Lebenshilfe München schafft neue Wohnangebote für Menschen mit Behinderung

René Pfeifer, Bereichsleiter ‚Wohnen‘ der Lebenshilfe München vor dem neuen Wohnhaus am Willinger Weg in München. Fotos: Gerd Spranger

Die Lebenshilfe München hat diesen Sommer in Ramersdorf am Willinger Weg ein neues Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderung eröffnet. Es ist das neue Aushängeschild des Elternvereins, denn vom Raumkonzept über die Barrierefreiheit bis hin zum Anspruch auf geräumige Zimmer wurden alle Standards erfüllt, die meisten verfügen noch über einen kleinen Balkon oder eine Terrasse. „Die ersten Überlegungen zur Erneuerung der alten Arztvilla aus den 30er-Jahren, idyllisch und zentral in einer Wohnsiedlung gelegen und seit 1988 Eigentum der Lebenshilfe München, gehen bis auf das Jahr 2012 zurück“, informiert Peter Puhlmann, Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München. 2016 entschied dann ein Architektenwettbewerb über den Neubau.

Der Gang weitet sich für eine kleine Sitzgruppe mit hoher heller Glasfront

Die Bewohner fühlen sich wohl in ihrem neuen Zuhause. Bei unserem Besuch der Einrichtung waren einige anwesend, die meisten allerdings in der Lebenshilfe-Werkstatt an ihrem Arbeitsplatz. Sie genießen den schönen sonnigen Garten mit großer Freifläche und frisch angesätem Rasen. Bei unserem Besuch genoss Horst auf seinem Balkon das sommerliche Wetter und beschäftigte sich mit dem Lesen einer Zeitung. Es hielt ihn aber nicht davon ab, sich mit seinen Mitbewohnern im Garten angeregt zu unterhalten. Er freut sich vor allem über die schöne Lage des Anwesens. „Es sind mehrere Haltestellen für Busse und die U-Bahn in der Nähe, auch Geschäfte und der große Ostpark. Es ist schön hier zu wohnen“, äußert er sich sehr zufrieden. Eine andere Bewohnerin freut sich über ihren großen Fernseher im Zimmer und über eine eigene Dusche mit sanitären Einrichtungen, über die jedes Zimmer verfügt.

Renè Pfeifer im Gespräch mit Einrichtungsleiter Klaus Huber.

Zentral in den drei Etagen des Wohnhauses führt ein breiter heller Mittelgang, an dessen Ende eine große Glasfront mit Sitzgelegenheit eingerichtet ist. In der Mitte wurde er mit einem großen Raum hin zum Garten geöffnet, in der den Bewohnern eine gemeinsame Wohnküche zur Verfügung steht. René Pfeifer, Bereichsleiter Wohnen der Lebenshilfe München betont: „Jeder, der eine Wohngemeinschaft kennt weiß, dass die Wohnküche der zentrale Platz der Kommunikation in einer Einrichtung ist. Das Konzept geht auch hier auf. Für privaten Rückzug stehen den Bewohnern ihre großen hellen Zimmer zur Verfügung.“

Ein großer Garten mit Radgarage im Herzen von München.

Für ihn ist es ein immens wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung der Lebenshilfe München und er bekräftigt: „Wir sind froh 24 Bewohnern einen modernen und adäquaten Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Mit 24 Bewohnern in drei Wohngruppen ist es auch möglich rund um die Uhr eine Betreuung sicherzustellen, so dass immer eine ausgebildete Fachkraft vor Ort ist.“

Die Hühner in Nachbars Garten picken direkt an der Grenze des großen Grundstücks.

Das zweistöckige Gebäude mit ausgebauten Dachgeschoss fügt sich harmonisch in das Gesamtbild der Siedlung aus den 30er-Jahren ein, in denen kleine Häuschen mit Garten das Bild prägen. Zusätzlichen Raum des neuen Lebenshilfe-Wohnhauses am Willinger Weg bietet der Keller mit Heizung, Wirtschaftsräumen, Lager, einem großen Gemeinschaftsraum und ein eigener Personalraum. Die Lebenshilfe München arbeitet konsequent an neuen Raumkonzepten und Wohnformen für Menschen mit Behinderung.

Auch die Rückseite des Gebäudes ist sehr ansprechend gestaltet.

2005 wurde die Wohneinrichtung in Putzbrunn erweitert, 2015 in der Landsberger Straße eine eigene offene Wohngemeinschaft gegründet und der Ambulante Dienst konsequent ausgebaut. 2016 etablierte sich eine offene Seniorengruppe (TENE) in Putzbrunn, 2018 verwirklicht man eine inklusive Wohngemeinschaft in der Hermann von Sicherer Straße und in Unterschleißheim eine neue Wohneinrichtung für zehn Menschen mit Behinderung, die auch die nächsten zehn Jahre bestehen bleibt.

