Radi-radi in der St.-Quirin-Straße!

Auf 60 Jahre Lebenshilfe München!

Einen wunderbaren, sonnigen Februartag nutzten die BewohnerInnen der Wohngruppen der St.-Quirin-Straße, zahlreiche weitere Gäste aus anderen Wohngruppen der Lebenshilfe München und auch aus dem ambulant betreuten Wohnformen um eine anständige Faschingssause steigen zu lassen. René Darchinger begleitete den Nachmittag gemeinsam mit seinem Ko-Moderator Florian Mauch. Alle wurden lautstark und herzlich begrüßt und der Plan für den Tag vorgestellt.

Die drei GewinnerInnen der Kostümbewertung: Das lustige Zebra, das Burgfräulein und eine nette Polizeibeamtin. Foto: Lebenshilfe München

Zuerst gab es eine leckere Stärkung als Vorbereitung auf die Spiele und den Tanz. Hotdogs, Minischnitzel und Salate gingen weg wie warme Semmeln und sogar diejenigen, die schon kurz vorher Mittag hatten, konnten sich dem Buffet nicht gänzlich entziehen.

Eine DVD für gemeinsame Filmabende

Nach der Stärkung wurden Dosen geworfen, Luftballons gespickert und Pinata-Esel verhauen. Alle hatten großen Spaß und die Preise, die es dabei zu gewinnen gab kamen auch gut an! So konnten zum Beispiel unsere Gäste aus der Inklusiven Wohngemeinschaft in der Hermann-von-Sicherer-Straße eine DVD für gemeinsame Filmabende abstauben.

Erst kürzlich konnten Sie hier auf dem Blog die Beliebtheit von gemeinsamen Abenden mit DVDs und Popcorn lesen. Es war also für Jeden etwas dabei. Natürlich wurde auch getanzt! Moderator und DJ René feuerte die Stimmung über unsere mobile Musikanlage konsequent an. Danke an dieser Stelle an unseren GF Peter Puhlmann für das tolle Gerät! Es rockt!

Am Nachmittag fanden sich dann alle Feiernden noch zu Krapfen, Kuchen und Kaffee im großen Veranstaltungssaal ein. Florian Mauch nutze die Gelegenheit, um die beiden MitarbeiterInnen Justyna Michalec und Robert Murr für die gesamte Vorbereitung sowie den Auf- und Abbau zu danken.

Wer trägt das schönste Kostüm?

Dann kam es zum Höhepunkt des Tages, der Kostümverleihung. Eine Jury aus fünf Personen diskutierte ihre Meinung und rief nach umfangreicher Beratung die drei SiegerInnen aus. Der dritte Preis ging an eine nette Polizeibeamtin. Den zweiten Preis konnte das lustige Zebra ergattern und den ersten Preis gewann das Burgfräulein.

Der Fasching in der St.-Quirin-Straße war die erste Veranstaltung unter dem Jahres-Motto „60 Jahre Lebenshilfe München“. Ein gelungener Auftakt in unser Jubeljahr!

Lebenshilfe Wahlrecht: „Wie geht wählen und wen wähle ich?“

Thema: Wen kann ich wählen?
2. Termin: Dienstag 3. März 2020

Die Frage „wie wählen geht“ ist bei den Wahlen am 15. März durchaus berechtigt. Bis zu vier Stimmzettel sind zum bearbeiten und unter den Kandidaten muss man sich für seine ganz persönliche Wahl entscheiden. Die Lebenshilfe informiert über das Wahlrecht. Das ist komplex und die Kommunalwahl in Bayern darum etwas Besonderes. Das ist etwas ganz Besonderes, weil zum ersten Mal in der Geschichte auch Menschen mit geistiger Behinderung das Wahlrecht bei der Kommunalwahl zusteht. Das kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, es hat über Jahrzehnte hinweg nämlich einen Wahl-Ausschluss gegeben.

