Leben und Wohnen gehören zusammen

Kleine IMPULSE 2. von drei Folgen / Kleine IMPULSE 2

Das direkte Wohnumfeld tägt viel zur Lebensqualität bei

München zählt zu den lebenswertesten Städten in Deutschland und Europa. Nahe den Alpen, links und rechts der Isar mit großen Freiflächen und Parks, sowie die City selbst mit ihren Flaniermeilen prägen das Lebensgefühl, das speziell bayerische Lebensgefühl. München ist aber auch hart umkämpft wenn es um den Wohnungsmarkt und die Mietpreise geht. Kaum erschwinglich und immer teuer, wie viele Münchner aus eigener leidvollen Erfahrung heraus wissen.

Leben und wohnen gehören zusammen und speziell für Menschen mit Behinderung ergeben sich damit noch ganz andere Herausforderungen. Auch das wird in dem neuen Münchner Familienbericht deutlich, aus dem wir in loser Folge berichten. Den Link dazu finden Sie am Ende des Beitrages.   Weiterlesen

Zu wenig Pflegefachkräfte und zu wenig Plätze

In der jüngsten Pressemitteilung des MDK Bayerns steht das erste Pflegeforum der BARMER Bayern und des MDK Bayerns mit 125 Teilnehmern aus Politik, Gesundheitswesen und Pflege im Blickpunkt. Es herrscht ein Mangel an Pflegefachkräften und es gebe zu wenig Plätze für junge Pflegebedürftige, heißt es. Bei junge Pflegebedürftige bis 60 Jahre würden etwa 4.000 teilstationäre und rund 3.400 Kurzzeitpflegeplätze fehlen.

Ende 2015 waren etwa 13,5 Prozent der knapp 2,9 Millionen Pflegebedürftigen jünger als 60 Jahre, also rund 386.000 Menschen in ganz Deutschland. Insgesamt haben sie andere Krankheitsbilder und leiden selten an Demenz oder den Folgen von Schlaganfällen. Nach der Analyse des Pflegereports haben 35 Prozent Lähmungen, 32 Prozent Intelligenzminderungen, 24 Prozent eine Epilepsie und 10 Prozent das Down-Syndrom. Demnach bewegt sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen mit einer geistigen Behinderung bei etwa 162.000 Menschen.  Weiterlesen

Lebenshilfe München geht neue Wege

In unserer ersten Folge verfolgten wir den Weg der Lebenshilfe München
von den 60er-Jahren bis in die 80er-Jahre. Im zweiten Teil
standen die 90er-Jahre im Mittelpunkt und mit dem dritten Teil gehen wir
ins nächste Millennium, also bis in das Jahr 2016.

In 50 Jahren viel geleistet und erreicht

Mit Stolz blickte der Elternverein ‚Lebenshilfe-München‚ bei seinem 50jährigen Jubiläum im Jahr 2010 auf viel Geleistetes zurück. In der Jubiläumsschrift war darum zu lesen: „„Es gilt den Bestand zu erhalten, zu verbessern und krisensicher zu machen.“ Das war angesichts von 25 Einrichtungen in Stadt und Landkreis München eine große Aufgabe. Betreut wurden täglich bereits 1500 Kinder und Jugendliche und deren Familien. In der Beratung der Lebenshilfe München jährlich viele hundert Fälle und auch die Frühförderung ist viel in den Familien, in Krankenhäusern und in Kindergärten beratend und helfend tätig.

Verein organisiert sich mit zwei neuen Gesellschaften

Modernisierung und Ausbau der neuen Geschäftsstelle in München/ Giesing war eine große Aufgabe für den Verein. 1997 wurde sie eröffnet.

Die Fülle an Diensten und Aufgaben verlangte aber nach neuen Strukturen. Bereits ab 1997 beschäftigte sich ein eigenes Gremium damit. Zehn Jahre später, 2007 war es dann soweit. Man trennte das laufende Geschäft aus den 10 Wohnstätten organisatorisch vom Verein. Der Besitz an den bestehenden alten Stadthäusern, Wohnungen und der modernen Einrichtung in Putzbrunn verblieb natürlich zu 100 Prozent beim Verein der Lebenshilfe München e.V. Die laufenden Verträge, Einnahmen, Ausgaben und der laufende Betrieb aber wurde in die Hände der „Lebenshilfe München Wohnen gGmbH“ gelegt. Das kleine ‚g‘ bei der GmbH steht für ihre Gemeinnützigkeit.   Weiterlesen

Lebensfragen, Projekte und Wohnen

Die Lebenshilfe München engagiert sich in vielen Bereichen

Auch 2017 benennt die Lebenshilfe München wieder ‚unbequeme Themen‘, ruft zur Diskussion und Aufklärung auf. 2016 stand die ‚Pränatale Diagnostik‚ im Brennpunkt, 2017 wird es FASD sein. Es steht für Formen einer vorgeburtlichen Schädigungen durch Alkoholkonsum der Mütter und heißt wörtlich ‚Fetal Alcohol Spectrum Disorder‘, kurz FASD.

