HPT: Gutes „im Schlechten“ finden

HPT-G Unterhaching in Zeiten von Corona

Wir haben mittlerweile Anfang Juli 2021 und das bedeutet, dass wir in der HPT-G Unterhaching seit fast 16 Monaten Einschränkungen durch COVID-19 in unserer täglichen Arbeit mit beachten müssen. Vieles dürfen die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen einfach nicht. Nichts ist mehr, wie es „vor Corona“ war. Unsere permanenten Themen sind: Mund-Nasen-Schutz, Hygiene, Abstand halten, feste Gruppen, Notbetreuung, Wechselunterricht usw. Eine Herausforderung für unsere Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter*innen. Und trotzdem ist nicht alles „schlecht“.

Feste Gruppen im guten Miteinander

Wie ein Baum muss auch ein gutes Miteinander wachsen

Feste Gruppen bedeutet für uns, dass unsere Kinder und Jugendlichen zwar nicht ihre Freunde aus den anderen Gruppen besuchen können, allerdings sind so aus der eigenen Gruppe neue Freunde mit dazu gekommen. Es ist schneller als sonst ein gutes Miteinander in der Gruppe entstanden – man musste sich ja arrangieren.

Es waren aufgrund der Situation mit Notbetreuung und Wechselunterricht eigentlich nie alle Kinder und Jugendlichen gleichzeitig bei uns anwesend (meist war es die dreiviertelte Gruppe). Das „Durchgewechsel“ war nervig und auch für alle Beteiligten anstrengend, allerdings waren die Gruppen auch kleiner und so konnte noch gezielter und individueller gefördert werden.

Pädagogik zurück zur Basis

Auch konnten die Gruppen plötzlich nicht mehr auf große Ausflüge fahren (Kino, Spielarena, Tierpark usw.). Jetzt geht es gemeinsam in den Ortspark oder man erkundet den Wald. Erlebnisse, die für die Kinder und Jugendlichen „von heute“ ganz anders sind und für die älteren Generationen völlig normal. Quasi eine Pädagogik zurück zur Basis.

Wir sind viel unter uns. Dadurch festigen sich das Gesamtgefüge und der Zusammenhalt innerhalb unserer HPT. Schade ist aber, dass dies mit dem Inklusionsgedanken nur sehr wenig zu tun hat. Und trotzdem gibt es für uns alle nichts Schöneres, dass wir (wenn auch weiterhin mit Einschränkungen) seit den Pfingstferien 2021 wieder im „Normalbetrieb“ sind. Alle sind wieder da. Am ersten Tag hörte man bei uns ständig: „Hallo … – schön, dass du wieder da bist!“.

Sabine Griebel, HPT-G Unterhaching

Sporthaus Schuster spendet der Lebenshilfe frühe Weihnachtsfreuden

Das Sporthaus Schuster spendet für die Lebenshilfe München

Das Sporthaus Schuster spendet für die Lebenshilfe München

Eine frühe Weihnachtsfreude bereitete das Sporthaus Schuster der Lebenshilfe München. Waren im Wert von rund 35.000 Euro gingen direkt an Menschen mit geistiger Behinderung. Das ist bei dem bekannten Münchner Sporthaus, seit über 100 Jahren im Zentrum von München angesiedelt, längst zu einer kleinen Tradition geworden. Bei der Lebenshilfe München initiierte das Unternehmen 2011 das erste mobile Sportgeschäft ohne Kasse und jetzt wieder bei der HPT in Unterhaching. In den Jahren zuvor hatte sich das Sporthaus Schuster bereits bei den Lebenshilfen in Starnberg, Bad Tölz, Landsberg, Freising und Erding mit dem mobilen Warenhaus engagiert.   Weiterlesen

MdL Natascha Kohnen bei der Lebenshilfe München

Es besteht ein spezieller Förderbedarf –
Ein Gefühl für die Situation bekommen

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Mit viel Freude bei den sportlichen Übungen in der Turnhalle der HPT in Unterhaching. Auf dem Foto (v.r.) Peter Puhlmann, Sabine Refle und MdL Natascha Kohnen.

(gsp) Natascha Kohnen ist seit 2008 für die SPD im Landtag und seit 15 Jahren aktiv in der Politik tätig. Sie stellt sich dabei immer wieder besonderen Situationen, wie jetzt mit einem ‚Rollentausch‘ bei der Lebenshilfe München. Sie schlüpfte für einen Tag in die Rolle des Erziehers und Beobachters in der Heilpädagogischen Tagesstätte in Unterhaching. „Ich war auch schon bei ‚der Tafel‘, in einer Einrichtung für Menschen mit schwerer Demenz und anderen Diensten, die sich um soziale Brennpunkte kümmern“, erzählt die Abgeordnete.  Weiterlesen