Weiter stark wachsend ist der Bereich des „Ambulanten Dienstes“, in der vor allem Familien oder allein lebende Menschen mit Behinderung Begleitung, Hilfe und Unterstützung erfahren.

Neue Projekte der Lebenshilfe-Wohnen sind bereits in Vorbereitung.
Wir informieren Sie weiter.

Weitere Links für Sie:

Die TENE in Putzbrunn:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/02/24/besuch-bei-den-tene-senioren-der-lebenshilfe/

Wohngemeinschaft Landsberger Straße:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2015/12/28/wohngemeinschaft-ergaenzt-das-wohnkonzept-der-lebenshilfe/

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2016/04/14/neue-herausforderung-fuer-die-lebenshilfe-muenchen/

Wohngruppe in Unterschleissheim:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/01/20/wohngruppe-der-lebenshilfe-zieht-nach-unterschleissheim/

Die inklusive Wohngemeinschaft:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2020/02/25/16-monate-inklusive-wg-der-lebenshilfe/

Erweiterung des ambulant betreuten Wohnens:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/03/03/lebenshilfe-munchen-erweitert-das-ambulant-betreute-wohnen/

Frühförderung München stellt sich vielen Aufgaben


Wichtig ist die frühe Förderung des Kindes“
Mit der neuen Bereichsleiterin Sabine Wolf im Gespräch

Vor 45 Jahren eröffnete die Lebenshilfe München mit der Frühförderung einen ganz neuen Bereich der Betreuung. „Kinder so früh wie möglich zu fördern“, war damals noch kein allgemein anerkannter Ansatz. Doch vor allem bei Menschen mit Behinderung sollte die Förderung früh beginnen. Die Lebenshilfe mit den betroffenen Eltern war hier Pionier und Wegbereiter. Die Psychologin Sabine Wolf ist seit August die neue Bereichsleiterin der Interdisziplinären Frühförderstellen, von denen die Lebenshilfe vier Einrichtungen in Stadt und Landkreis München betreibt, demnächst folgt die fünfte.

„Immer im engen Kontakt mit den Eltern“

Die langjährige Leiterin der Interdisziplinären Frühförderstellen der Lebenshilfe München, Maria-Anna Link, wird in den Ruhestand verabschiedet.

„Unser Hauptanliegen ist der direkte Kontakt zu den Familien. Wir arbeiten interdisziplinär, also eine Psychologin, Ergotherapeutin, Heilpädagogin und Logopädin zusammen, und stehen dabei immer im engen Kontakt und Bezug zu den Eltern. Es würde nur wenig helfen, das Kind in der Woche ein, zwei Stunden therapeutisch zu betreuen, wenn der Ansatz zuhause nicht fortgesetzt wird,“ erläutert Sabine Wolf. „Die Beratung und Anleitung im häuslichen Umfeld ist wesentlich für das Konzept der Frühförderung.“ Darum stehen je Einrichtung bis zu 13 Dienstfahrzeuge zur Verfügung und werden insgesamt von rund 80 Frühförderinnen genutzt.

Entwicklungsrückstände früh erkennen

„Häufig ist es nicht eindeutig, dass das Kind Hilfe braucht. Kinder entwickeln sich sehr unterschiedlich und sind deshalb schwer zu beurteilen. In manchen Fällen ist bereits früher ein Entwicklungsrückstand erkennbar. Diagnosen, etwa bei Autismus, sind erst nach gründlicher Beobachtung möglich und selbst hier braucht es geschulte Fachkräfte.“

Für die Eltern bleibt es eine schwierige Situation, sie sind von Natur aus um ihren Nachwuchs besorgt. „Vielleicht haben sie nur ein Gefühl, dass nicht alles so ist, wie es sein sollte. Wir sprechen von Entwicklungsschwierigkeiten. Dann beginnt die Suche, etwa in einem Sozialpädiatrischen Zentrum oder der Kinderarzt verweist mit der Empfehlung einer Förderung an uns. Die Entscheidung treffen die Eltern, es gibt keinen Zwang“, bekräftigt die Psychologin.

„Wir müssen uns in Geduld üben“

Auf die neue Bereichsleiterin der Lebenshilfe Frühförderstellen in München wartet viel Arbeit.

Ein anderer Weg in die Frühförderung führt häufig über die Kitas und Kindergärten. „Wir unterstützen auch hier direkt vor Ort und suchen den Kontakt zu den Eltern“, so Wolf. Das aber gestaltet sich bei der Berufstätigkeit beider Elternteile nicht einfach. Die Betreuung geht durch alle Gesellschaftsschichten. Bei Familien mit Migrationshintergrund sind zudem die Sprache bzw. die Sprachkompetenz und Kultur ein wichtiger Faktor.