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„Es ist ein Thema das Augenmaß und Empathie verlangt“, bekräftigt Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München. „Nicht darüber zu sprechen wäre falsch, denn es ist eines der Dinge, bei denen wir aktiv dagegen steuern können. Bei Umwelteinflüssen, einem Gendefekt oder mangelnder Sauerstoffversorgung bei der Geburt können wir selbst nichts tun. Mütterlicher Alkoholkonsum während der Schwangerschaft aber ist eine häufige Ursache für angeborene Fehl-Entwicklungen , geistige Behinderungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Entwicklungsstörungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten.“

BTHG und Mitwirkung von Fachkräften

Wenig Resonanz gibt es bei der Lebenshilfe bislang zum neuen Bundesteilhabegesetz. „Es ist noch in einer Übergangsphase und die Umsetzung wird erst in den nächsten zwei bis fünf Jahren konkret werden“, argumentiert Puhlmann. Froh ist man über eine mögliche Beteiligung von Fachkräften, wenn es um die Erstellung eines Gesamtplanes für den Förderbedarf bei Menschen mit Behinderung geht.  Weiterlesen

Immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung ambulant betreut

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Vertrauen aufbauen, helfen, da sein mit der Lebenshilfe München

MÜNCHEN: Bei der Lebenshilfe München wird heute jeder fünfte Bewohner der Einrichtungen nur noch ambulant betreut, vor wenigen Jahren war es nur jeder achte. Dabei wohnen die ’stationär betreuten Menschen‘ mit geistiger Behinderung in einer der elf Wohnstätten der Lebenshilfe München in Stadt und Landkreis München. ‚Ambulant betreut‘ wird im häuslichen Umfeld oder seit Frühjahr auch in betreuten Wohngemeinschaften. In die ambulante Betreuung werden zunehmend auch Menschen mit seelisch-psychischen Herausforderungen einbezogen. Sie haben gute Chancen bei unterstützender Hilfe und Betreuung, ihre Lebenskrisen zu überwinden und zu einem selbständigen Leben zurück zu finden.  Weiterlesen

Neue Herausforderung für die Lebenshilfe München

Eine Wohngemeinschaft muss zusammenwachsen

Lebenshilfe München

Christian Kerler, Koordinater der Wohnen GmbH der Lebenshilfe München, vor dem neu bezogenen Komplex der zwei Wohngemeinschaften.

(gsp) Es war noch früher Nachmittag, als ich zentrumsnah bei der neuen Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München in der Landsberger Straße klingelte. Ich hatte Glück. Die große Tür zum Innenhof der Wohnanlage wurde geöffnet, denn eigentlich sind alle acht Bewohner berufstätig. Direkt zur Landsberger Straße hin ist ein langgestrecktes, hohes Wohnhaus, das hier zur Rückseite für jede Wohnung einen Balkon hat. Dort, wo früher die Rückgebäude standen, sind jetzt zwei moderne, zweigeschossige Neubauten, in denen die zwei Wohngemeinschaften (WG) untergebracht sind. Vom Lärm bekommt man hier nichts mit, im Gegenteil. Von der langen großen Terrasse der WG ist in nur hundert Metern Entfernung eine schmucke Kirche mit hohem Glockenturm zu sehen, wie er jedes Ortsbild zieren würde, eine Idylle mitten in München.  Weiterlesen

Menschen mit Behinderung auf das Leben vorbereiten

– Betreute Wohngruppen und ambulante Versorgung
– Die Lebenshilfe München hilft bei der Vorbereitung

Die zwischen 1978 und 1988 eröffneten Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München haben Menschen mit geistiger Behinderung bereits sehr früh ein weitgehend selbständiges Leben ermöglicht. Heute stehen sie vor einem grundlegenden Wandel. Sie sind nicht behindertengerecht und für eine engmaschige Betreuung sind sie mit sechs bis zwölf Bewohnern zu klein.

Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München: „Das heißt in der Konsequenz, dass eine Wohngruppe aus 24 Personen bestehen muss, um rund um die Uhr einen Betreuer/eine Betreuerin stellen zu können. Darüber hinaus brauchen unsere Rentner eine fördernde Tagesstruktur. Diese Vorgaben stellt der Kostenträger, der Bezirk Oberbayern. Im Sinne der Inklusion wird die Selbständigkeit von Menschen mit Behinderung mit einer begleitenden ambulanten Betreuung gefördert. Ziel des ambulant unterstützten Wohnens – wie etwa in der Landsberger Straße – ist es, die Menschen in ihrer Lebensgestaltung dahingehend zu unterstützen, dass sie entsprechend ihrer individuellen Wünsche und Fähigkeiten so selbständig wie möglich in einer eigenen Wohnung leben können.“   Weiterlesen

Lebenshilfe München startet betreutes Wohnen im Westend

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Hell und freundlich sind die großen Räume für die neuen Wohngemeinschaften der Lebenshilfe München in Westend an der Landsberger Straße.

Ab Oktober betreut die „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.“ in der Landsberger Straße zwei Wohngemeinschaften für Personen mit geistiger Behinderung. Ziel ist es, die Bewohner darin zu unterstützen, ihren Fähigkeiten entsprechend selbstständig zu leben. Das Gebäude gehört der MGS ( Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung) und wird von der GWG ( Städtische Wohnungsgesellschaft München) verwaltet. Insgesamt ziehen 16 Bewohner in die beiden Wohngemeinschaften in der Landesberger Straße (Stadtteil Westend) ein.

Ein eigenes Zimmer plus Gemeinschaftsküche

Die zentrale Lage in Nähe zum Karlsplatz/Stachus sorgt dafür, dass die Mieterinnen und Mieter von Anfang an in das soziale Leben der Stadt integriert sind. Jeder Bewohner erhält ein eigenes Zimmer als Rückzugsort. Darüber hinaus gibt es in den rund 270 Quadratmeter großen Wohngemeinschaften jeweils eine weitläufige Küche mit Loggia für gemeinsame Aktivitäten, zwei Bäder und drei Toiletten.  Weiterlesen