Bewegte Anfangsjahre der Lebenshilfe vor 60 Jahren

Unter dem Titel „60 Jahre: Meilensteine der Lebenshilfe München“ veröffentlichte das aktuelle L.I.E.S.-Heft der Lebenshilfe München einen Abriss zur Geschichte des Elternvereins. Wir berichten in Auszügen. Vieles was heute als Selbstverständlich erscheint, wurde damals mühsam erkämpft.

1960: Am 12. Juli des Jahres wird von Mathilde Eller, zusammen mit elf Eltern von Menschen mit Behinderung, die Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e.V.“ gegründet. Heute heißt der Verein „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Stadt und Landkreis München“, hat rund 1000 Mitglieder und ist damit einer der größten Elternvereinigungen Deutschlands.

1968: Die erste Heilpädagogische Tagesstätte in der Dietlindenstraße wird eröffnet. Vier Jahre später ziehen die MitarbeiterInnen mit den Kindern in angemietete Räumlichkeiten in der Neuherbergstraße.

Archivfoto 2014: Die Ehrenvorsitzende Gerlinde Engelmann im Gespräch mit Geschäftsführer Peter Puhlmann.

Die Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe München, Gerlinde Engelmann (84) erinnerte sich noch an jene Zeit: „„Schon 1963 bei der Einschulung meiner Tochter (mit Behinderung) merkte ich schnell, dass es für sie kaum schulische Möglichkeiten gab. In ganz München hatten wir nur eine einzige Sonderschule, zumindest im Süden der Stadt.“ Die hatte aber mit Volker Körner einen engagierten Sonderschulrektor am HPCA (Hasenbergl), der noch bis heute im Kuratorium der Lebenshilfe München aktiv ist und von 1974 bis 1983 auch Vorsitzender des Elternvereins war. Seine Vor-Vorgängerin, Mathilde Eller, unterrichtete sogar während des Krieges heimlich und privat Kinder mit Behinderung. Sie war auch Mitbegründerin der ersten Schule in Bayern für Menschen mit geistiger Behinderung an der Klenzestraße. Die Schule trägt bis heute ihren Namen.

1972: Gemeinsam mit der Stuttgarter Stiftung für Bildung und Behindertenförderung GmbH wird die Werkstatt in der Scharnitzstraße gegründet. Inzwischen warbeiten insgesamt 600 Mitarbeiter mit Behinderung in der Werkstatt. Außerdem wird die Elternberatung als separate Anlaufstelle mit einem eigenen Büro eingerichtet. Zuvor waren Beratungsgespräche nebenbei geleistet worden. Vor einigen Jahren wurde aus der ‚Elternberatung‘ die ‚Angehörigenberatung‘ und die Zahl der Beratungen zu unterschiedlichen Anliegen und Fragen beläuft sich inzwischen auf knapp 800 pro Jahr.

Gerlinde Engelmann erinnert sich. Sie gründete 1972 mit zwei Müttern die Elternberatung und war bis 2001 Vorstand des Elternvereins. „Wir eröffneten 1971 in der Auenstraße eine erste Heilpädagogische Werkstatt, was 1972 zur Gründung der Lebenshilfe-Werkstatt GmbH in der Scharnitzstraße führte. Die damalige Vorsitzende, Silvia Görres, hatte einen großen Anteil daran und setzte sich trotz vieler Widerstände durch. In Würdigung ihrer Arbeit trägt die Einrichtung der Lebenshilfe München an der Neuherbergstraße ihren Namen. In der Elternberatung arbeitet man an der Basis, ist und wird mit den Problemen hautnah konfrontiert. Und damals wie heute brauchen Eltern (leider) meist einen Rechtsbeistand für die vielen Anträge, Vorschriften und Programme. Ein komplexer Bereich, mit dem selbst manch öffentlich Bedienstete ihre liebe Not haben.“

1976: Die mobile Frühförderung beginnt mit ihrem Einsatz für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt. Heute gibt es vier Frühförderstellen an verschiedenen Standpunkten in der Stadt und im Landkreis München.

1977: Die Offene Behinderten Arbeit (OBA) nimmt ihren Dienst auf. Über 300 TeilnehmerInnen nehmen auf ganz unterschiedliche Weise an den vielfältigen Angeboten der Freizeitgestaltung und Bildung für Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung teil und rund 100 ehrenamtliche MitarbeiterInnen begleiten sie dabei.

