Ein wunderbares Leben als Autistin

Unser Lese-Tipp:

Denise Linke beschreibt in diesem wunderbaren Artikel wie es ist, etwas zu beschreiben, das man selbst gar nicht kennt. Sie versucht damit eigentlich das für Sie bzw. das für uns Unmögliche zu erklären, in Worte zu fassen. Sie möchte ihr Leben nicht anders haben, hat aber dennoch viel Ausgrenzung und Zurückweisung erfahren.

Sie erklärt aber auch, warum das Wort ‚Grünschnabel‘ für sie selbst so eine wundersame Bedeutung hat oder warum ein Small-Talk für sie gar nicht so einfach ist. Das Wichtigste aber: Sie ist mit sich selbst und ihrem Leben ganz zufrieden.

Lesen Sie mehr von Denise in dem Focus-Artikel (Link) oder bestellen Sie ihr Buch auf Amazon (Link).

Link zum Focus-Artikel:
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/autismus-und-adhs-denise-ueber-ihr-wunderbares-leben-als-autistin_id_10223629.html

Link zu ihrem Buch „Nicht normal, aber das richtig gut“ bei Amazon:
https://www.amazon.de

 

 

Hohe Lebensqualität und Engagement im Ehrenamt

13. Münchner FreiwilligenMesse am 27. Januar im Gasteig

Dass hohe Lebensqualität und Engagement im Ehrenamt gut zueinander passen, verdeutlicht die 13. Münchner FreiwilligenMesse am 27. Januar im Gasteig. 6000 Besucher werden erwartet und auch die Lebenshilfe München informiert an einem eigenen Stand über ihre Dienste. München ist mehr als Englischer Garten, Isarauen, Tierpark, Olympiapark oder eine pulsierende Innenstadt. München lebt von jedem Einzelnen und den vielen Organisationen, die ein lebenswertes Umfeld schaffen.

Auch 2019 ist die Lebenshilfe München wieder vor Ort auf der Münchner Feiwilligen-Messe im Gasteig.



„Wenn alle Bürgerinnen und Bürger „sich Zeit nehmenfür die Umwelt, sich Zeit nehmen für Andere, den und die Nächste“, dann können wir die bereits hohe Lebensqualität unserer Stadt nicht nur bewahren, sondern noch verbessern“, sagt Dr. Gerlinde Wouters, Leiterin von FöBE (Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement), die den Informationstag im Gasteig organisiert. 80 Aussteller haben sich angemeldet.

60 freiwillige Helfer lotsen die Besucher durch die drei Etagen des Gasteigs und beantworten Fragen, um einen informativen und spannenden Messebesuch zu gewährleisten. Außer der fachkundigen Beratung durch die Ausstellerinnen und Aussteller erwartet die Gäste ein attraktives Rahmenprogramm mit Live-Musik, interessanten Kurzvorträgen und Erfahrungsberichten von freiwillig Engagierten.

Der Eintritt zur Messe ist kostenlos, der Zugang ist barrierefrei.

27. Januar 2019, 10 bis 17 Uhr
Kultur- und Bildungszentrum Gasteig
Rosenheimer Straße 5, 81667 München
S-Bahn 1 – 8 und Trambahn Nr. 15/25
– Haltestelle Rosenheimer Platz –

Hier geht’s zum unserem Bericht vom Januar 2017:
ehrenamt-braucht-professionelle-begleitung/

Zwischenspiel: ein inklusives Atelierprojekt

Es ist ein Zwischenspiel mit wechselnden Orten und Teilnehmern. Und der Titel passt gut für eine Ausstellung, bei der Inklusion, verschieden Techniken und Stile zum Tragen kommen. Zu sehen ist die Ausstellung erstmals ab 21. Januar im „Neuen Rathaus“ Marienplatz im 2. Stock, gleich vor dem Büro des Oberbürgermeisters mit der Zimmer-Nummer 293.