Lebenshilfe: ein Wahlrecht mit komplexen Zusammenhängen

Kommunalwahl in Bayern 2020. Es gibt keine Wahl-Ausschlüsse mehr. Die Einladung der Lebenshilfe München zur Wahl-Information finden Sie am Ende des Artikels als pdf zum Download

Wie aber wählen geht, was man zu beachten hat, darüber informiert die Lebenshilfe München in einem eigenen Seminar Menschen mit geistiger Behinderung über ihr Wahlrecht. Denn komplexe Zusammenhänge, wie das kommunale Wahlrecht und seine gesellschaftliche Bedeutung, sind für sie nicht leicht zu verstehen. Ein zweites Seminar widmet sich dem Thema „Wen kann ich wählen“. Dabei werden keine Wahlempfehlungen ausgesprochen, sondern das komplexe System erläutert. Gewählt werden Bürgermeister, Landrat, Gemeinde- und Stadtratsmitglieder, Kreisräte und in München zusätzlich noch Bezirksausschüsse. Das ist komplex und erfordert ein Verständnis der kommunalpolitischen Zusammenhänge. Es darf keinen Wahlausschluss geben.

Bei der Lebenshilfe OBA-Veranstaltung zum Wahlrecht „soll zum Einen für das Thema sensibilisiert und Fragen geklärt werden. Es gibt Hilfestellungen zum Thema Wahl und Wählen“, erläutert Julia Bader, Projektverantwortliche und Sozialpädagogin bei der Lebenshilfe München und ergänzt: „Mit Sicherheit ist die Briefwahl eine Option für Menschen mit Behinderung. Im Allgemeinen ist Politik ein wichtiges Thema. Das Interesse an Mitbestimmung und politischen Themen im Allgemeinen wächst.“

Jörg Siegmund von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing kennt sich gut aus mit Politik und dem Wahlrecht. Er wird in den Seminaren Wissenswertes zur Wahl erklären. Man kann ihm Fragen stellen und dabei Neues lernen. „Es gibt auch etwas zu essen und zu trinken“, heißt es in der Einladung.

Die Termine zur Lebenshilfe-Veranstaltung zum Wahlrecht:

2. Termin: Dienstag 3. März 2020
Thema: Wen kann ich wählen?

Beginn ist um 18 Uhr und das Ende für 20 Uhr angesetzt im Vortragssaal (1. Stock) der Lebenshilfe Geschäftsstelle in der St.-Quirin-Str. 13a, 81549 München.

Weitere Fragen und Informationen:
Julia Bader; Telefon: (089) 69347-143

Wer sich noch mehr über die Wahl informieren möchte, finden in der „Süddeutschen Zeitung“ einen guten Artikel dazu unter:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/kommunalwahl-2020-bayern-wahlrecht-stimmzettel-ueberblick-1.4644473

Die Einladung der OBA finden Sie hier:
oba_wahl

Auch zur Europawahl hatte die Lebenshilfe München rechtzeitig informiert. Hier der LInk:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/05/08/wahlrecht-fuer-menschen-mit-behinderung/

16 Monate inklusive WG der Lebenshilfe

Vor über einem Jahr wurde von der Lebenshilfe München in der Hermann-von-Sicherer Straße in München-Sendling eine inklusive Wohngemeinschaft (WG) eröffnet. Vier StudentInnen und sechs Menschen mit geistiger Behinderung leben gemeinsam in einem Stadthaus mit Garten zusammen. Die Redaktion hat nachgefragt, wie sich dieses Experiment bewährt hat und sich mit der Erziehungswissenschaftlerin und Einrichtungsleiterin Cindy Kirsch unterhalten.

Zum Abschied gab es ein großes Kuchenbuffet von Herrn Weinel, der sich auf diesem Wege für das gute Miteinander bedankt.

Redaktion: „Für die Lebenshilfe München ist diese Form des Zusammenlebens und der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung neu. Was waren die Voraussetzungen, wie hat man sich darauf vorbereitet?“

Cindy Kirsch:
„Wir haben zunächst geschaut, dass wir auf beide Seiten geeignete Kandidaten finden. Die Menschen mit geistiger Behinderung sollen zu einem selbständigen Leben fähig sein und die StudentInnen für die sich ihnen stellenden Herausforderungen.

