Der Kampf um seine Rechte

Ein Beitrag der L.I.E.S.-REDAKTION

Langwierige Kämpfe mit Behörden sind leider allzu oft
Alltag für Familien, die Angehörige mit Behinderung haben

– Warum muss es so schwierig sein? –

Grundsicherung für meinen Sohn zum 18. Geburtstag

Mein Sohn (mit Down-Syndrom) wird 18 Jahre alt und ich habe eine lange Liste mit Dingen, die ich jetzt beachten muss. Den Betreuer-Ausweis habe ich bekommen, auf meiner Liste geht es weiter mit Grundsicherung. Ich selber arbeite in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und habe hin und wieder schon einzelne Puzzelstücke über die Rechte und Ansprüche mitbekommen, wenn das Kind 18 Jahre alt wird. Aber wirklich genaue Aussagen hat mir niemand geben können und natürlich habe ich auch selbst versucht, darüber im Internet zu recherchieren. Aber dann dachte ich mir, wer kann es besser wissen als die Mitarbeiter der zuständigen Behörde. Ich rief also beim zuständigen Sozialbürgerhaus an und erklärte die Sachlage. Weiterlesen

Das OBA-Planungstreffen mal anders

Üblicherweise sind die Treffen der Ehrenamtlichen mit dem Team der OBA sehr gesellige Angelegenheiten bei der Lebenshilfe München. Es gibt ein Buffet, es wird zusammen gelacht und gegessen und man hat sich viel zu erzählen. Üblicherweise wird bei diesen Gelegenheiten auch das Programm für das nächste blaue Heft geplant. Das letzte Planungstreffen dieser Art hat vor genau einem Jahr stattgefunden. Höchste Zeit, dass sich alle mal wiedersehen! Weiterlesen

Weihnachtsbäume für die Wohnstätten

Festlich geschmückt steht der Weihnachtsbaum für Licht und Wärme, für Friede und Freude in unseren Wohnzimmern. Auch in den Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München symbolisiert er Hoffnung, besonders in schweren Zeiten, in denen die Tage kurz sind. Der auch in München ansässige Aufzug- und Fahrtreppen-Hersteller Schindler sponserte der Lebenshilfe München fünf Weihnachtsbäume für die Wohnstätten und dazu noch viel Weihnachtsgebäck. Unser Foto zeigt (von links): Vladislavs Jakubovics und Stefanie Wöller von dem Aufzugunternehmen Schindler Deutschland AG und Peter Puhlmann mit René Pfeifer von der Lebenshilfe München. Sie freuen sich, für Menschen mit geistiger Behinderung ein Stück Freude schenken zu können.

Angehörigenberatung, Schnelltest und Weiterbildung

Aus dem Newsletter der Lebenshilfe München

Aus der Angehörigenberatung

– Beratungsgespräche jetzt auch per Videochat möglich
– Die Angehörigenberatung erweitert ihr kontaktloses Angebot

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens bietet die Angehörigenberatung jetzt auch Beratungstermine im Videoformat an. „Wir möchten damit neben Telefon und Mail eine weitere kontaktfreie Möglichkeit zur Klärung von Fragen und zum Austausch eröffnen.“ – so Beate Bettenhausen von der Angehörigenberatung. Auch persönliche Gespräche im Beratungsbüro können weiterhin vereinbart werden und finden unter Beachtung der Infektionsschutzregeln in einem sicheren Rahmen statt.  Weiterlesen

Barbara Stamm beim Presseclub

AUS DEM NEWSLETTER DER LEBENSHILFE MÜNCHEN

TERMIN.
Montag 30.11. um 11 Uhr

Das Pressegespräch steht unter dem Zeichen: „Brennpunkt häusliche Pflege: Der größte Pflegedienst Deutschlands schlägt Alarm“.

 

Hintergrund: Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Amberger Vereins Pflegende Angehörige, Kornelia Schmid, und dem Vorsitzenden des Münchner Vereins deinNachbar e.V., Thomas Oeben, spricht Frau Stamm darüber, dass pflegende Angehörige allgemein, aber vor allem auch in der Corona Krise, dringend entlastet werden müssen.

Hier der Link zur Liveschaltung:
https://www.youtube.com/channel/UC4FAgyjnUzZWeKCm-2C2TYQ

Der Presseclub München schreibt zum Thema:  Weiterlesen

Viel Zustimmung für den Willinger Weg

Seit 100 Tagen ist die neue Wohneinrichtung Willinger Weg
der Lebenshilfe München in Betrieb

Der Pädagoge Klaus Huber leitet seit September die nach Umbau und Renovierung neu eröffnete Wohneinrichtung ‚Willinger Weg‘ der Lebenshilfe München. 24 Menschen mit geistiger Behinderung leben dort in drei Wohngruppen zusammen (siehe Bericht). Wir haben bei Klaus Huber nachgefragt, wie es ihm und seinen Bewohner nach 100 Tagen im neuen Zuhause geht. 