Ruhe und Sicherheit für Autisten

(gsp) Autismus ist unter Kindern mit geistiger Behinderung keine Ausnahme. Dabei unterscheidet man nach dem frühkindlichen Autismus und nach dem Asperger Syndrom, eine Entwicklungsstörung die sich ab dem 3. Lebensjahr zeigt. Bei einem frühkindlichen Autismus erscheinen Menschen oft mit einer geistigen Behinderung, sind eher zurückgezogen und brauchen viel Liebe und Zuwendung. Andersrum fällt es Autisten schwer, diese zu zeigen, ihre emotionale Entwicklung ist beeinträchtigt. Zu viele Menschen, Lärm und Unruhe bringen sie schnell aus dem Gleichgewicht, sie kapseln sich ab (siehe Link).    Weiterlesen

lassmich oder fassmich

Theater ‚Die Trampelmuse‘ bei der Lebenshilfe München

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Das Theaterstück ‚lassmich-fassmich‘ zur Prävention von sexuellen Übergriffen unter Kindern zeigt mit Schauspiel, Puppenspiel und Percussion grenzwertige Situationen, die zum Nachdenken, zur Bewusst-Werdung sensibilisieren. Es hat immer mit Grenzverletzungen zu tun, die Würde, den Respekt des Anderen zu verletzen. Wo aber sind Grenzen, was ist erlaubt oder erwünscht, wie erkenne ich das? Viele Fragen, die Kinder, abgesehen vom familiären und kulturellen Hintergrund, auch für sich selbst entscheiden und erfahren müssen.   Weiterlesen

Verabschiedung von Ilse Hoffmann bei der Lebenshilfe München

Nach zwei Jahren und vier Monaten wurde Ilse Hoffmann von der Lebenshilfe München verabschiedet. Geschäftsführer Peter Puhlmann bedankte sich für die Zusammenarbeit und wünscht Ilse Hoffmann weiterhin einen guten Weg innerhalb der Lebenshilfe.    Weiterlesen

Lebenshilfe München: Sponsor gefunden

Der Sponsor heißt Jimmy und ist neun Jahre alt. Er ist kein Neureicher, sondern stolzer Besitzer eines Kett-Cars. Zuhause kennt er jeden Schleich- und Wiesenweg, je hügeliger und steiler, je besser. Für Jimmy und sein Kett-Car gibt es kein Halten.

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Jetzt trennt sich Jimmy von seinem ganzen Stolz, von seinem geliebten Kett-Car. Er spendet es der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) in Unterhaching. Denn hier lebt sein Bruder, der ist Autist. Mit dem Kett-Car sollen auch andere fahren dürfen. Kett-Cars sind in der HPT nur schwer zu bekommen, es gibt zu wenige davon. Und niemand weiß es besser wie Jimmy, was für einen Spaß so ein Kett-Car machen kann.

Extra für die Spendenübergabe hat er es nochmal geputzt und poliert und ist ganz stolz mit seinem Kett-Car vorgefahren. Mit drei Jahren hat er es bekommen und es heiß und innig geliebt.

Lebenshilfe München: „Den Menschen gerecht werden“

Im Gespräch mit der Erzieherin Angelika Anzinger vom HPT in Unterhaching

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(gsp) Die Erzieherin Angelika Anzinger engagiert sich seit 38 Jahren für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung in der Heilpädagogischen Tagesstätte ‚G‘ (HPT) der Lebenshilfe München in Unterhaching. Im Gespräch wird schnell deutlich, wie sehr ihr das Wohl der Kinder am Herzen liegt.

Sie hat dabei aber auch die Eltern im Blick und möchte andere für ihren Beruf begeistern.„Viele haben keine Vorstellung vom Beruf des Pädagogen, Erziehers oder Heilpädagogen im Kinder- und Jugendbereich. Dabei gibt es kaum eine befriedigendere Aufgabe, als anderen Menschen zu helfen ‚weiterzukommen‘, sich in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln.“    Weiterlesen

Der lange Weg hin zu einem normalen Leben

H P T   U N T E R H A C H I N G

Neue Leitung bei der Lebenshilfe in Unterhaching
Enge Zusammenarbeit mit den Eltern
Gesellschaftliche Teilhabe voran bringen

Die Diplom-Sozialpädagogin Sabine Refle ist seit September die neue Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München in Unterhaching. Sie unterrichtete zuletzt an einer Fachschule für Heilerziehungspflege in der Nähe von München und kennt die Facetten des Berufs sowie die Begleitung und Förderung von Menschen mit Behinderung.

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Sabine Refle an ihrem neuen Arbeitsplatz

Die professionelle Behindertenarbeit sowie ihre schrittweise Eingliederung in die Gesellschaft sei noch nicht so alt, meint sie und erläutert: „Erst in den 50er-Jahren hat sich gesellschaftspolitisch eine grundlegende Änderung des Menschenbildes in Deutschland ergeben und vor 50 Jahren gründeten engagierte Eltern deutschlandweit Lebenshilfen als Verein, mit heute ca. 2500 Einrichtungen und Diensten. Erst viel später, in den 90er-Jahren, öffnete man sich auch in der Gesellschaft zunehmend diesem Thema.“    Weiterlesen

Ein lebensfrohes Miteinander

Zuerst ein paar Regeln

Zuerst ein paar Regeln … Foto: gsp

Ein lebendiges, von spielenden und lachenden Kindern geprägtes Programm hat die Lebenshilfe München im Rahmen des Münchner Stiftungs-Frühling  am 18. März in der Hachinger-Tal-Schule inszeniert. Die große Turnhalle wurde zu einem Bewegungs- und Sinnesspielraum umgestaltet. Auf weichen Matten, in großen Seilschlaufen, mit Schaumstoffwürfeln, Schwebebalken, Leitern, Kletterstangen und Böcken übten sich die Kinder in ihrer Koordination und Beweglichkeit.

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