Soziale Einrichtungen müssen erhalten bleiben

Corona: Lebenshilfe Bayern begrüßt „Sozialschutz-Paket“

Menschen mit Behinderungen und ihre Familien brauchen weiterhin notwendige und zuverlässige Hilfen – in Zeiten der Corona-Krise und auch danach. Dafür müssen die seit vielen Jahrzehnten bewährten Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe erhalten bleiben. Die Lebenshilfe Bayern begrüßt, dass mit einem bundesweiten „Sozialschutz-Paket“ gemeinnützige Träger wie die Lebenshilfen finanziell abgesichert werden sollen. Nun sind konkrete Zusagen der Kostenträger nötig.

Einnahme-Ausfälle ausgleichen

Einen Schutzschirm auch für die Sozialwirtschaft hatte die Lebenshilfe in Bayern und im Bund bereits zu Beginn der Corona-Krise gefordert. Viele Leistungen der Eingliederungshilfe können aktuell wegen der staatlichen Verfügungen kaum oder gar nicht erbracht werden. Das betrifft die Frühförderung der Kleinsten ebenso wie Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in Schulen und Tagesstätten sowie Arbeit und Beschäftigung für erwachsene Menschen mit Behinderungen. Damit drohen hohe Einnahme-Ausfälle bis hin zur unverschuldeten Insolvenz. Deshalb müssen gemeinnützige Träger wie die Lebenshilfen finanziell so abgesichert werden, dass auch sie die Corona-Krise wirtschaftlich überstehen können. Die bayerischen Bezirke haben bereits zeitlich befristet zugesagt, Leistungsentgelte weiterhin zu gewähren. Solche schnellen und konkreten Zusagen brauchen soziale Einrichtungen nun von allen öffentlichen Kostenträgern.

Lebenshilfe-Landesverband Bayern

Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ setzt sich der Lebenshilfe-Landesverband Bayern seit über 55 Jahren als Dachorganisation der bayerischen Lebenshilfen insbesondere für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Der Verband hat heute 160 Mitgliedsorganisationen, die rund 40.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien unterstützen, fördern und begleiten. Mit etwa 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen hat die Lebenshilfe in Bayern ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut. Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern ist seit 2001 Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung, als Fachverband und Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Neues von Werkstatt und OBA

Bereits am 12. März berichteten wir über die Absage aller Veranstaltungen der OBA der Lebenshilfe München. Die OBA und der FUD weisen nun ausdrücklich darauf hin, dass das Büro weiterhin besetzt ist und die Mitarbeiter für Gespräche und Beratungen zur Verfügung stehen. Weiter heißt es:

„Wenn Sie Bedenken haben, einkaufen zu gehen, weil Sie oder Ihre Angehörigen zu den Risikogruppen gehören, dann können Sie sich bei uns melden. Wir werden dann versuchen, einen Einkaufsdienst zu organisieren. Es gäbe die Möglichkeit, diesen Dienst über die Pflegekasse abzurechnen.“

Lebenshilfe-Werkstatt bis 19. April geschlossen

Anders sieht die Situation bei der Lebenshilfe-Werkstatt aus. Sie ist bis zum 19. April geschlossen, laut Anordnung der Bayerischen Staatsregierung. Weiter heißt es: „Eine Betreuung der Menschen mit Behinderung in Notgruppen kann fortgeführt werden, wenn die Betreuung daheim nicht sichergestellt ist. Zu den gewohnten Öffnungszeiten kann hierzu telefonisch mit dem jeweils zuständigen sozialpädagogischen Fachdienst Kontakt aufgenommen werden. Die Telefonnummern sind auf der Homepage www.lhw-muc.de aufgeführt.“

Die OBA der Lebenshilfe München ist zu erreichen unter:

Familienunterstützender Dienst: 089 693 47 130
Offene Behindertenarbeit: 089 693 47 -140 oder -143

Link:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2020/03/12/lebenshilfe-achtsam-vor-coronavirus/

Eine Stadt, ein Traum, Ihre Chance!

Wir haben noch etwas vor – Träum dein Viertel!

Die Kampagne „Wir haben noch etwas vor – Träum dein Viertel“ regt zum Träumen, Gedankenspinnen und Mitgestalten an. Im folgenden Videoclip Youtube träumen Menschen unterschiedlichsten Alters und Geschlechts, mit und ohne Behinderung.

Sie träumen von einem Stadtteil, in dem alle gerne und selbstbestimmt ihre Freizeit verbringen oder wohnen wollen. Klingt nach Luftschloss? Schauen Sie rein, träumen Sie mit und werden Sie Teil der Kampagne!

Am Welt Down Syndrome Tag (21. März 2020) startete die Aktion „Träum dein Viertel“ und wir feiern die Vielfalt.

