Sich gemeinsam großen Aufgaben stellen

Lebenshilfe München zu Gast in dem Integrationsbetrieb BalanDeli in der Balanstraße 73 in München. Text & Fotos: Gerd Spranger

Sommer, Ferien und Genuss im Freien. Ob in einem schattigen Biergarten oder einem gepflegten Gastgarten. Man genießt die Zeit im Freien, auch in München. Und man braucht nicht lange zu suchen, in München gibt es auch abseits vom Englischen Garten und der Touristenmeile zwischen Stachus und Marienplatz schöne Innenhöfe und modern angelegte Plätze. Etwa in der Balanstraße, wo die großen Gebäudekomplexe des einstigen Siemens-Standortes mit neuem Leben erfüllt sind. Der Mittelstand ist hier heimisch geworden.

Die Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche der Lebenshilfe München trafen sich hier zu einem zwanglosen Austausch im Café-Restaurant BalanDeli. Das Lokal wurde nicht zufällig gewählt, es ist ein Integrationsbetrieb, der aus der integrativen Montessori-Schule hervorgegangen ist. Und das Café-Restaurant BalanDeli scheint gute Geschäfte zu machen. Alle Tische auf der Gartenterrasse waren reserviert, ausgebucht. Service und Essen waren hervorragend. Die neueste Ausgabe des L.I.E.S – Journals der Lebenshilfe München stellt den Betrieb ausführlich vor.

Das Treffen ‚im kleinen Kreis‘ gab auch Gelegenheit einen ‚Neuen‘ bei der Lebenshilfe München zu begrüßen, der aber längst allen bekannt ist. René Pfeifer hat nämlich 2016 über mehrere Wochen hinweg Deeskalations-Kurse gehalten und das Personal geschult, auf schwierige Situationen vorbereitet. Geschäftsführer Peter Puhlmann bekräftigte: „es ist natürlich am Besten, solche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen und rechtzeitig mit einer Deeskalation vorzubeugen.“

Ab 1. September fängt Renè Pfeifer bei der Lebenshilfe München an. Er ist Nachfolger von Christian Kerler, der sich nach über 40 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet (Bericht folgt). Als Koordinator des Bereiches ‚Wohnen‘ ist Pfeifer dann für alle Wohneinrichtungen der Lebenshilfe in Stadt und Land München zuständig.

Mit Fortbildung gute Voraussetzungen schaffen. Lesen Sie mehr:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/07/12/

Advertisements

Ein selbstbestimmtes Leben führen

Menschen begleiten und fördern hin zu mehr Verantwortung

Christian Kerler ist Koordinator bei der Lebenshilfe München für den Bereich ‚Wohnen‘. Er freut sich über die geplante Modernisierung von drei alten Wohnhäusern des Elternvereins in München. „Es leben dort 40 Menschen mit geistiger Behinderung in stationärer Betreuung und das seit 30, 40 Jahren. Was damals ‚guter Standard‘ war, ist heute rückständig. Ich freue mich darum auf große helle Zimmer mit Dusche und WC, auf Barrierefreiheit und einer möglichen Betreuung rund um die Uhr. Wir können sie in einer Einrichtung mit 24 Plätzen anbieten. Das ist für die hier lebenden Menschen ein echter Gewinn.“  Weiterlesen

Neue Herausforderung für die Lebenshilfe München

Eine Wohngemeinschaft muss zusammenwachsen

Lebenshilfe München

Christian Kerler, Koordinater der Wohnen GmbH der Lebenshilfe München, vor dem neu bezogenen Komplex der zwei Wohngemeinschaften.

(gsp) Es war noch früher Nachmittag, als ich zentrumsnah bei der neuen Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München in der Landsberger Straße klingelte. Ich hatte Glück. Die große Tür zum Innenhof der Wohnanlage wurde geöffnet, denn eigentlich sind alle acht Bewohner berufstätig. Direkt zur Landsberger Straße hin ist ein langgestrecktes, hohes Wohnhaus, das hier zur Rückseite für jede Wohnung einen Balkon hat. Dort, wo früher die Rückgebäude standen, sind jetzt zwei moderne, zweigeschossige Neubauten, in denen die zwei Wohngemeinschaften (WG) untergebracht sind. Vom Lärm bekommt man hier nichts mit, im Gegenteil. Von der langen großen Terrasse der WG ist in nur hundert Metern Entfernung eine schmucke Kirche mit hohem Glockenturm zu sehen, wie er jedes Ortsbild zieren würde, eine Idylle mitten in München.  Weiterlesen

Lebenshilfe München mit Tagesbetreuung für Senioren

2014 hat die Lebenshilfe München – als eine der ersten Lebenshilfen in Bayern – für Senioren eine Tagesbetreuung eingerichtet. TENE heißt das Kürzel in Fachkreisen und bedeutet ‚Tagesstruktur für Erwachsene nach dem Erwerbsleben‘. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das in Senioreneinrichtungen längst gelebte Praxis ist. Bei Menschen mit Behinderung ist dieser Ansatz aber noch relativ jung, vor allem wenn sie bei den Eltern leben oder in kleinen Wohneinheiten betreut werden.

pubrunn_web

Christian Kerler, Koordinator des Bereichs Wohnen bei der Lebenshilfe München erklärt: „Vor allem in kleinen Einheiten, wo personelle Ressourcen knapp sind, braucht es strukturelle Angebote für Senioren. Es geht dabei einfach um die Tatsache, dass Menschen mit Behinderung, die über Jahrzehnte z.B. in den Lebenshilfe-Werkstätten gearbeitet haben, nicht in ein mentales Loch fallen. Sie brauchen Ansprache, Beschäftigung und kleine leistbare Aufgaben. Das erhält die mentale und körperliche Gesundheit, beugt Demenz und Vereinsamung vor.“  Weiterlesen

