Immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung ambulant betreut

lebenshilfe_mobil

Vertrauen aufbauen, helfen, da sein mit der Lebenshilfe München

MÜNCHEN: Bei der Lebenshilfe München wird heute jeder fünfte Bewohner der Einrichtungen nur noch ambulant betreut, vor wenigen Jahren war es nur jeder achte. Dabei wohnen die ’stationär betreuten Menschen‘ mit geistiger Behinderung in einer der elf Wohnstätten der Lebenshilfe München in Stadt und Landkreis München. ‚Ambulant betreut‘ wird im häuslichen Umfeld oder seit Frühjahr auch in betreuten Wohngemeinschaften. In die ambulante Betreuung werden zunehmend auch Menschen mit seelisch-psychischen Herausforderungen einbezogen. Sie haben gute Chancen bei unterstützender Hilfe und Betreuung, ihre Lebenskrisen zu überwinden und zu einem selbständigen Leben zurück zu finden.  Weiterlesen

Wallfahrt Barrierefrei mit der Lebenshilfe München

„Wallfahren gehen – das wollte ich schon immer mal“, waren die Worte eines Bewohners
„Kannst Du mir mal sagen, was das genau ist und was wir da machen?“
„Wer kommt alles mit?“ – „Oh das wird toll?“
„Hoffentlich regnet es nicht! . . .

. . . das waren die Gedanken zum Themeneinstieg
zur Sternwallfahrt der Diözese München Freising.

Am 12. Juni um 8.30 Uhr war die Aufregung in der Lebenshilfe in Putzbrunn schon groß. Die meisten Teilnehmer waren schon zeitig fertig und warteten auf den Startschuss. Um 9.00 Uhr setzte sich der Zug mit gefüllten Picknickrucksäcken und 16 Klienten aus Putzbrunn I, Putzbrunn II und der TENE mit ihren Betreuern, ehrenamtlichen Begleitern und Angehörigen Richtung MVV in Bewegung. Gelebte Inklusion beim Wallfahrten.

Die Stimmung war von Anfang an gut und neugierig.

Hürden für die Rolli- und Rollator Fahrer wurden ohne große Probleme bewältigt, denn ganz barrierefrei ging es leider nicht. Der Trupp schlugt sich wacker bis zum Stachus.,Dort trafen wir schon auf andere Wallfahrergruppen und Organisatoren. Unsere Einrichtungsleitung Frau Wiesenthal-Moser besorgte für uns alle die Wallfahrermedaille mit dem Motto: GOTT-GEMEINSAM-GEBEN.   Weiterlesen

Spaß, Spiel und Sport beim Schwimmtraining der Lebenshilfe München

Die Wohngruppe der Lebenshilfe München in Giesing ist eine von elf Einrichtungen in Stadt und Landkreis München. Jede Gruppe ist individuell geprägt, den Rahmen stellt die Lebenshilfe und sie lebt häufig vom Engagement der Betreuer. In München-Giesing zählen zum Team von Einrichtungsleiterin Birgit Fleischmann Tatjana Jan und Harald Stinglwagner. Sie betreuen zwei Schwimmgruppen, die Harald Stinglwagner vor 15 Jahren als ‚Spätberufener‘ gegründet hat. Ihr Motto heißt: Spaß, Spiel und Sport und damit leisten sie einen aktiven Beitrag zur Inklusion.

Sein Weg führte ihn über die Bundeswehr und später vom TÜV-Prüfer hin zur Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. „Für mich war die deutsche Wiedervereinigung eine Zäsur, und später mein Leben lang unter alte Autos zu schauen, war nicht mein Lebensweg. So entschied ich mich zu einem Wechsel in den sozialen Bereich, wo ich heute vor allem mit vielen netten Menschen zusammenarbeite.“ Harald ist dabei vorausschauend, und arbeitet ’nur‘ 32-Stunden die Woche, wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen. „Das erhält den nötigen Freiraum um zur Arbeit, die physisch und mental immer viel fordert, den nötigen Ausgleich zu schaffen.“   Weiterlesen

Der FC Bayern München setzt ein deutliches Zeichen für Inklusion

Hier geht's zum Video auf YouTube: https://www.youtube.com/watch

Preisverleihung_Bobby

Vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (07.11.) wurde der deutsche Rekordmeister mit dem Lebenshilfe-Preis BOBBY ausgezeichnet. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nahm den Preis aus den Händen von Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, entgegen.

Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, freut sich über die Auszeichnung. Der Preis geht damit in die Heimatstadt des Schauspielers Bobby Brederlow, nach dem der Preis benannt wurde, zurück. Er hat als Bobby Kustermann als Mensch mit Down-Syndrom in dem TV-Vierteiler „Liebe und weitere Katastrophen“ die Herzen der Zuschauer erobert. Auch in weiteren Rollen, etwa in dem Film ‚Bobby‘ (2001) oder ‚Tollpension‘ (2006).  Weiterlesen

Die Sucht macht auch vor Menschen mit Behinderung nicht Halt

Die Lebenshilfe München greift mit der Suchtgefahr ein heißes Thema auf

inklusion_fuersorge

Menschen sollen in die Gesellschaft eingebunden, ein selbstverständlicher Teil davon sein. Das ist eines der großen Themen bei der aktuellen Flüchtlingskrise und eine Zukunftsaufgabe für Deutschland. Es ist aber auch seit über 50 Jahren ein zentrales Thema der Lebenshilfe. Die Forderungen von Gesellschaft, Interessenverbänden und Politik gehen dabei immer weiter. So soll es künftig immer weniger Einrichtungen der Behindertenhilfe geben, dafür Inklusiv-Kindergärten und Schulen oder auch vermehrt ein betreutes Einzelwohnen für Menschen mit geistiger Behinderung.   Weiterlesen

Gute Kooperation der Lebenshilfen in Oberbayern

Inklusion: Partner und Berater bleiben
Änderungen tragen und begleiten

Sabine Refle übernahm vor zwei Jahren für die Lebenshilfe München die Leitung der Heilpädagogischen Tagesstätte für Kinder mit geistiger Behinderung in Unterhaching bei München. Seit einem Jahr ist sie in Unterhaching für alle drei HPT’s (SVE / G / E) und damit für alle Schul- und Vorschul-Einrichtungen des Elternvereins zuständig, zu dem auch die Silvia-Görres-Schule  und Heilpädagogische Tagesstätte mit schulvorbereitender Einrichtung zählt.

Sabine Refle leitet die SVE's und die HPT's der Lebenshilfe München

Sabine Refle leitet die SVE’s und die HPT’s der Lebenshilfe München

Für Sabine Refle heißt das, sich stärker mit den Lebenshilfen in Oberbayern zu vernetzen, bis hin zu Behörden und der politischen Ebene. „Es ist eine Ergänzung der Arbeit, die unser Geschäftsführer Peter Puhlmann und der Vorstand leisten,“ erklärt sie. Dabei drehen sich viele Gespräche immer wieder um das Thema Inklusion. „Die Rolle der Lebenshilfe ändert sich“, so Refle. „Gleichzeitig aber bleiben unsere ursprünglichen Aufgaben, für die der Elternverein seit Generationen steht.“   Weiterlesen

Lebenshilfe München setzt Zeichen der Inklusion

Ausgelassene Stimmung und ein buntes Programm

Ausgelassene Stimmung und ein buntes Programm beim St. Quirin Fest in Giesing

Es ist ein besonderes Anliegen der OBA (Offene Behindertenarbeit) der Lebenshilfe München ’nach außen‘ zu gehen. Es ist das Gegenteil von Rückzug, von Rückzug in sich selbst, in die Gruppe. Eigentlich dürfte das ja kein Problem sein, denn alle sprechen von Inklusion. Doch in der Realität bleibt es immer wieder etwas Besonderes, wenn Menschen mit Behinderung öffentliche Auftritte feiern, im Blickpunkt stehen, wie jetzt beim St.-Quirin-Fest in Giesing. Die verschiedenen Sozialorganisationen rund um die St. Quirin Straße feiern hier gemeinsam jährlich ihr Sommerfest. Hunderte von Menschen, ein buntes Programm und natürlich auch Getränke, Brotzeiten und Kuchen gibt es genug. Der Platz vor der Lebenshilfe-München wird an diesem Tag zu einer Feier-Meile.   Weiterlesen