Noch bis zum 5. Mai 2020

Im Rahmen der Kampagne haben Bürgerinnen und Bürger über die Träum dein Viertel-Facebookseite die Möglichkeit, Vorschläge und Vorstellungen zum Thema „Stadtteil für alle“ einzubringen. Die Aktion läuft noch bis zum 5. Mai 2020. Die Ideen werden gesammelt und an die zuständige Stelle weitergeleitet.

In dem Film lassen Menschen mit und ohne Behinderungen einen Stadtteil entstehen, der Lust auf das macht, was entstehen kann. Luftschlösser? Nein! Zum einen bezieht sich der Videoclip auf München-Freiham. Dort entsteht ein Stadtteil für alle. Zum anderen will der Film aber auch Denkanstöße und Impulse für Planungen weiterer Stadtteile geben.

Anlass der Kampagne ist die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Ihr Ziel ist es, Teilhabe in allen Lebensbereichen für alle Menschen zu ermöglichen. In Artikel 8 verpflichten sich die Vertragsstaaten, durch wirksame und geeignete Maßnahmen „eine positive Wahrnehmung von Menschen mit Behinderungen und ein größeres gesellschaftliches Bewusstsein ihnen gegenüber zu fördern“. Zu den Maßnahmen gehört die „Durchführung wirksamer Kampagnen“.

Entstanden ist der Film in einem Kooperationsprojekt, das vom Sozialreferat der Landeshauptstadt München gefördert wurde. Mitglieder des Kooperationsprojekts sind die Lebenshilfe München e.V (OBA), Gemeinsam Leben Lernen e.V, Offene Behindertenarbeit – evangelisch in der Region München (OBA), der Verein zur Betreuung und Integration behinderter Kinder und Jugendlicher (BIB e.V.), sowie der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München.

Hier geht’s zum Video

Lesen Sie auch vom WG-Projekt der Lebenshilfe München:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/11/23/eine-inklusive-lebenshilfe-wg-in-obersendling/

Lebenshilfe achtsam vor Coronavirus

Bundesvorsitzende MdB Ulla Schmidt fordert Achtsamkeit

Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Gesundheitsministerin a.D., MdB Ulla Schmidt, plädiert den Schutz und die Versorgung von Menschen mit Behinderung sicherzustellen. Wir müssen auf Menschen mit Behinderung in besonderer Weise achten, vor allem in Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19)“, erklärt sie.

Wegen Vorerkrankungen haben diese Menschen häufig ein erhöhtes Risiko schwer zu erkranken. In besonderen Zeiten wie aktuell, müssen Einrichtungen, Zuhause, Arbeit und Schulen besonders achtsam sein. „Den Schutz und die Versorgung sicherzustellen, ist unsere gemeinsame Aufgabe“, appelliert sie an alle Beteiligten und Betroffenen. Deshalb müsse auch bei Schließungen, zum Beispiel von Werkstätten und Schulen, die Finanzierung ebenso gesichert werden, wie für Unternehmen. Dazu gehört auch die Bezahlung von Assistenzkräften wie Schulhelfern.“

Lebenshilfe-Werkstätten haben sich vorbereitet

Bei der Lebenshilfe München sieht man aktuell keine Veranlassung für eine Schließung. Gabriele Engel-Rehsöft von derLebenshilfe-Werkstatt bekräftigt, dass man die Situation ernst nehme und geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergriffen habe, etwa auch im Umgang mit externen Besuchern. Intern habe man einige Veranstaltungen und Meetings verschoben und für den Notfall gäbe es einen Plan mit sehr konkreten Handlungsempfehlungen angesichts des Coronavirus.

OBA sagt Veranstaltungen ab

Bei der OBA der Lebenshilfe München sind bis einschließlich 12. April 2020 alle Veranstaltungen abgesagt worden. In der Begründung heißt es: „Die Gefahr einer Ansteckung ist besonders groß, wenn viele Leute zusammen sind. Deswegen muss die OBA leider alle Veranstaltungen bis einschließlich 12. April 2020 absagen. Das heißt: alle Angebote aus dem blauen Heft, alle Clubs und Gruppen und die Reisen. Die OBA der Lebenshilfe München bedauert dies, man wolle aber das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus (COVID-19) vermeiden.

Krisenstab der Lebenshilfe München

Der Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, hat eigens einen Krisenstab einberufen. Alle Leitungen der über 20 Lebenshilfe-Einrichtungen in Stadt und Landkreis München sind im engen Austausch mit den Bereichsleitungen und der Geschäftsführung, um bei Verdachtsfällen sofort reagieren zu können. In Sondersitzungen und ständigen Updates wir die aktuelle Lage kommuniziert.

! Aktuell informiert die Lebenshilfe München !