Wir haben über die Jahre hinweg gelernt, damit gut umzugehen, und uns eint das Anliegen um die Gesundheit des Kindes“, weiß Sabine Wolf. „Wir müssen auf diesem Weg alle gemeinsam viel lernen. Es geht nicht immer alles was Eltern wünschen. Vergleiche mit gesunden Kindern sind häufig schwierig. Wir alle müssen immer wieder Geduld lernen. Auch das ist ein Grund für eine möglichst frühe Förderung, um keinen Entwicklungsschritt – wir sprechen auch von einem Entwicklungs-Fenster – zu verpassen. Immer mehr junge Eltern gehen offensiv und selbstbewusst mit der Situation um und das ist gut so.“

„Zusammenhänge verstehen und Konzepte anpassen“

Entscheidend sei der interdisziplinäre Ansatz. Zusammenhänge müssen verstanden und individuell der Person angepasst, sowie Konzepte und Hilfen erarbeitet werden. Die ‚Fälle‘ sind komplex und bei jedem Kind etwas anders gelagert. „Bei der Diagnose hilft uns der Blick der Kollegin oder des Kollegen aus den anderen Fachbereichen. Außerdem verhalten sich Kinder in verschiedenen Situation und gegenüber anderen Personen immer differenziert, erklärt die Bereichsleiterin der Lebenshilfe München. Letztlich soll das Kind soviel Selbständigkeit wie möglich erreichen. Dieses Anliegen zieht sich wie ein roter Faden bis hin in das Erwachsenenalter. „Auch für Menschen mit Behinderung ist heute ein weitgehend selbstbestimmtes Leben möglich. Dieser Anspruch wird zurecht eingefordert, etwa durch die UN-Behindertenrechtskonvention.“

Der von der Regierung verhängte Lockdown (16. März) und die damit verbunden Beschränkungen haben sich auch auf die Frühförderung ausgewirkt. „Wir konnten ab Mai wieder mit 40 Prozent Belegung arbeiten, erst ab August wieder zu 100 Prozent. Nicht alle Eltern sind mit der Situation gleich gut zurecht gekommen. Manchen fehlte ganz einfach das technische Equipment und andere haben sich nur schwer mit Video-Therapie anfreunden können. Wir sind mit unserer mobilen Arbeit zudem darauf angewiesen, in die Familien und in die Kindergärten hinein zu dürfen, was derzeit erschwert ist. Insgesamt aber fehlen diese Wochen, wir spüren das bei den Kindern.“

20 Jahre Erfahrung mit der Lebenshilfe München

Betreut werden bei der Frühförderung (FF) der Lebenshilfe München aktuell rund 600 Kinder, von Geburt bis zur Einschulung (sieben Jahre). Die neue Bereichsleiterin ist seit 20 Jahren bei der Lebenshilfe München, hat dort als Psychologin in der FF Giesing begonnen. Es ging dabei um die Beratung und Begleitung der Eltern, um die Diagnostik und Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team. 2005 wurde sie dann Leiterin der FF Giesing und sie war in der Einrichtung weiterhin als Psychologin aktiv. Von 2011 bis 2017 widmete sie sich der Frühchen-Nachsorge ‚Harlekin‘ in Verbindung mit der Kinderklinik Schwabing und Harlaching. In den letzten Jahren war sie stark in die Gremienarbeit auf Bezirks- und Landesebene eingebunden.

Bis heute fühlt sich Sabine Wolf mit ihrem Beruf auf das Innigste verbunden. „Ich mag den frühen Kontakt zu den Familien und die vielfältige Unterstützung, die wir in dieser sensiblen Zeit geben können. Immer wieder wird sorgfältig und wertschätzend eine nahe und unterstützende Beziehung zu Kind und Eltern aufgebaut, die bis zu sechs Jahre andauern kann. Dann heißt es immer wieder sich gut verabschieden und wieder trennen.“

Digitalisierung und Bundesteilhabegesetz

Vor Herausforderungen stelle zudem, „das Konzept zugunsten einer möglichst guten, fachlich und menschlich passenden Zusammenarbeit auszufüllen.“ Gleichzeitig gelte es, „die Grenzen des Konzepts, die Fragen nach Refinanzierung und Wirtschaftlichkeit im Auge haben.“ Als neue Bereichsleiterin der Interdisziplinären Frühförderstellen der Lebenshilfe München will sie den Prozess der Digitalisierung weiter voran treiben, ebenso wie die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes. Als Stichwort nennt sie ICF, die „International Classification of Functioning, Disability and Health“. Sie „dient fach- und länderübergreifend als einheitliche und standardisierte Sprache zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung und der relevanten Umgebungsfaktoren eines Menschen. Mit der ICF können die bio-psycho-sozialen Aspekte von Krankheitsfolgen unter Berücksichtigung der Kontextfaktoren systematisch erfasst werden“, heißt es in der Erläuterung.