Ein Zwischenspiel hat irgendwie nie einen richtigen Anfang und hört irgendwie auch nie auf, es bleibt ein Zwischenspiel, kehrt aber immer wieder. So war auch der FUD (Familien-Unterstützender-Dienst) der Lebenshilfe München im Rahmen der Ferienbetreuung ab und an einmal mit den Kindern im Atelier, hat zugeschaut und mitgemacht.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von bildnerischen Arbeiten, die im Rahmen der bisherigen Atelier-Stationen des inklusiven Ortswechsel-Projekts entstanden sind. ‚Zwischenspiel‘ vermittelt einen Eindruck der vielfältigen Techniken und Stile, mit denen die Teilnehmer*innen sich experimentiert im offenen Atelier ausgedrückt haben. Darüber hinaus werden die Arbeiten von Texten und Fotografien begleitet. Sie dokumentieren die verschiedenen Veranstaltungsorte, Arbeitsprozesse und Begegnungen.

Ausstellungs-Beginn ist der 21. Januar
und gezeigt wird sie bis zum 15. Juni jeweils
Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und
Freitag von 8 bis 12:30 Uhr

WO? – im Neuen Rathaus, Marienplatz, 2. Stock, vor dem
Büro des Oberbürgermeisters (Zimmer 293)

Zu erreichen über
MVV: S-/U-Bahn-Haltestelle Marienplatz

KONTAKT und weitere Informaitonen:
atelier.ortswechsel@gmail.com
http://www.facebook.com/atelier.ortswechsel

Der Eintritt ist kostenlos / Der Zugang ist barrierefrei möglich.

Plakat-Aktion: Was ist Inklusion?

Seit gestern sind in U- und S-Bahnen in München Plakate zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu sehen. Fünf unterschiedliche Foto-Motive zeigen Menschen mit und ohne Behinderungen, die zusammen unterschiedliche Situationen im Alltag erleben. Unterlegt werden die Motive mit korrespondieren Texten wie beispielsweise „Zusammen genießen. Das ist Inklusion.“ oder „Zusammen lachen. Das ist Inklusion.“

Sozialreferentin Dorothee Schiwy: „Bewusstseinsbildung ist ein wichtiger Schritt zum Abbau von Barrieren. Gelebte Inklusion kann nur funktionieren, wenn alle bereit sind, sich dafür einzusetzen – von den Entscheidungsträgerinnen und -trägern bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern. In puncto Inklusion gibt es noch viel zu tun. Zwar hat sich die Stadt schon vor Jahren auf den Weg gemacht, doch das Ende dieses Weges ist noch lange nicht erreicht. Deshalb arbeiten wir intensiv daran, dass München Schritt für Schritt inklusiver wird.“

Die auf den Plakaten abgebildeten Fotos stammen von Münchner Bürgerinnen und Bürgern. Entstanden sind die Aufnahmen im Rahmen eines Wettbewerbs, den das Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Auftrag des Sozialreferats 2016 ausgelobt hatte.

Weitere Informationen unter: www.muenchen-wird-inklusiv.de/

Ein Neuanfang der Wohneinrichtung der Lebenshilfe München am Willinger Weg

Im Januar zogen die zehn Bewohner, Menschen mit geistiger Behinderung, aus ihrem langjährigen Wohnhaus am Willinger Weg nach Unterschleißheim, sind dort großzügig, in hellen Räumen mit viel Platz untergebracht. Jetzt, im Dezember, haben die Abbrucharbeiten der alten Villa aus den 30er-Jahren begonnen, um einem Gebäude Platz zu machen, dass die Anforderungen des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes erfüllt. Für die Lebenshilfe München, als Eigentümer und Betreiber der Einrichtung, ist es ein langer Prozess, der jetzt endlich seinen Gang nimmt.



Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann erinnert sich. „Für uns war zunächst klar, dass dieses Haus in keiner Weise die Vorgaben eines behinderten gerechten Wohnens erfüllt. Wir waren also gezwungen etwas zu unternehmen. Im Jahr 2014 führte ich einige Gespräche mit dem Bezirksausschuss (BA) 16 Ramersdorf-Perlach. Der Ausschuss stimmte unseren Plänen nach intensiven Gesprächen, auch mit den Anwohnern, letztlich zu. Mein besonderer Dank geht dabei an Rechtsanwalt und BA-Bauexperte Wolfgang Thalmeir (CSU).“

2019 startet der Rohbau am Willinger Weg

Im Herbst 2016 konnte dann über einen Architektenwettbewerb über die Ausgestaltung des Neubaus entschieden werden, und im März 2019 soll dann der Rohbau starten.

Zunächst aber wurden im Dezember die unterschiedlichen Baustoffe im alten Gebäude vorschriftsmäßig entfernt, sortiert und entsorgt. Auch der Außenbereich wird vorbereitet und schützenswerte Bäume gesichert. Selbst die Humuserde des großen Gartens wird abgetragen und sicher gelagert, um sie vor Kontaminierung zu schützen.

Diese Arbeiten sollen bis zu den Weihnachtstagen abgeschlossen sein. Nach den Feiertagen steht dann der Abriss des alten Hauses an, so dass Ende Januar 2019 das Gelände für den Neubau entsprechend vorbereitet und gesichert werden kann, um den Aushub für den Keller zu starten. In der Zwischenzeit laufen die Gespräche mit den Firmen, die sich um die Errichtung des Rohbaus beworben haben. Ab 21. März 2019 wird die dann beauftragte Firma voraussichtlich mit dem geplanten Neubau starten können.

Ein DANK an alle Beteiligten

Für die Lebenshilfe München ist es ein wichtiger Schritt nach Jahren der Vorbereitung und ein großes Weihnachtsgeschenk. Geschäftsführer Peter Puhlmann bedankt sich bei allen Beteiligten, bei den Bewohnern und Betreuern, bei den Anwohnern und Nachbarn, bei den Architekten und Baufirmen und allen, die zu einem guten Gelingen der neuen Einrichtung am Willinger Weg mitwirken, zum Wohle von Menschen mit geistiger Behinderung.

30.000 Aufrufe im Blog der Lebenshilfe München

 

Es hat einige Jahre gedauert, viel Zeit und 450 Artikel gebraucht, ehe der Blog der Lebenshilfe München 30.000 Aufrufe jährlich bei 15.000 Besuchern schaffte. Das beste Ergebnis war bislang das Jahr 2016 mit 23.400 Aufrufen und das Jahr 2017 mit 11.300 Besuchern. Der Erfolg von 2018 bedeutet eine Steigerung von 25 bis 30 Prozent.

Helfen auch Sie mit, den Erfolg des Blogs zu erhöhen – und damit die Anliegen der Lebenshilfe München einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen.
Geben Sie ganz einfach Empfehlungen oder teilen Sie den einen oder anderen Artikel auf Facebook oder in anderen Sozialen Medien.

Wir wünschen Ihnen weiterhin
viel Freude mit dem Blog der Lebenshilfe München,
gesegnete Weihnachtstage und
ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2018 !!!

Classic meets Lebenshilfe Tagesstätten



Zufällig hatte das Jugendorchester der Bayerischen Philharmonie noch einen Termin frei und zufällig hatten wir, die Heilpädagogischen Tagesstätten für Schulkinder, nichts anderes vor. So kam unverhofft und kurzfristig ein Gastspiel bei uns in Unterhaching zustande. Einen größeren Raum für den Auftritt und viele Zuschauer, das war alles, was die jungen Musiker sich wünschten. Für uns war schnell klar: wir bekommen somit ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk in besonderer musikalischer Güte.

Die Turnhalle des Förderzentrums nebenan, war dann mit 27 jungen Musikern auch schon zur Hälfte belegt. Den restlichen Raum nahmen wir Zuschauer ein. Derart auf Tuchfühlung mit einem klassischen Orchester: das versprach intensiv zu werden. Sehr gespannt saßen nun unsere Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter, als der Dirigent (im Frack) und die Musiker (mit ihren Instrumenten in der Hand) unter kräftigem Applaus einzogen. Als in der Stille die ersten Klänge der 2. Symphonie Beethovens den Raum füllten, konnten wir die Kraft der Komposition intensiv spüren.