Die Zahl der Erkrankungen am Coronavirus ist deutlich angestiegen. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat am 13. März eine Allgemeinverfügung zum Besuch von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Heilpädagogischen Tagesstätten erlassen.  Hier geht es zum Erlass

Vonovia unterstützt Geschwistertage der Lebenshilfe München

Einen Scheck über 4.500 Euro überreichten (von links): Ekkehart Ehrlich stv. Regionalleiter Süd VONOVIA, Michaele Noß Regionalleiterin München VONOVIA, Janine Venhoff, Referentin Regionalbereich Bayern VONOVIA an Peter Puhlmann Lebenshilfe-München (LHM), Diana Bela-Tomiak LHM und Julia Bader LHM.

München, 02.03.2019 – Geschwister von Kindern mit Behinderung sind durch ihre Lebensumstände nicht zwangsläufig belastet. Es gibt aber Situationen im Alltag, in denen sie womöglich zu kurz kommen oder für ihre Bedürfnisse zu wenig Zeit bleibt. Die Lebenshilfe München bietet einen pädagogischen Rahmen, in dem Kinder und Jugendliche mit Spaß Kontakte zu anderen Geschwistern in der gleichen Lage aufbauen können. Vonovia unterstützt dieses Engagement nun mit einer Spende über 4.500 Euro.

Spaß für Geschwister von Menschen mit Behinderung

Auf die Geschwistertage der Lebenshilfe München dürfen sich Grundschulkinder freuen, die zuhause aufgrund der Alltagssituation oft nicht die Hauptrolle spielen. Bei den Ausflügen, beispielsweise zum Rafting oder in den Klettergarten, geht es vor allem um eins: jede Menge Spaß und eine unbeschwerte Zeit. Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München e.V., freut sich sehr über die Spende: „Die Geschwisterkinder werden oft vergessen, wenn es darum geht betroffene Familien bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen. Dementsprechend erfreuen sich unsere Aktionen für Geschwisterkinder großer Beliebtheit und werden gerne angenommen.“

Soziales Engagement fördern

Neben den Geschwistertagen für Grundschulkinder bietet die Lebenshilfe München auch einen Geschwistertreff für Jugendliche ab 12 Jahren und Freizeitfahrten in den Schulferien an. „Es ist einfach großartig, was hier für die Familien und deren Kinder geleistet wird. Wir sind froh die Lebenshilfe München bei ihrer wertvollen Arbeit unterstützen zu dürfen“, sagt Michaela Noß, Vonovia Regionalleiterin der Region München.

Die Spende ist Bestandteil eines Programms von Vonovia, mit dem das Unternehmen bundesweit soziales Engagement fördert. Gemeinsam mit städtischen Verwaltungen, Sozialverbänden, Kirchen, Nachbarschafts-Initiativen, Quartiers- und Sportvereinen und vielen anderen Akteuren unterstützt Vonovia so das Zusammenleben in den Städten.

Über das Unternehmen Vonovia

Vonovia bietet rund einer Million Menschen in Deutschland ein Zuhause. Die durchschnittliche Miete liegt bei rund 6,64 Euro pro Quadratmeter. Das Wohnungsunternehmen steht mitten in der Gesellschaft, deshalb haben die Aktivitäten von Vonovia niemals nur eine wirtschaftliche, sondern immer auch eine gesellschaftliche Perspektive. Vonovia beteiligt sich daran, Antworten auf die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt zu finden. Das Unternehmen setzt sich ein für mehr Klimaschutz, mehr altersgerechte Wohnungen und für ein gutes Zusammenleben in den Quartieren. In Kooperation mit sozialen Trägern und den Bezirken unterstützt Vonovia soziale und kulturelle Projekte, die das nachbarliche Gemeinschaftsleben bereichern. Zudem beteiligt sich Vonovia an der im Moment besonders wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe: dem Bau neuer Wohnungen.
Im Mittelpunkt des Handelns stehen die Kunden und ihre Bedürfnisse. Vor Ort kümmern sich Objektbetreuer und eigene Handwerker um die Anliegen der Mieter. Diese Kundennähe sichert einen schnellen und zuverlässigen Service. Zudem investiert Vonovia großzügig in die Instandhaltung der Gebäude und entwickelt wohnungsnahe Dienstleistungen für mehr Lebensqualität. Für Fragen im Zusammenhang mit Mietverträgen und Nebenkostenabrechnungen ist der zentrale Kundenservice über eine regionale Telefonnummer, per E-Mail, Fax, App oder postalisch erreichbar.
Vonovia beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter, Vorstandsvorsitzender ist Rolf Buch.

