Neues L.I.E.S.-Heft mit Schwerpunkt Inklusion Erwachsene

Nach dem Blick auf Kinder und Jugendliche im letzten Heft, hat sich die Redaktion für diese Ausgabe im Erwachsenenbereich umgesehen und wir von der Lebenshilfe München haben zunächst einmal festgestellt, dass inklusive Themen hier deutlich schwieriger zu finden sind. Dennoch muss man festhalten, dass viel getan wird. Es gibt Sportgruppen, Musikgruppen, Gastronomiebetriebe, Bildungsangebote, Inklusionsbetriebe und vieles mehr. Einige schöne und gelungene Beispiele stellen wir vor. Dennoch hat sich die Redaktionsrunde bei den unterschiedlichen Beispielen immer wieder gefragt: Was ist daran Inklusion?

Gibt es Grenzen der Inklusion?

Zusammengefasst sind diese Zweifel und schwierigen Punkte in dem Artikel von Margret Meyer-Brauns: „Grenzen der Inklusion“. Besonders deprimierend war die Erkenntnis, dass Menschen mit schwerer Behinderung im Zusammenhang mit Inklusion so gut wie gar nicht vorkommen. Aus diesem Grund ist auch kein Bericht über ein Projekt oder eine Organisation, die sich mit dieser Personengruppe befasst, im Schwerpunktteil zu finden. Hier gibt es also noch viel zu tun!

Checkliste für das Bundes-Teilhabe-Gesetz

Das neue L.I.E.S.-Heft mit dem Schwerpunktthema "Inklusion Erwachsene". Titelbild: © Lebenshilfe/David Maurer

Das neue L.I.E.S.-Heft mit dem Schwerpunktthema „Inklusion Erwachsene“. Titelbild: © Lebenshilfe/David Maurer

Viel zu tun gibt es auch im Hinblick auf das Bundes-Teilhabe-Gesetz (BTHG) und seine Neuerungen ab 1. Januar 2020. Vor allem die Angehörigen und gesetzlichen Betreuer von Menschen mit Behinderung, die in Wohneinrichtungen leben, sind jetzt gefragt, denn es gibt einiges, das dringend vor dem Jahreswechsel noch fristgerecht geregelt werden muss. Glücklicherweise hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe eine übersichtliche Checkliste zum BTHG erarbeitet, die in dieser Ausgabe des L.I.E.S. zur Verfügung steht.

Neben all den ernsthaften Themen lenken die Bücher-Seiten auf erfrischende, Weise ab. Eine bunte Mischung aus Sachbüchern, Broschüren, Romanen und ganz wunderbaren Büchern für Kinder wurde hier zusammengestellt. Vor allem das Buch „Alle behindert!“ aus dem Klett Kinderbuch-Verlag wird große und kleine Leser begeistern. Es ist so einmalig, witzig, unverkrampft und liebenswert, dass es in jedem Kinderzimmer zu finden sein sollte! Wir, von der Lebenshilfe München wünschen viele gute Anregungen und viel Lesevergnügen. Ein Probeheft können Sie bestellen unter:

L.I.E.S. – Eine Zeitschrift mit Geschichte

SpVgg Unterhaching mit besonderem Training

Regelmäßige Übungseinheiten für
Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe München startet die SpVgg Unterhaching im Rahmen des Projekts „HACHING erLEBEN“ eine neue Aktion. In jeder Woche wird donnerstags ein kostenloses Training für Kinder mit geistiger Behinderung unter Aufsicht von Hachinger Jugendtrainer stattfinden. Die Jugendlichen kommen von der Heilpädagogischen Tagesstätte ‚G‘ in Unterhaching. Das Training werden Robert Lechleiter (U 19-Trainer) und Tom Schmeizl (U 13-Trainer) leiten. Haching stellt die Trainingskleidung, die Schuhe werden vom Ausrüstungspartner gesponsert und so wird gelebte Inklusion möglich. Weiterlesen

Einweihungsfest: „Wir feiern Inklusion“

Einweihungsfest in der ersten inklusiven
Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München

Mit einem fröhlichen Fest feierte die Lebenshilfe München am 12. April die Eröffnung der inklusiven Wohngemeinschaft in der Hermann-von-Sicherer Straße. Die Bewohner waren bereits ab Oktober letzten Jahres in das Wohnhaus mit Garten in Obersendling eingezogen (siehe Bericht). Inzwischen leben hier vier Studenten mit sechs Menschen mit Behinderung zusammen. Damit das Wohnprojekt gestartet werden konnte, entwickelte die Lebenshilfe München zunächst einmal gemeinsam mit dem Bezirk Oberbayern ein Konzept. Vorbild dafür waren die bereits existierenden Wohngemeinschaften des Vereins Gemeinsam Leben Lernen (GLL).

