Dem Kraut beim Wachsen zusehen

Im Sommer beschenkt uns die Natur mit üppigen Grün, man kann dem Kraut fast beim Wachsen zusehen, wie etwa im Krautgarten von Unterhaching. Hier hat auch die HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) der Lebenshilfe München zwei Beete in dem großen Gemeinschaftsgarten. Bei dem von Bündnis 90/ Die Grünen 2016 initiierten Projekt gibt es keine persönliche Parzellen. Alle arbeiten und ernten gemeinsam.

Gemeinsam geht’s auch im Garten leichter

Der ‚Krautgarten‘ wurde von Anfang an vom bürgerschaftlichen Engagement getragen. Zum Mitmachen eingeladen wurde etwa die Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München oder auch Geflüchtete (Asylbewerber), die in der Gemeinde Unterhaching gesellschaftlich unterstützt werden. Gemeinsam mit den Unterhachinger Naturfreunden wirken sie auf diesem Stück Land, das Marie Diepold der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Bereits 2016 fuhr man eine gute Ernte ein, hat die Fläche noch erweitert und die Blumenwiesen mit Bienenstöcken bereichert. Das Konzept geht auf und findet in der Bevölkerung guten Anklang. Durch das gemeinschaftliche Arbeiten etwa ist die regelmäßig Pflege – auch das Bewässern der Felder – sicher gestellt.

Ein Stück Natur erleben

Christiane Keim, Einrichtungsleiterin der HPT in Unterhaching, betont: „Wir unterstützen Eltern dabei, ihren Erziehungsauftrag bestmöglich zu erfüllen. Eine Kooperation wie beim ‚Projekt Krautgarten‘ bringt viele Vorteile mit sich und fördert die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen.“

Die pädagogischen Mitarbeiter der HPT besuchen mit den Kindern ihrer Gruppe abwechselnd den Krautgarten und gehen gemeinsam auf das Feld. Manche Eltern besuchen mit ihren Kindern auch darüber hinaus die Grünanlage, auf der ein kleines Gartenhäuschen mit den nötigen Gerätschaften steht. Für die Kinder und Jugendlichen ist es natürlich ein tolles Erlebnis, den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen und bei der Ernte zu erleben, dass sich jede Mühe gelohnt hat.“

Hier gibt’s mehr Infos zum Krautgarten:
https://www.wochenanzeiger.de/article/205418.html

 

Menschen mit Behinderung liegen ihr am Herzen

Mit 20 Jahren hatte Sarah Höhendinger ihre erste intensivere Begegnung mit einem Menschen mit geistiger Behinderung. Im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) in Rosenheim betreute sie ein Jahr lang ein junges Mädchen. Dabei hat sie ihre anfängliche Scheu schnell überwunden und sich sehr gut mit der ganzen Familie angefreundet. Heute, neun Jahre später, ist Sarah Höhendinger fest bei der Lebenshilfe München angestellt. (gsp)

Erst ein FSJ, dann ein Studium

Nach ihrem Studium der Sozialen Arbeit managt sie heute sowohl beim FUD (Familien-Unterstützender-Dienst) als auch bei der OBA (Offene Behindertenarbeit) Clubabende, Kurse, Ausflüge, bis hin zu Bewerbungs- und Beratungsgesprächen mit ehrenamtlichen Helfern, Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen. Eine vielseitige Aufgabe, die die 29-jährige Sozialpädagogin gerne und mit Elan angeht.   Weiterlesen

„Ehrenamt braucht professionelle Begleitung“

Münchner Freiwilligenmesse war wieder gut besucht

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Auch die 11. Münchner Freiwilligenmesse im Kulturzentrum Gasteig war wieder gut besucht und 80 Vereine und Organisationen informierten über ihre Leistungen und Angebote. „Engagement finden das passt mit einer Tätigkeit die Sinn macht und Sinn gibt,“ umreißt der Veranstalter FÖBE das Anliegen vieler Besucher. Stadtrat Christian Müller bekräftigte zur Begrüßung das Engagement der Stadt München, der es ein großes Anliegen sei, eine gute und breite Struktur für das Ehrenamt zu fördern und auch für die Zukunft zu bewahren. „Ehrenamt braucht professionelle Begleitung“, ist sich Christian Müller sicher.  Weiterlesen