Mehr Informationen zu Geschwisterkinder finden Sie hier:
https://www.lebenshilfe-muenchen.de/wp-content/uploads/Flyer-Geschwisterangebot-2019.pdf

 

Zusatz-Informationen:
Zulassung: Regulierter Markt / Prime Standard, Frankfurter Wertpapierbörse ISIN: DE000A1ML7J1 WKN: A1ML7J Common Code: 094567408 Sitz der Vonovia SE: Bochum, Deutschland, Amtsgericht Bochum, HRB 16879 Verwaltung der Vonovia SE: Universitätsstraße 133, 44803 Bochum, Deutschland
Diese Pressemitteilung wurde von der Vonovia SE und/oder ihren Tochtergesellschaften ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Diese Pressemitteilung kann Aussagen, Schätzungen, Meinungen und Vorhersagen in Bezug auf die erwartete zukünftige Entwicklung der Vonovia („zukunftsgerichtete Aussagen“) enthalten, die verschiedene Annahmen wiedergeben betreffend z.B. Ergebnisse, die aus dem aktuellen Geschäft der Vonovia oder von öffentlichen Quellen abgeleitet wurden, die keiner unabhängigen Prüfung oder eingehenden Beurteilung durch Vonovia unterzogen worden sind und sich später als nicht korrekt herausstellen könnten. Alle zukunftsgerichteten Aussagen geben aktuelle Erwartungen gestützt auf den aktuellen Businessplan und verschiedene weitere Annahmen wieder und beinhalten somit nicht unerhebliche Risiken und Unsicherheiten. Alle zukunftsgerichteten Aussagen sollten daher nicht als Garantie für zukünftige Performance oder Ergebnisse verstanden werden und stellen ferner keine zwangsläufig zutreffenden Indikatoren dafür dar, dass die erwarteten Ergebnisse auch erreicht werden. Alle zukunftsgerichteten Aussagen beziehen sich nur auf den Tag der Ausgabe dieser Pressemitteilung an die Empfänger. Es obliegt den Empfängern dieser Pressemitteilung, eigene genauere Beurteilungen über die Aussagekraft zukunftsgerichteter Aussagen und diesen zugrundeliegenden Annahmen anzustellen. Vonovia schließt jedwede Haftung für alle direkten oder indirekten Schäden oder Verluste bzw. Folgeschäden oder -verluste sowie Strafen, die den Empfängern durch den Gebrauch der Pressemitteilung, ihres Inhaltes, insbesondere aller zukunftsgerichteten Aussagen, oder im sonstigen Zusammenhang damit entstehen könnten, soweit gesetzlich zulässig aus. Vonovia gibt keine Garantie oder Zusicherung (weder ausdrücklich noch stillschweigend) in Bezug auf die Informationen in dieser Pressemitteilung. Vonovia ist nicht verpflichtet, die Informationen, zukunftsgerichtete Aussagen oder Schlussfolgerungen in dieser Pressemitteilung zu aktualisieren oder zu korrigieren oder nachfolgende Ereignisse oder Umstände aufzunehmen oder Ungenauigkeiten zu berichtigen, die nach dem Datum dieser Pressemitteilung bekannt werden.

Radi-radi in der St.-Quirin-Straße!

Auf 60 Jahre Lebenshilfe München!

Einen wunderbaren, sonnigen Februartag nutzten die BewohnerInnen der Wohngruppen der St.-Quirin-Straße, zahlreiche weitere Gäste aus anderen Wohngruppen der Lebenshilfe München und auch aus dem ambulant betreuten Wohnformen um eine anständige Faschingssause steigen zu lassen. René Darchinger begleitete den Nachmittag gemeinsam mit seinem Ko-Moderator Florian Mauch. Alle wurden lautstark und herzlich begrüßt und der Plan für den Tag vorgestellt.

Die drei GewinnerInnen der Kostümbewertung: Das lustige Zebra, das Burgfräulein und eine nette Polizeibeamtin. Foto: Lebenshilfe München

Zuerst gab es eine leckere Stärkung als Vorbereitung auf die Spiele und den Tanz. Hotdogs, Minischnitzel und Salate gingen weg wie warme Semmeln und sogar diejenigen, die schon kurz vorher Mittag hatten, konnten sich dem Buffet nicht gänzlich entziehen.

Eine DVD für gemeinsame Filmabende

Nach der Stärkung wurden Dosen geworfen, Luftballons gespickert und Pinata-Esel verhauen. Alle hatten großen Spaß und die Preise, die es dabei zu gewinnen gab kamen auch gut an! So konnten zum Beispiel unsere Gäste aus der Inklusiven Wohngemeinschaft in der Hermann-von-Sicherer-Straße eine DVD für gemeinsame Filmabende abstauben.

Erst kürzlich konnten Sie hier auf dem Blog die Beliebtheit von gemeinsamen Abenden mit DVDs und Popcorn lesen. Es war also für Jeden etwas dabei. Natürlich wurde auch getanzt! Moderator und DJ René feuerte die Stimmung über unsere mobile Musikanlage konsequent an. Danke an dieser Stelle an unseren GF Peter Puhlmann für das tolle Gerät! Es rockt!

Am Nachmittag fanden sich dann alle Feiernden noch zu Krapfen, Kuchen und Kaffee im großen Veranstaltungssaal ein. Florian Mauch nutze die Gelegenheit, um die beiden MitarbeiterInnen Justyna Michalec und Robert Murr für die gesamte Vorbereitung sowie den Auf- und Abbau zu danken.

