Lebenshilfe auf dem Tollwood-Festival

„Wir, alle“ … gehören dazu
Winterfestival vom 23. November bis 31. Dezember

Am Donnerstag startet das Tollwood-Winterfestival auf der Theresienwiese, zu dem 600.000 Besucher erwartet werden. Teil der Tollwood-Philosophie ist es, dass Kultur für alle da sein soll: Darum sind mehr als 70 Prozent aller Veranstaltungen bei freiem Eintritt zugänglich. Tollwood ist ein nicht subventioniertes, privatwirtschaftlich finanziertes Festival. Es will ein Repräsentant für das bunte München und das breite Spektrum der Münchner Gesellschaft sein. So lautet das Motto in diesem Winter „Wir, alle”. Denn „Wir, alle” gestalten die Gesellschaft, in der wir leben.

Die Lebenshilfe München ist mit dabei

Auch die Lebenshilfe München und viele Vereine, die sich zu einem großen Teil ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren, zählen dazu. Viele von Ihnen, auch die Lebenshilfe München, waren aufgefordert, ein Eingangs-Kunstwerk zum Motto „Wir alle“ künstlerisch zu gestalten. Der Veranstalter hat dazu 150 „2D-Holz-Menschen“ zur Verfügung gestellt. Sechs davon hat die Lebenshilfe München künstlerisch gestaltet. Beteiligt haben sich Einrichtungen der Frühförderung, die Offene Behindertenarbeit und Heilpädagogische Tagesstätten sowie eine Wohnstätte der Lebenshilfe München.

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OBA: „Danke den Ehrenamtlichen“

Unter dem Motto „Ihr seid das E und A in der OBA“ hat sich die OBA bei ihren vielen EhrenAmtlichen Helferinnen und Helfern mit einem Herbstfest bedankt. Am vergangenen Wochenende kamen 50 Leute in den herbstlich geschmückten Saal der Lebenshilfe in der St.-Quirin-Straße zusammen. Es gab gutes Essen, guten Wein, gute Gespräche und es wurde viel gelacht. Natürlich hat man auch die ein oder andere Idee vertieft, man ist in der gemeinsamen Sache verbunden.

Die Ehrenamtlichen der OBA bringen das ganze Jahr viel Zeit, Schwung, Ideen und gute Laune mit und machen das OBA Freizeitprogramm und die Reisen so bunt und abwechslungsreich. Aktuell wird das neue Programm erstellt. Mehr dazu demnächst hier im Blog.

Das OBA-Team der Lebenshilfe München (v.l.): Georg Hohenester, Sarah Höhendinger, Harry Zipf, Julia Bader, Monika Barbato, Michael Ruoff

Heilerziehungspfleger schätzen die Mentoren-Ausbildung

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger/in ist die klassische Berufsausbildung in der Betreuung und der Begleitung von Menschen mit Behinderung. In der Beschreibung des Berufsbildes heißt es: „Heilerziehungspfleger/innen sind für die pädagogische, lebenspraktische und pflegerische Unterstützung und Betreuung von Menschen mit Behinderung zuständig. Sie begleiten die zu Betreuenden stationär und ambulant bei der Bewältigung ihres Alltags.“

Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bei der Lebenshilfe

So sind auch in den Einrichtungen der Lebenshilfe München viele Heilerziehungspfleger tätig und finden hier auch einen Ausbildungsplatz. Wie die Berufsbezeichnung bereits andeutet, greifen mehrere Disziplinen ineinander. Hinzu kommt noch der spezielle Umgang mit der ‚Klientel‘, bei der Lebenshilfe München sind dies Menschen mit einer geistigen und häufig auch mit einer körperlichen Behinderung. Sie verlangen einen ganz besonderen Umgang. Es gilt dem allgemeinen und besonderen Bedarf von Menschen mit geistiger Behinderung gerecht zu werden. Hier steht vor allem die Betreuung und Begleitung im Vordergrund. Es geht um Begleitung zur Teilhabe, Assistenz und Personenzentrierung.

„Eine Investition von der alle profitieren“

Renate Bauer, Einrichtungsleiterin der Wohnstätte Putzbrunn: „Gerade deswegen ist es toll, wenn wir in den Einrichtungen die benötigten Plätze für die Auszubildenden zur Verfügung stellen. Es mag zunächst ein Mehraufwand sein, doch dieses ‚Investment‘ lohnt, wenn wir so Fachkräfte mit einem positiven Zugang zur Lebenshilfe gewinnen, zu Menschen mit geistiger Behinderung. Es macht nicht nur Spaß, sondern ist ein Gewinn für alle. Mit einer aktiven Ausbildung und deren Begleitung bleiben wir am ‚Ball des Geschehens‘, öffnen uns für Anregungen und Impulse.“

Eine Mentoren-Ausbildung für Heilerziehungspfleger

Um der Ausbildung besser gerecht zu werden, die angehenden Heilerziehungspfleger und Pflegerinnen besser auf den beruflichen Alltag vorbereiten zu können, durchlaufen jetzt zwei Mitarbeiter der Wohneinrichtung der Lebenshilfe in Putzbrunn eine eigene Mentorenausbildung. Selbst sind sie gelernte Heilerziehungspfleger, einige Jahre im Beruf und seit rund fünf Jahren bei der Lebenshilfe München.