Viele Spender und Menschen helfen mit

Begrüßung von Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München und Andrea Siemen, Vorsitzende des Vorstands

Die Stadt München half mit einer Anschubfinanzierung über 50.000 Euro. Darüber hinaus beteiligte sich die Stiftung „München hilft“, die Halbauer Stiftung und die Sparda Bank München, zusammen mit anderen Spendern, großzügig an den notwendigen Umbaumaßnahmen. Selbst die Studenten die hier leben leisten ihren Teil. Sie haben sich bereit erklärt, ihre Mitbewohner mit Unterstützungsbedarf im Alltag zu begleiten und ihnen zur Seite zu stehen, falls sie Hilfe benötigen. Weiterlesen

Zwischenspiel: ein inklusives Atelierprojekt

Es ist ein Zwischenspiel mit wechselnden Orten und Teilnehmern. Und der Titel passt gut für eine Ausstellung, bei der Inklusion, verschieden Techniken und Stile zum Tragen kommen. Zu sehen ist die Ausstellung erstmals ab 21. Januar im „Neuen Rathaus“ Marienplatz im 2. Stock, gleich vor dem Büro des Oberbürgermeisters mit der Zimmer-Nummer 293.


Ein Zwischenspiel hat irgendwie nie einen richtigen Anfang und hört irgendwie auch nie auf, es bleibt ein Zwischenspiel, kehrt aber immer wieder. So war auch der FUD (Familien-Unterstützender-Dienst) der Lebenshilfe München im Rahmen der Ferienbetreuung ab und an einmal mit den Kindern im Atelier, hat zugeschaut und mitgemacht.  Weiterlesen

Plakat-Aktion: Was ist Inklusion?

Seit gestern sind in U- und S-Bahnen in München Plakate zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu sehen. Fünf unterschiedliche Foto-Motive zeigen Menschen mit und ohne Behinderungen, die zusammen unterschiedliche Situationen im Alltag erleben. Unterlegt werden die Motive mit korrespondieren Texten wie beispielsweise „Zusammen genießen. Das ist Inklusion.“ oder „Zusammen lachen. Das ist Inklusion.“  Weiterlesen

Lebenshilfe erfolgreich beim Herbstlauf in Putzbrunn

Zum Schluss hielten sie den riesigen, goldenen Pokal für eine gelungene Mannschaftsleistung in die Höhe. Doch vorher war ein wenig ‚Quälen‘ angesagt. Dreizehn Bewohner/innen der Wohneinrichtung Putzbrunn – alle aus der Walking-Gruppe des Putzbrunner Sportvereins – hatten sich für den 9. Herbstlauf des PSV angemeldet. Und waren auch mitgelaufen.

1500 Meter ging es aus dem Dorf hinaus, die Autobahn entlang, den Feldweg zurück. Sie sind meist außer Atem, aber sichtlich mit Stolz über die Ziellinie getreten. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde auf der Name und Zeit standen. Bester aus dieser Gruppe war Reinhald Siegler mit einer Zeit unter 15 Minuten, doch was zum Schluss wirklich gezählt hat, war der Pokal, den Steffi Schrader stellvertretend für alle in die Höhe reckte.