Wer trägt das schönste Kostüm?

Dann kam es zum Höhepunkt des Tages, der Kostümverleihung. Eine Jury aus fünf Personen diskutierte ihre Meinung und rief nach umfangreicher Beratung die drei SiegerInnen aus. Der dritte Preis ging an eine nette Polizeibeamtin. Den zweiten Preis konnte das lustige Zebra ergattern und den ersten Preis gewann das Burgfräulein.

Der Fasching in der St.-Quirin-Straße war die erste Veranstaltung unter dem Jahres-Motto „60 Jahre Lebenshilfe München“. Ein gelungener Auftakt in unser Jubeljahr!

OBA der Lebenshilfe auf Instagram

„Die OBA bietet Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung von Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung“, ist beim neuen Instagram-Account der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe München auf – www.instagram.com/obamuclebenshilfe – zu lesen. In wenigen Wochen erreichte die OBA 160 Follower, die sich regelmäßig bei #obamuclebenshilfe über Veranstaltungen, Termine und neue Programme informieren. Tatsächlich ist das seit über 40 Jahren bestehende Angebot der OBA groß.

„Mit Instagram sprechen wir Menschen mit Behinderung an, aber auch Menschen die auf der Suche nach entsprechenden Angeboten sind, sei es im Ehrenamt oder von anderen Trägern und Diensten. Instagram ist ein junges und zeitgemäßes Medium, dass auch Studenten gerne nuzten,“ erklärt die Sozialpädagogin Julia Bader, die dieses Medium für die OBA betreut.

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen der OBA zählen etwa sieben Freizeitclubs mit wöchentlichen Treffen, oder beim FUD eine Ferien- und Samstagsbetreuung, „um Zeit für sich zu haben oder dringende Termine und Erledigungen zu schaffen.“ Gern gebucht, und auch schnell ausgebucht sind etwa spezielle Reiseangebote, aber auch Freizeitaktivitäten und Ausflüge in und um München.

Auf dem Instagram-Account unter www.instagram.com/obamuclebenshilfe sind darum auch ganz unterschiedliche Themen zu finden. Aktuell etwa ein Hinweis zur Wahl, um ganz grundsätzlich zu informieren, wie das geht und was beim Ankreuzen zu beachten ist. Eigentlich immer ist man auf der Suche nach Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Natürlich werden auch lustige Bilder zu Fasching, Silvester oder Weihnachten geteilt. Ebenso von manchen Unternehmungen und Ausflügen. Es findet sich also fast immer was auf #obamuclebenshilfe. Schauen Sie doch mal rein.

Lesen Sie dazu auch „40 Jahre OBA“:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/03/06/40-jahre-oba-gott-sei-dank/

Lebenshilfe Wahlrecht: „Wie geht wählen und wen wähle ich?“

Thema: Wen kann ich wählen?
2. Termin: Dienstag 3. März 2020

Die Frage „wie wählen geht“ ist bei den Wahlen am 15. März durchaus berechtigt. Bis zu vier Stimmzettel sind zum bearbeiten und unter den Kandidaten muss man sich für seine ganz persönliche Wahl entscheiden. Die Lebenshilfe informiert über das Wahlrecht. Das ist komplex und die Kommunalwahl in Bayern darum etwas Besonderes. Das ist etwas ganz Besonderes, weil zum ersten Mal in der Geschichte auch Menschen mit geistiger Behinderung das Wahlrecht bei der Kommunalwahl zusteht. Das kann gar nicht deutlich genug hervorgehoben werden, es hat über Jahrzehnte hinweg nämlich einen Wahl-Ausschluss gegeben.

Lebenshilfe: ein Wahlrecht mit komplexen Zusammenhängen

Kommunalwahl in Bayern 2020. Es gibt keine Wahl-Ausschlüsse mehr. Die Einladung der Lebenshilfe München zur Wahl-Information finden Sie am Ende des Artikels als pdf zum Download

Wie aber wählen geht, was man zu beachten hat, darüber informiert die Lebenshilfe München in einem eigenen Seminar Menschen mit geistiger Behinderung über ihr Wahlrecht. Denn komplexe Zusammenhänge, wie das kommunale Wahlrecht und seine gesellschaftliche Bedeutung, sind für sie nicht leicht zu verstehen. Ein zweites Seminar widmet sich dem Thema „Wen kann ich wählen“. Dabei werden keine Wahlempfehlungen ausgesprochen, sondern das komplexe System erläutert. Gewählt werden Bürgermeister, Landrat, Gemeinde- und Stadtratsmitglieder, Kreisräte und in München zusätzlich noch Bezirksausschüsse. Das ist komplex und erfordert ein Verständnis der kommunalpolitischen Zusammenhänge. Es darf keinen Wahlausschluss geben.