Es ist Zeit für eine inklusive Gesellschaft

Aus dem Newsletter der Bundesvereinigung Lebenshilfe

In dem jüngsten Newsletter (vom 28. Mai) verweist die Bundesvereinigung der Lebenshilfe auf einen Bericht des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR). Es berichtet über den UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD-Ausschuss), der am 17. April seine abschließenden Bemerkungen zum Staatenprüfungsverfahren Deutschlands in englischer Sprache veröffentlicht hatte. Es liegt jetzt eine deutsche Übersetzung vor. Der Ausschuss kritisiert die gesellschaftliche Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen in Deutschland mit klaren Worten:

„ Es ist höchste Zeit, dass Deutschland die Weichen für eine inklusive Gesellschaft stellt“

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, eingerichtet im Deutschen Institut für Menschenrechte, legt nun zeitnah eine deutschsprachige Übersetzung der abschließenden Bemerkungen sowie eine Zusammenfassung vor.  Weiterlesen

Lebenshilfe muss ein Schrittmacher sein

Lesen Sie auch den 1. Teil: 
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2015/04/29/generationen-wechsel-bei-der-lebenshilfe-munchen/

Einen Prozess des Umdenkens begleiten

(gsp) Der neue Vorstand der Stiftung Lebenshilfe München mit MDB Florian Hahn, Dr. Gertraud Burkert und Rainer Hölzgen setzen klar auf die Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung. Sie verstehen die Lebenshilfe München dabei als einen Schrittmacher in der Gesellschaft, der in diesem Bereich über Jahrzehnte hinweg Erfahrungen hat. Bestes Beispiel sei etwa die Gründung der ersten dezentralen kleinen Wohneinheiten im Stadtgebiet von München vor über 30 Jahren.   Weiterlesen

OBA: Erfolg mit neuem Musikprojekt

musik_114

Musik verbindet Generationen und Kulturen. Musik bring Menschen zusammen in ihrer ganzen Verschiedenartigkeit. Musik lässt zu, öffnet Räume, gibt Raum zum Experimentieren. Die Musikschule in Ismaning formuliert es so: „Unterrichtsstruktur und Inhalte müssen einen Raum schaffen, in dem Verschiedenartigkeit ein Wert für Gemeinsamkeit und nicht für Ausgrenzung ist.“ Musik spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle. Es vergeht wohl fast kein Tag, an dem wir nicht irgendwie Musik hören und meistens macht uns das gute Laune.    Weiterlesen

Die Inklusion hat viele Gesichter

(gsp) In der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe München in Unterhaching und der SVE werden Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichem Hintergrund betreut. Es ist ein Zusammenwirken von pädagogischen Fachkräften wie Erzieher, Heilerziehungspfleger und Heilpädagogen sowie Eltern, Lehrern und Betreuern, die den jungen Menschen den Weg ins Leben ebnen. Die Kinder der HPTs, haben eine Lernbehinderung bzw. eine geistige Behinderung, Probleme in der Verhaltensregulation und bringen oft auch traumatische Erlebnisse mit. Oft fallen die Kinder und Jugendlichen in Regelschulen durch das „gesellschaftliche Raster“.

Darum wird in den Einrichtungen der Lebenshilfe in Kleingruppen mit intensiver Betreuung gearbeitet und je nach Hintergrund gibt es die HPT ‚G‘, ‚E‘ oder die ‚SVE‘. Die Förderschwerpunkte liegen dabei auf die ‚geistige Entwicklung‘ (G), auf die ‚emotionale Entwicklung und lernen‘ (E) und auf Förderung bei einer ‚Schwerstmehrfachbehinderung‘ (SVE).    Weiterlesen

Brücken bauen für eine frühe Förderung

Maria-Anna Link koordiniert die Einrichtungen der Frühförderung bei der Lebenshilfe München
– Erfahrungen, Ideen, Perspektiven – 2. Teil –