Ein Dauerthema für die Lebenshilfe München ist die Ausweitung der Kapazitäten der Frühförderung, denn die Nachfrage steigt seit Jahren. „Im Frühsommer 2021 eröffnen wir in der Messestadt München Ost eine nächste Einrichtung“, freut sich Sabine Wolf.

Keine Benachteiligung von Menschen mit Behinderung

Zu wenig Personal für Schulbegleitung
Förderunterricht und Betreuung
Keine Benachteiligung von Menschen mit Behinderung

Peter Puhlmann im Gespräch mit MdL Kerstin Celina (l.) und MdL Clauda Köhler (r.).

Noch sind Schüler und Lehrkräfte in Bayern mitten in den Sommerferien. Doch herrscht bei vielen Eltern Unsicherheit, wie sich ein Regelbetrieb im neuen Schuljahr gestaltet. Es ist zu befürchten, dass es weiter zu massiven Einschränkungen kommt. Das gilt besonders für Menschen mit Behinderung. Darum fordern die beiden Landtagsabgeordneten (MdL) der Grünen, Claudia Köhler und Kerstin Celina, Menschen mit Behinderung kein zusätzliches Handicap aufzulegen.

Regelung der Kurzarbeit birgt Risiken

In einer ‚Telefonkonferenz haben Sie sich in der letzten Juliwoche mit dem Vorstand und Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, über die aktuelle Situation informiert. Dabei wurde deutlich, dass Personal für die Schulbegleitung zur Förderung und Betreuung von Menschen mit Behinderung in großer Zahl fehlen werde. Aktuelle Kurzarbeits-Regelungen könnten eine sichere Personal-Planung verhindern und so die finanziellen Risiken nicht abgedeckt sein. Schon jetzt würden aus Vorsichtsgründen nicht alle Betreuungsplätze angeboten. Die sozialpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, MdL Kerstin Celina, und die haushaltspolitische Sprecherin, MdL Claudia Köhler, befürchten darum eine Benachteiligung von Menschen mit Behinderung.

Mehr Sicherheit für die Planung

Sie argumentieren: „Kurzarbeits-Regelungen sind für unsere Unternehmenslandschaft gestrickt. Sie passen aber nicht zu sozialen Einrichtungen. Ihr Bedarf ist besonders in der Behindertenhilfe nicht konjunkturabhängig.“ Um nun für September die benötigten Schulweg-Begleitungen, Förderlehrkräfte und zusätzliches Betreuungs-Personal einstellen zu können, müssten die betreffenden sozialen Einrichtungen auf die Möglichkeit der Kurzarbeits-Verlängerung verzichten. Damit gehen sie aber ohne Planungssicherheit in ein existenzgefährdendes Risiko. Sie müssen die Fachkräfte auch in Pandemiezeiten dauerhaft ohne Kurzarbeit beschäftigen.

Inklusion kann man nicht abschalten

Peter Puhlmann erläutert die Hintergründe: „Inklusion ist ein andauernder Prozess. Man kann ihn nicht einfach nach Belieben ein- oder ausschalten. Genau in diese Situation aber werden die Schulbegleiter und damit der jeweilige Träger und Anbieter durch die Pandemie-Maßnahmen gestellt. Bei der Lebenshilfe München beschäftigten wir vergangenes Schuljahr 2019/20 etwa 60 Schulbegleiter sozialversicherungspflichtig. Ab September 2020 werden es wieder 50 sein, so dass alle Kinder, die letztes Jahr von uns betreut wurden, auch im neuen Schuljahr wieder versorgt werden. Die Nachfrage ist allerdings viel höher. Die finanziellen Aufwendungen erstattet der Kostenträger jedoch nur bei erbrachter Leistung. Wechselt der Schulbetrieb etwa wöchentlich vom Regelunterricht auf Homeschooling, bekommen wir nur fünfzig Prozent der Leistungen erstattet, bei gleichbleibenden Lohnkosten. Erschwerend wirkt sich in Einzelfällen noch die Situation der SchulbegleiterInnen selbst aus. Auch sie sind COVID-19 Zwängen ausgesetzt, etwa als alleinerziehende Elternteile, die, wegen des eingeschränkten Schulbetriebes, mit dem eigenen Kind ebenfalls zuhause bleiben müssen.