„Wir decken das gesamte Lebensspektrum ab“

Simone Samla setzt auf einen besseren Stellenwert der Pflege im Bereich der Betreuung von Menschen mit Behinderung. Auch hofft sie, dass es für den/die Einzelne eine bessere Möglichkeit der Mitgestaltung der Ausbildung vor Ort geben wird. „Wir haben hier in Putzbrunn wirklich das gesamte Spektrum. Es reicht von jungen Erwachsenen, die gerade den Prozess der Abnabelung vom Elternhaus durchleben, bis hin zur Sterbebegleitung.“ Sie freut sich über die Möglichkeit dieser Zusatzqualifikation, die über zwei Jahre hinweg immer wieder in einem Seminartag Wissen vermittelt und Lerninhalte vertieft.

Für Lukas Bellinger ist es wichtig den angehenden Kollegen bei ihrem Weg in den Berufsalltag hinein gute Hilfestellungen zu geben. Dabei sind es häufig nicht junge Menschen, die nach der Schule in das Berufsleben wechseln, sondern oft auch Umschüler, Spätberufene oder Quereinsteiger, die sich für den Beruf des Heilerziehungspflegers entschieden haben.

Auch Umschüler, Spätberufene oder Quereinsteiger

„Fachkräfte sind gesucht und bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung ‚bekommt man viel zurück‘, denn die Leute sind dankbar und bringen dies auch auf eine herzliche Weise zum Ausdruck. Das ist in unserer heutigen Zeit doch wohl eher die Ausnahme.“ Als herausfordernd empfindet Lukas den Schichtdienst, „doch der gehört einfach dazu und öffnet individuelle Freiräume.“

Simone Samla freut sich über die vielen guten Impulse, die sie bei der Mentoren-Ausbildung in Schönbrunn erhält. „Wir treffen viele Kollegen aus allen sozialen Bereichen. Manche von ihnen haben fast schon alle Module durchlaufen. Da ist der gegenseitige Austausch über gemachte Erfahrungen oder Situationen sehr befruchtend.“

Ziel der Mentoren-Ausbildung ist es, den oder die Mentee bei persönlichen oder beruflichen Entwicklungen zu unterstützen. Bereiche, die in Mentoring-Beziehungen thematisiert werden, reichen von Ausbildung, Karriere und Freizeit bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung.

Mit Sport den Kopf frei bekommen

Begeisterung ist bekanntlich ansteckend. Und Paul Oberhofer von der Lebenshilfe München lässt sich gerne davon anstecken und hat damit auch gute Erfahrungen gemacht. Er ist Leiter von drei Wohneinrichtungen der Lebenshilfe München in der Hofbauern-, Packenreiter- und Schmädelstraße. Seit gut einem Jahr bietet er den den Bewohnern im Wohnstättenverbund West regelmäßige Abende zum gemeinsamen ‚Musizieren‚ an. Daneben gibt es zweiwöchentlich Treffen zur ‚künstlerischen Entfaltung‚. Dabei leiten Kunsttherapeutinnen die Bewohner und Bewohnerinnen an und es steht immer die Freude am Ausdruck, an einem ‚Aus-sich-Herausgehen‘ im Vordergrund.

Paul Oberhofer und Gisela Pointinger leiten die Gruppe bei den sportlichen Übungen an

Jetzt hat Oberhofer die Angebote um eine weitere Offerte ergänzt. Seit Juni lädt er 14-tätig zur gemeinsamen Bewegungsgruppe in einen großen Raum eines evangelischen Gemeindezentrums der Carolinenkirche in der Sarasatestraße ein. Meist sind es acht bis zwölf Teilnehmer aus den drei Einrichtungen, die sich dem leichten Training anschließen. „Dabei geht es nicht um ehrgeizigen Sport oder um Wettkampf“, erzählt er. „Es ist die Freude an der Bewegung, der Spaß am Mitmachen.“

Sich ganz auf die Übungen einlassen

Einzelne Teilnehmer entdecken – alles Menschen mit geistiger Behinderung – ganz neue Fähigkeiten in sich. „Es macht viel Spaß zu beobachten, wie freudig sich die Teilnehmer auf die Übungen einlassen. Einige haben ein perfektes Körperschema verinnerlicht“ so Oberhofer und „bringen ein ganz wunderbares, teilweise unerwartetes Gefühl für die Bewegungsabläufe mit, so dass ich immer wieder vollkommen erstaunt bin.“

Dabei ist das Training nicht schwer. Ein wenig Stretching, Bodengymnastik, Ballübungen und freies Bewegen vereinen sich zu einem runden Programm. Übungsleiterin Gisela Pointinger ist in ihrer Arbeit sehr erfahren. Sie arbeitet mit Sportgruppen für Menschen mit geistiger Behinderung. In den 15 Jahren ihrer Tätigkeit in der OBA des Löhe-Hauses an der Blutenburgstraße konnte sie viel positive Erfahrungen sammeln.

Gezielt anleiten und Hilfestellung geben

Die Bewegungsgruppe Wohnen West ist auf alle Fälle mit Spaß dabei, wenn auch zwischendurch mal Ermüdungserscheinungen auftreten. Gisela Pointinger hat immer wieder angeleitet und Paul Oberhofer, der das Training ebenfalls mitmachte und begleitete, ergänzte mit manchen Handgriffen, bis die Übungen gelangen. Denn ganz so einfach war es nicht immer. „Welche Hand noch heben und welchen Fuß dazu diagonal bewegen“, fragte sich mancher, bis die Lektion dann eingeübt war – und damit der Kopf frei.

Die Lebenshilfe-Stiftung und Spenden helfen

Wie die Musik- und die meisten Kunsttherapien ist auch dieses Angebot für die Teilnehmer kostenlos. „Ich will einfach, dass möglichst viele dabei sind, denn ich sehe, wie sehr das Training hilft, Blockaden und Spannungen zu lösen, neues Selbstvertrauen zu geben“, begründet Oberhofer sein Engagement. Basis für diese kostenlosen Einheiten sind Spenden, denn ‚ganz offiziell‘ zahlt dafür kein Leistungsträger. Einen Großteil der Kosten übernimmt die Lebenshilfe-Stiftung, oft aber gehen auch direkte Gelder an die Lebenshilfe München. „Spenden können auch zweckgebunden sein“, ergänzt Oberhofer.

