Benefiz der Stiftung Lebenshilfe München mit Christian Ude

Dr. Gertraud Burkert (links) erinnerte an viele gemeinsame Projekte mit Christian Ude. Bürgermeister Thomas Loderer begrüßte die Gäste und die Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, informierte über neue Projekte. Fotos: Gerd Spranger

(gsp) Altlandrätin und Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Johanna Rumschöttel, stellte den Verein und seine Struktur vor. MdL Barbara Stamm steht an der Spitze der Lebenshilfe Bayern und MdB Ulla Schmidt in Berlin bei der Lebenshilfe Deutschland. Dennoch, so Johanna Rumschöttel, sind die einzelnen Lebenshilfe Vereine dezentral organisiert. Ein Umstand, der auch Altoberbürgermeister Christian Ude zusagt, denn „die Hilfe kommt so auch direkt dort an, wo sie gebraucht wird und versickert nicht in irgendwelchen Strukturen.“

Allein der Ehrentitel eines Altoberbürgermeisters, der auch prominent auf der Homepage des Politikers zu finden ist, bereitet einen wachen Geist wie Christian Ude schon Probleme. „Es klingt ein wenig wie Alteisen.“ Und das trifft auf Christian Ude natürlich keinesfalls zu, denkt man doch eher an einen dynamischen 50jährigen, der mit viel Witz ein großes Publikum unterhält, ohne dabei auch nur ansatzweise Müdigkeit oder Langeweile aufkommen zu lassen.

Der Entertainer Christian Ude in Aktion

Johanna Rumschöttel nutzt die Stunde, um kurz auf die aktuelle Situation von Menschen mit Behinderung einzugehen und neue Projekte der Lebenshilfe München vorzustellen. Dabei ist für den Landkreis München ein Neubau in Putzbrunn geplant. Neben der Lebenshilfe Werkstatt und zwei Wohneinrichtungen wird mit Putzbrunn III ein weiteres Wohngebäude entstehen. „Vor allem unseren älteren Bewohnern bieten wir hier ein Zuhause und eine Alltags-Struktur an. Ebenso wird ein großes Streichelzoo angegliedert werden“, informiert die Vorsitzende. Weitere kleine Projekte der Lebenshilfe München sind aktuell in einem neu aufgelegten Heft zu finden.

Christian Ude viel im Landkreis München unterwegs

Zu dem Abend mit den ‚Geständnissen‘ eines Oberbürgermeisters hatte die Stiftung der Lebenshilfe München nach Ottobrunn ins Wolf-Ferrari-Haus geladen. Und Christian Ude, der mit Vorträgen und kabarettistischen Lesungen in ganz Deutschland unterwegs ist, machte sein Engagement im Landkreis München deutlich, auch wenn er selbst nach über 20 Jahren als Oberbürgermeister noch seine Herausforderungen mit den S-Bahn-Plänen hat. „Es ist nämlich völlig in Ordnung, auf die Minute pünktlich oder auch etwas später zu kommen“, meint er. Wirklich problematisch werde es hingegen, wenn der Redner oder Ehrengast 20 Minuten zu früh erscheint, und das habe Bayern erstmals und nachdrücklich mit Horst Seehofer erlebt.

Von links: Johanna Rumschöttel, Christian Ude, Thomas Loderer, Dr. Gertraud Burkert, Peter Puhlmann und Maximilian Riedel, ein fleißiger Helfer der Lebenshilfe.

Eigentlich sei er ja keinesfalls ein Kabarettist, viel mehr ein Geschichtenerzähler, grenzt Ude ein. Und Geschichten hat er an diesem Abend viele bereit, ohne dabei aus seinem Buch zu lesen. Ude erzählt stegreif, frei raus, aus der Fülle des Erlebten. Im Leben und im Alter mache er dabei auch nicht den Fehler wie viele andere, die beim Skifahren Leib und Leben riskierten. Nein, altersgerechter Sport sei Baden im heißen Thermalwasser, allenfalls noch mit einem Senioren-Wettschwimmen, für das er noch einige wertvolle Tipps zu geben wusste. Am Besten sei es dabei allerdings, seinen Konkurrenten nichts von dem Wettschwimmen zu verraten, denn es gäbe unter ihnen ja immer solche Ehrgeizlinge, weiß Christian Ude.

