„Ein starkes inklusives Miteinander entwickeln“

Die Soziologin und Journalistin
Tatjana Viaplana stellt sich vor

Wie kamen Sie zur Lebenshilfe (Beruf/ Studium)

Tatjana Viaplana mit ihrem heute dreijährigen Sohn Lou.

Ich habe Soziologie in Freiburg studiert. Das ist eine meiner Leidenschaften: die Gesellschaft, soziale Interaktion und Organisation, Muster im Miteinander aber auch die Knackpunkte, wo solche Muster durchbrochen werden. Wo können oder müssen wir als Gesellschaft Themen oder Lebensbereiche neu aushandeln? Kontingenz bedeutet in der Soziologie soviel wie: „Es könnte auch anders sein.“ – sie gilt für unsere Wirklichkeit; also das System in dem wir leben – es könnte auch anders sein, es hätte sich anders entwickeln können. Das heißt, wir können es heute auch ändern.

Anschließend habe ich in Forschung und Lehre gearbeitet. Ich war an Universitäten auf drei Kontinenten, was meine andere Leidenschaft erkennen lässt: internationale Zusammenhänge und Politik. Vielleicht liegt es an meiner Generation oder daran, dass ich in zwei Ländern aufgewachsen bin und meine Eltern immer viel mit mir gereist sind. Aber ich denke, wir gehören als ganze Welt zusammen und sind füreinander verantwortlich.

Ich arbeitete zudem für unterschiedliche Unternehmen. Zum Beispiel als Consultant bei PwC oder bei einer Firma für Lichtinstallationen und Events in Paris, parallel zum Klimagipfel. Meine dritte Leidenschaft ist jedoch das Schreiben. Also absolvierte ich ein Volontariat als Journalistin und arbeitete als Online-Journalistin für ein deutsches Verbraucherportal.

Zur Lebenshilfe München kam ich schließlich wegen meines Sohnes. Als ich Hilfe und Rat brauchte, um Pflegegeld und einen Behindertenausweis zu beantragen, ging ich zur Angehörigenberatung der Lebenshilfe München. Hier fand ich nicht nur kompetenten Rat und tatkräftige Unterstützung. Ich wurde kurzerhand in die L.I.E.S.-Redaktion eingeladen, die für mich sofort mehr war als eine Gruppe von Menschen, die eine Zeitschrift planen. Das war mein Anfang bei der Lebenshilfe: Wärme, Herzlichkeit, Kompetenz und Humor.

Seit wann sind sie bei der Lebenshilfe München

Fest angestellt bin ich bei der Lebenshilfe München nun seit September 2020. Ich unterstütze die L.I.E.S.-Redaktion und den Newsletter. Zudem betreue ich das Kunstprojekt Permanus und verstärke somit den Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Haus. Es ist ein gutes Gefühl, an einem Ort zu arbeiten, wo Kolleginnen und Kollegen mit Herzblut bei der Sache sind. Menschen sind hier keine Nummern oder Bankkonten, sie sind keine User oder Datenbanken. Das ist heutzutage etwas Besonderes, selbst im sozialen Sektor.

Haben Sie einen besonderer Bezug
zu den sozialen Medien und zur L.I.E.S.-Redaktion?

Die L.I.E.S-Redaktion empfinde ich bereits als kleine Familie. Das klingt vielleicht kitschig, aber bald kommt Weihnachten, da kann ein wenig Kitsch nicht schaden. Ich finde, wir produzieren ein außergewöhnliches Magazin, in dem einerseits Fakten und Know How zu vielseitigen Aspekten des Lebens von Menschen mit Behinderung, ihren Angehörigen und Freunden und andererseits sehr persönliche Geschichten und Erfahrungen geteilt werden. Dadurch erfüllt es eine Ratgeberfunktion und ist gleichzeitig ein Begleiter, der Mut macht und den LeserInnen immer wieder zeigt: Du bist nicht allein mit Deinen Themen. In unserem aktuellen Heft geht es beispielsweise um das Schwerpunktthema „Geschafft“, dabei wird immer wieder deutlich: viele Ziele erreichen wir nur gemeinsam, mit Hilfe und gegenseitiger Unterstützung.