Der Freistaat Bayern muss liefern
Sonderfonds Corona-Pandemie

Die beiden Grünen-Politikerinnen fordern darum vom Freistaat Bayern eigene Lösungen. Konkret könnte dies aus finanziellen Mittel aus dem vorhandenen und anfänglich mit 20 Millionen Euro gefüllten Sonderfonds Corona-Pandemie erfolgen. „Das Signal, dass diese Mittel jetzt bereitgestellt werden und die Finanzierung über das gesamte Schuljahr sichergestellt ist, muss jetzt schnell kommen“, betont MdL Kerstin Celina die Dringlichkeit. „Es braucht dazu auch keinen Landtagsbeschluss“, so MdL Claudia Köhler, „die CSU-Sozialministerin muss lediglich ihren anteiligen Bedarf am Corona-Finanzierungsfonds anmelden.“

Bewegte Anfangsjahre der Lebenshilfe vor 60 Jahren

Unter dem Titel „60 Jahre: Meilensteine der Lebenshilfe München“ veröffentlichte das aktuelle L.I.E.S.-Heft der Lebenshilfe München einen Abriss zur Geschichte des Elternvereins. Wir berichten in Auszügen. Vieles was heute als Selbstverständlich erscheint, wurde damals mühsam erkämpft.

1960: Am 12. Juli des Jahres wird von Mathilde Eller, zusammen mit elf Eltern von Menschen mit Behinderung, die Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e.V.“ gegründet. Heute heißt der Verein „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Stadt und Landkreis München“, hat rund 1000 Mitglieder und ist damit einer der größten Elternvereinigungen Deutschlands.

1968: Die erste Heilpädagogische Tagesstätte in der Dietlindenstraße wird eröffnet. Vier Jahre später ziehen die MitarbeiterInnen mit den Kindern in angemietete Räumlichkeiten in der Neuherbergstraße.

Archivfoto 2014: Die Ehrenvorsitzende Gerlinde Engelmann im Gespräch mit Geschäftsführer Peter Puhlmann.

Die Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe München, Gerlinde Engelmann (84) erinnerte sich noch an jene Zeit: „„Schon 1963 bei der Einschulung meiner Tochter (mit Behinderung) merkte ich schnell, dass es für sie kaum schulische Möglichkeiten gab. In ganz München hatten wir nur eine einzige Sonderschule, zumindest im Süden der Stadt.“ Die hatte aber mit Volker Körner einen engagierten Sonderschulrektor am HPCA (Hasenbergl), der noch bis heute im Kuratorium der Lebenshilfe München aktiv ist und von 1974 bis 1983 auch Vorsitzender des Elternvereins war. Seine Vor-Vorgängerin, Mathilde Eller, unterrichtete sogar während des Krieges heimlich und privat Kinder mit Behinderung. Sie war auch Mitbegründerin der ersten Schule in Bayern für Menschen mit geistiger Behinderung an der Klenzestraße. Die Schule trägt bis heute ihren Namen.

1972: Gemeinsam mit der Stuttgarter Stiftung für Bildung und Behindertenförderung GmbH wird die Werkstatt in der Scharnitzstraße gegründet. Inzwischen warbeiten insgesamt 600 Mitarbeiter mit Behinderung in der Werkstatt. Außerdem wird die Elternberatung als separate Anlaufstelle mit einem eigenen Büro eingerichtet. Zuvor waren Beratungsgespräche nebenbei geleistet worden. Vor einigen Jahren wurde aus der ‚Elternberatung‘ die ‚Angehörigenberatung‘ und die Zahl der Beratungen zu unterschiedlichen Anliegen und Fragen beläuft sich inzwischen auf knapp 800 pro Jahr.

Gerlinde Engelmann erinnert sich. Sie gründete 1972 mit zwei Müttern die Elternberatung und war bis 2001 Vorstand des Elternvereins. „Wir eröffneten 1971 in der Auenstraße eine erste Heilpädagogische Werkstatt, was 1972 zur Gründung der Lebenshilfe-Werkstatt GmbH in der Scharnitzstraße führte. Die damalige Vorsitzende, Silvia Görres, hatte einen großen Anteil daran und setzte sich trotz vieler Widerstände durch. In Würdigung ihrer Arbeit trägt die Einrichtung der Lebenshilfe München an der Neuherbergstraße ihren Namen. In der Elternberatung arbeitet man an der Basis, ist und wird mit den Problemen hautnah konfrontiert. Und damals wie heute brauchen Eltern (leider) meist einen Rechtsbeistand für die vielen Anträge, Vorschriften und Programme. Ein komplexer Bereich, mit dem selbst manch öffentlich Bedienstete ihre liebe Not haben.“

1976: Die mobile Frühförderung beginnt mit ihrem Einsatz für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt. Heute gibt es vier Frühförderstellen an verschiedenen Standpunkten in der Stadt und im Landkreis München.