Wie klingt eine Oboe oder ein Fagott?

Vielleicht auch ein bisschen um zu verstehen, was da, fein aufeinander abgestimmt, seine Wirkung entfaltet, wurden uns die Instrumente durch ihre Spieler vorgestellt. Wie klingt eine Oboe oder ein Fagott? Das konnten wir hören und sehen. Wer kennt eine Violine oder ein Cello? wurden wir gefragt. Und das da ist ein Kontrabass? „Wusste ich´s doch!“ tönte eine Stimme aus dem Zuschauerkreis.

Heiter und gelassen erlebten wir die Stimmung. Nicht nur durch die Auswahl der Musikstücke (1., 3. und 4. Satz), sondern auch durch die beschwingte Spielweise des Orchesters, gestaltete sich ein munterer Dialog mit dem Publikum. Unsere keineswegs nur andächtig lauschenden Zuschauer zauberten fast durchweg ein Schmunzeln auf die Gesichter der Nachwuchsmusiker.

Mit großem Applaus und herzlichem Dankeschön an unsere Gäste, luden wir zu einem kleinen Umtrunk bei uns in der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe ein. Dabei kamen wir schnell miteinander ins Gespräch und erhielten einen Einblick in den Alltag der Orchestermitglieder. Beispielsweise erfuhren wir, wie viele Stunden in der Woche ein Musiker üben muss (sehr viele), oder wann begonnen wurde, das Instrument zu spielen. Eine Geigerin erzählte, dass sie schon mit 4 Jahren angefangen hat. Ein Anderer, dass er durch das Klavierspielen zu seinem jetzigen Instrument gekommen ist.

Zum Schluss waren wir uns einig, dass dieses Gastspiel sowohl allen Spielern, wie auch den Zuhören sehr viel Spaß gemacht hat. Falls nun auch Ihr Interesse an einem Gastauftritt des Jugendorchesters der Bayerischen Philharmoniker geweckt wurde, dürfen wir auf deren Homepage verweisen, dort werden unter dem Stichwort: Soziales Engagement, Erläuterungen gegeben .

Christiane Keim

Link: Hier geht’s direkt zum Jugendorchester:
http://www.bayerische-philharmonie.de/Navigation/Klangkoerper/Jugendorchester-der-br-Bayerischen-Philharmonie

Das gemeinsame Engagement der Ehrenamtlichen



Wie an dieser Stelle und im Newsletter der Lebenshilfe München zu lesen war, ist Frau Corinna Lidl von Staatsministerin Kerstin Schreyer mit dem Ehrenamtsnachweis 2018 ausgezeichnet worden. Die OBA gratuliert Frau Lidl ganz herzlich zu dieser Ehre, wir sind sehr stolz, dass sie ausgewählt wurde! Frau Lidl ist aus der OBA nicht wegzudenken, sie bringt viel Zeit, Schwung und Herzblut mit und unterstützt vor allem auch die Ehrenamtlichen mit Behinderung, so dass diese selbst aktiv werden können.

Sie steht damit stellvertretend für die vielen engagierten Menschen, die in der OBA der Lebenshilfe München rund ums Jahr aktiv sind. Die vielen Angebote im Programm Freizeit und Bildung, die Clubs und Reisen, das alles wäre ohne die Ehrenamtlichen nicht denkbar. Die OBA ist sehr glücklich, dass so viele Menschen mit ihrer Zeit, ihren Ideen und ihrer gute Laune dafür sorgen, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammen kommen und Freunde werden.

Foto:
(v.l.) Petra-Bianca Koch (Mitglied des Vorstands der Lebenshilfe München), Detlev Osterode und Corinna Lidl (seit 18 Jahren ehrenamtlich für die Lebenshilfe München tätig) Foto: © Freie Wohlfahrtspflege (FW)

Neuer Kalender 2019: Ein Ja (hr) voller Leben – zum Leben

Neuer Kalender 2019:
Ein Ja(hr) voller Leben – zum Leben

„Mit Freude und Farbe durch das Jahr“ – unter diesem Motto wurden im Frühsommer 2018 Menschen mit Behinderung in der Offenen Behindertenarbeit (OBA) zu Künstlern. An sechs Abenden wurde mit viel Freude und Farbe an verschiedensten Kunstwerken gearbeitet, eine Auswahl präsentieren wir Ihnen nun in diesem Kalender.