Auf Wolfsjagd in der Türkei

Dass ein Oberbürgermeister, zumindest während seiner Studienzeit, nicht immer von reiner Vernunft geleitet sei, verdeutlichte er mit einer anderen Geschichte. Gemeinsam mit seinen studentischen WG-Mitbewohnern in Schwabing und eines Redakteurs der Süddeutschen Zeitung machten sie sich auf den Weg nach Südostanatolien zur gemeinsam Wolfsjagd. Den wollten sie dann mittels gestochen scharfer Fotos ‚zur Strecke bringen‘, um ihn auf einem Magazin-Cover zu verewigen. Die Reise bis ins letzte und höchst gelegene Dorf, unweit der syrischen Grenze, war ein einziges Desaster, was für die jungen Studenten weiter nicht schlimm war. Geblieben sind die geknüpften menschlichen Bande, denn in München gibt es seit den 60er-Jahren eine starke türkische Community und die Familie Ude hat die Kontakte über all die Jahrzehnte hinweg gepflegt. Seit dem Jahr 1972 ist ein Geschenkkorb mit türkischen Spezialitäten zu Weihnachten ebenso obligatorisch, wie die Bescherung an Heilig Abend. Aus dieser Zeit stammt auch der Kontakt zu dem jungen Ali Kilitsch, der damals in München studierte, lebte und arbeitete und heute Bezirksbürgermeister des Istanbuler Stadtteils Maltepe ist.

Auch viele Mitarbeiter der Lebenshilfe München waren vor Ort, um über die Arbeit und Struktur des Vereins und seiner Einrichtungen zu informieren.

Der Humor ist immer dabei, wenn Christian Ude erzählt. Die Politik bleibt dabei meist außen vor, ist allenfalls Kulisse vor der die Handlungen spielen. Etwa die einer Frau, die ihn nach einer Veranstaltung bei den Schrebergärten auf ihren Brief hin ansprach, in dem es offenbar um Schulpolitik ging, wie sie in wenigen Worten deutlich machte. „Um Gottes Willen“, dachte sich Ude, „glaubt die etwa, ich bekomme sonst keine Briefe von besorgten Bürgern auf den Schreibtisch?“

Der Brief einer Bürgerin

Im nächsten Atemzug aber bedankte sich jene Dame gleich für die umfassende Antwort und das Engagement von Ude, es sei ja schließlich nicht selbstverständlich, dass sich ein Oberbürgermeister gleich solch einer Sache annehme. Ude, inzwischen sprachlos, hatte immer noch keinerlei Ahnung von welchem Schulprojekt jene Dame gerade redete und beschimpfte innerlich jenen unbekannten Mitarbeiter, der wohl in seinem Namen der Frau geantwortet haben müsse – freilich mit der Unterschrift des Oberbürgermeisters.

Harry Zipf (Offene Dienste) hilft Maximilian Riedel (l.), der die HPT der Lebenshilfe in Unterhaching besucht und bei der OBA angebunden ist, und Stefan Schuler, der in Putzbrunn I wohnt, das große Plakat aufzurollen.

„Im Herbst ist ja glücklicherweise Baubeginn“, sagte die Dame, schüttelte Ude die Hand und ging weiter. Solche und andere Geschichten sind es, die in Erinnerung bleiben, das ‚ganz normale Zwischenmenschliche‘. Etwa auch jene Begegnung mit einem Jungen in Äthiopien, wo Ude für die Stiftung von Karl-Heinz Böhm (Menschen für Menschen) tätig war. Der Junge erzählte seinem Dorfältesten ganz erstaunt von seinem Gespräch mit dem deutschen Gast: „Die haben nicht einmal Pferde zuhause, müssen mit den Katzen schlafen und die Frauen bekommen meistens Zwillinge als Kinder.“ In bester Erinnerung behält der Altoberbürgermeister auch seinen Erfolg in dem einzigen kirchenrechtlichen Fall, den er als Rechtsanwalt je vertreten habe. Das besondere dabei war, dass sich Ude speziell mit dem Kirchenrecht niemals befasst hatte, auch während seines Studiums nicht.