Redaktion: „Herausforderungen für die StudentInnen, welche?“

Cindy Kirsch:
Sie müssen sich nicht um pflegerische Tätigkeiten kümmern, das machen wir mit Fachpersonal von der Lebenshilfe. Sie sollten aber offen und kommunikativ sein, wie es für jede andere WG von Vorteil ist.

Redaktion: „War und ist das ausreichend, wurden die StudentInnen vorbereitet?“

Cindy Kirsch:
„Wir haben die Bewohner natürlich vorab geschult, um ihnen ein ganz allgemeines Verständnis für Menschen mit geistiger Behinderung zu vermitteln. Wir haben sie im Einzelnen aber nicht ‚gebrieft‘, denn den persönlichen und menschlichen Umgang müssen sie selbst bewältigen.“

Redaktion: „Und das hat funktioniert?“

Cindy Kirsch:
„Ja, wir haben bis heute keine Beschwerden erhalten, ganz im Gegenteil. Die Gruppe fand schnell zueinander und das Zusammenleben ist für beide Seiten ein Gewinn. Die Grenzen zwischen StudentInnen und Bewohner sind fließend. Ob gemeinsames Einkaufen, Ausflüge oder zivilisierte Hauspartys – es ist ein harmonisches Miteinander. Auch der WG-Alltag mit allen Aufgaben und Herausforderungen hat sich sehr gut gestaltet. Im Hintergrund steht natürlich das Fachpersonal der Lebenshilfe München.“

Redaktion: „Zwei Bewohnerinnen, Lisa und Sophie, sitzen mit am Tisch. Was sagen sie selbst zur Situation und Entwicklung?“

StudentInnen: „Wir können das nur bestätigen. Unser Verhältnis ist herzlich. Selbst wenn Freunde zu Besuch kommen, sind sie überrascht von unserem guten Miteinander und fragen häufig nach, wie es so ist, das Zusammenleben mit Menschen mit geistiger Behinderung“, erzählen sie lachend. „Es gibt keine Unterschiede. Wir leben zusammen, entscheiden die Dinge gemeinsam und haben viel Spaß miteinander.“

Redaktion: „Was muss man als Bewohner mitbringen“?

StudentInnen: „Man muss offen sein. Aufmerksamkeit ist hier vielleicht der Schlüssel. Aufeinander achthaben, eben in Beziehung leben. Eine angenehme Besonderheit ist dabei die direkte und offene Art von Menschen mit geistiger Behinderung. Da wird häufig nicht lange um eine Sache herum geredet, sondern sie wird unkompliziert und ohne Hintergedanken einfach auf den Punkt gebracht. Das ist aber nicht nachteilig, im Gegenteil. Wir lernen und profitieren davon.“

Redaktion: „Das hört sich gut an. Würden sie erneut in so eine WG einziehen?“

StudentInnen: „Ja, sofort. Leider aber endet in den nächsten Wochen unsere Zeit hier. Das Studium steht vor dem Abschluss und die Reise geht weiter.“

Redaktion: „Für die Lebenshilfe München also ein Erfolgsmodell. Gibt es weitere Projekte in diese Richtung?“

Cindy Kirsch:
„Ja, wir haben bereits die Zusage für ein WG-Projekt in München-Freiham. Hier entsteht ein neues Münchner Vorzeigeprojekt, ein inklusiver Stadtteil. Darüber hinaus plant die Lebenshilfe München weitere Wohngemeinschaften. Das aber ist in München nicht so einfach, denn Wohnraum oder gar ein Haus sind teuer und schwer zu finden.“

Redaktion: Zu dem Interview saßen wir im großen hellen Gemeinschaftsraum der WG zusammen, er hat sich immer mehr zum Lebensmittelpunkt entwickelt. Auch im Untergeschoss gestaltete die WG einen Freizeitraum. Gemeinsame Fernseh- bzw. DVD-Abende stehen hier hoch im Kurs. Mit dem beginnenden Frühjahr ist auch die Terrasse und der Garten wieder ein beliebtes Stück Natur im Herzen von München.