„Eine inklusive Sportgruppe ist unser Ziel“

Noch einen Wunsch hat Oberhofer. Er will Vereine und Schulen in der näheren Umgebung ansprechen, um eine Inklusions-Gruppe ins Leben zu rufen, in der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam trainieren. „Dabei steht nicht der Sport, sondern die Freude an der Bewegung und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund.“ Dann hofft er für die Einheiten auch eine richtige Turnhalle zu finden. „Das Ambiente ist dort anders, es gibt auch mehr Möglichkeiten und Bewegungsfreiheit, die etwa bei Ballspielen nötig ist.“

Teilhabe und Gleichberechtigung

Es darf keinen Stillstand geben bei der UN-Konvention

Wie es mit der neuen Regierung weitergeht und ob sie in der Konstellation von mehreren Parteien gelingt, ist derzeit noch ungewiss. Doch darf es keinen Stillstand geben, wenn es um Menschenrechte geht, um die Rechte von Menschen mit Behinderung. Sowohl die Beauftragten der Staatsregierung, als auch die Lebenshilfe bezeichnen den Schutz vor Diskriminierung als noch lückenhaft. Selbst der UN-Fachausschuss sieht sich zum Handeln genötigt und entwirft eine Erläuterung zu Artikel 5 der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK). Und die ist eigentlich schon seit 2008 in Kraft.

„Immer noch werden Menschen mit Behinderung diskriminiert und beispielsweise in ihrem Zugang zu Gebäuden, Transportmitteln oder Informationen beschränkt. Zum Teil werden diese Benachteiligungen als Schutzmaßnahmen im ‚besten Interesse‘ von Menschen mit Behinderung verkannt oder getarnt“, heißt es in der jüngsten Pressemitteilung.

Aufruf zur Beteiligung

Ein erster Entwurf des General Comment liegt nun vor. Vertragsstaaten sowie Menschenrechts-organisationen, Gleichbehandlungsstellen, Hochschulen und andere Interessierte sind dazu eingeladen, ihre Beiträge zur Weiterentwicklung des Entwurfs beim UN-Fachausschuss bis zum 15. November 2017 einzureichen. Der Aufruf zur Beteiligung ist sehr offen formuliert, so dass durchaus auch Rückmeldungen von einzelnen Personen möglich sind. Weitere Informationen dazu finden Sie – hier –

Forderungen der Kieler Erklärung

Konkret fasst die ‚Kieler Erklärung‘ Forderungen der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern für die neue Bundesregierung zusammen. „Bei den Koalitionsverhandlungen müssen bedeutende Weichen in der Politik von und für Menschen mit Behinderungen in den kommenden Jahren gestellt werden,“, heißt es dabei.

  • Es muss eine Abschaffung von Wahlrechts-Ausschlüssen geben: Über 80.000 Menschen mit Behinderungen und einer Betreuung in allen Angelegenheiten, wurden bei der Bundestagswahl von dem grundlegenden Recht ausgeschlossen, wählen zu dürfen.
  • Private Anbieter von Produkten und Dienstleistungen müssen zur Barrierefreiheit verpflichtet werden: ob Stufen zu Arztpraxen und Restaurants oder der Zugang zu Dienstleistungen und Produkten. Menschen mit Behinderung dürfen nicht ausgeschlossen werden.
  • Inklusion stärken, das Bundes-Teilhabegesetz anpassen: Menschen mit Behinderungen düfen nicht gezwungen werden, in besonderen Wohnformen (Wohnheimen) zu leben. Die Zumutbarkeit des Zusammenlegens (Poolens) von Assistenzleistungen stellt eine Einschränkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen dar.
  • Inklusive Lösung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen umsetzen: Die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen der Eingliederungs- und der Kinder und Jugendhilfe bereitet Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen Schwierigkeiten. Die sogenannte inklusive Lösung, also die Zusammenführung der Leistungen für alle Kinder und Jugendlichen unter dem Dach des Sozialgesetzbuches 8 (SGB VIII) ist jetzt endlich umzusetzen.
  • Länder für die Inklusion im Bereich Bildung unterstützen: Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen ist leider immer noch nicht der Normalfall.
  • Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen, einen inklusiven Arbeitsmarkt gestalten: Menschen mit Behinderungen sind immer noch überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Über 300.000 Menschen mit Behinderungen arbeiten in den Werkstätten für behinderte Menschen außerhalb des allgemeinen Arbeitsmarktes. Der Zugang von Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt muss erleichtertwerden.
  • Barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum schaffen: Bundesweit und besonders in den Ballungsgebieten herrscht ein Mangel an barrierefreiem und bezahlbarem Wohnraum. Das ist eines der größten Hindernisse für die Verwirklichung inklusiven und selbstbestimmten Wohnens.
  • Barrierefreie Mobilität ausbauen: zur Verbesserung der Barrierefreiheit von Bussen und Bahnen müssen Länder, Kommunen und Verkehrsunternehmen unterstützt werden. Bis zum Jahr 2022 ist nach dem Personenbeförderungsgesetz vollständige Barrierefreiheit umzusetzen. Dieses Ziel wird verfehlt, wenn nicht zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.
  • Gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen verbessern: Menschen mit Behinderungen müssen einen gleichberechtigten Zugang zu allen Bereichen des Gesundheitswesens haben. Sie sind beim Arztbesuch, bei Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten sowie bei der Versorgung mit Hilfs- und Heilmitteln noch immer benachteiligt.

