Austausch mit der Städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik

Florian Mauch von der Lebenshilfe München im Gespräch mit Fachkräften der Akademie für Sozialpädagogik.

Am Montag hatten die Wohngruppen der St.-Quirin-Straße bei der Lebenshilfe München angehende ErzieherInnen, die gerade die Ausbildung an der Städtischen Fachakademie für Sozialpädagogik leisten, und ihrer Dozentin Eva Hermann-Kloss zu Besuch. Es war ein angeregter Austausch, ein ‚meet and greet‘ im besten Sinne. Zunächst wurde die Arbeit der Lebenshilfe München von Einrichtungsleiter Florian Mauch (Wohnen Stadt Süd), Daniela Holzmann (Leitung Ambulant Betreutes Wohnen) und Gruppenleiterin Antje Hiltscher (Wohngruppe 1 St.-Quirin-Straße) kurz vorgestellt, um den jungen Menschen einen Überblick über die unterschiedlichen Facetten der Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung zu gewähren. Die vielen interessierten und wohl durchdachten Fragen der jungen Menschen waren zum einen ein beeindruckender Beweis ihrer Reife und zum anderen eine Antwort auf die Frage, warum ErzieherInnen in der Betreuung von Menschen mit geistigen Behinderungen als Fachkräfte beschäftigt werden.

„Wie ist das mit der Mitsprache der Bewohner“

Es wurde etwa das Mitspracherecht der Bewohner hinterfragt und wie sie es bei uns nutzen können. „Wie Sie es bereits richtig formuliert haben, schaffen wir als Dienstleister den entsprechenden Raum dafür. Etwa durch unsere Wohnheimversammlungen, den Heimbeirat und einer meist ‚offenen Tür‘ der Einrichtungsleitung“, informierte Florian Mauch.

Eine weitere Frage war, ob wir Menschen mit Doppeldiagnosen (Menschen die z.B. eine geistige Behinderung und eine seelische Erkrankung haben) betreuen. Daniela Holzmann bejahte dies. „Die Betreuung von Doppeldiagnose birgt Herausforderungen, der sich nicht alle Träger auf dem Markt stellen wollen. Bei uns als Lebenshilfe können Menschen das aber. Jedoch muss eine vorrangige geistige Behinderung vorliegen und das Gruppensetting darf nicht langfristig zu gegenseitigen intensiven Belastungen führen.“

Bei sommerlichen Wetter zählte auch der zwanglose Austausch im Garten zum Programm. Fotos: Lebenshilfe München

Während eines kurzen Rundgangs durch eine Wohngruppe konnte Antje Hiltscher ganz praktisch erläutern, wie BewohnerInnen dazu befähigt werden, die für Sie sehr wichtige eigenständige Orientierung in ihrem Lebensumfeld zu erlangen. An den Bildern auf dem Bilddienstplan können auch BewohnerInnen die nicht lesen können, in Erfahrung bringen, welcher Mitarbeiter wann arbeiten wird. Aber auch wenn es um die persönlichen Aufgaben der BewohnerInnen geht, unterstützt hier ein Bildplan. Jede BewohnerIn hat eine Woche lange die gleiche Aufgabe (z.B. Geschirrspüler einräumen, Tisch abwischen etc.), danach wechselt die Aufgabe.

Fachkräfte bei der Lebenshilfe München willkommen

Nach diesem informellen Teil haben sich dann alle anwesenden BewohnerInnen, die SchülerInnen und die MitarbeiterInnen der Lebenshilfe im Garten zu einer gemeinsamen Brotzeit zusammen gefunden und die SchülerInnen konnten im direkten Gespräch mit den BewohnerInnen noch viele offene Fragen klären. Es war für alle eine Freude bringende Zusammenkunft.

„Natürlich nutzt man einen solch wichtigen Besuch, um auch Werbung als Arbeitgeber zu machen“, räumt Florian Mauch lächelnd ein. „Gutes Personal ist nun mal von zentraler Bedeutung!“ Das Wichtigste in der heutigen Zeit sei es, einen Zugang zum Nachwuchs zu haben und als fairer und ehrlicher Player auf dem Personalmarkt des Sozialwesens wahrgenommen zu werden. „Dann bekommt man auch Bewerbungen“, ist sich Florian Mauch sicher. Diese Attribute sind in der Branche leider nicht überall selbstverständlich. ErzieherInnen sind bei der Lebenshilfe München als Fachkräfte willkommen.

Lebenshilfe gründet eine ambulant betreute inklusive Wohngemeinschaft

(gsp) Einmal mehr zeigt die Lebenshilfe München, dass sie sich den Anforderungen der Zeit stellt, innovative Wege geht und dabei die positive Entwicklung von Menschen mit geistiger Behinderung im Blick hat. Der intensive Ausbau des ambulant betreuten Wohnens der Lebenshilfe München Wohnen GmbH war die letzten Jahre ebenso erfolgreich, wie die vor zwei Jahren gegründete Wohngemeinschaft an der Landsberger Straße. Jetzt wagt sie sich an ein neues Projekt heran, und ist in München damit erst der zweite Träger. Gemeinsam mit vier Studenten sollen jetzt sechs Menschen mit geistiger Behinderung eine Wohngemeinschaft gründen.

Wohnen auf drei Ebenen und ein großer Garten in ruhiger Lage sind beste Voraussetzungen für die neue Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München. Fotos: Gerd Spranger



René Pfeifer, Bereichsleiter der Lebenshilfe München Wohnen GmbH , stellte jetzt gemeinsam mit Daniela Holzmann (Ambulanter Dienst) und Florian Mauch (Einrichtungsleiter) das Projekt in der Wohneinrichtung Hermann-von-Sicherer-Straße vor. Eingeladen dazu waren erste studentische Interessenten mit denen man sich im großen Garten der Einrichtung zusammensetzte. Aktuell wird die Einrichtung renoviert, soll aber bis zum 1. Oktober bezugsfertig sein.