Link: Lesen Sie mehr über die Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München in … unter:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/11/23/eine-inklusive-lebenshilfe-wg-in-obersendling/

Finale im Workshop der Führungskräfte

Finale im Führungskräfteworkshop
der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Ein letztes Mal trafen sich die Führungskräfte der stationären Wohnangebote der Lebenshilfe München im Februar. Die Choaches Andrea Beese und Ruth Reichenbach legten mit dieser Veranstaltung das noch fehlende Stück im Puzzle der Workshop-Reihe. Es gilt die Fähigkeiten der Führungskräfte zu stärken, Signale wahrzunehmen, die eine Belastung vermuten lassen.

Das war der Fokus des Workshops für Führungskräfte bei der Lebenshilfe München und wurde praktisch in Form eines Rollenspiels trainiert. In Zwiegesprächen zwischen Führungskraft und belasteten MitarbeiterInnen tauschte man die Rollen. Häufig ist das Thema Belastung ein sehr sensibles. Niemand fühlt sich wohl dabei einzugestehen, dass es gerade nicht so gut läuft, egal in welchem Lebensbereich. Viele„leiden still“, jene die einer aufmerksamen und emphatischen Führungskraft bedürfen, um gesund durch ein gesamtes Arbeitsleben zu kommen.

  • Hinzusehen; nicht wegsehen oder abwarten
  • Initiative ergreifen; das Gespräch suchen, Konsequenzen ziehen
  • Leitungsfunktionen übernehmen; aktiv sein und handeln
  • Fördern und fordern; etwa die Dienstplangestaltung in einer Phase hoher Belastung, Gespräche führen
  • Experten hinzuzuziehen raten die Coachinnen, wenn Ergebnisse ausbleiben. Das kann von Person zu Person und von Fall zu Fall unterschiedlich sein

Supervisionen im Arbeitsumfeld, persönliche Coaches aber auch Psychologen und Therapeuten können für die betroffene Person der notwendige Steigbügel aus der Belastungssituation sein. Dieses HILFE-Konzept ist einprägsam und soll die notwendigen Handlungsschritte für Führungskräfte leicht greifbar machen..

Das Feedback der TeilnehmerInnen zu der Workshop-Reihe war durchwegs positiv. „Es ist zentral in unserer Arbeit, dass gesundheitsfördernd geführt wird und dass ich als Führungskraft mit dafür verantwortlich bin“, konstatiert eine Teilnehmerin. Ein anderer stellt fest: „Belastung fängt viel früher an als man es sich denkt.“ Übung und Routine in der Wahrnehmung und Bearbeitung von Belastungen von MitarbeiterInnen empfinden alle TeilnehmerInnen als notwendig. „Gruppenleitungen müssen Profis darin sein, über den Tellerrand zu schauen und auch mal die Perspektive zu wechseln.“

Lesen Sie auch unseren Beitrag vom Oktober, der Startschuss für die Workshops bei der Lebenshilfe München:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/10/16/fuehrungskraefte-workshop-zum-gesundheitsmanagement/

Behindertenbeirat stellt 12 Forderungen zur Inklusion in München

Im Rollstuhl: eine ganz andere Perspektive auf ganz alltägliche Situationen. – Fotos: Behindertenbeirat München

Der Behindertenbeirat und der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München haben anlässlich der diesjährigen Kommunalwahl zwölf Forderungen zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen aufgestellt, die den Spitzenkandidat*innen der Parteien jetzt überreicht wurden. In seinen Forderungen thematisiert der Behindertenbeirat unter anderem die Barrierefreiheit städtischer Theater, Schwimmbäder und Hotels, die flächendeckende Einrichtung von „Toiletten für Alle“ in München, neue Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderungen und Schulsozialarbeit an allen Schulen.

Neben der Übergabe der Forderungen stand auch ein Sensibilisierungscheck für die Spitzenpolitiker*innen auf dem Programm. Unter fachkundiger Begleitung wurden vier kleine Beispiel-Erlebnisse aus dem Alltag von Menschen mit Behinderungen auf dem Münchner Marienplatz absolviert. So durften die Politiker*innen probieren, im Rollstuhl sitzend einen Kaffee zu kaufen, mit Augenbinde den Weg zur U-Bahn zu finden oder einen Text in leichte Sprache zu übersetzen. Der Behindertenbeirat erhofft sich durch die Sensibilisierung der Kommunalpolitiker*innen eine umfassende Berücksichtigung des Themas Inklusion in der kommenden Legislaturperiode und mahnt die zügige Umsetzung der zwölf Forderungen an.