1977: Die Offene Behinderten Arbeit (OBA) nimmt ihren Dienst auf. Über 300 TeilnehmerInnen nehmen auf ganz unterschiedliche Weise an den vielfältigen Angeboten der Freizeitgestaltung und Bildung für Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung teil und rund 100 ehrenamtliche MitarbeiterInnen begleiten sie dabei.

Das L.I.E.S.-Heft erscheint erstmals. Mehrmals hat es seither sein Äußeres verändert. Dabei ist es umfangreicher und bunter geworden. Seit 2017 kommt die Mitgliedszeitschrift dreimal im Jahr heraus und wird auch in Ingolstadt und Landsberg am Lech mit einem jeweils anderen Lokalteil von Lebenshilfe-Mitgliedern gelesen.

Die kleine Chronik der Lebenshilfe München lesen Sie im aktuellen L.I.E.S.-Heft der Lebenshilfe München unter dem Titel „60 Jahre: Meilensteine der Lebenshilfe München“. Das gesamte Interview mit Gerlinde Engelmann finden Sie im Blog unter:

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/04/13/der-lange-weg-zum-erfolg-in-der-behindertenarbeit/

Gesetzesnovelle zum Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetz

Der Bayerische Behinderten-Beauftragte Holger Kiesel zieht Bilanz

Der Bayerische Landtag hat jetzt die Änderung des Bayerischen Behinderten-Gleichstellungs-Gesetzes (BayBGG) verabschiedet. Das Gesetz tritt am 1. August 2020 in Kraft. Die Neufassung des BayBGG hat viele Jahre in Anspruch genommen. „Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar für ihr Engagement in den letzten Jahren zur Novellierung des BayBGG. Es bringt einige Verbesserungen und ich bin besonders glücklich darüber, dass einer der Punkte, die mir besonders wichtig waren, nämlich die Weisungsfreiheit der kommunalen Behinderten-Beauftragten, aufgenommen wurde. Auch die Neuerungen im Bereich der Barrierefreiheit, die unter anderem Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Lernschwierigkeiten die Kommunikation mit Behörden erleichtern soll, begrüße ich sehr!“

Leider keine Schlichtungsstelle

Für Holger Kiesel gibt es jedoch zwei Wermutstropfen: „Zum einen hätte ich mir für Bayern eine Schlichtungsstelle gewünscht. Bremen, Hamburg, das Saarland, Niedersachsen und der Bund haben solche Schlichtungsstellen, die vielen Menschen mit Behinderung den Gang zum Gericht ersparen und viel Aufklärungsarbeit in allen möglichen Bereichen leisten. Hier wurde klar eine Chance verpasst, noch mehr Transparenz und Bürokratie-Abbau für die Menschen mit Behinderung in Bayern zu erreichen. Zudem wäre eine Stellvertreter-Regelung für mein Amt dringend notwendig gewesen. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben bereits entsprechende Regelungen gesetzlich verankert. Damit wäre die Beratung der Staatsregierung zu z.B. wichtigen Gesetzesvorlagen zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.“

„Ein erfreulicher Schritt nach vorne“

Der Behinderten-Beauftragte fordert weiter: „Es sollte immer jemanden geben, der die Belange der Menschen mit Behinderung auch offiziell gegenüber der Staatsregierung vertreten kann! Insgesamt ist das neue Gleichstellungsgesetz ein erfreulicher Schritt nach vorne, auch wenn an manchen Stellen noch einiges zu tun bleibt!“, so Holger Kiesel, Beauftragter der bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung.

Für eine bessere Zukunft der Lebenshilfe

Gemeinsam prägten sie als Mitglieder des Vorstandes der Lebenshilfe München über viele Jahre hinweg die Entwicklung des Elternvereins; Inge Oberst, Dr. Lothar Schrader und Andreas Ernst. Sie scheiden nun aus dem Vorstand aus, haben sich in den letzten Jahren engagiert, die Lebenshilfe München ‚auf Kurs‘ zu halten. Änderungen brachten etwa Anpassungen des Pflegestärkungs-Gesetzes und das Bundesteilhabe-Gesetz, aber auch Umstrukturierungen innerhalb der Lebenshilfe, um besser auf ein sich änderndes Umfeld reagieren zu können.