Münchner Pfarrer sucht Hilfe bei Ude

Ein zu jener Zeit prominenter Pfarrer, der sich als Tierschützer einen Namen machte und auch in der Münchner Schickeria gut bekannt war, kam in die Kanzlei, duzte den jungen Rechtsanwalt gleich und verlangte von ihm ein Schreiben an den Kirchenrat. Die Begründung war dabei nicht so sehr die juristische Qualifikation, als viel mehr die Parteizugehörigkeit. „Ude, du musst das für mich schreiben“, so der Pfarrer. „Dich als ‚rote Socke‘ werden sie scheuen und deshalb bist Du genau der Richtige.“ Der Plan des Pfarrers ging auf, das schwebende Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Mit diesen und noch vielen anderen Geschichten und Geständnissen aus dem Leben eines Oberbürgermeisters unterhielt Christian Ude das Publikum in dem mit 250 Personen fast voll besetzten Saal des Wolf-Ferrari-Hauses in Ottobrunn. Mit Geschichten aus seiner Kindheit, vor allem über den energischen Einsatz seiner Mutter, beendete Ude den Abend. Dabei wurde es noch einmal richtig ergreifend, als Ude, selbst zu Tränen gerührt, von der Verabschiedung seiner Mutter erzählte, in der sie ihm noch die Angst vor dem Tod nehmen wollte.

Auch die SZ berichtet:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/ottobrunn-oeha-der-ude-vor-der-stadt

Christian Ude zu Besuch bei Ali Kilitsch:
https://www.youtube.com/watch

Wohngruppe der Lebenshilfe zieht nach Unterschleißheim

Das Senioren- und Pflegezentrum ‚Haus am Valentinspark‘ in Unterschleißheim ist nur 200 Meter vom zentralen, schön angelegten Valentinspark entfernt. Der Bus hält direkt vor der Haustür und die S-Bahn fährt im 20-Minuten-Takt nach München. Ab 15. Januar ist es für 10 Bewohner der Lebenshilfewohngruppe vom Willinger Weg für ein bis zwei Jahre ein neues Zuhause.

Das Lebenshilfe-Wohnhaus am Willinger Weg wird abgerissen und neu gebaut. Es erfüllt nicht mehr die Vorgaben des Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG). Die Gesamtsituation, insbesondere das ganz persönliche Umfeld der Bewohner, soll nachhaltig verbessert werden.

Sachzwänge, die für die betroffenen Bewohner, ihre Betreuer und Angehörigen nicht ohne Sorge aufgenommen werden. Umso mehr freut es Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann, mit dem Senioren- und Pflegezentrum ‚Haus am Valentinspark‘ eine gute Lösung gefunden zu haben. „Wir haben fast ein Jahr lang gesucht und zwei Lösungen schienen bereits zum Greifen nahe, sind aber im letzten Moment gescheitert. Das Seniorenzentrum in Unterschleißheim ist eine sehr gute Lösung, bietet allen Bewohnern helle, großzügige Zimmer und eine gut erreichbare Infrastruktur im Umfeld.“

Modernste Standards für Menschen mit Behinderung

Nicht zuletzt hat sich die Vorsitzende des Vorstandes des Elternvereins Lebenshilfe München e.V., Altlandrätin Johanna Rumschöttel, für diese Interimslösung eingesetzt und bei der Suche intensiv mitgewirkt. Bei einem Besuch der Wohngruppe mit ihren Angehörigen des Senioren- und Pflegezentrum ‚Haus am Valentinspark‘ in Unterschleißheim, hat man sich vor Ort von den guten Bedingungen überzeugt. Das Haus wurde 2011 eröffnet und bietet modernste Standards. Die Gruppe und ihre Betreuer verfügen über einen eigenen Gebäudebereich mit eigenen Gemeinschaftsräumen wie einen wunderschönen großen Wohn- und Essbereich

