Was sagen Politiker zur Situation von Menschen mit Behinderung

Hier geht es zu unserem I. Teil: Wir fragen – Politiker antworten

Wie eng der Bezirk Oberbayern bei seinen Entscheidungen mit Menschen mit Behinderung verbunden ist, zeigte sich in den Statements und Wortmeldungen der Lebenshilfe-Veranstaltung „Wir fragen, Politiker antworten“ der OBA am 21. Juli. Alle Politiker gaben ein kurzes Statement. Hier ein kleiner Auszug:

Peter Puhlmann mit Julia Bader (links) von der OBA, die den Abend meisterhaft organisierte, und Monika Dollinger vom Bayerischen Rundfunk. Sie moderierte die Beiträge. Text & Fotos: Gerd Spranger

Josef Loy (CSU) will die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung verbessern. Er betont: „Dafür brauchen wir den richtigen Rahmen, die richtigen Voraussetzungen. Es muss Menschen mit Behinderung möglich sein, in allen Lebenssituationen mitmachen (teilhaben) zu können.“ Hilfen sollen dabei nicht nach dem Prinzip Gießkanne – also überall etwas – sondern auf den einzelnen Menschen angepasst werden.

Er bedanke sich bei den Zuhörern für ihren Mut und ihre offenen Worte.

Helga Hügenell (SPD) sieht in offenen und neuen Wohnformen, etwa wenn Studenten mit Menschen mit Behinderung zusammen leben, einen guten Weg der Inklusion. „Auch bringt das Bundesteilhabegesetzt (BTG) deutliche Verbesserungen, etwa wenn es ermöglicht, mehr Geld für sich selbst zu behalten“, bekräftigt sie. Wünschenswerte sei auch, das Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt bessere Chancen erhalten.   Weiterlesen

Neue Ehrenamts-Vertretung bei der Lebenshilfe München

Die OBA der Lebenshilfe München erreicht mit Ihren Angeboten etwa 500 Menschen in und um München. In den wöchentlichen Clubs, bei den Angeboten aus dem Freizeit- und Bildungsprogramm und auf den Reisen verbringen Menschen mit und ohne Behinderung ihre Freizeit zusammen. Das alles ist möglich durch das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. „Mit unseren begleiteten Reisen sind wohl an die 100 Ehrenamtlichen bei uns aktiv“, erzählt die Sozialpädagogin Monika Barbato.

Viel Organisation und Abstimmung

Die neue Ehrenamtlichen-Vertretung der OBA (von links n. r.): Heike Bloching-Schwarz, Angelika Eisele und Dominik Cappello. Nicht im Bild ist Max Kreutzer

Da ist viel Organisation und Abstimmung gefragt. Deswegen wird bei der OBA der Lebenshilfe München schon lange eine eigene Ehrenamts-Vertretung gewählt, die für fünf Jahre im Amt bleibt. Im Januar waren Neuwahlen und die neuen Vorsitzenden, Heike Bloching-Schwarz, Angelika Eisele, Dominik Cappello und Max Kreutzer kamen zu einem ersten Arbeitstreffen gemeinsam mit den Hauptamtlichen zusammen. Die Ehrenamtlichen-Vertretung ist das Bindeglied zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen.   Weiterlesen

40 Jahre OBA – Gott sei Dank

(gsp) Am 16. März feiert die Lebenshilfe München unter dem Motto „40 Jahre OBA – Gott sei Dank!“ einen Gottesdienst. Teilnehmer, Ehrenamtliche und Angehörige der OBA gestalten die Feier gemeinsam mit Pfarrer Schlosser und Pfarrer Wohlfahrt in der „Maria-Hilf-Kirche in der Au“, Mariahilfplatz 42 in München ab 19.00 Uhr. Anlässlich der Feierlichkeit haben wir einen Beitrag vom Sommer 2017eingestellt.

Aufbruch und Umbruch 

Die Jahre von 1975 bis 1980 waren Aufbruch- und Umbruchjahre bei der Lebenshilfe München. Das Ringen um die gesellschaftliche Anerkennung und die Förderung von Menschen mit Behinderung hatte 15 Jahre nach Gründung des Elternvereins viel angestoßen und bewirkt.