Aufsichtsratsvorsitzende Andrea Siemen (l.) und Lebenshilfe-Vorstand Peter Puhlmann (r.) bedanken sich bei Andreas Ernst und Inge Oberst für die gute Zusammenarbeit

Am Längsten engagierte sich Inge Oberst im Vorstand, nämlich seit 2003. Ihr Engagement für die Lebenshilfe München bleibt aber, denn sie ist weiterhin für die Redaktion des L.I.E.S.-Journals tätig und ist Vorsitzende des neuen Ausschusses „Kultur“. Alle drei ausscheidenden Vorstände haben selbst eine erwachsene Tochter, die in den Lebenshilfe-Werkstätten arbeiten oder eine Förderstätte besuchen. Sie wissen, wo das tägliche Leben besondere Anforderungen stellt und um die besonderen Bedarfe von Menschen mit geistiger Behinderung. Weiterlesen

Was macht die OBA in der Corona-Zeit?

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Einschränkungen haben die ganze Gesellschaft getroffen. Und damit auch die OBA der Lebenshilfe München. Von einen Tag auf den anderen mussten alle Angebote im Freizeit- und Bildungsbereich abgesagt werden. Ziemlich schnell wurde auch klar: die Reisesaison 2020 wird ausfallen. Damit standen die OBA-Mitarbeiter*innen plötzlich vor ungewohnten, unerfreulichen Aufgaben: Stornierungsbedingungen studieren und schweren Herzens Absagebriefe an die Reiseteilnehmer*innen schicken. Aber die OBA hat schnell umgeschaltet auf einen neuen Modus. Im Mittelpunkt stand immer die Überlegung: wie können wir Kontakt halten zu unseren Kunden, die jetzt ohne Schule und Arbeit zu Hause bei ihren Angehörigen oder in ihren Wohngruppen sind?

Die Hauptamtlichen der OBA haben viel telefoniert, mit den Teilnehmer*innen und den Angehörigen. Dabei wurden Probleme und Ängste in Bezug auf die Corona-Krise besprochen, aber es wurde auch viel geratscht und gelacht. Mit den engagierten Ehrenamtlichen wurde ein Einkaufsservice für Familien mit Risikopatienten eingerichtet. Weiterlesen

Interview zur aktuellen Situation der Lebenshilfe München

Interview zur aktuellen Situation der Lebenshilfe München
mit Geschäftsführer Peter Puhlmann

Der bayernweite Katastrophenfall ist aufgehoben und in München ist die Zahl der aktuell infizierten Menschen in vier Wochen von über 1000 auf unter 300 Personen gesunken. Die Lebenshilfe München musste in den letzten drei Monaten nicht einen einzigen Coronafall hinnehmen und hat von Anfang an sehr strenge Schutzmaßnahmen durchgeführt. Wie findet man nun wieder heraus aus der Krise und Isolation, zurück in eine Normalität? Die Redaktion hat sich mit Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann unterhalten.

Redaktion: Der Lockdown hat uns alle in nahezu allen Lebensbereichen betroffen. Besonders trifft es bis heute Menschen mit geistiger Behinderung in betreuten Wohnformen. Sie haben seit Wochen keine Arbeit und damit keine gewohnte Tagesstruktur mehr. Das sind hohe psychische und mentale Belastungen. Hat da nicht so mancher Bewohner einen Wohn-Kollaps bekommen?

Peter Puhlmann (r.) im Gespräch mit MdB Florian Hahn (l.), der sich über die Situation in den Wohnheimen der Lebenshilfe München informiert.

Peter Puhlmann: Es ist nur zum Teil richtig. Ja, die Werkstätten haben für die Bewohner geschlossen und zwar für alle Bewohner unserer Wohneinrichtungen. Das macht es leichter, denn alle sind gleich betroffen. Gleichwohl existiert eine Tagesstruktur, die über die ‚Essenszeiten‘ hinausgeht. Unsere Mitarbeiter betreuen die Kleingruppen, gehen mit ihnen spazieren oder organisieren Spiele. Einige unserer Bewohner, Menschen mit geistiger Behinderung, haben sich auch gut in die Situation hinein gefunden. Für manche ist die Arbeit in den Werkstätten ja auch ein gewisser Druck, dem sie jetzt seit Wochen nicht mehr ausgesetzt sind. Sie empfinden die ‚freie Zeit‘ als angenehm. Dennoch ist es schwierig mit der Situation und den Einschränkungen umzugehen. Das Virus und damit die Bedrohung ist ja nicht sichtbar, sie wird bestenfalls abstrakt wahrgenommen.   Weiterlesen

Lebenshilfe Werkstatt München: Der Weg zurück zum Normalbetrieb

Von einem Normalbetrieb oder Regelbetrieb ist die Lebenshilfe Werkstatt noch weit entfernt. Die bayerische Staatsregierung hat das Betretungsverbot für Werkstätten und Förderstätten mit Ausnahmen bis einschließlich 30.6. 2020 verlängert. Der Neustart der Werkstatt ist ein vorsichtiger.