Blind unterwegs – Orientierungsstreifen sind eine echte Hilfe

Vorstandsvorsitzende Nadja Rackwitz-Ziegler: „München wird inklusiv, das spüren wir auch an dem vor kurzem beschlossenen 2. Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Dennoch sehen wir im Behindertenbeirat täglich, mit welchen Barrieren die Bürger*innen in München noch zu kämpfen haben. Wir fordern die nächste Stadtspitze und den neu gewählten Stadtrat dazu auf, unsere Forderungen konsequent umzusetzen und Inklusion als Thema in das Regierungsprogramm bzw. die Koalitionsvereinbarungen aufzunehmen!“

Die Forderungen wurden persönlich entgegen genommen von Katrin Habenschaden (Grüne), Kristina Frank (CSU), Simone Burger (SPD), Jörg Hoffmann (FDP), Stephanie Dilba (MUT), Johann Altmann (Bayern Partei), Hans-Peter Mehling (Freie Wähler) und Patricia Koller (Die Linke). Persönlich anwesend waren auch Paul Bickelbacher (Grüne), Dagmar Föst-Reich (FDP), Alexandra Gassmann (CSU).

Mit dem Rollstuhl werden kleine Schwellen und enge Türen zu einem Hindernis.

Die zwölf Forderungen wurden in den Facharbeitskreisen und einer extra eingerichteten Arbeitsgruppe des Behindertenbeirats erarbeitet und anschließend von einem Karikaturisten visualisiert. Die gelungenen Zeichnungen sollen mit einem Augenzwinkern auf die Inhalte der Wahlforderungen aufmerksam machen und auf diese Weise bei den Politiker*innen im Gedächtnis hängen bleiben. Die Forderungen vom Behindertenbeirat und mehr Informationen finden Sie unter folgenden Link:

https://www.behindertenbeirat-muenchen.de/578-aktion-zur-kommunalwahl-2020-behindertenbeirat-der-landeshauptstadt-muenchen-uebergibt-forderungen-an-spitzenpolitiker-innen

Tatü, Tata die Lebenshilfe ist da!

Am 25.01.2020 war ein ganz besonderer Tag für die inklusive Wohngemeinschaft (WG) der Lebenshilfe München. In Begleitung vom Wohntraining besuchten wir die ‚Feuerwache 2‘ in Sendling. Da die WG nicht weit von der Feuerwache entfernt ist, trafen wir uns alle bei uns an der WG in der Hermann von Sicherer Straße und starteten gemeinsam los. Alle waren ganz aufgeregt und gespannt darauf, was uns erwarten wird. Wir hatten große Hoffnung in einem echten Feuerwehrfahrzeug zu sitzen oder sogar die Rutsch-Stange ausprobieren zu dürfen.

Feuerwehr mit einer Stunde Sport am Tag

Zu Beginn wurden wir vom anwesenden Schichtleiter durch die Fahrzeughalle geführt, in der am Anfang leider fast keine Einsatzfahrzeuge standen. Der Leiter erklärte uns, dass die Feuerwehrmänner einen Übungseinsatz haben und deswegen mit den Fahrzeugen ausgerückt sind. Also gingen wir zunächst eine Runde durch die Wache. Wir hatten viele Fragen, die uns auch geduldig beantwortet wurden. Besonderes Interesse galt dem Arbeitsalltag eines Feuerwehrmannes. Wir fanden heraus, dass jeder Feuerwehrmann eine Stunde Sport am Tag machen muss. Er darf sich dabei aussuchen welche Sportart er macht.

Anschließend wurden wir in einen Besprechungsraum geführt, in dem wir einen Kurzfilm anschauten. Wir lernten die Bestandteile des Löschzuges, welche Aufgabe die verschiedenen Fahrzeuge haben und die richtige Vorgehensweise einen Notruf abzusetzen.