Im Dezember informierte die Lebenshilfe München in einem Elternabend die Betroffenen, teilte Sorgen, Nöte und Anliegen die so ein Wechsel mit sich bringt. Immerhin leben einige Bewohner bereits seit vielen Jahren in dieser Lebenshilfe-Wohneinrichtung. Ein Wechsel nach Unterschleißheim, und wenn es auch nur für zwei Jahre ist, stellt damit eine Herausforderung dar.

Am Willinger Weg wird dann ab Frühjahr Baubeginn sein, das alte Gebäude aus den 30er-Jahren wird abgerissen. Es entsteht eine große, moderne, helle und zeitgemäße Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung. Die Einrichtung bietet dann 24 Wohnplätze, nebst Gemeinschaftsräumen und Platz für die Betreuer.

Lesen Sie mehr zum Entscheid des Architektenwettbewerbs:
www.lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/09/15/

 

Lebenshilfe: Johanna Rumschöttel wiedergewählt

Am 10. Oktober 2017 fand die Mitgliederversammlung des Vereins Lebenshilfe München statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt in diesem Jahr: die Neuwahl des Vorstandsvorsitzenden. Johanna Rumschöttel, Altlandrätin und seit drei Jahren Vorsitzende des Vorstands der Lebenshilfe München, stellte bei der Begrüßung der Mitglieder zunächst einmal fest: „Als ich das Amt der Vorsitzenden übernommen habe, war mir bewusst, dass einiges an großen Aufgaben ansteht, aber einiges ist noch dazu gekommen.“ So hat im Verlauf des letzten Jahres das neue Bundesteilhabegesetz und dessen Auswirkung auf die künftige Ausrichtung der Einrichtungen und die Vorhaben des Vereins den Vorstand intensiv beschäftigt.  Weiterlesen

Ausflug der Lebenshilfe in den Umweltgarten

Altlandrätin und Vorsitzende des Vorstandes der Lebenshilfe München besucht mit einer Wohngruppe den Umweltgarten in Neubiberg

Als Bürgermeisterin der Gemeinde Neubiberg hatte Altlandrätin Johanna Rumschöttel den Umweltgarten in Neubiberg mitinitiiert und besuchte ihn jetzt als Vorsitzende des Vorstands der Lebenshilfe München. Mit dabei war eine Wohngruppe der Lebenshilfe aus der St. Quirin-Straße. Die Bewohner wurden von einem kundigen Führer durch die Naturoase geleitet und verbrachten einen wunderbaren Tag.

Der Umweltgarten in Neubiberg ist ein echter Anziehungspunkt für Ausflügler und Erholungssuchende. Fünf Gehminuten sowohl von der S-Bahnstation Neubiberg als auch vom Park- & Ride-Parkplatz am Floriansanger liegt er entfernt. Besucher können auf dem 3,2 Hektar großen Areal Ponys, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hühner, Gänse, Enten und sogar ein Bienenhaus sehen. Wie in einer großen bäuerlichen Gemeinschaft leben die derzeit etwa 80 Haustiere im Neubiberger Umweltgarten. Das Gelände ist jederzeit frei zugänglich.