So entstanden in München erste Einrichtungen der Frühförderung und die Lebenshilfe-Werkstätten (ab 1975), die erste Wohnstätte wurde in der Hofbauernstraße eingeweiht (1978) und auch die Offene Behindertenarbeit ist seit 1977/78 fester Bestandteil der Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung.   Weiterlesen

Reisegruppe der Lebenshilfe besucht MdB Florian Hahn in Berlin

Mit dem Zug startete eine 15köpfige Reisegruppe der Lebenshilfe von München zu einer Bildungsfahrt nach Berlin. Vier Begleiter waren mit von der Partie und man hatte sich einiges vorgenommen. Sie folgten einer Einladung von MdB Florian Hahn, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung der Lebenshilfe München.

#lebenshilfe, #münchen, # berlin, #reichstag

Die Reisegruppe der Lebenshilfe München vor dem Reichstaggebäue in Berlin

Bei zwei Übernachtungen blieb der Montag als ganzer Tag in Berlin. Und natürlich waren alle gespannt auf das Reichstaggebäude am Platz der Republik, mit seiner markanten großen gläsernen Dachkuppel. Im Plenarsaal gab es zunächst einen Vortrag darüber, wie Politik in Deutschland funktioniert, über Aufgaben und Funktionen des Deutschen Bundestages. Erläutert wurden Aufgaben, Arbeitsweise und Zusammensetzung des Parlaments sowie die Geschichte und Architektur des Reichstaggebäudes.  Weiterlesen

Ein Wechsel der Paradigmen bei der Pflegeversicherung

– Lebenshilfe München informiert in mehreren Seminaren –

Der Informationsabend der Lebenshilfe München am 27. Oktober zu den Änderungen bei der Pflegeversicherung durch das Pflegestärkungsgesetz II war komplett ausgebucht. Ein zweiter Termin ist bereist für den 15. November angesetzt, zu dem der Landesverband der Lebenshilfe Bayern ebenfalls in die St. Quirin Straße in München-Giesing einlädt. Das Thema ist brandaktuell, denn ab dem 01. Januar 2017 gelten für den Bezug von Leistungen aus der Pflegeversicherung völlig neue Bedingungen. Am 25. Januar gibt es einen weiteren Termin mit der Lebenshilfe München in Kooperation mit der AOK.  Weiterlesen

Zeit, Kapital und Produkte für soziale Projekte

Salesforce unterstützt die Lebenshilfe München

Für einige Firmen ist es selbstverständlich, ihren wirtschaftlichen Erfolg auch mit sozialem Engagement zu verbinden. Salesforce, ansässig in San Francisco und mit deutschem Headquarter in München, pflegt diese Firmenkultur seit der Unternehmensgründung vor 16 Jahren und hat das sogenannte 1-1-1 Modell in der Gründungakte festgeschrieben: „Wir geben ein Prozent unseres Kapitals, ein Prozent unserer Produkte und ein Prozent unserer Zeit an gemeinnützige Organisationen weiter.“ Das bedeutet, dass jedem Salesforce-Mitarbeiter weltweit sechs Arbeitstage zur Freiwilligenarbeit zur Verfügung stehen; sei es, um bei örtlichen Tafeln Essen an Bedürftige und Obdachlose zu verteilen, Kindern Lesen oder Programmieren beizubringen, Schulen in Südostasien, Afrika oder Südamerika zu bauen, oder eben auch um Menschen mit geistiger Behinderung zu unterstützen, wie bei der Lebenshilfe München.    Weiterlesen

Begleitservice für Bus und Bahn startet in München

Harry Zipf von der Lebenshilfe München:
„Es bleibt zu oft ein Hindernis“

Entgegen vieler Meinungen ist es zur wirklichen Barrierefreiheit in München noch ein weiter Weg. Das gilt auch für den öffentlichen Personennahverkehr. Selbst wenn alle Aufzüge funktionieren und es Menschen mit Behinderung bis an den richtigen Bahnsteig zur richtigen Zeit schaffen, bleibt immer noch ein Hindernis weiß Harry Zipf, Koordinator der Offenen Dienste der Lebenshilfe München: „Bei dichtem Gedränge wie etwa im Berufsverkehr und immer kürzeren Frequenzen der Züge (2-Minuten-Takt) schaffen es Menschen mit Behinderung, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, nur schwer in die U-Bahn zu kommen. Auch der schnelle Ausstieg kann zu einem Problem werden.“ Ein Mobilitätsservice der Stadt München muss greifen, vor allem bei Bus und Bahn.