Das L.I.E.S.-Heft erscheint erstmals. Mehrmals hat es seither sein Äußeres verändert. Dabei ist es umfangreicher und bunter geworden. Seit 2017 kommt die Mitgliedszeitschrift dreimal im Jahr heraus und wird auch in Ingolstadt und Landsberg am Lech mit einem jeweils anderen Lokalteil von Lebenshilfe-Mitgliedern gelesen.

Die kleine Chronik der Lebenshilfe München lesen Sie im aktuellen L.I.E.S.-Heft der Lebenshilfe München unter dem Titel „60 Jahre: Meilensteine der Lebenshilfe München“. Das gesamte Interview mit Gerlinde Engelmann finden Sie im Blog unter:

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/04/13/der-lange-weg-zum-erfolg-in-der-behindertenarbeit/

Interview zur aktuellen Situation der Lebenshilfe München

Interview zur aktuellen Situation der Lebenshilfe München
mit Geschäftsführer Peter Puhlmann

Der bayernweite Katastrophenfall ist aufgehoben und in München ist die Zahl der aktuell infizierten Menschen in vier Wochen von über 1000 auf unter 300 Personen gesunken. Die Lebenshilfe München musste in den letzten drei Monaten nicht einen einzigen Coronafall hinnehmen und hat von Anfang an sehr strenge Schutzmaßnahmen durchgeführt. Wie findet man nun wieder heraus aus der Krise und Isolation, zurück in eine Normalität? Die Redaktion hat sich mit Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann unterhalten.

Redaktion: Der Lockdown hat uns alle in nahezu allen Lebensbereichen betroffen. Besonders trifft es bis heute Menschen mit geistiger Behinderung in betreuten Wohnformen. Sie haben seit Wochen keine Arbeit und damit keine gewohnte Tagesstruktur mehr. Das sind hohe psychische und mentale Belastungen. Hat da nicht so mancher Bewohner einen Wohn-Kollaps bekommen?

Peter Puhlmann (r.) im Gespräch mit MdB Florian Hahn (l.), der sich über die Situation in den Wohnheimen der Lebenshilfe München informiert.

Peter Puhlmann: Es ist nur zum Teil richtig. Ja, die Werkstätten haben für die Bewohner geschlossen und zwar für alle Bewohner unserer Wohneinrichtungen. Das macht es leichter, denn alle sind gleich betroffen. Gleichwohl existiert eine Tagesstruktur, die über die ‚Essenszeiten‘ hinausgeht. Unsere Mitarbeiter betreuen die Kleingruppen, gehen mit ihnen spazieren oder organisieren Spiele. Einige unserer Bewohner, Menschen mit geistiger Behinderung, haben sich auch gut in die Situation hinein gefunden. Für manche ist die Arbeit in den Werkstätten ja auch ein gewisser Druck, dem sie jetzt seit Wochen nicht mehr ausgesetzt sind. Sie empfinden die ‚freie Zeit‘ als angenehm. Dennoch ist es schwierig mit der Situation und den Einschränkungen umzugehen. Das Virus und damit die Bedrohung ist ja nicht sichtbar, sie wird bestenfalls abstrakt wahrgenommen.   Weiterlesen

MdL Claudia Köhler zu Besuch in der Heilpädagogischen Tagesstätte

MdL Claudia Köhler liest bei der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching

MdL Claudia Köhler liest bei der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching

Was passiert beim Vorlesen? Die Kinder hören Geschichten aus Büchern, die man anfassen kann und sehen Bilder, die das Gehörte kommentieren. Ein gemeinschaftliches Erlebnis, das die Phantasie anregt und die Aufmerksamkeit schult.

Schon länger hatte sich die Landtagsabgeordnete (MdL) Claudia Köhler angekündigt und wollte für uns, die HPT der Lebenshilfe München, lesen. Claudia Köhler ist für die Grünen im Gemeinderat von Unterhaching und außerdem seit einem Jahr im Landtag aktiv. Durch sie kamen wir auch als heilpädagogische Einrichtung in den Genuss der Aktion am bundesweiten Vorlesetag (15. November) teilzunehmen. Weiterlesen

Lions-Lauf 2019 für einen guten Zweck

Kinder liefen für einen guten Zweck – Spende aus LIONS-Lauf 2019

Alle Jahre wieder durften wir (das ist die HPT-G in Unterhaching) am Spendenlauf des LIONS Club München König Otto teilnehmen. Hier laufen Kinder für einen guten Zweck und wir aus der HPT G der Lebenshilfe München auch ein bisschen für uns selbst.

