Chip, Stick und Co bei der Lebenshilfe

Am 20. März erscheint die neue L.I.E.S.-Ausgabe

Schwerpunktthema: Chip, Stick & Co.

„Chip, Stick & Co.“ sind in diesem L.I.E.S. die Hauptakteure. Sie stehen symbolisch für unsere moderne Welt, die inzwischen in fast allen Bereichen digitalisiert ist. Manche mögen das bedauern, aber kaum einer kann sich der Entwicklung entziehen. Im Redaktions-Team diskutieren wir kontrovers über die verschiedenen Sichtweisen und entschieden das Thema positiv anzupacken.

Titelfoto: © Sabine Schwab  –  Die junge Frau auf dem Titel heißt Laura. Sie ist 25Jahre alt und lebt mit dem Rhett-Syndrom. Den Knopf, den sie hier drückt, nennt man „Sprechende Taste“. Sie benutzt das Gerät seit ihrer Kindheit und kann sich auf diese Weise ganz gut verständigen. Noch andere Möglichkeiten, sich auszu- drücken, hat Laura wenn sie ihr anderes Kommunikationsgerät nutzt. Es heißt TOBI I und funktioniert mit Augensteuerung. Gerade für Menschen mit schwerer Behinderung, die nicht sprechen, sind technische Hilfsmittel besonders wichtig, um am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.

Digitalisierung hat für Menschen mit Behinderung viele Fortschritte gebracht. Ganz wichtig dabei: die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche Möglichkeiten entwickelt, auf elektronischen Wegen zu kommunizieren. Viele, die sich sonst nicht äußern könnten, nutzen inzwischen Geräte, die ihnen helfen sich verständlich zu machen. Teilhaben bedeutet aber auch informiert zu sein. So sind die sozialen Netzwerke wie Whatsapp und Facebook – aber auch barrierefreie Informationsportale wie CABito – Varianten, um sich selbständig auf dem Laufenden zu halten, Freundschaften zu pflegen, dabei sein, teilhaben.

Dazu kommen Hilfsmittel für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Hier kann der intelligente Einsatz von kleinsten Computern und elektronischen Steuerungssystemen die individuelle Beweglichkeit fördern und damit den Weg für ein selbstbestimmtes Leben ebnen. Ein entscheidender Beitrag zur Teilhabe am aktiven Leben, ein Kernanliegen der Lebenshilfe München.

Passend zum Schwerpunkt wurden für die Leser mit Lernschwierigkeiten im „Blick•punkt Leichte Sprache“ ein paar wichtige Regeln zur Nutzung von sozialen Netzwerken formuliert. Dass hier Gefahren lauern, muss immer wieder klar und deutlich gesagt werden!

In eine ganz andere Welt entführt uns der Text „Sieben Mal hinfallen, acht Mal aufstehen“ im Panorama-Teil. Hier stellt der irische Bestsellerautor David Mitchell einen jungen Mann vor. Naoki Higashida lebt in Japan und hat eine Form des non-verbalen Autismus. Mit Hilfe einer Alphabettafel oder einer Computertastatur schreibt er mühselig Satz für Satz und lässt uns teilhaben an seinen Gedanken, seiner Umwelt, seinen Fragen.

Lesenswert, informativ und aktuell sind auch die anderen Bücher in dieser L.I.E.S.-Ausgabe. Mit dabei ist ein Bildband, den die Lebenshilfe Seelze herausgegeben hat. Wunderschöne Fotos und Mut machende Lebensgeschichten von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Behinderung und ihren Familien sind darin zu finden.