Im zweiten Teil spricht die Pädagogin über die vielschichtigen Anforderungen an alle Beteiligten. Eben darum ist ein Zusammenwirken, eine interdisziplinäre Kooperation nötig. Die Frühförderung hat hier früh den Weg bereitet, es sind Kernaufgaben. Den ersten Teil finden Sie hier: lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/10/22/maria-anna-link

Das Wort in aller Munde: Inklusion

Damit sind wir beim häufig gebrauchten und in unzähligen Auslegungen benutzten Wort INKLUSION. Die Idee wird verschieden interpretiert und auch mit unterschiedlich hohem Engagement in die Praxis umgesetzt. Es führt zu einer teilweisen Überforderung aller Beteiligten. Erfahrung und auch Fachwissen fehlen, um die Kinder und ihre Eltern zufriedenstellend betreuen zu können.

Gerne nehmen die Eltern zusätzliche Frühförderleistungen in Anspruch, um eine möglichst optimale Versorgung ihrer Kinder zu erreichen. Die Schwierigkeiten eines Kindes zu erkennen, Verständnis zu schaffen in Gesprächen mit den Eltern und Erzieherinnen und damit für einen förderlichen Umgang im Alltag zu sorgen – eben eine Inklusion -, ist eine sehr wesentliche Aufgabe der Frühförderung und gilt unabhängig vom Alter und den Schwierigkeiten eines Kindes. Die verschiedenen Fachleute der Frühförderung, die in einer Familie arbeiten, sichern durch dieses gemeinsame Ziel die Teilhabe des Kindes am gesellschaftlichen Leben. Das Übersetzen der Schwierigkeiten des Kindes und das „Bauen notwendiger Brücken“ zu einem gelingenden Förderprozess hin zur Inklusion, gehört deshalb zu den Kernaufgaben der Frühförderung bei der Lebenshilfe München.   Weiterlesen

Der Gesetzgeber schützt die Rechte von Menschen mit Behinderung

Lebenshilfe München: viel auf den Weg gebracht
Neue Strukturen mit besseren Lebensbedingungen
Auch für Wohnstätten – Beispiel: Willinger Weg

Die Lebenshilfe München betreut im Stadtgebiet neun Wohngemeinschaften, die zum Teil als große Wohneinheiten direkt in Wohnblöcke integriert sind, zum Teil auch in freistehenden Wohnhäusern. Eines der Häuser ist am Willinger Weg, im Stadtteil Ramersdorf. „Mittendrin“, nur drei Seitenstraßen vom Innsbrucker Ring entfernt, und doch in idyllischer und ruhiger Stadtlage.

Ganz bewusst wurden die Standorte vor 30 Jahren zentral gewählt. Menschen mit Behinderung sollten nicht ‚weit ab, irgendwo‘ untergebracht sein. Sie sollten an der Gesellschaft teilhaben (Teilhabe). Inklusion wurde von der Lebenshilfe so schon früh vorweggenommen. Auch am Willinger Weg sind die öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen, selbst Ostpark und Michaelibad fußläufig.   Weiterlesen

Lebenshilfe München: „Den Menschen gerecht werden“

Im Gespräch mit der Erzieherin Angelika Anzinger vom HPT in Unterhaching

Anzinger_onl_88

(gsp) Die Erzieherin Angelika Anzinger engagiert sich seit 38 Jahren für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung in der Heilpädagogischen Tagesstätte ‚G‘ (HPT) der Lebenshilfe München in Unterhaching. Im Gespräch wird schnell deutlich, wie sehr ihr das Wohl der Kinder am Herzen liegt.

Sie hat dabei aber auch die Eltern im Blick und möchte andere für ihren Beruf begeistern.„Viele haben keine Vorstellung vom Beruf des Pädagogen, Erziehers oder Heilpädagogen im Kinder- und Jugendbereich. Dabei gibt es kaum eine befriedigendere Aufgabe, als anderen Menschen zu helfen ‚weiterzukommen‘, sich in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln.“    Weiterlesen