Diese Forderungen stellt die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura. Den ganzen Text lesen Sie – hier –

Der g’spinnerte Regentropfen

Die TENE in Putzbrunn – eine Tageseinrichtung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben – der Lebenshilfe München, hat in einem Gemeinschaftsprojekt ein ganz besonderes Gedicht geschrieben. Es spricht von der Sehnsucht des Reisens, neuen Erfahrungen und Perspektiven. Begleitet hat das Projekt Eva-Maria Jais.
Sie ist Heilerziehungspflege-Helferin.

Wasser in seinem Element, hier frisch aus der Quelle in den Brunnen

Der g’spinnerte Regentropfen

Der Regentropfen soll am Fenster klopfen:
„Mach die Tür auf und die Türe wieder zu!“, flüsterte der Wind.
„Ich war einmal in der Tropfsteinhöhle“, erzählte der Tropfen stolz.
„Es war schön. Jetzt will ich in eine andere Tropfsteinhöhle.“
„Aber Handschuhe mitnehmen, da unten ist es kalt. Da herrschen Minusgrade“,
erklärt der Touristenführer.

Der Tropfen rutscht den Regenbogen runter. Und fällt auf die grüne Wiese.
„Der Regen bringt Segen.“, singt der Tropfen mit den Regensburger Domspatzen.
Jetzt wünscht er sich eine Kugel Eis. Am besten lilablaßblau.
„Quatsch!“, ruft er, „Ich will nach New York!“
„Ich nehme mir jetzt ein Flugzeug, weil ein U-Boot muss ich mir erst noch kaufen.“
Das Flugzeug kommt aus Breslau. Den Tomatensaft lassen wir jetzt einfach stehen.

Der Tropfen schaut aus dem Fenster auf das Meer.
Nach der Ankunft klopft er bei einem Taxi ans Fenster. Das Taxi riecht nach Zwiebeln.
„Das macht man doch sauber, du Hirsch!“, sagt er zum Taxifahrer.
Daraufhin braust das Taxi dem Regentropfen vor der Nase weg.
„Gott seid Dank habe ich einen großen Regenschirm!“ ruft er erleichtert.
Also springt er auf das nächste Auto, das in die Waschstraße fährt, dort lässt er sich von den Schwämmen kitzeln. Der Tropfen pfeift dazu „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“.
Das Auto wird abgetrocknet und der Fön bläst den Tropfen bis nach Spanien.

Er besucht den Stierkampf.
Hinterher besucht er den Ballermann und fällt in einen Sangriaeimer.
Auf einer Katze am Strand schläft er seinen Rausch aus.
Per Anhalter will er zurück zu den anderen Tropfen. Am besten mit einer Modelleisenbahn.
Zurück zum Nockherberg, weil ein Starkbier verträgt er schon.
Am nächsten Morgen, nachdem er ausgeschlafen hat, tröpfelt er zum Nordpol.
Dort verwechselt er einen Pinguin mit einem Kellner.

„Herr Ober, ich hätt‘ gern Nix und ein Brot dazu und am nächsten Tag Schlittschuhlaufen.“, bestellt er.
Der Pinguin sagt auf wienerisch: „Es war sehr schön, beehrn’s uns boid wieda.“
Dann überlegt sich’s der Tropfen anders und tröpfelt zum Heiligen Petrus.
„Lieber Petrus, ich möchte wieder dahin, wo ich hingehöre.“
Also schickt ihn der Petrus in den Waldpark Putzbrunn.

ENDE/ Eva-Maria Jais & die TENE

Impressionen von der Wahl

Die alte und zugleich auch neue Vorsitzende des Vorstandes der Lebenshilfe München, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, begleitet den Verein jetzt im vierten Jahr. Wie berichtet, verweist sie auf eine Zeit vieler Umbrüche, innen und außen. Darum ist und war es nötig,  „dass wir viele Dinge und Entscheidungen unter neuen Vorzeichen nochmal auf den Prüfstand stellen mussten und es auch weiterhin müssen“, erklärte Johanna Rumschöttel.

Lebenshilfe: Johanna Rumschöttel wiedergewählt

Am 10. Oktober 2017 fand die Mitgliederversammlung des Vereins Lebenshilfe München statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt in diesem Jahr: die Neuwahl des Vorstandsvorsitzenden. Johanna Rumschöttel, Altlandrätin und seit drei Jahren Vorsitzende des Vorstands der Lebenshilfe München, stellte bei der Begrüßung der Mitglieder zunächst einmal fest: „Als ich das Amt der Vorsitzenden übernommen habe, war mir bewusst, dass einiges an großen Aufgaben ansteht, aber einiges ist noch dazu gekommen.“ So hat im Verlauf des letzten Jahres das neue Bundesteilhabegesetz und dessen Auswirkung auf die künftige Ausrichtung der Einrichtungen und die Vorhaben des Vereins den Vorstand intensiv beschäftigt.

Es ist eine Zeit vieler Umbrüche, innen und außen, in der wir viele Dinge und Entscheidungen unter neuen Vorzeichen nochmal auf den Prüfstand stellen mussten und weiterhin müssen“, erklärte Johanna Rumschöttel.