Die Besucher sind von diesem Naturerlebnis sichtlich angetan, wie etwa Ute. Sie scheibt: „Alles ist mit viel Liebe angelegt. Von Pferd über Schafe, Hühner, Hasen usw. ist alles da. Auch Sitzgelegenheit, WC und Kräutergarten….einfach schön.“ Chiara freut sich über „ein bisschen Bauernhof in der Stadt, direkt mit der S-Bahn zu erreichen.“

Endlich: ein barrierefreier Toilettencontainer für den Münchner Landkreis

Wer geht nicht gerne auf ein Volksfest, trifft und vergnügt sich in geselliger Runde? Der Gang auf die Toilette ist dabei kein Problem, es ist für alles gesorgt. Wirklich? – leider nicht. Für Menschen mit Behinderung oder Senioren mit Rollator gibt es keine entsprechende Möglichkeit. Volksfeste sind damit häufig nicht inklusiv, sondern exklusiv und nicht barrierefrei. Das soll sich jetzt ändern, zumindest im Landkreis München.

Alt-Landrätin und Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Johanna Rumschöttel, hat sich intensiv für die Realisierung eines barrierefreien und behindertengerechten Toilettencontainers eingesetzt. Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München, übergab nun an seine Amtsvorgängerin Johanna Rumschöttel den Schlüssel für die barrierefreie mobile Toilette des Landkreises.  Weiterlesen

Politische Spitze bei der Lebenshilfe München

Prominentester Neuzugang im Vorstand:
Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU)

Mit der Wahl von Altlandrätin Johanna Rumschöttel zur Vorsitzenden des Vereins der Lebenshilfe München vor einem Jahr, hatte erstmals eine aktive und weit über die Grenzen Münchens hinaus bekannte Politikerin in den Vorstand gefunden. Auch die Besetzung des Vorstandes der Lebenshilfe Stiftung mit MdB Florian Hahn ließ aufhorchen. Bei der Neuwahl des Vereins-Vorstandes aber sind jetzt gleich drei von zehn Sitzen neu mit politisch aktiven Mitgliedern besetzt worden.

Prominentester Neuzugang dürfte dabei Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) sein. Es ist ihm wichtig, „Synergieeffekte zu nutzen, die sich aus der Arbeit in der Politik ergeben, um sie für die Praxis umzusetzen.“ Er war viele Jahre lang Vorsitzender des Arbeitskreises Arbeit und Sozialordnung, Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CSU-Landesgruppe und ist mit dem Thema bestens vertraut.  Weiterlesen

40 Jahre Frühförderung der Lebenshilfe München

Eine frühe Therapie hilft für das ganze Leben

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Aleksandar Dordevic, Johanna Rumschöttel, Martin Fiegel, Dr. Renate Berger, Klaus Meyer, Peter Puhlmann

(gsp) Nah am Menschen und mitten im Brennpunkt steht die Frühförderung der Lebenshilfe München seit 40 Jahren. Im Brennpunkt, wenn das Kind bereits im siebten oder sechsten Schwangerschaftsmonat zur Welt kommt. Man spricht von einem „Frühchen“, doch hinter dem netten Wort verbergen sich Grenzsituationen, wo es häufig um Leben oder Tod, um Gesundheit oder Behinderung geht. Hier ist sofortige Hilfe nötig und neben einer erstklassigen medizinischen Versorgung auch die Begleitung von Kind und Eltern durch die Frühförderung, etwa durch die Lebenshilfe München. Im Brennpunkt und nah am Menschen aber auch, weil die Frühförderung der Lebenshilfe München direkt ‚ins Haus kommt‘, im häuslichen Umfeld Hilfe leistet.   Weiterlesen

MdL Isabell Zacharias besucht die Lebenshilfe München

MdL Isabell Zacharias (SPD) besuchte jetzt Werkstatt und Wohnstätte der Lebenshilfe München in Putzbrunn. Die einzelnen Einrichtungen sind nur wenige Meter voneinander entfernt und so konnte sich die bayerische Kommunalpolitikerin gleich ein größere Bild machen. Im Fachgespräch mit Altlandrätin und Lebenshilfe-Vorstandsvorsitzende Johanna Rumschöttel sowie mit Geschäftsführer Peter Puhlmann standen aktuelle Themen im Mittelpunkt.

Treffen in der Lebenshilfe Werkstatt und Wohnstätte in Putzbrunn.