Im Vergleich zum gedruckten L.I.E.S.-Heft, dass vielleicht auch nach Monaten nochmal in die Hand genommen wird, um ein wenig zu schmökern oder einen speziellen Rat nachzuschlagen, bieten die Sozialen Medien eine ganz andere Plattform, um seine Stimme zu erheben und ins Licht zu treten. Hier können tagesaktuelle Themen gemeinsam diskutiert werden, die Zeitachse ist viel kürzer und vielseitige Kommunikationsräume stehen zur Verfügung.

Besonders gezeigt hat sich dies auch in der aktuellen Corona-Situation, in der viele Aktivitäten der Lebenshilfe, beispielsweise die Freizeitgestaltung oder die Arbeit in der Werkstatt, stark eingeschränkt wurden. Der Newsletter L.I.E.S. Aktuell, wie auch die Kanäle der Sozialen Medien, ermöglichten trotz Lockdown Kontakt und Austausch aufrecht zu erhalten und neben wichtigen Informationen zum Infektionsschutz auch emotionale Unterstützung weiterzugeben.

Sehen Sie die Belange von Menschen mit Behinderung und die Anliegen von
Einrichtungen wie der Lebenshilfe München in den Medien gut präsentiert?

Die Lebenshilfe ist ein breit aufgestellter Verein mit einem starken Netzwerk. Trotzdem ist noch viel Luft nach oben, wenn es um die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft geht. Viele Menschen, die selbst durch ihr Umfeld nicht betroffen sind, haben noch deutliche Berührungsängste mit dem Thema. Dies spiegelt sich auch in den Medien und in der Vertretung von Menschen mit Behinderung wieder.

Sehr deutlich zeigt sich dies beispielsweise, wenn man mit der Angehörigenberatung der Lebenshilfe München spricht. Die Hindernisse und Unwissenheit, mit der Familien auf Behördenebene in Deutschland konfrontiert werden, sind oft erschreckend – trotz eines starken Sozialstaates und eines, im internationalen Vergleich, sehr guten Gesundheitssystems. Dies spiegelt unter anderem strukturelle Probleme in unserer Gesellschaft wieder, wie Ignoranz oder das Verstecken von Minderheiten. Hier liegt noch ein langer Weg vor uns (als Menschheit), bei dem wir gemeinsam lernen sollten, dass jede und jeder ein Teil des Ganzen ist. Medien und Kommunikation spielen dabei eine große Rolle. Die Lebenshilfe ist eine der Institutionen, die hier auch in Zukunft vieles weiter voran bringen können.

Was fehlt, wo sollte man noch ansetzen?

Ich persönlich sehe großes Potential in einer engen Zusammenarbeit. Die Lebenshilfe ist mit dem Bundesverband, dem Landesverband und mit den vielen Vereinen vor Ort eine Sammelstelle an Erfahrung, Wissen und Können. So bietet die Lebenshilfe Berlin beispielsweise einen Blog in Leichter Sprache an, in dem Literatur in einfacher Sprache besprochen wird. Das wäre sicher nicht nur für Menschen im Raum Berlin interessant. Auch international können bestimmt noch intensiver Erfahrungen und Modelle für ein starkes, inklusives Miteinander ausgetauscht und entwickelt werden.

 

Inklusion und die Arbeitswelt

S A V E   T H E   D A T E  :  28.10.2020 in Aschheim bei München

Allein der Titel des Filmes ‚Utopisches vom Himmelreich‚ ist vielsagend, denn ‚da oben‘ dürfte so manches anders laufen, was wir als Erdenbürger noch als Utopie verstehen. Doch der Hintergrund des Filmes ist ein ganz irdischer. Er widmet sich nämlich der Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung. Es ist ein Film von Stefan Ganter und Peter Ohlendorf und eine Produktion von FilmFaktum und Ganter Film & Medien.

Zum Film-Projekt

Das Experiment begann vor gut zehn Jahren unter Begleitung von zwei Kameras: Neun junge Leute mit geistigem Handicap sollten an der Akademie Himmelreich fit gemacht werden für eine Anstellung in der Gastronomie oder im Hotelbetrieb, mit Verträgen nach Tarifrecht. Eine Dekade später schauen wir den Teilnehmer*innen des ersten Himmelreich-Kurses noch einmal über die Schulter und wollen wissen: Kann dieses Experiment im täglichen Arbeitsleben bestehen?