Wir finden, der Wandkalender ist gelungen und wir hoffen, er begleitet Sie durch ein buntes und frohes Jahr 2019!

Preise:
15 € incl. MWST kostet der Kalender für Selbstabholer
20, 92 € kostet der Kalender für alle, die ihn zugeschickt bekommen möchten
(15,00€ incl. MWST zzgl. Verpackung und Porto 5,92 €)

Ihre Bestellungen richten Sie bitte an den:
Mitglieder- und Spenderservice Ulrike Rossmeisl

Lebenshilfe München
St.-Quirin-Str. 13a
81549 München
Tel.: 089 69347–109

Mail: mitglieder@lebenshilfe-muenchen.de

Ehrung für Ehrenamtliche

Von links: Petra-Bianca Koch (Mitglied des Vorstands der Lebenshilfe München), Corinna Lidl (seit 18 Jahren ehrenamtlich für die Lebenshilfe München tätig), Staatsministerin Kerstin Schreyer und Detlev Osterode (früher ebenfalls ehrenamtlich aktiv in der Lebenshilfe München). Foto: © Freie Wohlfahrtspflege (FW)

Am 15. November 2018 fand im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales ein Festakt zur Verleihung des Ehrenamtsnachweises statt.

Unter den geehrten Personen war auch Corinna Lidl, die sich seit 2006 bei der OBA der Lebenshilfe München engagiert. Sie unterstützt Jugendliche und Erwachsene bei Freizeitaktivitäten an Wochenenden, alle zwei Wochen im Seniorenclub und einmal jährlich auf einer Urlaubsreise von zehn bis 14 Tagen. Außerdem leitet Corinna Lidl im Rahmen des Freizeitprogramms eigene Angebote.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppen sind Menschen mit sehr unterschiedlicher Ausprägung von geistiger und körperlicher Behinderung. Für Corinna Lidl spielt bei ihren Aktivitäten keine Rolle, ob jemand eine Behinderung hat oder nicht. Sie ist fachlich kompetent und handelt stets mit Herz und dem richtigen Maß an Einfühlungsvermögen.

Staatsministerin Kerstin Schreyer überreichte den ausgewählten Ehrenamtlichen ihre Ausweise und bedankte sich ausdrücklich für das außerordentliche Engagement und den selbstlosen Einsatz der hier Geehrten.

Bitte helfen Sie mit!

In der Münchner Messestadt leben besonders viele Familien mit Migrationshintergrund. So kam zum Beispiel der kleine Ranji* zu uns in die Frühförderung.

Lebenshilfe München: „Bitte helfen Sie mit“    .   Foto © Fotolia

Er war auf der Flucht geboren worden, viel zu früh und mit Fehlbildungen im Gehirn. Der Junge lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter zusammen und braucht professionelle Hilfen. Jetzt ist er 16 Monate alt und sein motorischer Entwicklungsrückstand ist groß. Er kann kaum seinen Kopf halten und noch nicht sitzen. So langsam beginnt er, die Hände zu öffnen und etwas zu greifen. Große Probleme hat er beim Schlucken und Trinken, so dass er über eine Dauersonde ernährt werden muss. Unsere Logopädin versucht, ihm das Schlucken beizubringen. Gleichzeitig unterstützt sie die Mutter und erklärt ihr, wie sie diese schwierige Situation beim Essen am besten in den Griff bekommen kann. Zweimal in der Woche behandelt eine Physiotherapeutin den Jungen, damit er seine motorischen Funktionen verbessert.