Bei der Lebenshilfe OBA-Veranstaltung zum Wahlrecht „soll zum Einen für das Thema sensibilisiert und Fragen geklärt werden. Es gibt Hilfestellungen zum Thema Wahl und Wählen“, erläutert Julia Bader, Projektverantwortliche und Sozialpädagogin bei der Lebenshilfe München und ergänzt: „Mit Sicherheit ist die Briefwahl eine Option für Menschen mit Behinderung. Im Allgemeinen ist Politik ein wichtiges Thema. Das Interesse an Mitbestimmung und politischen Themen im Allgemeinen wächst.“

Jörg Siegmund von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing kennt sich gut aus mit Politik und dem Wahlrecht. Er wird in den Seminaren Wissenswertes zur Wahl erklären. Man kann ihm Fragen stellen und dabei Neues lernen. „Es gibt auch etwas zu essen und zu trinken“, heißt es in der Einladung.

Die Termine zur Lebenshilfe-Veranstaltung zum Wahlrecht:

2. Termin: Dienstag 3. März 2020
Thema: Wen kann ich wählen?

Beginn ist um 18 Uhr und das Ende für 20 Uhr angesetzt im Vortragssaal (1. Stock) der Lebenshilfe Geschäftsstelle in der St.-Quirin-Str. 13a, 81549 München.

Weitere Fragen und Informationen:
Julia Bader; Telefon: (089) 69347-143

Wer sich noch mehr über die Wahl informieren möchte, finden in der „Süddeutschen Zeitung“ einen guten Artikel dazu unter:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/kommunalwahl-2020-bayern-wahlrecht-stimmzettel-ueberblick-1.4644473

Die Einladung der OBA finden Sie hier:
oba_wahl

Auch zur Europawahl hatte die Lebenshilfe München rechtzeitig informiert. Hier der LInk:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/05/08/wahlrecht-fuer-menschen-mit-behinderung/

16 Monate inklusive WG der Lebenshilfe

Vor über einem Jahr wurde von der Lebenshilfe München in der Hermann-von-Sicherer Straße in München-Sendling eine inklusive Wohngemeinschaft (WG) eröffnet. Vier StudentInnen und sechs Menschen mit geistiger Behinderung leben gemeinsam in einem Stadthaus mit Garten zusammen. Die Redaktion hat nachgefragt, wie sich dieses Experiment bewährt hat und sich mit der Erziehungswissenschaftlerin und Einrichtungsleiterin Cindy Kirsch unterhalten.

Zum Abschied gab es ein großes Kuchenbuffet von Herrn Weinel, der sich auf diesem Wege für das gute Miteinander bedankt.

Redaktion: „Für die Lebenshilfe München ist diese Form des Zusammenlebens und der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung neu. Was waren die Voraussetzungen, wie hat man sich darauf vorbereitet?“

Cindy Kirsch:
„Wir haben zunächst geschaut, dass wir auf beide Seiten geeignete Kandidaten finden. Die Menschen mit geistiger Behinderung sollen zu einem selbständigen Leben fähig sein und die StudentInnen für die sich ihnen stellenden Herausforderungen.

Redaktion: „Herausforderungen für die StudentInnen, welche?“

Cindy Kirsch:
Sie müssen sich nicht um pflegerische Tätigkeiten kümmern, das machen wir mit Fachpersonal von der Lebenshilfe. Sie sollten aber offen und kommunikativ sein, wie es für jede andere WG von Vorteil ist.

Redaktion: „War und ist das ausreichend, wurden die StudentInnen vorbereitet?“

Cindy Kirsch:
„Wir haben die Bewohner natürlich vorab geschult, um ihnen ein ganz allgemeines Verständnis für Menschen mit geistiger Behinderung zu vermitteln. Wir haben sie im Einzelnen aber nicht ‚gebrieft‘, denn den persönlichen und menschlichen Umgang müssen sie selbst bewältigen.“

Redaktion: „Und das hat funktioniert?“

Cindy Kirsch:
„Ja, wir haben bis heute keine Beschwerden erhalten, ganz im Gegenteil. Die Gruppe fand schnell zueinander und das Zusammenleben ist für beide Seiten ein Gewinn. Die Grenzen zwischen StudentInnen und Bewohner sind fließend. Ob gemeinsames Einkaufen, Ausflüge oder zivilisierte Hauspartys – es ist ein harmonisches Miteinander. Auch der WG-Alltag mit allen Aufgaben und Herausforderungen hat sich sehr gut gestaltet. Im Hintergrund steht natürlich das Fachpersonal der Lebenshilfe München.“

Redaktion: „Zwei Bewohnerinnen, Lisa und Sophie, sitzen mit am Tisch. Was sagen sie selbst zur Situation und Entwicklung?“

StudentInnen: „Wir können das nur bestätigen. Unser Verhältnis ist herzlich. Selbst wenn Freunde zu Besuch kommen, sind sie überrascht von unserem guten Miteinander und fragen häufig nach, wie es so ist, das Zusammenleben mit Menschen mit geistiger Behinderung“, erzählen sie lachend. „Es gibt keine Unterschiede. Wir leben zusammen, entscheiden die Dinge gemeinsam und haben viel Spaß miteinander.“

Redaktion: „Was muss man als Bewohner mitbringen“?