Das Prinzip ist einfach, Kinder aus den verschiedenen Grundschulen in und um Ottobrunn herum treffen sich einen Nachmittag lang im Sportpark Ottobrunn und laufen hier (jeder in seinem eigenen Tempo) Runden. Zuvor mussten Sponsoren gefunden werden, die für jede gelaufene Runde einen bestimmten Geldbetrag spenden. Diese Spenden werden sozialen Organisationen gespendet – unter anderem auch der HPT-G der Lebenshilfe München in Unterhaching. Weiterlesen

Roncalli: kichern, lachen, klatschen aus vollem Herzen

Nein der Elefant war nicht echt, beim genauen Hinsehen lief er auf Menschenbeinen. Und auf das Netz um die Manege wurden Ponys und Goldfische holographisch projiziert.

Der Zirkus Roncalli verzichtet inzwischen ganz auf Tiere, was uns sehr angesprochen hat. Fragen kostet nichts, dachten wir von der HPT der Lebenshilfe München in Unterhaching. So erhielten wir für die Kinder, Betreuerinnen und begleitende Eltern unserer Heilpädagogischen Tagesstätte, Freikarten für den Zirkus Roncalli in München.

Alle Beteiligten der Lebenshilfe München überlegten vorher, wie die Durchführung gut gelingen könnte. Eine riesige Unterstützung erhielten wir dank unseres Beförderungsunternehmens Skrabal und seiner Fahrer. Sie waren bereit, die Kinder über eine Stunde später mitten in München am Leonrodplatz abzuholen und sie wieder sicher Zuhause abzuliefern. Weiterlesen

Schaurig-Schönes in der HPT Unterhaching

Am Samstag wurde es bei den Kindern der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München in Unterhaching richtig gruselig. Bei bestem Herbstwetter feierten wir zum ersten Mal Halloween und alle freuten sich schon auf Süsses oder Saueres. Die Kinder brachten viele Leckereien mit wie Geisterkuchen, Spinnenmuffins und Draculabonbons. Sie fanden ihren Platz auf dem großen Buffettisch und es ging richtig los mit dem großen Schmaus.

Das Schönste aber an Halloween ist das Verkleiden, die Kinder lieben es. Sie wickelten sich mit großem Vergnügen in Toilettenpapier zu Mumien-Monstern ein und beklebten sich mit schaurig schönen Tattoos. Ganz Mutige wurden von unseren Erzieherinnen mit gruseligen Spinnen und kleinen Monstern im Gesicht bemalt. Ein seltener Anblick in der HTP Unterhaching.

Beim Apfelfischen wurde es dann aber noch richtig lustig und manch ein Monstergesicht wurde nass und verschmiert. Zum Abschluss genossen alle Kinder noch auf der Terrasse das wunderschöne Wetter und alle waren sich einig: Schade, dass man nur einmal im Jahr Halloween feiern kann. Aber zum Feiern findet sich bei der Lebenshilfe München sicher wieder ein Grund.

Sportfest „Sport ohne Grenzen“

Sonne, Spiel, Spaß und … BOB

Wir – das ist die HPT-G aus Unterhaching – fingen unser Schuljahr 2019-2020 gleich ziemlich sportlich an. Wir nahmen im September an einem inklusiven Sportfest des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e. V. teil. Unter dem Motto „Sport ohne Grenzen“ starteten wir im Team der ‚Erlebte Inklusive Sportschule‘  in Kooperation mit der SG Hausham.  