Studenten unterstützten die Betreuung

Studenten wohnen mit den Menschen mit geistiger Behinderung zusammen und unterstützen die Betreuung. „Unsere Bewohner mit Handicap sind zwischen 19 und 35 Jahre alt, und sollen in der WG so normal wie möglich wohnen und leben“, erklärt Pfeifer den vier jungen Studenten die Situation. „Bezahlen brauchen Sie für das Wohnen nichts, übernehmen dafür aber ‚zwei Dienste‘ unter der Woche und sind einmal im Monat am Wochenende anwesend.“  Weiterlesen

Lebenshilfe-Wohneinrichtung in Unterschleißheim ist komplett

Lebenshilfe geht neue Wege

(gsp) Seit Januar 2018 nutzt die Lebenshilfe München eine Wohngruppe des Seniorenzentrum Haus am Valentinspark in Unterschleißheim als äußerst komfortables Ausweichquartier für den anstehenden Neubau im Willinger Weg. Der Paritätische Bayern als Betreibers des Hauses und die Lebenshilfe konnten sich hierbei in einer Win-WIn Situation einig werden. Notwendig wurde der Umzug für die Lebenshilfe München und somit auch für die Bewohner wegen der notwendigen Anpassung des Lebensraums der Klienten im Sinne der bayrischen Ausführungsverordnung des Pflege und Wohnqualitätsgesetzes (AV PfleWoQG). Die in die Jahre gekommenen Wohneinrichtungen in Häusern aus der Gründerzeit entsprechen nicht mehr den verlangten Standards und werden von Grund auf renoviert oder sogar neu gebaut.

Gemütliches Miteinander auf der sonnigen Terrase. Links im Bild Einrichtungsleiter Florian Mauch, Betreuerin Jehona Paljoj und der Betreuer Benjamin Klose (rechts). Text & Foto: gsp

Eigenes Bad mit Dusche und Toilette

Die Bewohner freuen sich durchwegs über die neuen hellen Zimmer und das eigene Bad mit Dusche und Toilette möchten sie heute nicht mehr missen. Ein Komfort, den die alten Wohneinrichtungen nicht bieten konnten. Den zehn Bewohnern aus dem ‚Willinger Weg‘, folgten jetzt weitere fünf Bewohner aus der ‚Hermann-von-Sicherer Straße‘. Mit 15 Bewohnern ist die Wohneinrichtung der Lebenshilfe München im Seniorenzentrum damit voll belegt. Die Redaktion hat sich mit Einrichtungsleiter Florian Mauch unterhalten.  Weiterlesen

Lebenshilfe München profiliert sich als modernes Sozialunternehmen

Projekt „Unternehmensweite Softwarelösung“

Denkt man an den Auftrag der Lebenshilfe München, die Betreuung und Beratung von Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen und gesetzlichen Vertretern, erwartet man kaum, dass auch hier die Notwendigkeit der Digitalisierung erforderlich geworden ist. Externe Anspruchsgruppen (z.B. Kostenträger, Heimaufsichten, Dachverbände, etc.) verändern ihre Anforderungen und die Lebenshilfe München muss sich diesen Veränderungen schnell und professionell anpassen.

Die ersten Lebenshilfe-Vereine in Deutschland haben sich vor über 55 Jahren gegründet und ihre Strukturen bis zum Jahr 1990 weitgehend ausgebaut und gefestigt. In München etwa hat man vor rund 10 Jahren begonnen zwei große Bereiche (Wohnen sowie Kinder & Jugend) in eigene gemeinnützige GmbHs zu wandeln, damit sich der Elternverein besser auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Aber nicht nur das, sondern die Arbeit und Struktur mit rund 400 hauptamtlichen und nochmals so vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern – für weit über 1000 betreute Menschen mit geistiger Behinderung – verlangt Organisation, Struktur, Professionalität und die oben angesprochene Agilität.   Weiterlesen

Lebenshilfe München beugt mit Schulungen vor

Seminar: ‚Deeskalation in der Praxis‘ mit René Pfeifer

Wenn Situationen außer Kontrolle geraten, sie eskalieren, dann ist es für eine konstruktive Annäherung zu spät. Es ist darum wichtig, rechtzeitig für eine Deeskalation zu sorgen und die richtige Atmosphäre dafür zu schaffen. Das gilt vor allem in betreuten Einrichtungen, dort wo viele Menschen zusammenleben oder arbeiten, wie bei der Lebenshilfe München mit elf Wohneinrichtungen in Stadt und Landkreis München für Menschen mit geistiger Behinderung.

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Seminarleiter René Pfeifer (l.), Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann und Florian Mauch (r.), Pflegedienstleiter und Qualitätsbeauftragter für den Bereich Wohnen.

Geschäftsführer Peter Puhlmann setzt auf Fortbildung und Vorbeugung und hat für alle Mitarbeiter der Lebenshilfe Wohnen GmbH eine dreitägige Fortbildung zum Thema Deeskalation angesetzt. Eine Problematik, mit dem die Betreuer täglich zu tun haben, soweit es um ein herausforderndes Verhalten geht. Das ist oft im Persönlichkeitsbild eines Menschen mit geistiger Behinderung begründet. Seminarleiter René Pfeifer fordert darum das Recht auf geschultes Personal ein, vor allem bei Menschen mit geistiger Behinderung. „Nur wer die besonderen Merkmale und typischen Verhaltensweisen kennt und richtig einzuordnen vermag, der kann dem auch gerecht werden.“   Weiterlesen