StudentInnen: „Man muss offen sein. Aufmerksamkeit ist hier vielleicht der Schlüssel. Aufeinander achthaben, eben in Beziehung leben. Eine angenehme Besonderheit ist dabei die direkte und offene Art von Menschen mit geistiger Behinderung. Da wird häufig nicht lange um eine Sache herum geredet, sondern sie wird unkompliziert und ohne Hintergedanken einfach auf den Punkt gebracht. Das ist aber nicht nachteilig, im Gegenteil. Wir lernen und profitieren davon.“

Redaktion: „Das hört sich gut an. Würden sie erneut in so eine WG einziehen?“

StudentInnen: „Ja, sofort. Leider aber endet in den nächsten Wochen unsere Zeit hier. Das Studium steht vor dem Abschluss und die Reise geht weiter.“

Redaktion: „Für die Lebenshilfe München also ein Erfolgsmodell. Gibt es weitere Projekte in diese Richtung?“

Cindy Kirsch:
„Ja, wir haben bereits die Zusage für ein WG-Projekt in München-Freiham. Hier entsteht ein neues Münchner Vorzeigeprojekt, ein inklusiver Stadtteil. Darüber hinaus plant die Lebenshilfe München weitere Wohngemeinschaften. Das aber ist in München nicht so einfach, denn Wohnraum oder gar ein Haus sind teuer und schwer zu finden.“

Redaktion: Zu dem Interview saßen wir im großen hellen Gemeinschaftsraum der WG zusammen, er hat sich immer mehr zum Lebensmittelpunkt entwickelt. Auch im Untergeschoss gestaltete die WG einen Freizeitraum. Gemeinsame Fernseh- bzw. DVD-Abende stehen hier hoch im Kurs. Mit dem beginnenden Frühjahr ist auch die Terrasse und der Garten wieder ein beliebtes Stück Natur im Herzen von München.

Link: Lesen Sie mehr über die Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München in … unter:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/11/23/eine-inklusive-lebenshilfe-wg-in-obersendling/

Finale im Workshop der Führungskräfte

Finale im Führungskräfteworkshop
der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Ein letztes Mal trafen sich die Führungskräfte der stationären Wohnangebote der Lebenshilfe München im Februar. Die Choaches Andrea Beese und Ruth Reichenbach legten mit dieser Veranstaltung das noch fehlende Stück im Puzzle der Workshop-Reihe. Es gilt die Fähigkeiten der Führungskräfte zu stärken, Signale wahrzunehmen, die eine Belastung vermuten lassen.

Das war der Fokus des Workshops für Führungskräfte bei der Lebenshilfe München und wurde praktisch in Form eines Rollenspiels trainiert. In Zwiegesprächen zwischen Führungskraft und belasteten MitarbeiterInnen tauschte man die Rollen. Häufig ist das Thema Belastung ein sehr sensibles. Niemand fühlt sich wohl dabei einzugestehen, dass es gerade nicht so gut läuft, egal in welchem Lebensbereich. Viele„leiden still“, jene die einer aufmerksamen und emphatischen Führungskraft bedürfen, um gesund durch ein gesamtes Arbeitsleben zu kommen.

  • Hinzusehen; nicht wegsehen oder abwarten
  • Initiative ergreifen; das Gespräch suchen, Konsequenzen ziehen
  • Leitungsfunktionen übernehmen; aktiv sein und handeln
  • Fördern und fordern; etwa die Dienstplangestaltung in einer Phase hoher Belastung, Gespräche führen
  • Experten hinzuzuziehen raten die Coachinnen, wenn Ergebnisse ausbleiben. Das kann von Person zu Person und von Fall zu Fall unterschiedlich sein

Supervisionen im Arbeitsumfeld, persönliche Coaches aber auch Psychologen und Therapeuten können für die betroffene Person der notwendige Steigbügel aus der Belastungssituation sein. Dieses HILFE-Konzept ist einprägsam und soll die notwendigen Handlungsschritte für Führungskräfte leicht greifbar machen..