MVV_TramDabei sollte hier schon längst Abhilfe geschaffen sein. Die UN-Behindertenrechts-Konvention mit der Forderung danach ist aus dem Jahre 2008 und wurde bereits 2006 von der UNO verabschiedet. Aber immerhin, die Stadt München bemüht sich. So hat der Stadtrat 2010 eine Studie über die Lebensbedingungen und Bedarfe von Menschen mit Behinderungen in Auftrag gegeben. 2013 lagen die Ergebnisse der Studie vor. Zur Umsetzung der daraus gewonnenen Einsichten haben aus dem Behindertenbeirat der Stadt München acht Arbeitskreise mitgewirkt.   Weiterlesen

Lebenshilfe München im BMW-Werk

bmwweltEs ist ganz klar: BMW gehört zu München. Das markante Firmengebäude in direkter Nähe zum Olymiagelände, der BMW-Turm, auch bekannt als „Vierzylinder“, zählt seit 1972 zum Wahrzeichen moderner Architektur in der bayerischen Landeshauptstadt. Hinter dem Vierzylinder und der futuristisch wirkenden BMW-Welt mit Ausstellungs-, Auslieferungs-, Erlebnis-, Museums- und Eventstätte, verbergen sich noch 12 große Fabrikhallen. Das BMW Werk im Münchner Norden ist das Stammwerk der BMW Group. Rund 9.000 Mitarbeiter aus über 50 Nationen arbeiten an diesem Standort, davon etwa 700 Auszubildende.   Weiterlesen

OBA: Erfolg mit neuem Musikprojekt

musik_114

Musik verbindet Generationen und Kulturen. Musik bring Menschen zusammen in ihrer ganzen Verschiedenartigkeit. Musik lässt zu, öffnet Räume, gibt Raum zum Experimentieren. Die Musikschule in Ismaning formuliert es so: „Unterrichtsstruktur und Inhalte müssen einen Raum schaffen, in dem Verschiedenartigkeit ein Wert für Gemeinsamkeit und nicht für Ausgrenzung ist.“ Musik spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle. Es vergeht wohl fast kein Tag, an dem wir nicht irgendwie Musik hören und meistens macht uns das gute Laune.    Weiterlesen

Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

Teilhabe

Georg Hohenester von der OBA mit einer Gruppe aus der Lebenshilfe-Wohneinrichtung in Putzbrunn beim Workshop „Zukunftswerkstatt“.

Bayern macht jetzt ernst mit der Umsetzung der UN Behindertenkonvention aus dem Jahre 2008. Eine Vorreiterrolle nimmt dabei die Stadt München ein, die in einem Aktionsplan (link) bereits elf Handlungsfelder mit 47 Maßnahmen erarbeitet hat, der nahezu das gesamte gesellschaftliche Leben erfasst. Im Landkreis München feilt man seit Juli 2014 an einem Aktionsplan. Die Lebenshilfe München wirkt sowohl in der Stadt wie auch im Landkreis München aktiv an der Erarbeitung und Umsetzung mit.   Weiterlesen

Auszeichnung für das Ehrenamt

OBA ist ein starkes Team mit vielen Helfern

Lebenshilfe hat immer mit persönlichem Engagement und Ehrenamt zu tun, wie bei der Lebenshilfe München. Hier ist es auch zur Tradition geworden, zweimal jährlich alle einzuladen, die sich ehrenamtlich engagieren. Die meisten von Ihnen sind in der OBA (Offene Behindertenarbeit) tätig, einige auch im Bereich ‚Wohnen‘. Im Café Plinganser trafen sich jetzt 60 ‚Ehrenamtler‘, das Team der OBA, Geschäftsführer Peter Puhlmann und Petra Bianca Koch vom Vorstand des Elternvereins. Es war ein zwangloser Austausch, wobei die Örtlichkeit bewusst gewählt wurde. Das Café Plinganser im Sozialbürgerhaus Obersendling wird nämlich ebenfalls von der Lebenshilfe betrieben. 12 Menschen mit Behinderung haben hier ihren festen Arbeitsplatz und ihr Auskommen.    Weiterlesen