Auf dem Rückweg zurück in die Fahrzeughalle kamen wir noch an den Rutsch-Stangen vorbei, die begeistert begutachtet wurden. Und tatsächlich dürften wir selbst eine dieser Rutsch-Stangen, mit Hilfe des Schichtleiters, herunterrutschen. Allerdings nur von einer kleinen Leiter aus, da es sonst zu gefährlich gewesen wäre. Ein weiteres Highlight war die eigenständige Benutzung eines Feuerlöschers und eines Feuerwehschlauches. Selbstverständlich durften hierbei ein paar Neckereien unter Mitbewohnern nicht fehlen.

In einem echten Feuerwehrfahrzeug

Gegen 12:00 Uhr kamen die Fahrzeuge zurück zur Wache und auch unsere letzte Hoffnung wurde erfüllt. Jeder durfte sich kurz in das Feuerwehrauto setzen und sich für eine Sekunde wie ein echter Feuerwehrmann fühlen. Es war ein rundum gelungener Vormittag und wir bedanken uns recht herzlich bei der Feuerwache 2 für diese schöne und interessante Führung. Vielleicht klappt es bei einem nächsten Ausflug der Lebenshilfe München in einem echten Feuerwehrfahrzeug zu sitzen.

Cindy Kirsch

Gelungene Modernisierung der Hauptwerkstatt der Lebenshilfe Werkstatt

Am 29. November 2019 eröffnete nach zweijähriger Modernisierungszeit wieder die Hauptwerkstatt der Lebenshilfe-Werkstatt in der Scharnitzstraße. Nach über 40 Jahren Nutzung war das Werkstattgebäude in die Jahre gekommen. Infrastruktur, Elektrik und Leitungen entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Als zertifizierter Zulieferer der Automobilindustrie muss die Lebenshilfe Werkstatt den Ansprüchen der Kunden an moderne Produktionsumgebungen Rechnung tragen. Wichtig war auch der Erhalt des Standorts mitten im Sozialraum von München-Sendling.

20 Millionen Investition und viele Förderer

Die Band KREATIV LABOR der Stiftung Pfennigparade begleitete den Festakt musikalisch. – Fotos: Marc Müller

Bei einer Gesamtinvestition von 20 Millionen Euro (Brutto), wäre es ohne Fördergelder nicht gegangen. Vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, dem Hauptförderer, mit einer Zuwendung von 8,4 Mill. Euro bedacht, ergänzt durch Zuschüsse vom Bezirk Oberbayern, der Bundesagentur für Arbeit, der Bayerischen Landesstiftung, der Aktion Mensch und der Heidehof Stiftung konnte am 21. August 2017 der Baubeginn erfolgen. In dieser Zeit wurden alle Werkstätten sowie die Verwaltung in Provisorien ausgelagert. Weiterlesen

Lebenshilfe Wahlrecht: „Wie geht wählen und wen wähle ich?“

Die Frage „wie wählen geht“ ist bei den Wahlen am 15. März durchaus berechtigt. Bis zu vier Stimmzettel sind zum bearbeiten und unter den Kandidaten muss man sich für seine ganz persönliche Wahl entscheiden. Die Lebenshilfe informiert über das Wahlrecht. Das ist komplex und die Kommunalwahl in Bayern darum etwas Besonderes. Das ist etwas ganz Besonderes, weil zum ersten Mal in der Geschichte auch Menschen mit geistiger Behinderung das Wahlrecht bei der Kommunalwahl zusteht. Das kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, es hat über Jahrzehnte hinweg nämlich einen Wahl-Ausschluss gegeben.