Von links: Altlandrätin und die Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Johanna Rumschöttel, Andrea Stauber von der Lebenshilfe Werkstatt, MdL Isabell Zacharias, Einrichtungsleiterin Christine Wiesental-Moser und Geschäftsführer Peter Puhlmann.

Dabei wirkt sich das neue Pflegewohnqualitätsgesetz besonders auf die Lebenshilfeeinrichtungen in München direkt aus. So müssen etwa die Wohneinrichtungen für jedes Bewohnerzimmer Mindestgrößen entsprechen und über Nasszellen verfügen. Barrierefreiheit ist dabei sowieso eine grundlegende Voraussetzung. „Da kommt viel Arbeit und auch viele Investitionen auf die Lebenshilfe München zu“, räumt Peter Puhlmann ein und erklärt: „Viele unserer Einrichtungen sind vor über 30 entstanden und mit Kleingruppen häufig direkt in Wohngebiete gelegt worden. Inklusion hat die Lebenshilfe München damit schon sehr früh praktiziert, doch ‚beim Baulichen‘ waren die Ansprüche damals noch andere.“  Weiterlesen

Lebenshilfe muss ein Schrittmacher sein

Lesen Sie auch den 1. Teil: 
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2015/04/29/generationen-wechsel-bei-der-lebenshilfe-munchen/

Einen Prozess des Umdenkens begleiten

(gsp) Der neue Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München mit MDB Florian Hahn, Dr. Gertraud Burkert und Rainer Hölzgen setzen klar auf die Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung. Sie verstehen die Lebenshilfe München dabei als einen Schrittmacher in der Gesellschaft, der in diesem Bereich über Jahrzehnte hinweg Erfahrungen hat. Bestes Beispiel sei etwa die Gründung der ersten dezentralen kleinen Wohneinheiten im Stadtgebiet von München vor über 30 Jahren.   Weiterlesen

Generationen-Wechsel bei der Lebenshilfe München

MdB Florian Hahn zum 1. Vorsitzenden
der Stiftung Lebenshilfe München gewählt

(gsp) Der Wechsel der Generationen trifft die Lebenshilfe München gleich auf mehreren Ebenen. Die letzten drei Jahre hat es einen Wechsel in der Geschäftsführung, der Vorstandschaft des Vereins und jetzt auch beim Vorstand der Stiftung der Lebenshilfe München gegeben.

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Der neue Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München (v.l.): MdB Florian Hahn, Dr. Gertraud Burkert, Rainer Hölzgen und Stiftungs-Ratsvorsitzende Johanna Rumschöttel.

Neuer 1. Vorsitzender der Stiftung Lebenshilfe München ist MdB Florian Hahn, der vom Kreistag anfangend auch in vielen Gremien und Ausschüssen in München und Oberbayern aktiv ist. Die Vorsitzende des Vereins Lebenshilfe München e.V. und Vorsitzende des Stiftungsrates, Johanna Rumschöttel, sieht in der Wahl von Florian Hahn einen nötigen Wechsel, der für mehr und für neue Aktivitäten der Stiftung stehen soll. „Florian Hahn ist mit 41 Jahren deutlich jünger wie ich, oder etwa unsere zweite Vorsitzende, Dr. Gertraud Burkert, Bürgermeisterin a.D. und Ehrenbürgerin der Stadt München. Er vereint in seiner Person aber auch direkte Kontakte in die bayerische Politik und Wirtschaft sowie als Bundestagsabgeordneter nach Berlin.“   Weiterlesen

Neue Aufgaben bei der Lebenshilfe München

(gsp) Mit der Verpflichtung von Peter Puhlmann als neuen Geschäftsführer der Lebenshilfe München im Herbst 2012 übernimmt der Elternverein zunehmend neue Aufgaben, die sich aus der gesellschaftlichen Entwicklung und neue Anforderungen ergeben. So konnten im letzten Jahr bereits eigene Angebote für Senioren mit geistiger Behinderung geschaffen werden. Der Verein schuf Trainingsangebote für einen Wechsel in vermehrt eigenstände Wohn- und Lebensformen und kümmerte sich um die Aufnahme von Menschen mit seelischer Behinderung. Darüber hinaus erarbeitete man erste Konzepte für die Sanierung und den Ausbau der bestehenden Wohneinrichtungen und bietet neue Wohnmöglichkeiten an.