Es war ein bunter Tag mit vielen Attraktionen wie Kletterturm, Rollstuhlparcours, Wasserspiele, Bogenschießen, Wasserspritzen mit der Feuerwehr und vieles mehr. Gleich zu Beginn ging es mit einer großen Begrüßung mit Tanzvorführung los, wir „Unterhachinger“ wurden sogar extra erwähnt. Weiterlesen

Rückblick auf das Schuljahr 2018/2019 in der HPT-G unter neuer Leitung

Zufrieden können die Bereichsleitung Esther Wagner und die Einrichtungsleitung Sabine Griebel der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT-G) der Lebenshilfe München in Unterhaching, auf ihr erstes gemeinsames Schuljahr 2018/2019 zurückblicken. Auch wenn es zu Beginn erst einmal darum ging, Vertrauen im Kollegium aufzubauen, gleichzeitig mehrere neue Mitarbeiter*innen einzuarbeiten, Eltern kennen zu lernen, einen Grundstein für eine offene, tragfähige Kommunikation zu legen sowie für Beschäftigte und Kinder verlässliche Strukturen zu schaffen, ist es kontinuierlich gelungen, Verbesserungen zu etablieren. Weiterlesen

Ein Sommerfest bei ‚Kids to Life‘

Zum Abschluss des Schuljahres feierte die SVE/HPT Unterhaching ein Sommerfest, mit der Verabschiedung der Schulkinder auf dem Kids to Life Gelände in Unterhaching. Bei bestem Sommerwetter freuten sich schon alle auf die Feier und das anschließende Grillen.

Nach dem alle Eltern eingetroffen waren und sich alle herzlich begrüßt hatten, stellten die Kinder ihr kleines Programm vor. Die angehenden Schulkinder hatten jeweils ein T Shirt mit der Aufschrift „Schulkind 2019“ bekommen und waren so sofort zu erkennen. Weiterlesen

„Ist die Kette aus Gold?“

Beim Bürgermeisters von Unterhaching zu Besuch

„Wir haben eine Einladung des Bürgermeisters von Unterhaching!“ Dieses konnten neun Kinder aus der Heilpädagogischen Tagesstätte E in Unterhaching stolz verkünden. Doch wie kam es dazu? Seit Jahren gibt es in der Lebenshilfe-Einrichtung im Rahmen der Partizipation Kinderkonferenzen und in jeder Gruppe zwei Gruppensprecher. Sie vertreten die Belange der Kinder und bestimmen mit vielen Ideen den Alltag in der HPT mit.

Um den Kindern das Instrument der Demokratie außerhalb der HPT nahezubringen vereinbarten wir im Juli einen Besuchstermin im Rathaus Unterhaching beim Bürgermeister Wolfgang Panzer. Er zeigt der kleinen Delegation seinen Arbeitsbereich und erläuterte die Institution Rathaus mit den vielfältigen Aufgaben. Weiterlesen

Sommerfest in der HPT-G Unterhaching

Ein entspannter Tag für Klein und Groß bei herrlichem Sommerwetter

Auch an einem Samstag können tolle Aktionen in der HPT-G in Unterhaching stattfinden. Im Juli wurde wieder ein großes Sommerfest gefeiert. Bei heißen und sonnigen Sommerwetter startete man mit einer ganzen Reihe von Spiel- und Spaß-Aktionen. Klein und Groß konnten so sofort nach dem Ankommen ins Geschehen einsteigen und gute Laune mitnehmen. Im Angebot waren „Seifenblasen“, „Lustige Fotos“, „Wasser weit spritzen“, „Fische angeln“ oder auch die „Reise nach Jerusalem“. Dabei wurde viel gelacht und kühles Wasser war natürlich sehr gefragt. Weiterlesen

Lebenshilfe ist, wo Lebenshilfe drauf steht

(gsp) Seit Februar leitet die neue Einrichtungsleitung, Sabine Griebel, Dipl. Sozalpädagogin (FH) bei der Lebenshilfe München Kinder und Jugend GmbH die Heilpädagogische Tagesstätte G in Unterhaching. 56 Kinder werden hier in sieben Kleingruppen im Alter von 6 bis 19 Jahren betreut und gefördert. Zuvor war Sabine Griebel bei der Lebenshilfe Miesbach als Einrichtungsleiterin der ‚Villa Kunterbunt‘ einer Heilpädagogische Tagesstätte & Integrative Kindertagesstätte.