Klaus Huber nimmt auf der gemütlichen Sitzecke zum Interview Platz. – Fotos: Gerd Spranger

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Die Selbstbestimmung muss weiter gehen

Ganz neue Erfahrungen und einen intensiven Austausch erlebten die zwei Selbstvertreter der OBA der Lebenshilfe München in der Video-Konferenz.  –  Fotos: Lebenshilfe München

Dennoch bleibt es ein Ziel der Lebenshilfe und auch aller anderen Sozial- und Wohlfahrtsverbände, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und sie auf den Weg dorthin zu fördern. Ein wichtiger Baustein dafür sind ‚Selbstvertretungen‘, in denen sich Menschen mit Behinderung selbst für ihre Belange einsetzten. Solche Selbstvertretungen gibt es etwa im Bereich der OBA, der Wohneinrichtungen oder der Werkstätten.  Weiterlesen

„Ein starkes inklusives Miteinander entwickeln“

Die Soziologin und Journalistin
Tatjana Viaplana stellt sich vor

Wie kamen Sie zur Lebenshilfe (Beruf/ Studium)

Tatjana Viaplana mit ihrem heute dreijährigen Sohn Lou.

Ich habe Soziologie in Freiburg studiert. Das ist eine meiner Leidenschaften: die Gesellschaft, soziale Interaktion und Organisation, Muster im Miteinander aber auch die Knackpunkte, wo solche Muster durchbrochen werden. Wo können oder müssen wir als Gesellschaft Themen oder Lebensbereiche neu aushandeln? Kontingenz bedeutet in der Soziologie soviel wie: „Es könnte auch anders sein.“ – sie gilt für unsere Wirklichkeit; also das System in dem wir leben – es könnte auch anders sein, es hätte sich anders entwickeln können. Das heißt, wir können es heute auch ändern. Weiterlesen

Rollstuhltaxis ab sofort im Einsatz

– Aus dem Münchner Rathaus –

Für Rollstuhlfahrer gibt es ab sofort bessere Beförderungsmöglichkeiten mit Taxis. Bürgermeisterin Verena Dietl hat jetzt die ersten umgebauten Taxis der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dabei waren der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München, Oswald Utz, sowie der Sprecher des Facharbeitskreises „Freizeit und Bildung“ des Behindertenbeirats, Franz Göppel. Über die Verbesserung des Angebotes freut sich auch die Lebenshilfe München. Weiterlesen

Weniger Termine, kleine Gruppen und Masken

Aus dem Newsletter der Lebenshilfe München

Die Lebenshilfe München arbeitet in vielen Bereichen für das Wohl von Menschen mit Behinderung. Im Hinblick auf ein steigendes Covid19-Infektionsgeschehen erarbeitete die Lebenshilfe für alle Bereiche ein Hygiene- und Sicherheitskonzept. Im ersten Teil informierten wir bereits über die Wohneinrichtungen. Hier der aktuelle Stand aus den anderen Bereichen der Lebenshilfe München:  Weiterlesen

Individuelle Regelungen helfen trotz steigender Infektionszahlen

Aus dem Newsletter der Lebenshilfe München

So geht es weiter in den Einrichtungen der Lebenshilfe Wohnen GmbH

Durch sehr individuelle Regelungen kann das Leben in den verschiedenen Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München größtenteils wie in den Sommermonaten weitergehen – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Weiterlesen

Inklusion und die Arbeitswelt

S A V E   T H E   D A T E  :  28.10.2020 in Aschheim bei München

Allein der Titel des Filmes ‚Utopisches vom Himmelreich‚ ist vielsagend, denn ‚da oben‘ dürfte so manches anders laufen, was wir als Erdenbürger noch als Utopie verstehen. Doch der Hintergrund des Filmes ist ein ganz irdischer. Er widmet sich nämlich der Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung. Es ist ein Film von Stefan Ganter und Peter Ohlendorf und eine Produktion von FilmFaktum und Ganter Film & Medien. Weiterlesen

Vorbereiten für ein Leben in Eigenverantwortung

In vielen Bereichen war und ist die Lebenshilfe Impulsgeber für Politik und Gesellschaft. Das gilt vor allem für den Bereich ‚Wohnen‘, wie die neue Einrichtung am Willinger Weg (Ramersdorf) oder die offen-gemischte Wohngemeinschaft in der Hermann-von-Sicherer Straße (München-Sendling), die vor zwei Jahren öffnete. Doch bereits vor 40 Jahren ging man unkonventionelle Wege, die der Zeit weit voraus waren, wie etwa die Wohneinrichtung am Kiem-Pauli-Weg zeigt.

Im großen Gemeinschaftsraum finden alle Bewohner Platz. In Zeiten von Corona hat sich das geändert.

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Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung

Auch 14 Jahre nach Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention ist es immer noch ein mühsames Ringen die eigentlich selbstverständlichen Rechte von Menschen mit Behinderung durchzusetzen. Beispielsweise musste im Februar 2019 erst das Bundesverfassungsgericht feststellen, dass Wahlrechts-Ausschlüsse gegen die Verfassung, gegen die Menschenrechte sind! Ein Jahr später wurde bekannt, dass von den 100.000 Arztpraxen in Deutschland nur knapp 35 Prozent barrierefrei zu erreichen sind. Dabei stellt die
UN-Behindertenrechtskonvention unmissverständlich klar, es ist „die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seine individuelle Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit im Sinne von Selbstbestimmung“ zu gewährleisten. Ebenso die Chancengleichheit und die Zugänglichkeit bzw. Barrierefreiheit. Weiterlesen