6000 Menschen informieren sich über das Ehrenamt

Münchner Freiwilligen Messe im Gasteig war ein voller Erfolg

Das Münchner Kulturzentrum „Gasteig“ erlebte zur Münchner Freiwilligen Messe wieder einen intensiven Besuchertag. In weiten Bereichen strömten die Menschen dicht gedrängt durch die Säle, Gänge und Ausstellungsflächen über zwei Etagen, auf der fast 90 Vereine und Organisationen ihre Arbeit für das Gemeinwohl vorstellten. Auch die Lebenshilfe München präsentierte sich mit einem eigenen Stand auf der Freiwilligenmesse im Gasteig.

mfm_samp_aa

Engagiert am Messestand (v.l.): Felix Trautmann, Monika Barbato, Max Scheuermann und Harry Zipf (r.). Zum Vergrößern klicken – Fotos: Gerd Spranger

Ein Schwerpunkt war der „Inklusion“ gewidmet und der Behindertenbeirat der Stadt München half den Besuchern ihr Inklusions-Verständnis zu hinterfragen. Dazu bediente er sich einer Powerpoint-Präsentation mit 30 Fragen zu speziellen Alltagssituationen. Auch sonst erlebten die Besucher ein überwältigendes Angebot für ehrenamtliches Engagement. 5979 Besucher in sieben Stunden zeigen die hohe Bereitschaft der Münchner sich sozial zu betätigen.    Weiterlesen

Neues Programm der Lebenshilfe für Freizeit und Bildung

– In wenigen Tagen ausgebucht – noch Restplätze frei –

Seit vielen Jahren zählt das Bildungs- und Freizeitprogramm der OBA (Offene Behindertenarbeit) der Lebenshilfe München zu den gut gebuchten Angeboten. Die meisten Kurse und Tagesveranstaltungen sind innerhalb weniger Wochen ausgebucht. „Restplätze aber gibt es bei unserem Programm Freizeit und Bildung immer wieder“, bekräftigt Harry Zipf.

mini_2187

Mit 50 Veranstaltungen wird eine Menge geboten. Sportlich unterwegs ist man beim Wandern, auf Ausflügen oder beim Kegeln. Kulturell stehen Besuche in Theater, Museen, Ausstellungen, Konzerten und bei Gottesdiensten offen. Selbst aktiv werden Menschen mit Behinderung beim Basteln, auf der Tanzparty, einer geheimnisvollen Stadtführung und natürlich bei allen anderen Aktivitäten. Freizeit und Bildung machen Spaß. Das Heft wurde ‚inklusiv‘ zusammengestellt.   Weiterlesen

25 Jahre Familien-unterstützender-Dienst der Lebenshilfe

Siehe auch Bericht vom 12. Juli: link
Am 26. Juli feiert der FUD sein 25-Jähriges

Seit 2008 wird die regionale OBA (Offene Behindertenarbeit) vom Bezirk Oberbayern finanziert. Zu ihr zählt auch der Familienunterstützende Dienst (FUD) der Lebenshilfe München. Bezirkstagspräsident Josef Mederer bezeichnet die OBA als das „Herzstück der ambulanten Eingliederungshilfe“. In Bayern flossen 2012 etwa 18 Millionen Euro in die 180 Dienste der OBA. „Sie steht damit auf einem soliden Fundament und ist ein unverzichtbarer Baustein im Inklusionsprozess, der für das Gemeinwesen so wichtig ist,“ bekräftigt Josef Mederer.

towo_ausw_bb

Im großen Kinderzelt auf dem Tollwood-Gelände zeigte sich der FUD einem großen Publikum

Die Einführung eines Familien-Entlastenden-Dienstes bei der Lebenshilfe München war an hohe Erwartungen gebunden.   Weiterlesen