Geschäftsführer Peter Puhlmann und die wieder gewählte Vorsitzende des Vorstandes, Altlandrätin Johanna Rumschöttel

Im Rückblick auf das Jahr 2016 hob die Vorstandsvorsitzende einige Ereignisse besonders hervor. Dazu gehörten die Fachtage „Pränatale Diagnostik“ und 2017 „Fetales Alkohol Syndrom“. Zahlreiche Fachleute und Mitglieder besuchten die beiden Veranstaltungen. Außerdem konnte ein Architekturwettbewerb für die Neu- bzw. Umbauten einiger Wohnstätten der Lebenshilfe München abgeschlossen werden. Der Ausbau des Ambulant betreuten Wohnens mit der Eröffnung der Wohngruppen in der Landsberger Straße war ein weiterer wichtiger Schritt, um erwachsenen Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung Wohnmöglichkeiten anbieten zu können. Schließlich wurde die Neukonzeption des L.I.E.S.-Heftes in die Wege geleitet. Es erscheint jetzt in Farbe und enthält Seiten in Leichter Sprache.

Dankbar erwähnte Johanna Rumschöttel das Benefizkonzert des Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr im Bürgerhaus Putzbrunn für die Stiftung Lebenshilfe München und das Benefizkonzert der BMW Niederlassung München, dessen Erlös in dem vergangenen Jahr der Silvia-Görres-Schule mit angeschlossener Tagesstätte zugute kam. Als persönliche Ziele für die nächsten Jahre nannte die Vorstandsvorsitzende, die Interessen der geistig- und mehrfach Behinderten bei aller Euphorie für die Inklusion, nicht unter die Räder kommen zu lassen. Auch auf die Themenfelder „Wohnen im Alter“ und „Autismus“ sollte – ihrer Ansicht nach – besonderes Gewicht gelegt werden.

„Die nächsten drei Jahre werden Herausforderungen bereithalten, die ich jetzt noch nicht sehen kann, diesen werde ich mich aber gerne, mit Ihrer Unterstützung, stellen“ – mit diesen Worten bewarb sich Altlandrätin Johanna Rumschöttel erneut für den Vorsitz des Vorstandes und wurde auch von der Mehrheit der Mitglieder im Amt bestätigt.

Schließlich folgte der Bericht des Schatzmeisters, Helmuth Coqui, der die Zahlen des letzten Jahres erläuterte und bestätigte, dass die Lebenshilfe München die finanziellen Hürden der nächsten Zeit „im Griff“ habe. Geschäftsführer Peter Puhlmann (Lebenshilfe Verein, Kinder und Jugend GmbH, Wohnen GmbH) hob in seinem Vortrag die vielen Kooperationen hervor, die vor allem die Angehörigenberatung in den letzten Jahren zustande gebracht habe. Gut vernetzt mit Kliniken, Ärzten und speziellen Beratungsstellen, ist die Lebenshilfe zu einer Art Drehscheibe geworden, die Angehörigen und Menschen mit Behinderung kompetente Hilfen und Vernetzungen anbieten kann.

Geschäftsführer Andreas Jehn (Lebenshilfe Werkstatt GmbH) stellte zwei neue Projekte vor: Einmal ein neues T-Shirt, das entworfen wurde, weil jetzt die Menschen mit Behinderung in der Werkstatt offiziell „Mitarbeiter“ heißen und darauf sehr stolz sind. Ein anderes wichtiges Vorhaben war die neue Kaffeerösterei. Sie hat inzwischen ihren Betrieb aufgenommen. „Mocca Sola“ heißt die Marke, die man ab sofort in der Werkstatt kaufen und natürlich auch probieren kann.

Nein heißt Nein

Die Sprache ist eindeutig, bei einem klaren Nein weiß jeder was gemeint ist – oder? Bei starken, selbstbewussten Menschen funktioniert das in der Regel ja, doch selbst hier nicht immer. Was tun, wenn sich andere Menschen über ein deutliches ‚NEIN‘ einfach hinwegsetzen? Was tun, wenn persönliche Scham einfach verletzt wird, wenn sich Menschen nicht zu helfen oder zu wehren wissen?

Die Lebenshilfe München veranstaltet zusammen mit dem Verein Wildwasser München e.V. einen Kurs für Mädchen und Frauen von 14 bis 20 Jahren zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit. „In diesem Kurs üben wir, wie wir uns wehren können. Mit Worten und mit unserem Körper. Wir üben uns zu verteidigen, mit Schlagen und mit Schreien“, heißt es in der Einladung.

Der Kurs ‚Nein heißt Nein‘ ist am Samstag den 25. November
und Sonntag, den 26. November.
Er dauert von 10 bis 16 Uhr und kostet 15 Euro.

Gesprochen wird im Kurs über unangenehme Erlebnisse. „Wir überlegen: was kann ich tun, damit etwas Un-angenehmes aufhört. Wir sprechen über Sexualität: wie geht das? Was ist Liebe, wie entsteht ein Baby?“

A N M E L D U N G :

St. Quirin-Straße 13
81549 München
Telefon: 089/ 69347-140

5. Ayinger Vorwiesn mit Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber

Florian Hahn (MdB) vermeldet Rekord-Spenden für die gute Sache

Zum fünften Mal fand die Ayinger Vorwiesn auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Florian Hahn im schmucken Sixthof statt. „Es ist schon gute Tradition geworden, dass wir am Donnerstag vor dem Münchner Oktoberfest hier in Aying zusammenkommen und neben dem Vorwiesn-Anstich gemeinsam etwas für die gute Sachen tun wollen“, begrüßte Hahn die zahlreichen Gäste.

Ayinger Vorwiesn mit Florian Hahn und Edmund Stoiber / Foto: Claus Schunk

Ein besonderer Dank ging an die Hausherren, die Familie Inselkammer, die seit Beginn an Florian Hahn bei der Umsetzung dieses Veranstaltungsformats unterstützend begleitet habe. So war es wie ein Treffen unter Freunden als Ehrengast Dr. Edmund Stoiber über seinen besonderen Bezug zum Gastgeber Florian Hahn und zur Familie Inselkammer sprach.