Der neu gestaltete Pausen- und Freizeithof an der HPT in Unterhaching wird jetzt von großen Schirmen vor Sonne und Regen geschützt – Fotos: Gerd Spranger

Ihr Wechsel nach München hatte zunächst private Gründe, denn das tägliche Pendeln in das 50 Kilometer entfernte Hausham, auch bei guter Bahn-Anbindung, war auf Dauer doch zeit- und kraftraubend. Den Stellenwechsel begünstigte aber auch eine neue Initiative innerhalb der Lebenshilfen in Oberbayern, nämlich sich bei Personalsuche untereinander zu verständigen. Und „wo Lebenshilfe draufsteht, ist auch Lebenshilfe drin“, freut sich die Pädagogin. Weiterlesen

Classic meets Lebenshilfe Tagesstätten



Zufällig hatte das Jugendorchester der Bayerischen Philharmonie noch einen Termin frei und zufällig hatten wir, die Heilpädagogischen Tagesstätten für Schulkinder, nichts anderes vor. So kam unverhofft und kurzfristig ein Gastspiel bei uns in Unterhaching zustande. Einen größeren Raum für den Auftritt und viele Zuschauer, das war alles, was die jungen Musiker sich wünschten. Für uns war schnell klar: wir bekommen somit ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk in besonderer musikalischer Güte.

Die Turnhalle des Förderzentrums nebenan, war dann mit 27 jungen Musikern auch schon zur Hälfte belegt. Den restlichen Raum nahmen wir Zuschauer ein. Derart auf Tuchfühlung mit einem klassischen Orchester: das versprach intensiv zu werden. Sehr gespannt saßen nun unsere Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter, als der Dirigent (im Frack) und die Musiker (mit ihren Instrumenten in der Hand) unter kräftigem Applaus einzogen. Als in der Stille die ersten Klänge der 2. Symphonie Beethovens den Raum füllten, konnten wir die Kraft der Komposition intensiv spüren.

Wie klingt eine Oboe oder ein Fagott?

Vielleicht auch ein bisschen um zu verstehen, was da, fein aufeinander abgestimmt, seine Wirkung entfaltet, wurden uns die Instrumente durch ihre Spieler vorgestellt. Wie klingt eine Oboe oder ein Fagott? Das konnten wir hören und sehen. Wer kennt eine Violine oder ein Cello? wurden wir gefragt. Und das da ist ein Kontrabass? „Wusste ich´s doch!“ tönte eine Stimme aus dem Zuschauerkreis.

Heiter und gelassen erlebten wir die Stimmung. Nicht nur durch die Auswahl der Musikstücke (1., 3. und 4. Satz), sondern auch durch die beschwingte Spielweise des Orchesters, gestaltete sich ein munterer Dialog mit dem Publikum. Unsere keineswegs nur andächtig lauschenden Zuschauer zauberten fast durchweg ein Schmunzeln auf die Gesichter der Nachwuchsmusiker.

Mit großem Applaus und herzlichem Dankeschön an unsere Gäste, luden wir zu einem kleinen Umtrunk bei uns in der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe ein. Dabei kamen wir schnell miteinander ins Gespräch und erhielten einen Einblick in den Alltag der Orchestermitglieder. Beispielsweise erfuhren wir, wie viele Stunden in der Woche ein Musiker üben muss (sehr viele), oder wann begonnen wurde, das Instrument zu spielen. Eine Geigerin erzählte, dass sie schon mit 4 Jahren angefangen hat. Ein Anderer, dass er durch das Klavierspielen zu seinem jetzigen Instrument gekommen ist.

Zum Schluss waren wir uns einig, dass dieses Gastspiel sowohl allen Spielern, wie auch den Zuhören sehr viel Spaß gemacht hat. Falls nun auch Ihr Interesse an einem Gastauftritt des Jugendorchesters der Bayerischen Philharmoniker geweckt wurde, dürfen wir auf deren Homepage verweisen, dort werden unter dem Stichwort: Soziales Engagement, Erläuterungen gegeben .

Christiane Keim

Link: Hier geht’s direkt zum Jugendorchester:
http://www.bayerische-philharmonie.de/Navigation/Klangkoerper/Jugendorchester-der-br-Bayerischen-Philharmonie

Dem Kraut beim Wachsen zusehen

Im Sommer beschenkt uns die Natur mit üppigen Grün, man kann dem Kraut fast beim Wachsen zusehen, wie etwa im Krautgarten von Unterhaching. Hier hat auch die HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) der Lebenshilfe München zwei Beete in dem großen Gemeinschaftsgarten. Bei dem von Bündnis 90/ Die Grünen 2016 initiierten Projekt gibt es keine persönliche Parzellen. Alle arbeiten und ernten gemeinsam.   Weiterlesen