Bürger engagieren sich beim Fest im Weißenseepark

Das jährliche Stadtteilbürgerfest in Obergiesing, im Weißenseepark, mit dem klangvollen Titel „Sommer im Park“ schaffte es auch 2018 wieder mit einem vielseitigen Programm viele Besucher zu aktivieren. Pünktlich um 14.00 Uhr waren auch die Regenwolken über München hinweggezogen und die Sonne bahnte sich immer mehr ihren Weg. An einem Dutzend Ständen zeigte Giesing, was es an bürgerschaftlichem Engagement so alles zu bieten hat. Mit dabei auch wieder die Lebenshilfe München, die nur wenige hundert Meter entfernt, in der Sankt-Quirin-Straße ihren Hauptsitz hat, und mit der OBA viele inklusive Programme und Treffen organisiert und begleitet. Der Weißenseepark entwickelt sich immer mehr zu einem sozialen Begegnungsraum für die Anwohner des Viertels.  Weiterlesen

Ein eindrucksvolles Inklusions-Sportfestival

Sport verbindet, Sport macht Spaß und Sport öffnet Perspektiven. Das war am Wochenende eindrucksvoll auf dem Münchner Marienplatz beim ersten Inklusions-Sportfestival zu erleben. Bei Musik, Tanz, Klettern, Tischtennis, Fußball und anderen Sportarten waren es vor allem Menschen mit Behinderung, die ihr Können, ihre Geschicklichkeit und ihre Leidenschaft für Sport demonstrierten. Ein buntes und anregendes Sportfestival im Herzen der Landeshauptstadt, das ‚Lust auf Mehr‘ machte.

Eine prominent besetzte Bühne: mit Stadträtin Gabriele Neff in Vertretung des Oberbürgermeisters Dieter Reiter, Sportreferentin Beatrix Zurek, dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Oswald Utz, Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber und Handballprofi Lucas Krzikalla. Foto: gsp

‚Lust auf Mehr‘ haben die meisten Menschen im sportlichen Bereich. Es ist aber eine Frage der Disziplin und Motivation ‚dabei zu bleiben‘. „Bei der OBA der Lebenshilfe München etwa gibt es eine eigene Sportgruppe mit zehn Mitgliedern“, erzählt Sarah Höhendinger. „Dazu haben wir noch sechs Ehrenamtliche die sich hier sportlich engagieren.“ Auch in der Lebenshilfe-Wohngruppe-West ist man sportlich mit wöchentlichem Training unterwegs.  Weiterlesen

Dem Kraut beim Wachsen zusehen

Im Sommer beschenkt uns die Natur mit üppigen Grün, man kann dem Kraut fast beim Wachsen zusehen, wie etwa im Krautgarten von Unterhaching. Hier hat auch die HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) der Lebenshilfe München zwei Beete in dem großen Gemeinschaftsgarten. Bei dem von Bündnis 90/ Die Grünen 2016 initiierten Projekt gibt es keine persönliche Parzellen. Alle arbeiten und ernten gemeinsam.   Weiterlesen

Samstag: Münchner Inklusionssportfestival Marienplatz

Am Samstag, 23. Juni 2018 beginnt um 11:00 Uhr auf dem Münchner Marienplatz das erste Münchner Inklusionssportfestival. „Lernen Sie vielseitige Sportarten kennen, staunen Sie bei den Vorführungen von Yoga, Basketball, Fußball, Handball oder bei den Vorführungen auf der großen Showbühne“, heißt es in der Ankündigung.

Dabei geht es nicht so sehr um ‚Show‘, denn im Blickpunkt steht immer der Mensch selbst. Was Menschen mit Behinderung aber zu leisten in der Lage sind, wird im sportlichen Bereich vor allem bei den Paralympics eindrucksvoll gezeigt. Im täglichen Leben, in der Begegnung von ‚Mensch zu Mensch‘, braucht es keine Spitzenleistungen sondern das ganz normale Maß an Spaß und Freude an der Bewegung, am Sport.   Weiterlesen

Ein Sommerabend im April

Johanna Rumschöttel, Altlandrätiin und Vorsitzende des Vorstandes und ihre Stellvertreter aus dem Vorstand der Lebenshilfe München, Johannes Singhammer (Bundestagsvizepräsident a.D.), MdL Claudia Stamm und Dipl.-Ing. Hermann Zimmermann. Rechts im Bild der Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann.

Es ist eine schöne Tradition, dass die OBA sich einmal im Jahr mit einer Einladung bei allen Helferinnen und Helfern bedankt. Diesmal wurde in der KunstWerkKüche gefeiert und weil 2018 ganz unter dem Motto „40 Jahre OBA“ steht, sollte es ein besonderes Fest werden. Auch die Partnerinnen und Partner waren eingeladen, denn auch sie machen es möglich, dass die Ehrenamtlichen so viel Zeit und so viele schöne Ideen in die OBA bringen können. Zusammen mit dem Vorstand, der Geschäftsführung und der LIES-Redaktion waren um die 90 Gäste der Einladung gefolgt.

