk Oberbayern jährlich um 1,5 Milliarden Euro. Ein anderer Bereich betrifft ‚das Wohnen‘ bei der Lebenshilfe München. Es stehen nicht nur große, kostenaufwändige Modernisierungen an, sondern es braucht auch mehr und gutes Personal in den Wohneinrichtungen, also beim ‚Ambulant betreuten Wohnen‘, in den Wohnheimen und bei den offenen Wohngemeinschaften.

Neue Gesetze und neue Ansprüche

Wo kann der Bezirk hier helfen? Welche Ideen und Vorstellungen wollen die Politiker in den Bezirk einbringen? Hilfe und Begleitung brauchen Menschen mit Behinderung im ganz normalen Alltag. Mit Inkrafttreten des neuen Pflege-Stärkungs-Gesetzes im Jahr 2015 haben jetzt grundsätzlich alle Pflegebedürftigen Anspruch auf Betreuung durch Alltagsbegleiter. Wie aber schaut das konkret aus, vermittelt der Bezirk? In welchem Umfang haben Betroffene Anspruch auf Begleitung im Alltag?

21. Juli bei der Lebenshilfe München

Es verspricht also spannend zu werden am 21. Juli bei der Lebenshilfe München. Politik heißt: Sie haben die Wahl! Wir fragen – Politiker antworten. Ort der Veranstaltung ist der Garten der OBA der Lebenshilfe München in der St.-Quirin-Straße 13a in München. Beginn ist um 17 Uhr und Ende um etwa 20 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Vortragssaal (1. OG) der Lebenshilfe München statt.

Monika Dollinger vom Bayrischen Rundfunk leitet das Gespräch. Für das leibliche Wohl ist mit einer bayrischen Brotzeit, kühle Getränke und tolle Musik gesorgt.

Zur Diskussion stellen sich:

Josef Loy (CSU)
Helga Hügenell (SPD)
Rainer Schneider (Freie Wähler)
Petra Tuttas (Die Grünen)
Gräfin von Barbara Baudissin-Schmidt (FDP)

Weitere Informationen unter:
https://www.lebenshilfe-muenchen.de/veranstaltungen/wir-fragen-politiker-antworten/
Lesen Sie auch:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/02/04/politiker-im-gesprach-mit-der-lebenshilfe-munchen/

Benefiz der Stiftung Lebenshilfe München mit Christian Ude

Dr. Gertraud Burkert (links) erinnerte an viele gemeinsame Projekte mit Christian Ude. Bürgermeister Thomas Loderer begrüßte die Gäste und die Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, informierte über neue Projekte. Fotos: Gerd Spranger

(gsp) Altlandrätin und Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Johanna Rumschöttel, stellte den Verein und seine Struktur vor. MdL Barbara Stamm steht an der Spitze der Lebenshilfe Bayern und MdB Ulla Schmidt in Berlin bei der Lebenshilfe Deutschland. Dennoch, so Johanna Rumschöttel, sind die einzelnen Lebenshilfe Vereine dezentral organisiert. Ein Umstand, der auch Altoberbürgermeister Christian Ude zusagt, denn „die Hilfe kommt so auch direkt dort an, wo sie gebraucht wird und versickert nicht in irgendwelchen Strukturen.“   Weiterlesen

Soziales Engagement für den Lebenshilfe-Garten

20 junge Mitarbeiter des Unternehmens Ratioform Verpackung GmbH haben geholfen die Außenanlagen der Lebenshilfe Frühförderung in Feldkirchen bei München wieder herzurichten. Mit Rechen, Spaten, Schaufel und Heckenschere rückten sie dem Gelände, in dem zentral die alte Villa der Frühförderung steht, auf den Grund. Nicht jeder der Ratioform-Mitarbeiter brachte Erfahrung in der Gartenarbeit mit. Beruflich arbeiten sie in den Abteilungen ‚Online-Business-Intelligence‘, ‚Produktkommunikation‘ oder im ‚Operational Excellence‘.

Mitarbeiter von ratioform engagieren sich bei der Lebenshilfe München

Maria-Anna Link, Koordinatorin der interdisziplinären Frühförderungen der Lebenshilfe München und Einrichtungsleiterin in Feldkirchen, freut sich über den neu gestalteten Garten, über die vielen fleißigen Hände. „Wir arbeiten bei der Frühförderung interdisziplinär, so dass für die Förderung des Kindes Experten aus ganz verschiedenen Fachbereichen zusammenwirken. Und auch der große Garten ist ein wichtiges Element. Es geht um das Wahrnehmen mit allen Sinnen. Das Sehen, Riechen und Fühlen hat in freier Natur nochmals eine ganz andere Dimension.“ In den nächsten Wochen soll noch ein großes Trampolin folgen.  Weiterlesen

„Es bereitet selbst viel Freude, anderen eine Freude zu bereiten“

Bewohner der Lebenshilfe München lieben Pferde und das Reiten

Viele Bewohner der Einrichtungen der Lebenshilfe München haben ihr kleines Glück tatsächlich auf dem Rücken der Pferde gefunden. Seit einem Jahr nutzen sie immer wieder ein Angebot von Renate Bauer (Dipl. Reittherapeutin SG-TR), die gute Kontakte zu einem kleinen Bauernhof bei München unterhält und hier Therapeutisches Reiten anbietet.

Für Menschen mit geistiger Behinderung ist es ein ganz besonderer Kontakt, denn Tiere kennen keine Vorurteile, sind direkt, zeigen klar was sie wollen und was nicht. Und so ist es selbst für erfahrene Therapeuten immer wieder spannend, die Begegnung zwischen Mensch und Tier zu erleben. Jüngst begleitete Karin Thaumüller eine Gruppe und auch für sie war es eine Premiere.

Die Körpersprache
sendet eindeutige Zeichen

Sie hat sich intensiv um zwei Damen gekümmert, die mehrfach behindert und in ihrer Persönlichkeit sehr gegensätzlich sind. Die eine eher ruhig und zurückhaltend, die andere plappert schon gerne mal drauf los, vor allem wenn sie aufgeregt ist. „Ich war selbst gespannt, wie die zwei Frauen auf die Tiere reagieren, habe ihre Körpersprache genau beobachtet.Von Ängstlichkeit gegenüber den Pferden aber war keine Spur, höchstens ein kleines, vorsichtiges Zögern zu bemerken.“   Weiterlesen