Lebenshilfe: ein Wahlrecht mit komplexen Zusammenhängen

Kommunalwahl in Bayern 2020. Es gibt keine Wahl-Ausschlüsse mehr. Die Einladung der Lebenshilfe München zur Wahl-Information finden Sie am Ende des Artikels als pdf zum Download

Wie aber wählen geht, was man zu beachten hat, darüber informiert die Lebenshilfe München in einem eigenen Seminar Menschen mit geistiger Behinderung über ihr Wahlrecht. Denn komplexe Zusammenhänge, wie das kommunale Wahlrecht und seine gesellschaftliche Bedeutung, sind für sie nicht leicht zu verstehen. Weiterlesen

Weihnachten auf leisen Sohlen mit Steelcase

Unbekannte Eindringlinge in Vortragssaal
der Lebenshilfe München in der St.-Quirin-Straße

Am 12.12.2019 fuhr nach Abenddämmerung ein dunkler VW-Bus vor den Wohngruppen der St.-Quirin-Straße mit beinahe unbekannten Personen vor. Die drei Insassen leerten in Windeseile das Fahrzeug und brachten den Inhalt ungesehen über den Aufzug in den großen Veranstaltungssaal der Lebenshilfe München. Leise wurden Pakete auf zwei großen Tischen im weihnachtlich geschmückten Saal angerichtet.

Nach dem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, wurde die erste der drei Wohngruppen in den Saal gebeten. Die BewohnerInnen wussten nicht, was passiert und blickten fragend in die Gesichter der Mitarbeiterinnen der Firma Steelcase, René Pfeifer dem Bereichsleiter Wohnen und Florian Mauch dem Einrichtungsleiter der Wohngruppen St.-Quirin-Straße. Lange mussten sie aber nicht im Dunklen tappen.  Weiterlesen

Ausflug zum Christkindlmarkt nach Salzburg

Gruppenfoto der Lebenshilfe-Wohngruppe vor dem Salzburger Dom auf dem Christkindlmarkt.

Gruppenfoto der Lebenshilfe-Wohngruppe vor dem Salzburger Dom auf dem Christkindlmarkt.

Am Adventssonntag machte sich die Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München zum Salzburger Christkindlmarkt auf. Wir nahmen den Meridian vom Münchner Hauptbahnhof, über Rosenheim nach Salzburg. Wir Studenten haben uns mit ‚unseren‘ Mitbewohnern bestens angefreundet. Es sind Menschen mit leichter geistiger Behinderung, die ihr Leben weitgehend selbständig gestalten und meistern. Bereits auf der Fahrt sahen wir viel: Berge, Kühe, Wiesen, den Chiemsee und sogar den ersten Schnee. In Salzburg angekommen, fuhren wir mit einem Stadtbus in die Altstadt. Die schönen weihnachtlichen Dekorationen und Lichter in der Altstadt faszinierten uns sehr und die Weihnachtsstimmung stieg immer mehr an.

Wir gingen zum Christkindlmarkt am Salzburger Dom, wo es wunderbar nach leckerem Essen roch. Da blieb das Magenknurren natürlich nicht aus. Also begann die Suche nach Leckereien. Von Pommes mit Ketchup, über Bratwurstsemmeln und gebrannten Mandeln, bis hin zu Schupfnudeln mit Sauerkraut war alles dabei. Gut gestärkt und zufrieden zogen wir von der Lebenshilfe Wohnen weiter. Besonders gefallen haben uns die Stände mit den wunderschönen weihnachtlichen Kuriositäten mit viel Handwerkskunst. Weiterlesen

Geschwistertage bei der Lebenshilfe München

Auch wenn das Aufwachsen mit einem Bruder oder einer Schwester mit Behinderung eine Bereicherung ist, so ist es gleichzeitig für die Geschwisterkinder manchmal ganz schön belastend und herausfordernd. Allzu oft dreht sich alles um das Kind mit Behinderung und für die Geschwisterkinder ist diese Situation meist schwierig. Die Lebenshilfe München hat dafür ein eigenes Angebot entwickelt.

Gemeinsames erleben, Spaß haben und weit weg vom Alltag bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München

Gemeinsames erleben, Spaß haben und weit weg vom Alltag bei den Geschwistertagen der Lebenshilfe München

Beim „Geschwisterprojekt“ der  Lebenshilfe München stehen allein die Geschwisterkinder im Mittelpunkt. An den Geschwistertagen geht es vor allem um eins: jede Menge Spaß und unbeschwerter Zeit. Aber es gibt auch den Raum und die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen, Tipps zu geben oder auch einfach nur mal unter Seinesgleichen ganz offen sagen zu können, wie nervig der Bruder oder die Schwester manchmal sind.