Sie hat man in München den Betrieb schrittweise wieder aufgenommen und wird ihn nach und nach weiter ausweiten. Aktuell sind erst 40 Prozent der Mitarbeiter mit Behinderung im Haus. Das erleichtert die gebotene Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen, steht aber auch im engen Zusammenhang mit den nachfolgenden Voraussetzungen. Weiterlesen

Lebenshilfe: Vom Elternverein hin zu einem gemeinnützigen Wirtschaftsunternehmen

Die Lebenshilfe München wurde vor 60 Jahren gegründet.
Wir haben dies zum Anlass für einen kleinen Rückblick genommen
und veröffentlichen unsere Reportage vom 15.03.2017 erneut.

Vom Anfang der Lebenshilfe bis in die 80er-Jahre

Um die Arbeit der Lebenshilfe München einschätzen und verstehen zu können, hilft ein Blick in die Geschichte. Die spezielle Entwicklung des Elternvereins, der lange auch als Selbstinitiative von betroffenen Eltern wahrgenommen wurde, kam 13 Jahre nach dem Ende der NS-Zeit nicht von ungefähr. Vielen Eltern erschien die Gründung der Lebenshilfe damals als ein “Lichtstrahl im Schattendasein ihrer behinderten Kinder. Eltern ermutigen sich gegenseitig, ihre Kinder nicht mehr zu verstecken, sondern selbstbewusst zu ihnen zu stehen. In zahlreichen Städten und Landkreisen gründen sie Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe und organisieren Hilfe und Förderung.“ (Quelle)

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HAWE stiftet 4000 Schutzmasken an die Lebenshilfe

Hygiene und Schutzausrüstung kommen in den Einrichtungen der Lebenshilfe München Wohnen GmbH derzeit eine besonders wichtige Rolle zu. Besonders groß ist daher die Freude über eine Spende der HAWE Hydraulik aus Aschheim: 2000 Schutzmasken und 2000 FFP2-Masken konnten die MitarbeiterInnen der Lebenshilfe München entgegennehmen. Dank langjähriger Kundenbeziehungen zu einem namhaften Hersteller in China gelang es HAWE auch, die noch knappen FFP2-Masken zu beziehen. Diese gab das Unternehmen sofort nach Erhalt kostenlos an die Lebenshilfe München weiter. Weiterlesen

Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderung öffnen wieder

Aus dem Newsletter
der Bundesvereinigung Lebenshilfe vom 28. Mai 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Tagen und Wochen gab es viele Berichte über die Arbeit im Homeoffice oder die Auswirkungen der Corona-Krise auf Kinder und Jugendliche, die nicht wie gewohnt ihre Kita oder Schule besuchen können. Wie aber geht es aktuell Menschen mit Behinderung, die nicht oder nur tageweise ihre Werkstätten besuchen können?

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Den Newsletter können Sie
hier bestellen: http://www.newsletter.lebenshilfe-aktiv.de/

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Mehr als 310.000 Menschen arbeiten in Werkstätten. Jedoch ist seit März in vielen Werkstätten der Betrieb auf ein notwendiges Minimum reduziert worden. Was diese Situation für die beschäftigten Menschen mit Behinderung und deren Angehörige bedeutet, darüber berichtete die ARD vergangene Woche in den Tagesthemen am Beispiel der Lebenshilfe Seelze bei Hannover. Weiterlesen

Maskenpflicht: Wenig Verständnis in der Öffentlichkeit

Wenig Verständnis in der Öffentlichkeit für Menschen,
die wegen ihrer Behinderungen keine Masken tragen können!

Vermehrt stoßen Menschen auf Ablehnung, wenn sie behinderungsbedingt von der Maskenpflicht befreit sind und deshalb keine Maske tragen können. Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung nimmt dazu Stellung:
„Es ist sehr wichtig, dass die Öffentlichkeit von Politikern, Behörden, Berufsverbände und Medien darüber informiert wird, dass es Menschen gibt, die keine Masken tragen können und es deshalb auch nicht müssen. Menschen mit Behinderungen müssen weiterhin am öffentlichen Leben teilhaben können und dürfen nicht ausgeschlossen werden. Hier geht es nicht um eine Aushebelung der Maskenpflicht, sondern um gesundheitlich notwendige Ausnahmen!“

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Betretungsverbot für Werkstätten bis 8. Juni

Nach einer aktuellen Presse-Mitteilung der Lebenshilfe-Werkstatt München, werde diese ihren Betrieb nur wieder schrittweise aufnehmen. Ab dem heutigen Montag wird wieder die Betreuung und Beschäftigung für den folgenden Personenkreis angeboten:  Weiterlesen