Das Sommerwetter im April und die karibischen Klänge, die Helmuth Schulz am Kontrabass und sein Kollege Ron Cairo an der Gitarre erklingen ließen, haben den Abend perfekt gemacht. Es wurde gut gegessen und getrunken, viel gelacht und lange gefeiert. Das integrative ‚Deli‘ im neuen Werksviertel am Münchner Ostbahnhof ist eine erste gastronomische Adresse in Sachen Inklusion. Die erfahrene Wirtin Katharina Inselkammer hat hier ein integratives gastronomisches Projekt mit feiner kulinarischer Leistung aufgebaut. „Zusammen arbeiten und gemeinsam etwas schaffen“, ist ihr persönlicher Ansporn. Hier geht’s zum Deli: https://www.kunstwerkkueche.de/

 

Von Anfang an gemeinsam

Seit 1992 ist der 5. Mai europaweit ein Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Auch in München nutzt man seit über 20 Jahren den 5. Mai, um zentral auf dem Marienplatz auf die besondere Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen (siehe Link). Die Lebenshilfe München inszeniert darüber hinaus in Kooperation mit anderen Einrichtungen aus der Jugend- und Behindertenarbeit am 06. Mai ein eigenes Event.

Am 06. Mai heißt es in der Jugendkirche (Rogatekirche) in der Bad-Schachener-Straße 28 gemeinsam #reden #essen # Musik hören. Michael Ruoff und Harry Zipf von den Offenen Diensten der Lebenshilfe München möchten mit dieser Aktion gezielt junge Menschen ansprechen. „In Anlehnung an die ‚Aktion Mensch‘ mit ihrem Slogen „Inklusion von Anfang an“ haben wir das Motto „Von Anfang an gemeinsam“ gewählt. Wenn Menschen in jungen Jahren eine Beziehung zu Menschen mit Behinderung haben, dann ist Inklusion für sie ein Stück Normalität.“   Weiterlesen

Wer ist behindert?

Kleine IMPULSE 1. von drei Folgen / Kleine IMPULSE

Die Stadt München will ihre Familien fördern und sich gegen die Ausgrenzung von Menschen stellen. Ein weiterer Baustein zum erklärten Willen ist die neue Erhebung „Familienleben mit Handicap“. Sie hat in jahrelangen Studien und Erhebungen die Alltagssituation von Münchner Familien mit Kindern mit Behinderungen beleuchtet und knüpft an einen „Basisfamilienbericht“ aus dem Jahr 2011 an. Konkrete Handlungsanregungen aus der Erhebung sollen als Ausgangspunkt für vertiefende Stadtratsbeschlüsse dienen.

In einer losten Folge nehmen wir einige Themen des Münchner Familienberichts auf und möchten damit Impulse geben. Umfassend informiert die Erhebung „Familienleben mit Handicap“ auf 247 Seiten. Den Link dazu finden Sie am Ende des Beitrages.   Weiterlesen

Mehr und bessere Inklusion in München

München nimmt als lebenswerte und lebensfrohe Stadt in vielen Bereichen eine Vorbildfunktion ein. So auch beim Thema ‚München wird inklusiv‘, bei dem man sich bis heute auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) besinnt. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat zusammen mit Bürgermeisterin Christine Strobl und Oswald Utz, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt München, einen zweiten Aktionsplan gesetzt. Organisiert wird die Aktion, die bis zum 15. August 2017 läuft, vom Koordinierungsbüro der Stadt München im Sozialreferat.

Natürlich setzt sich auch die Lebenshilfe München für eine inklusive Stadt ein.

2013 beschloss der Stadtrat einen ersten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK und hat konkret 47 Maßnahmen umsetzen können. Ziel ist die Förderung der Inklusion, also die volle gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen in allen Lebensbereichen.

„München gilt seit Jahren als eine der behinderten-freundlichsten Städte Deutschlands. Und die selbstbestimmte, uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, unabhängig davon, ob mit oder ohne Behinderung, ist schon lange ein erklärtes Ziel der Münchner Stadtpolitik“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter.   Weiterlesen