TERMIN. Mittwoch, 28. Oktober 2020 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
O R T : DriveIn Autokino München-Aschheim, Münchner Straße 60, 85609 Aschheim

 

Behindertenbeirat stellt 12 Forderungen zur Inklusion in München

Im Rollstuhl: eine ganz andere Perspektive auf ganz alltägliche Situationen. – Fotos: Behindertenbeirat München

Der Behindertenbeirat und der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München haben anlässlich der diesjährigen Kommunalwahl zwölf Forderungen zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen aufgestellt, die den Spitzenkandidat*innen der Parteien jetzt überreicht wurden. In seinen Forderungen thematisiert der Behindertenbeirat unter anderem die Barrierefreiheit städtischer Theater, Schwimmbäder und Hotels, die flächendeckende Einrichtung von „Toiletten für Alle“ in München, neue Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderungen und Schulsozialarbeit an allen Schulen. Weiterlesen

Integration und Inklusion vorgelebt

Immer mehr junge Menschen finden Gefallen am Ehrenamt.
Viele nutzen das Engagement für eine berufliche Orientierung.
Gina Wimmer wollte 2018 im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD)
bei der Lebenshilfe München Ideen sammeln, „was sie in ihrem Leben gerne
machen möchte.“
Dabei nahm der Wunsch nach einem Lehramt in der Sonderpädagogik immer mehr Kontur an.

Die Unsicherheit war schnell überwunden

Sie hat ihre Zeit bei der Lebenshilfe München nicht bereut. Anfangs war sie unsicher was auf sie zukommt, denn im persönlichen Umfeld kannte sie lediglich einen Cousin mit Trisomie 21. Schnell aber wichen die Unsicherheiten einem unbeschwerten Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung. „Sie machen sich nicht so viel Gedanken über ‚Kleinigkeiten‘, um politische und gesellschaftliche Zusammenhänge, leben sehr stark aus und in dem Moment,“ betont sie. Ebenso fühlte sich Gina Wimmer nie allein gelassen, der Begleitung durch Kollegen und Fachkräfte war sie sich immer sicher. Weiterlesen

Gelungene Modernisierung der Hauptwerkstatt der Lebenshilfe Werkstatt

Am 29. November 2019 eröffnete nach zweijähriger Modernisierungszeit wieder die Hauptwerkstatt der Lebenshilfe-Werkstatt in der Scharnitzstraße. Nach über 40 Jahren Nutzung war das Werkstattgebäude in die Jahre gekommen. Infrastruktur, Elektrik und Leitungen entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Als zertifizierter Zulieferer der Automobilindustrie muss die Lebenshilfe Werkstatt den Ansprüchen der Kunden an moderne Produktionsumgebungen Rechnung tragen. Wichtig war auch der Erhalt des Standorts mitten im Sozialraum von München-Sendling.

20 Millionen Investition und viele Förderer

Die Band KREATIV LABOR der Stiftung Pfennigparade begleitete den Festakt musikalisch. – Fotos: Marc Müller

Bei einer Gesamtinvestition von 20 Millionen Euro (Brutto), wäre es ohne Fördergelder nicht gegangen. Vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, dem Hauptförderer, mit einer Zuwendung von 8,4 Mill. Euro bedacht, ergänzt durch Zuschüsse vom Bezirk Oberbayern, der Bundesagentur für Arbeit, der Bayerischen Landesstiftung, der Aktion Mensch und der Heidehof Stiftung konnte am 21. August 2017 der Baubeginn erfolgen. In dieser Zeit wurden alle Werkstätten sowie die Verwaltung in Provisorien ausgelagert. Weiterlesen

Neues L.I.E.S.-Heft mit Schwerpunkt Inklusion Erwachsene

Nach dem Blick auf Kinder und Jugendliche im letzten Heft, hat sich die Redaktion für diese Ausgabe im Erwachsenenbereich umgesehen und wir von der Lebenshilfe München haben zunächst einmal festgestellt, dass inklusive Themen hier deutlich schwieriger zu finden sind. Dennoch muss man festhalten, dass viel getan wird. Es gibt Sportgruppen, Musikgruppen, Gastronomiebetriebe, Bildungsangebote, Inklusionsbetriebe und vieles mehr. Einige schöne und gelungene Beispiele stellen wir vor. Dennoch hat sich die Redaktionsrunde bei den unterschiedlichen Beispielen immer wieder gefragt: Was ist daran Inklusion?