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Neues zum Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Zum zweiten Mal trafen sich alle GruppenleiterInnen und EinrichtungsleiterInnen der stationären Wohnangebote der Lebenshilfe München Wohnen GmbH zu einem Führungskräfte-Workshop. Die Führungskräfte wurden wieder von Frau Beese und Frau Reichenbach im Auftrag der BGW begleitet. Thema des Workshops war dieses Mal unter anderem die Führungssituation in Sandwichpositionen.


Sowohl Gruppenleitungen als auch Einrichtungsleitungen haben die Aufgabe, gegebene Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel sich ändernde Gesetzgebung, Entwicklungen in der pädagogischen Arbeit, Vorgaben des Trägers, etc. in die operative Umsetzung zu bringen. Nicht immer sind diese Veränderungen bei den MitarbeiterInnen beliebt. Die Aufgaben sind Mehrdimensional und eine Aufzählung würde den digitalen Rahmen dieses Artikels vermutlich sprengen. Betrachtet man aber nur die vielen verschiedenen Anspruchsgruppen in unserer Branche, wird klar, dass man mit vielen Aufgaben gleichzeitig jonglieren muss.

„Alle wollen ‚ein Wörtchen‘ mitreden“

BewohnerInnen haben den berechtigten Anspruch, eine optimale personenzentrierte Förderung zu genießen. Angehörige wollen in der Regel – ebenfalls zu Recht – ein Wörtchen mitreden. MitarbeiterInnen wünschen sich faire und ausgewogene Dienstpläne, die mit ihrem Privatleben vereinbar sind. Die Geschäftsführung fordert qualitativ hochwertige Arbeit im Rahmen der vom Kostenträger refinanzierten Arbeitsstunden. Weiterlesen

Lebenshilfe Bayern fordert bessere Versorgung im Krankenhaus

Die Vorsitzende, Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm (Mitte), erhält die Goldene Ehrennadel der Lebenshilfe Bayern samt Urkunde von den stellvertretenden Vorsitzenden Hildegard Metzger und Gerhard John (Foto: Lebenshilfe Bayern / Anita Sajer)

– Aus der Jahrestagung und Mitglieder-Versammlung –

Menschen mit Behinderungen müssen in Krankenhäusern besser versorgt werden. Das fordert die Lebenshilfe Bayern auf ihrer Mitglieder-Versammlung 2019. Dies sei auch ein dringendes Anliegen von Eltern und Angehörigen, betonte die Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm, in ihrer Rede vor 100 Delegierten am 24. November 2019 im Kloster Seeon. Weiterlesen

Lebenshilfe beim Bowling mit Riverbed Technology

In dieser Jahreszeit kommt die Lebenshilfe München Wohnen GmbH immer häufiger in das Vergnügen, dass sich Unternehmen aus der freien Wirtschaft für die KlientInnen Zeit nehmen, um im Zuge von Social Volunteering-Aktionen einen Mehrwert zu schaffen. Am 11. November hatten KlientInnen und MitarbeiterInnen der Wohngruppen St.-Quirin-Straße großen Spaß beim Bowlen, gemeinsam mit dem Unternehmen Riverbed Technology.

Mit Namensschildern ausgestattet gingen in gemischten Teams KlientInnen, MitarbeiterInnen der Lebenshilfe München Wohnen GmbH und der Firma Riverbed Technology in den Wettkampf, wer mehr Pins zum Fliegen bringt. Die Namensschilder sind für alle Beteiligten wichtig, da es bei so einem sportlichen Event heiß her geht und man die Unterstützung von der Tribüne bei jedem Wurf gebrauchen kann.

Viel Spaß und nicht ganz wichtige Ergebnisse

Schon beim ersten Kennenlernen, also bevor es richtig losging, wurde die Frage der Anrede geklärt. Die Beteiligten waren sich alle sehr schnell einig: „Du“ wäre die richtige Form für diese Veranstaltung. Und so kamen alle Vornamen der Beteiligten auf Namensschilder und die Spiele konnten beginnen. Am Ende waren aber natürlich doch die Ergebnisse unwichtig. Weiterlesen