Die Mutter fühlt sich von der Gesamtsituation, der Fluchterfahrung, dem deutschen Medizinsystem, ihrem schwerkranken Kind, der Sprachlosigkeit und ihrem eigenen Analphabetentum total überfordert. Ein wohnortnahes Angebot sowie Treffen mit anderen Eltern würden helfen, ihr Ankommen in der Gesellschaft beschleunigen.

Die ständig wachsenden Kinderzahlen in der Messestadt haben uns veranlasst, eine neue Frühförderstelle zu planen. Gerade für Familien mit kleinen Kindern, die von Behinderung bedroht sind, brauchen die Eltern kurze Wege und einen Ort des Austausches. Das interdisziplinäre Team der vier Frühförderstellen der Lebenshilfe München kann auf viele erfolgreiche Jahre zurückblicken. Unzählige Familien, die ein Kind mit körperlichen oder geistigen Besonderheiten haben, konnten bereits von der Fachlichkeit und dem Einsatz der Mitarbeiterinnen profitieren.

Helfen Sie uns,
damit wir noch mehr Familien ihren sowieso schon schwierigen Alltag ein wenig leichter machen können!

*Name geändert

Eine inklusive Lebenshilfe-WG in Obersendling

Die inklusive Lebenshilfe-Wohngemeinschaft ist erst wenige Wochen alt, man versteht sich aber bereits bestens. Bereichsleiter René Pfeifer (stehend), Einrichtungsleiterin Cindy Kirsch (r.) und Studentin Anna (l.) im Dialog mit ihren Mitbewohnern. – Foto: Gerd Spranger



(gsp) Das Interesse an der neuen inklusiven Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München in der Nähe vom Südpark in Obersendling ist groß, auch die damit verbundenen Erwartungen. Wie funktioniert es, wenn Studenten und Menschen mit geistiger Behinderung unter einem Dach leben? – in diesem Fall ein komplett renoviertes alleinstehendes Wohnhaus mit Garten, das von der Lebenshilfe München schon seit 35 Jahren genutzt wird. Selbst bei einer ganz normalen Wohngemeinschaft herrscht zeitweise Klärungsbedarf.  Weiterlesen

Den Tieren im Winter helfen

Am Wochenende rollte die erste Kältewelle über Deutschland hinweg. Bei eisigen Temperaturen wird es auch für die Natur und für viele Tiere hart. Mit ein wenig Hilfe können wir es Ihnen etwas erträglicher machen, etwa mit Vogelfutter und Häuschen. Das wird in der Lebenshilfe-Einrichtung in Putzbrunn schon seit Jahren praktiziert. Die Betreuerin Claudia Andriotis ist hier die treibende Kraft, privat engagiert sie sich auch für den Vogelschutzbund.

Die kleinen Vogelhäuschen hängen hoch, um vor Räubern sicher zu sein.

Dabei profitieren vom „Vogel füttern“ nicht nur die kleinen gefiederten Wesen, sondern auch die Bewohner der Lebenshilfe-Wohneinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. Sieben Gruppen mit je 6 bis 9 Leute werden hier, in der Waldkolonie Putzbrunn, betreut. „Sie beobachten die Tiere von ihren Fenstern aus, geben Rückmeldungen und helfen gerne bei der Versorgung mit,“ erzählt Daniela Dudenhöffer. Nicht nur Vögel, auch kleine Igel werden mitversorgt, manchmal auch Eichhörnchen und natürlich die Hühner, die in einem eigenen Stall gehalten werden.   Weiterlesen

Helden bei der Lebenshilfe

Neues aus der aktuellen L.I.E.S.-Ausgabe

„Die meisten Helden sind kleine Helden, leise Helden, unauffällige Helden, man erkennt sie erst bei genauem Hinsehen oder wenn sie einem unerwartet aus der Patsche helfen. Und daran, dass sie zufriedener, ausgeglichener und fröhlicher wirken als andere.“ – dieses Zitat aus dem Buch von Hannes Jaenicke „Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche. Warum wir dringend Helden brauchen.“, beschreibt genau die Menschen, die in dieser Ausgabe vorgestellt werden, Menschen aus dem Umfeld der Lebenshilfe.    Weiterlesen