Gibt es Grenzen der Inklusion?

Zusammengefasst sind diese Zweifel und schwierigen Punkte in dem Artikel von Margret Meyer-Brauns: „Grenzen der Inklusion“. Besonders deprimierend war die Erkenntnis, dass Menschen mit schwerer Behinderung im Zusammenhang mit Inklusion so gut wie gar nicht vorkommen. Aus diesem Grund ist auch kein Bericht über ein Projekt oder eine Organisation, die sich mit dieser Personengruppe befasst, im Schwerpunktteil zu finden. Hier gibt es also noch viel zu tun! Weiterlesen

SpVgg Unterhaching mit besonderem Training

Regelmäßige Übungseinheiten für
Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe München startet die SpVgg Unterhaching im Rahmen des Projekts „HACHING erLEBEN“ eine neue Aktion. In jeder Woche wird donnerstags ein kostenloses Training für Kinder mit geistiger Behinderung unter Aufsicht von Hachinger Jugendtrainer stattfinden. Die Jugendlichen kommen von der Heilpädagogischen Tagesstätte ‚G‘ in Unterhaching. Das Training werden Robert Lechleiter (U 19-Trainer) und Tom Schmeizl (U 13-Trainer) leiten. Haching stellt die Trainingskleidung, die Schuhe werden vom Ausrüstungspartner gesponsert und so wird gelebte Inklusion möglich. Weiterlesen

Einweihungsfest: „Wir feiern Inklusion“

Einweihungsfest in der ersten inklusiven
Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München

Mit einem fröhlichen Fest feierte die Lebenshilfe München am 12. April die Eröffnung der inklusiven Wohngemeinschaft in der Hermann-von-Sicherer Straße. Die Bewohner waren bereits ab Oktober letzten Jahres in das Wohnhaus mit Garten in Obersendling eingezogen (siehe Bericht). Inzwischen leben hier vier Studenten mit sechs Menschen mit Behinderung zusammen. Damit das Wohnprojekt gestartet werden konnte, entwickelte die Lebenshilfe München zunächst einmal gemeinsam mit dem Bezirk Oberbayern ein Konzept. Vorbild dafür waren die bereits existierenden Wohngemeinschaften des Vereins Gemeinsam Leben Lernen (GLL).

Viele Spender und Menschen helfen mit

Begrüßung von Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München und Andrea Siemen, Vorsitzende des Vorstands

Die Stadt München half mit einer Anschubfinanzierung über 50.000 Euro. Darüber hinaus beteiligte sich die Stiftung „München hilft“, die Halbauer Stiftung und die Sparda Bank München, zusammen mit anderen Spendern, großzügig an den notwendigen Umbaumaßnahmen. Selbst die Studenten die hier leben leisten ihren Teil. Sie haben sich bereit erklärt, ihre Mitbewohner mit Unterstützungsbedarf im Alltag zu begleiten und ihnen zur Seite zu stehen, falls sie Hilfe benötigen. Weiterlesen

Zwischenspiel: ein inklusives Atelierprojekt

Es ist ein Zwischenspiel mit wechselnden Orten und Teilnehmern. Und der Titel passt gut für eine Ausstellung, bei der Inklusion, verschieden Techniken und Stile zum Tragen kommen. Zu sehen ist die Ausstellung erstmals ab 21. Januar im „Neuen Rathaus“ Marienplatz im 2. Stock, gleich vor dem Büro des Oberbürgermeisters mit der Zimmer-Nummer 293.


Ein Zwischenspiel hat irgendwie nie einen richtigen Anfang und hört irgendwie auch nie auf, es bleibt ein Zwischenspiel, kehrt aber immer wieder. So war auch der FUD (Familien-Unterstützender-Dienst) der Lebenshilfe München im Rahmen der Ferienbetreuung ab und an einmal mit den Kindern im Atelier, hat zugeschaut und mitgemacht.  Weiterlesen

Plakat-Aktion: Was ist Inklusion?