Florian Hahn sei ihm als außergewöhnlich engagierter junger Mann in der Jungen-Union frühzeitig positiv aufgefallen. Und dem Hotel- und Gastronomiebetrieb der Familie Inselkammer verdanke er die Handynummer von Russlands Präsident Wladimir Putin, der nach einem Besuch in Aying auf internationalem Parkett von der dortigen Gastfreundlichkeit schwärmte.

Aying: MdL E. Weidenbusch, MdL K. Schreyer, MP a.D. Dr. E. Stoiber, MdB F. Hahn, LR Ch. Göbel. (Foto: Claus Schunk)

Nach einer energischen Rede Stoibers zur Zukunft Bayerns brachten sich die Gäste in Sachen „Wohltätigkeit“ nicht minder engagiert ein. 1000 Euro stiftete die Firma Behncke GmbH an diesem Abend an die Stiftung Schneekristalle von Ex-Skirennläuferin Michaela Gerg. Weitere 1000 Euro gingen an die Stiftung Lebenshilfe München, gesponsert von Privatmann Gerd Erke. Über Schecks in Höhe von 1250 Euro bzw. 1500 Euro durften sich die Unterhachinger Anton Schrobenhauser-Stiftung Kids-to-life und „Frohes Herz“ von den Volksmusikstars Marianne und Michael freuen. Beide Schecks sponserten herzpartie e.V. Mit 5000 Euro wurde erneut die Stiftung Lebenshilfe München bedacht, der Florian Hahn als Vorsitzender vorsteht, und sich ganz besonders über den hohen Betrag der Findelkind-Sozialstiftung des Ehepaars Schmucker freute.

Quelle: http://florian-hahn.de/2017/09/18/

Lebenshilfe München profiliert sich als modernes Sozialunternehmen

Projekt „Unternehmensweite Softwarelösung“

Denkt man an den Auftrag der Lebenshilfe München, die Betreuung und Beratung von Menschen mit Behinderung, deren Angehörigen und gesetzlichen Vertretern, erwartet man kaum, dass auch hier die Notwendigkeit der Digitalisierung erforderlich geworden ist. Externe Anspruchsgruppen (z.B. Kostenträger, Heimaufsichten, Dachverbände, etc.) verändern ihre Anforderungen und die Lebenshilfe München muss sich diesen Veränderungen schnell und professionell anpassen.

Die ersten Lebenshilfe-Vereine in Deutschland haben sich vor über 55 Jahren gegründet und ihre Strukturen bis zum Jahr 1990 weitgehend ausgebaut und gefestigt. In München etwa hat man vor rund 10 Jahren begonnen zwei große Bereiche (Wohnen sowie Kinder & Jugend) in eigene gemeinnützige GmbHs zu wandeln, damit sich der Elternverein besser auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Aber nicht nur das, sondern die Arbeit und Struktur mit rund 400 hauptamtlichen und nochmals so vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern – für weit über 1000 betreute Menschen mit geistiger Behinderung – verlangt Organisation, Struktur, Professionalität und die oben angesprochene Agilität.

Jede gute Planung braucht ein Konzept und Struktur. Sabine Stöckel und Florian Mauch arbeiten am Projekt „Unternehmensweite Softwarelösung“ bei der Lebenshilfe München

Die mehr als 20 Einrichtungen des Elternvereins sind dezentral in Stadt und Landkreis München aufgeteilt. Dazu zählen Einrichtungen der Frühförderung, eine Schule, Heilpädagogische Tagesstätten (HPT), zehn Wohnstätten und das ambulant betreute Wohnen. Aus allen Bereichen laufen heute die Daten zentral in der Geschäftsstelle in der St.-Quirin-Straße zusammen. Begonnen wurde mit der elektronischen Datenverarbeitung in den Einrichtungen der Wohnen GmbH vor rund acht Jahren. Aktuell folgen die Einrichtungen der Kinder und Jugend GmbH, wie Heilpädagogische Tagesstätten, Schule und Interdisziplinäre Frühförderstellen, sowie das in der Wohnen GmbH angesiedelte Ambulant betreute Wohnen. Ziel ist dabei, die doppelte Datenerfassung und Datenverwaltung zukünftig zu unterbinden und Schnittstellenprobleme zu vermeiden.

Die zentrale Erfassung der Daten hilft Unternehmensprozesse zu vereinheitlichen, Dienstleistungen zu optimieren und schafft Transparenz. Und die ist wichtig, denn es wird von den Kostenträgern gefordert, die nach klar definierten Vorgaben abrechnen. Aber auch nach innen, im Bereich des Controllings und Qualitätsmanagements, führt dieser Prozess zu Verbesserungen. Die Projektverantwortliche, Sabine Stöckel, erklärt:

„Eine gute digitale Vernetzung unabdingbar“

„Durch unsere dezentralen Einrichtungen sowie das gewachsene Portfolio ist eine gute Vernetzung durch digitale Datenübermittlung unabdingbar geworden. Die Dokumentation, Hilfeplanung und Abrechnung in einer integrierten, prozessgesteuerten Softwarelösung erhöht die Transparenz, fördert Synergien und ist damit die Basis für ein jederzeit aktuelles Controlling. Auswertungen und Analysen passen sich automatisch den aktuellen Ist-Daten an und machen so eine Planung in Echtzeit möglich. So wird etwa durch eine professionelle Förderplanung nicht nur die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Betreuung und Förderung geschaffen, sondern darüber hinaus, lässt sich daraus der tatsächliche Hilfebedarf und somit der Personalbedarf abbilden. Diese Dokumentation dient letztendlich als Basis der Refinanzierung durch die Kostenträger.