Die Sucht macht auch vor Menschen mit Behinderung nicht Halt

Die Lebenshilfe München greift mit der Suchtgefahr ein heißes Thema auf

inklusion_fuersorge

Menschen sollen in die Gesellschaft eingebunden, ein selbstverständlicher Teil davon sein. Das ist eines der großen Themen bei der aktuellen Flüchtlingskrise und eine Zukunftsaufgabe für Deutschland. Es ist aber auch seit über 50 Jahren ein zentrales Thema der Lebenshilfe. Die Forderungen von Gesellschaft, Interessenverbänden und Politik gehen dabei immer weiter. So soll es künftig immer weniger Einrichtungen der Behindertenhilfe geben, dafür Inklusiv-Kindergärten und Schulen oder auch vermehrt ein betreutes Einzelwohnen für Menschen mit geistiger Behinderung.   Weiterlesen

50 Jahre betreutes Wohnen bei der Lebenshilfe München

kombi_wohn

(gsp) Die drei jüngsten Wohnkomplexe der Lebenshilfe München mit Angeboten eines stationär betreuten Wohnens bringen es gemeinsam auf 50 Jahre. In der St. Quirin-Straße (München/Giesing) und in Putzbrunn leben 80 Menschen mit geistiger Behinderung in 10 Wohngruppen zusammen. Es ist sozusagen die zweite Generation der Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München. Die ersten kleineren Einheiten, meist ältere Stadthäuser, wurden in den 70er- bis 90er-Jahren erworben, ausgebaut und für Wohngruppen ‚passend gemacht‘. „Damals dachte noch niemand an ein barrierefreies, behindertengerechtes Wohnen, wie es heute selbstverständlich und als Standard festgeschrieben ist. Dafür lebten und leben die Bewohner in zentraler Lage, in einem intakten Umfeld und guter Infrastruktur in erreichbarer Nähe.

„Inklusion wie sie sein sollte“

„Das ist Inklusion wie sie sein sollte“, erklärt Christian Kerler, Koordinator Wohnen bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH. Die jüngeren Einrichtungen, vor allem in Putzbrunn, sind Neubauten mit größeren Einheiten, lichtoffen und behindertengerecht gebaut. „Das wird wohl die Zukunft sein. Wir können hier mit drei Schichten arbeiten. Der Kostenträger macht dies erst ab einer Kapazität/Belegung von mindestens 24 Personen möglich. Beides – nämlich kleine Stadthäuser in bester Lage und die Vorgaben des neuen Pflege- und Wohnqualitäts-Gesetzes zu erfüllen – wird die Lebenshilfe München nicht schaffen können.“   Weiterlesen

Vortragsabend SUCHT und Behinderung

Eine Schattenseite von Freiheit und Selbstbestimmung

Die Inklusion von Menschen mit Behinderung in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ist eine zentrale Forderung unserer Zeit. Eines der großen Ziele dabei ist die Selbstbestimmung, Menschen sollen für sich selbst entscheiden können und dürfen, auch Menschen mit geistiger Behinderung. Inklusion und Selbstbestimmung haben für diesen Personenkreis aber auch Schattenseiten, formuliert es Christian Kerler von der Lebenshilfe München.   Weiterlesen

Die Pflege hat viele Gesichter

Christian Kerler ist seit Januar 2014 bei der Lebenshilfe München. Zum 1. Januar 2015 hat er die Koordination für den Bereich „Wohnen“ übernommen, der bei dem Elternverein als eigene GmbH geführt wird. Zudem leitet er die Wohneinrichtungen im Kiem-Pauli-Weg, in der Berliner Straße, im Gottfried-Böhm-Ring und in der Hermann-von-Sicherer-Straße. Unterstützt wird er dabei von Petra Loncar.  Weiterlesen

Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

Teilhabe

Georg Hohenester von der OBA mit einer Gruppe aus der Lebenshilfe-Wohneinrichtung in Putzbrunn beim Workshop „Zukunftswerkstatt“.

Bayern macht jetzt ernst mit der Umsetzung der UN Behindertenkonvention aus dem Jahre 2008. Eine Vorreiterrolle nimmt dabei die Stadt München ein, die in einem Aktionsplan (link) bereits elf Handlungsfelder mit 47 Maßnahmen erarbeitet hat, der nahezu das gesamte gesellschaftliche Leben erfasst. Im Landkreis München feilt man seit Juli 2014 an einem Aktionsplan. Die Lebenshilfe München wirkt sowohl in der Stadt wie auch im Landkreis München aktiv an der Erarbeitung und Umsetzung mit.   Weiterlesen

Weiterbildung vermittelt Kompetenzen . . .

. . . für eine „systemische Akutpsychiatrie

SYMPA steht für ‚Systemtherapeutische Methoden in der psychiatrischen Akutversorgung‘. In einem speziellen Behandlungskonzept steht die Zusammenarbeit zwischen Patienten, ihren Angehörigen, ihrem außerstationären Umfeld und ihren Behandlern im Krankenhaus. Schwere und akute psychiatrische Störungen werden in ihrem zwischenmenschlichen Kontext verstanden, woraus eine gemeinsame Vorgehensweise entwickelt wird. Dabei wird der familiäre, berufliche, nachbarschaftliche und lebensgeschichtliche Kontext des Patienten – sein soziales Umfeld – mit einbezogen. Man spricht von einem „systemischen Fallverständnis“.    Weiterlesen