Seit gestern sind in U- und S-Bahnen in München Plakate zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu sehen. Fünf unterschiedliche Foto-Motive zeigen Menschen mit und ohne Behinderungen, die zusammen unterschiedliche Situationen im Alltag erleben. Unterlegt werden die Motive mit korrespondieren Texten wie beispielsweise „Zusammen genießen. Das ist Inklusion.“ oder „Zusammen lachen. Das ist Inklusion.“  Weiterlesen

Lebenshilfe erfolgreich beim Herbstlauf in Putzbrunn

Zum Schluss hielten sie den riesigen, goldenen Pokal für eine gelungene Mannschaftsleistung in die Höhe. Doch vorher war ein wenig ‚Quälen‘ angesagt. Dreizehn Bewohner/innen der Wohneinrichtung Putzbrunn – alle aus der Walking-Gruppe des Putzbrunner Sportvereins – hatten sich für den 9. Herbstlauf des PSV angemeldet. Und waren auch mitgelaufen.

1500 Meter ging es aus dem Dorf hinaus, die Autobahn entlang, den Feldweg zurück. Sie sind meist außer Atem, aber sichtlich mit Stolz über die Ziellinie getreten. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde auf der Name und Zeit standen. Bester aus dieser Gruppe war Reinhald Siegler mit einer Zeit unter 15 Minuten, doch was zum Schluss wirklich gezählt hat, war der Pokal, den Steffi Schrader stellvertretend für alle in die Höhe reckte.

Bürger engagieren sich beim Fest im Weißenseepark

Das jährliche Stadtteilbürgerfest in Obergiesing, im Weißenseepark, mit dem klangvollen Titel „Sommer im Park“ schaffte es auch 2018 wieder mit einem vielseitigen Programm viele Besucher zu aktivieren. Pünktlich um 14.00 Uhr waren auch die Regenwolken über München hinweggezogen und die Sonne bahnte sich immer mehr ihren Weg. An einem Dutzend Ständen zeigte Giesing, was es an bürgerschaftlichem Engagement so alles zu bieten hat. Mit dabei auch wieder die Lebenshilfe München, die nur wenige hundert Meter entfernt, in der Sankt-Quirin-Straße ihren Hauptsitz hat, und mit der OBA viele inklusive Programme und Treffen organisiert und begleitet. Der Weißenseepark entwickelt sich immer mehr zu einem sozialen Begegnungsraum für die Anwohner des Viertels.  Weiterlesen

Ein eindrucksvolles Inklusions-Sportfestival

Sport verbindet, Sport macht Spaß und Sport öffnet Perspektiven. Das war am Wochenende eindrucksvoll auf dem Münchner Marienplatz beim ersten Inklusions-Sportfestival zu erleben. Bei Musik, Tanz, Klettern, Tischtennis, Fußball und anderen Sportarten waren es vor allem Menschen mit Behinderung, die ihr Können, ihre Geschicklichkeit und ihre Leidenschaft für Sport demonstrierten. Ein buntes und anregendes Sportfestival im Herzen der Landeshauptstadt, das ‚Lust auf Mehr‘ machte.

Eine prominent besetzte Bühne: mit Stadträtin Gabriele Neff in Vertretung des Oberbürgermeisters Dieter Reiter, Sportreferentin Beatrix Zurek, dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Oswald Utz, Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber und Handballprofi Lucas Krzikalla. Foto: gsp

‚Lust auf Mehr‘ haben die meisten Menschen im sportlichen Bereich. Es ist aber eine Frage der Disziplin und Motivation ‚dabei zu bleiben‘. „Bei der OBA der Lebenshilfe München etwa gibt es eine eigene Sportgruppe mit zehn Mitgliedern“, erzählt Sarah Höhendinger. „Dazu haben wir noch sechs Ehrenamtliche die sich hier sportlich engagieren.“ Auch in der Lebenshilfe-Wohngruppe-West ist man sportlich mit wöchentlichem Training unterwegs.  Weiterlesen

Dem Kraut beim Wachsen zusehen

Im Sommer beschenkt uns die Natur mit üppigen Grün, man kann dem Kraut fast beim Wachsen zusehen, wie etwa im Krautgarten von Unterhaching. Hier hat auch die HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) der Lebenshilfe München zwei Beete in dem großen Gemeinschaftsgarten. Bei dem von Bündnis 90/ Die Grünen 2016 initiierten Projekt gibt es keine persönliche Parzellen. Alle arbeiten und ernten gemeinsam.   Weiterlesen