Mittel- und langfristig hilft eine gute Dokumentation und Datenerfassung bei der Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen und der damit verbundenen Zielerreichung (Evaluierung). Letztlich sollte das Hauptaugenmerk immer auf der Förderung des einzelnen Menschen mit Behinderung liegen.

Welche Tools passen in das System?

Bei diesem Prozess ist es enorm wichtig die Mitarbeiter einzubeziehen. „Mit welchen Teilen der Software wollen wir arbeiten, damit es für die Mitarbeiter möglichst unkompliziert wird? Das EDV-System ‚Micos‘ (vergleichbar SAP) bietet für die Sozialwirtschaft viele Tools und Bausteine an. Wir müssen es aber für unsere Zwecke passend machen und dabei steht häufig die Frage im Mittelpunkt, welche Bausteine des Systems wollen wir wie verwenden“, erklärt Florian Mauch, Qualitätsmanagementbeauftragter der Lebenshilfe München. „Für diese Projekte wurden und werden unterschiedliche Projektgruppen etabliert und eingebunden, so dass am Ende eine Lösung stehen wird, mit der alle zufrieden sind“, ergänzt er.

Jeder Betreuungsbedarf wird individuell ermittelt

Bei Menschen mit Behinderung ist die Arbeit darüber hinaus wesentlich komplexer, als ein Außenstehender vermuten mag. Die Förderung (und Finanzierung) ist nämlich nach so genannten Hilfebedarfsgruppen genau geregelt. Es wird genau eruiert welche Leistungen der oder die Betroffene selbst bewältigen kann, und wo Hilfe nötig ist. Dieser Prozess ist laufend für jeden der betreuten Menschen bei der Lebenshilfe München erforderlich. Allein das zeigt schon, wie wichtig eine gut überdachte und strukturierte Softwarelösung ist.

Und damit schließt sich der Kreis hin zu einer schlanken, gut organisierten Unternehmensstruktur. In der Zentralverwaltung laufen die gesamten Daten nun in einem einzigen System – Micos – zusammen. Das setzt voraus, dass die Mitarbeiter der Finanzbuchhaltung, der Leistungsabrechnung sowie der Personalabteilung mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet werden. Im ersten Schritt wurden die Finanzbuchhaltung und die Leistungsabrechnung auf die Arbeit im neuen System angepasst und die Mitarbeiter der jeweiligen Abteilungen wurden in der Anwendung geschult. Durch die Zusammenführung der Daten in einem System konnte auch die Kostenrechnung und das Controlling erfolgreich auf die neue Struktur angepasst werden.

All diese Prozesse in einem System zusammen zu fassen, ermöglicht ein effizienteres, reibungsfreies und transparentes Vorgehen und ist auch für ein soziales  Unternehmen Grundlage erfolgreich zu agieren. „Das große Ziel dieser Mammutaufgabe ist, möglichst wenig zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen in Verwaltungsarbeiten zu investieren. Die ohnehin sehr knappen Ressourcen sollen unseren Betreuten in vollem Umfang zur Verfügung stehen“, ergänzt Geschäftsführer Peter Puhlmann.

Lesen Sie dazu auch: „Der Pädagogische Fachdienst unterstützt“

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2017/06/19

 

Lebenshilfe-Wettbewerb: Teilhabe statt Ausgrenzung

Der Mensch: immer ein Denkender, ein Träumender – nie ein Vollkommener

Mit einem Wettbewerb will die Lebenshilfe auf ein gesellschaftliches Thema aufmerksam machen, das uns meist im Stillen, ganz unauffällig begegnet. Es ist die oft unbewusste Ausgrenzung von Menschen, dem man nur mit einem Bewusst-Werden begegnen kann. Ausgrenzung begegnet uns fast täglich, von der Kindheit an in den ganz unterschiedlichsten Formen. „Was bedeuten ‚Teilhabe‘ und ‚Ausgrenzung‘ eigentlich konkret? Im Alltag und auf der Straße, in der Politik oder auf dem Amt, in der Wohngruppe, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft? Was bedeutet „Teilhabe statt Ausgrenzung“ für Sie?“, fragt die Lebenshilfe.

Seit einem Jahr hat die Lebenshilfe „Teilhabe statt Ausgrenzung“ sogar als Slogen neben ihrem Logo stehen und erhebt es damit zu einem der wichtigsten Themen im Elternverein. Jetzt soll ein eigener Wettbewerb helfen des Thema zu vertiefen und von vielen Seiten zu beleuchten. „Sie haben jetzt die Gelegenheit, es doch mal ganz plastisch zu machen. Immer-schon-Kreative und solche, die es werden wollen, Menschen mit und ohne Behinderung, einzeln oder im Team, Engagierte in und außerhalb der Lebenshilfe: Machen Sie mit beim neuen großen Amateur-Wettbewerb der Lebenshilfe!“ wird im aktuellen Newsletter aufgefordert.

Gefragt sind diesmal selbst erstellte räumliche Objekte zum Thema „Teilhabe statt Ausgrenzung“ – Skulpturen oder Installationen, Abstraktes oder Figürliches: alles, was drei Dimensionen hat und mit Fantasie, Leidenschaft und Mut zum Ausdruck (und zum Nicht-Perfekten) gestaltet wird. Die Plastiken können vom 1. Februar bis zum 30. April 2018 eingereicht werden.