Das Beste für Menschen mit Behinderung suchen

Das Anliegen der Lebenshilfe München ist dabei immer dasselbe, nämlich das Beste für Menschen mit geistiger Behinderung zu suchen. „Natürlich wollen wir dabei nicht das Bestehende gefährden, sondern es im Gegenteil weiterführen und ausbauen“, bekräftigt Peter Puhlmann.

Auch die Wahl von Altlandrätin Johanna Rumschöttel zur neuen Vorsitzenden der Lebenshilfe München im Sommer 2014 ist ein weiterer Schritt in die Zukunft. Weiterlesen

Die Inklusion hat viele Gesichter

(gsp) In der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe München in Unterhaching und der SVE werden Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichem Hintergrund betreut. Es ist ein Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften wie Erzieher, Heilerziehungspfleger und Heilpädagogen sowie Eltern, Lehrern und Betreuern, die den jungen Menschen den Weg ins Leben ebnen. Die Kinder der HPTs, haben eine Lernbehinderung bzw. eine geistige Behinderung, Probleme in der Verhaltensregulation und bringen oft auch traumatische Erlebnisse mit. Oft fallen die Kinder und Jugendlichen in Regelschulen durch das „gesellschaftliche Raster“.

Darum wird in den Einrichtungen der Lebenshilfe in Kleingruppen mit intensiver Betreuung gearbeitet und je nach Hintergrund gibt es die HPT ‚G‘, ‚E‘ oder die ‚SVE‘. Die Förderschwerpunkte liegen dabei auf die ‚geistige Entwicklung‘ (G), auf die ‚emotionale Entwicklung und lernen‘ (E) und auf Förderung bei einer ‚Schwerstmehrfachbehinderung‘ (SVE).    Weiterlesen

Abschied von Wolfgang Franz

Am 9. September wurde in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe München der Abschied vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Franz gefeiert. Insgesamt 19 Jahre lang hatte er sich für die Lebenshilfe engagiert. Zunächst mehr als 13 Jahre lang als Geschäftsführer, danach war er in der Stiftung Lebenshilfe München tätig und zuletzt drei Jahre lang Vorsitzender des Vorstandes.

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Johanna Rumschöttel, seine Nachfolgerin im Amt der Vorstandsvorsitzenden, begrüßte die zahlreichen Gäste. Darunter Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags und Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Dr. Gertraud Burkert, Bürgermeisterin a.D. der Stadt München und Ehrenbürgerin der Stadt, Klaus Ringleb, Direktor und Niederlassungsleiter „Public Sector“ der HypoVereinsbank und Josef Weinhuber als Vertreter des Vorstands des Landesverbandes der Lebenshilfe Bayern.

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Johanna Rumschöttel ist neue Vorsitzende der Lebenshilfe München

Wolfgang Franz tritt nach 18 Jahren ab
Die Ökonomisierung des Sozialen hat Grenzen

Die Lebenshilfe München e.V. hat einen neuen Vorstand gewählt. Wolfgang Franz, Vorsitzender des Vorstandes stellt sein Amt nach vier Jahren zu Verfügung und zieht sich aus der vordersten Front der Lebenshilfe München zurück. Zuvor war er 14 Jahre Geschäftsführer des Elternvereins gewesen, also insgesamt 18 Jahre an der Spitze des Vereins. Der Wechsel war lange angedacht und als Nachfolgerin hat man Johanna Rumschöttel gewinnen können, die bis Mai 2014 Landrätin des Landkreises München war. Sie wurde von der Mitgliederversammlung ohne Gegenstimme gewählt.    Weiterlesen