Die Ausbildung steht im Focus

Die Lebenshilfe Wohnen GmbH bildet zukünftige Fachkräfte aus und steht als Praxisstelle für den praktischen Teil der Ausbildungen in der Heilerziehungspflege im engen Kontakt mit den Fachschulen in München und im Umland. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres lud die Lebenshilfe Wohnen GmbH alle SchülerInnen zu einem ersten Treffen im Rahmen eines „Schülertages“ in die Geschäftsstelle ein.

Von der Theorie zur Praxis

Einrichtungsleiter Klaus Huber kennt die besonderen Herausforderungen, die der Beruf eines Heilerziehungspflegers mit sich bring. Foto: Gerd Spranger
Einrichtungsleiter Klaus Huber kennt die besonderen Herausforderungen, die der Beruf eines Heilerziehungs-Pflegers mit sich bringt. Foto: Gerd Spranger

Lisa Hasenberger, Ausbildungskoordinatorin und Leiterin des Wohntrainings bei der Lebenshilfe München und Klaus Huber, Einrichtungsleiter der Wohneinrichtung am Willinger Weg und in Unterschleißheim, begrüßten im Vortragssaal der Geschäftsstelle sieben Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Ausbildungsjahren und verschiedenen Wohngruppen.

Insgesamt haben sich in diesem Jahr zwölf SchülerInnen für die Ausbildung bei der Lebenshilfe Wohnen GmbH entschieden. Es gab in diesem Jahr mehr BewerberInnen als freie Stellen. Die SchülerInnen werden, anders als bei vielen Trägern üblich, mit einem Arbeitsvertrag als Zweitkraft angestellt. Sie arbeiten im Durchschnitt etwa 20 Wochenstunden in den Wohngruppen und verbringen etwa eben so viel Zeit in der Schule. Im Gruppenalltag werden sie von erfahrenen Fachkräften, von so genannten MentorInnen begleitet und angeleitet.

Mehr Bewerber als freie Stellen

Ziel des ersten Schülertags in Pandemiezeiten war es, die SchülerInnen offiziell zu begrüßen, mit ihnen in`s Gespräch zu kommen und Raum und Zeit für den Austausch untereinander zu geben. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, es wurden unterschiedlichste Themen diskutiert und unkompliziert Erfahrungen ausgetauscht.

Rene Pfeifer nahm sich Zeit, alle SchülerInnen persönlich zu begrüßen, stellte die Organisationsstruktur der Lebenshilfe München vor und beantwortete viele Fragen der Anwesenden. Besonders betonte er im Zusammenhang mit dem Mangel an geeigneten Fachkräften den hohen Stellenwert guter Ausbildung in einem Unternehmen wie der Lebenshilfe München Wohnen GmbH. Für Ihn stand besonders die Frage im Vordergrund, was der Träger leisten und anbieten muss, damit sich die SchülerInnen am Ende der Ausbildung auch für die Lebenshilfe als zukünftigen Arbeitgeber entscheiden werden.

Man war sich einig, einen weiteren Schülertag im Dezember zu veranstalten. Bereits im November treffen sich alle MentorInnen zum Austausch mit Lisa Hasenberger und Klaus Huber.

Viel Zustimmung für den Willinger Weg

Seit 100 Tagen ist die neue Wohneinrichtung Willinger Weg
der Lebenshilfe München in Betrieb

Der Pädagoge Klaus Huber leitet seit September die nach Umbau und Renovierung neu eröffnete Wohneinrichtung ‚Willinger Weg‘ der Lebenshilfe München. 24 Menschen mit geistiger Behinderung leben dort in drei Wohngruppen zusammen (siehe Bericht). Wir haben bei Klaus Huber nachgefragt, wie es ihm und seinen Bewohner nach 100 Tagen im neuen Zuhause geht. 

Klaus Huber nimmt auf der gemütlichen Sitzecke zum Interview Platz. – Fotos: Gerd Spranger

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Die richtigen Strukturen für eine optimale Betreuung schaffen

Vor 40 Jahren erwarb der damals junge Elternverein „Lebenshilfe München“ die ersten Häuser zur Bildung von Wohngruppen. Die jungen aktiven Eltern wollten ihren Kindern ein möglichst selbständiges Leben in einem guten Umfeld mit begleitender Betreuung bieten. Damit war die Lebenshilfe ihrer Zeit weit voraus, und seitdem ist viel passiert. Die Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München sind seit etwa zehn Jahren in eine eigene „Wohnen GmbH“ zusammengefasst und auch deren Strukturen haben sich inzwischen in mehrfacher Hinsicht geändert.

Das Anliegen aber ist das Gleiche geblieben, den Menschen mit geistiger Behinderung ein gutes Zuhause zu geben, sie zu fördern und zu unterstützen, wenngleich früher viel mehr das Beschützen, Bevormunden und Versorgen im Mittelpunkt stand. „Heute fordern wir von unseren Bewohner mehr Selbsttätigkeit, fördern verstärkter sowie gezielter und trauen ihnen damit auch mehr zu“, erklärt Paul Oberhofer, der die drei Wohngruppen der Lebenshilfe „München Stadt West“ leitet. Auch das ist Teil einer neueren, vor etwa fünf Jahren geschaffenen Struktur, mehrere Wohnstätten zusammen zu legen. Jetzt geht die Lebenshilfe München einen nächsten Schritt, indem sie mit der Einführung von ‚Gruppenleitungen‘ wieder mehr Verantwortung in die Einrichtungen selbst zurückgibt.   Weiterlesen