Weitere Infos unter:

www.lebenshilfe.de/GanzPlastisch

Glückliche Hühner bei der Lebenshilfe in Putzbrunn

Mit Spannung wurde das seit Wochen angekündigte Projekt „Hühnerstall“ erwartet. Die Bewohner der Lebenshilfe-Wohnstätte wie auch die Teilnehmer in der TENE-Gruppe (Tageseinrichtung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben) freuen sich über die neuen Bewohner auf dem Gelände. Ein großes Freilaufgelände wurde eingezäunt und ein richtiger Stall gebaut. Nun also war es so weit, das langersehnte Federvieh konnte einziehen. Mit einem großen Hallo wurden sie von den TENE-Teilnehmern begrüßt, die die Tiere werktags betreuen. Zuerst musste aber der neue Stall noch fertig hergerichtet werden. Alle haben interessiert und engagiert mitgeholfen. Futtersäcke aus dem Auto holen und in den vorbereiteten Tonnen mischen, Hühnertränke zusammenbauen und auffüllen, die Nester mit Stroh auslegen, auf dem Boden Späne ausbringen- und dann war es soweit:

Die Hühner ziehen ein – jedes einzelne Huhn wurde begrüßt, gestreichelt und zum Teil berochen. Insgesamt sind zwölf Hennen und ein Hahn eingezogen. Es ist ein bunt gemischtes Volk…. Laken, Vorwerk, Sussex, Druffler-Hauben, Grünleger, Maran und ein Zwerggockel, der schon gleich den Namen Andi erhält. Es wird noch ein bisserl dauern, bis Eier abgetragen werden können. Da sind alle, auch die Mitarbeiter schon neugierig. Zu Ostern muss dann nicht groß gefärbt werden, denn so bunt wie das Volk ist, werden auch die Eier sein: Weiß, Weiß-Gelblich, Grün, Braun und ein tiefes Rotbraun.

Zunächst durften die Hühner ihr neues Haus inspizieren und wagten sich unter vielen neugierigen Blicken bereits nach zwei Stunden in das neue Gehege. Unter den vielen Sträuchern wurde es gleich heimelig, wenn es auch noch einige Tag dauerte, bis sie sich auch in die äußeren Ecken ihres großen Freigeheges vorwagten.

Natürlich nahmen auch die Bewohner der Förderstätte die „Neuen“ in Augenschein und testete sofort die Haltbarkeit des neuen Zauns. Das hat übrigens auch der Gockel; schon nach einer Stunde war er draußen unterwegs. Das Gras und die Fläche außerhalb ist natürlich, wie bei Kindern, immer schöner als zu Hause. Unter großem Hallo und Gelächter wurde er dann mehrfach zu seinem Volk zurückbegleitet.

Nun kam langsam der Abend und unsere Förderstätten- und Werkstattgänger kamen nach Hause. Unter großem Gelächter der Bewohner haben dann die Mitarbeiter das neue Volk zu Bett gebracht. Diese Prozedur hat sich dann am Dienstagabend fortgesetzt. Seit Mittwoch gehen sie nun schon alleine nach Hause.

Renate Bauer

KlAWOtte spendet für die Lebenshilfe

Die Lebenshilfe-Gruppe freut sich über einen schönen Ausflug an den Chiemsee

KlAWOtte ist ein Second-Hand-Laden in Putzbrunn, der immer wieder Gelder für einen guten Zweck sammelt. Diesmal gingen 300 Euro an die TENE-Einrichtung der Lebenshilfe München in Putzbrunn. Einrichtungsleiterin Renate Bauer freut sich darüber und nutzt die Spende für einen Gruppenausflug an den Chiemsee. „Es ist schön, wenn wir dann auch mal so richtig – wie alle anderen auch – in einen Biergarten gehen können und für jeden eine Brotzeit bestellen dürfen. Das ist für alle ein tolles Gefühl. Sonst machen wir halt irgendwo ein Picknick im Grünen. Das geht auch, ist aber nicht dasselbe.“ In der TENE treffen sich täglich ‚Erwachsene nach dem Erwerbsleben‘. Es wird ihnen hier eine Tagesstruktur und persönliche Betreuung geboten.

Renate Bauer dankt der Leiterin der Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und sendet einen kleinen Reisebericht:

Liebe Frau Konrads,

mit diesem Brief und der folgenden Erzählung danken wir nochmals sehr herzlich für Ihre großzügige Spende an die Tene Putzbrunn. Wir unternahmen einen Ausflug zum Chiemsee. Zuerst dachten wir schon, wir müssten im Regen mit dem Schiff fahren, aber unterwegs riss der Himmel auf, die Sonne verwöhnte uns und wir hatten einen wunderbaren Tag am Chiemsee.

Am Hafen angekommen freuten wir uns auf die Überfahrt. Ein kleines, kühles Lüftchen umwehte unsere Nasen, der See glitzerte, als das Schiff „Joseph“ uns zuerst zur Herren- und dann zur Fraueninsel brachte. Zu Fuß umrundeten wir die Fraueninsel, dabei haben wir die örtlichen Handwerker, die Töpferei, die Schnitzerei – bei der wir tatsächlich jemanden beim Schnitzen beobachten konnten -, gesehen, sowie mannsgroße blühende Sonnenblumen. Eine Aquarellmalerin stellte an der Promenade ihre Bilder aus. Und die Fischer verkauften die frisch geangelten und geräucherten Fische aus ihren Häusern heraus. Zu guter Letzt kehrten wir beim Klosterwirt ein und ließen uns hier von der sehr netten Bedienung und einem angenehmen Ambiente erfreuen. Zurück ging es wieder per Schiff, dieses Mal mit der „Irmingard“.

Bei der Ankunft am Priener Steg ließ der Himmel es doch nochmal regnen – es waren große, warme Sommertropfen – in denen wir lachend zu den Autos zurückgingen. Voller Eindrücke fuhren wir wieder nach Hause.

Viele liebe Grüße von der Tene Putzbrunn.