Das Feedback der TeilnehmerInnen zu der Workshop-Reihe war durchwegs positiv. „Es ist zentral in unserer Arbeit, dass gesundheitsfördernd geführt wird und dass ich als Führungskraft mit dafür verantwortlich bin“, konstatiert eine Teilnehmerin. Ein anderer stellt fest: „Belastung fängt viel früher an als man es sich denkt.“ Übung und Routine in der Wahrnehmung und Bearbeitung von Belastungen von MitarbeiterInnen empfinden alle TeilnehmerInnen als notwendig. „Gruppenleitungen müssen Profis darin sein, über den Tellerrand zu schauen und auch mal die Perspektive zu wechseln.“

Lesen Sie auch unseren Beitrag vom Oktober, der Startschuss für die Workshops bei der Lebenshilfe München:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/10/16/fuehrungskraefte-workshop-zum-gesundheitsmanagement/

Behindertenbeirat stellt 12 Forderungen zur Inklusion in München

Im Rollstuhl: eine ganz andere Perspektive auf ganz alltägliche Situationen. – Fotos: Behindertenbeirat München

Der Behindertenbeirat und der Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt München haben anlässlich der diesjährigen Kommunalwahl zwölf Forderungen zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen aufgestellt, die den Spitzenkandidat*innen der Parteien jetzt überreicht wurden. In seinen Forderungen thematisiert der Behindertenbeirat unter anderem die Barrierefreiheit städtischer Theater, Schwimmbäder und Hotels, die flächendeckende Einrichtung von „Toiletten für Alle“ in München, neue Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderungen und Schulsozialarbeit an allen Schulen.

Neben der Übergabe der Forderungen stand auch ein Sensibilisierungscheck für die Spitzenpolitiker*innen auf dem Programm. Unter fachkundiger Begleitung wurden vier kleine Beispiel-Erlebnisse aus dem Alltag von Menschen mit Behinderungen auf dem Münchner Marienplatz absolviert. So durften die Politiker*innen probieren, im Rollstuhl sitzend einen Kaffee zu kaufen, mit Augenbinde den Weg zur U-Bahn zu finden oder einen Text in leichte Sprache zu übersetzen. Der Behindertenbeirat erhofft sich durch die Sensibilisierung der Kommunalpolitiker*innen eine umfassende Berücksichtigung des Themas Inklusion in der kommenden Legislaturperiode und mahnt die zügige Umsetzung der zwölf Forderungen an.

Blind unterwegs – Orientierungsstreifen sind eine echte Hilfe

Vorstandsvorsitzende Nadja Rackwitz-Ziegler: „München wird inklusiv, das spüren wir auch an dem vor kurzem beschlossenen 2. Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Dennoch sehen wir im Behindertenbeirat täglich, mit welchen Barrieren die Bürger*innen in München noch zu kämpfen haben. Wir fordern die nächste Stadtspitze und den neu gewählten Stadtrat dazu auf, unsere Forderungen konsequent umzusetzen und Inklusion als Thema in das Regierungsprogramm bzw. die Koalitionsvereinbarungen aufzunehmen!“

Die Forderungen wurden persönlich entgegen genommen von Katrin Habenschaden (Grüne), Kristina Frank (CSU), Simone Burger (SPD), Jörg Hoffmann (FDP), Stephanie Dilba (MUT), Johann Altmann (Bayern Partei), Hans-Peter Mehling (Freie Wähler) und Patricia Koller (Die Linke). Persönlich anwesend waren auch Paul Bickelbacher (Grüne), Dagmar Föst-Reich (FDP), Alexandra Gassmann (CSU).

Mit dem Rollstuhl werden kleine Schwellen und enge Türen zu einem Hindernis.

Die zwölf Forderungen wurden in den Facharbeitskreisen und einer extra eingerichteten Arbeitsgruppe des Behindertenbeirats erarbeitet und anschließend von einem Karikaturisten visualisiert. Die gelungenen Zeichnungen sollen mit einem Augenzwinkern auf die Inhalte der Wahlforderungen aufmerksam machen und auf diese Weise bei den Politiker*innen im Gedächtnis hängen bleiben. Die Forderungen vom Behindertenbeirat und mehr Informationen finden Sie unter folgenden Link:

https://www.behindertenbeirat-muenchen.de/578-aktion-zur-kommunalwahl-2020-behindertenbeirat-der-landeshauptstadt-muenchen-uebergibt-forderungen-an-spitzenpolitiker-innen

Integration und Inklusion vorgelebt

Immer mehr junge Menschen finden Gefallen am Ehrenamt.
Viele nutzen das Engagement für eine berufliche Orientierung.
Gina Wimmer wollte 2018 im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD)
bei der Lebenshilfe München Ideen sammeln, „was sie in ihrem Leben gerne
machen möchte.“
Dabei nahm der Wunsch nach einem Lehramt in der Sonderpädagogik immer mehr Kontur an.

Die Unsicherheit war schnell überwunden

Sie hat ihre Zeit bei der Lebenshilfe München nicht bereut. Anfangs war sie unsicher was auf sie zukommt, denn im persönlichen Umfeld kannte sie lediglich einen Cousin mit Trisomie 21. Schnell aber wichen die Unsicherheiten einem unbeschwerten Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung. „Sie machen sich nicht so viel Gedanken über ‚Kleinigkeiten‘, um politische und gesellschaftliche Zusammenhänge, leben sehr stark aus und in dem Moment,“ betont sie. Ebenso fühlte sich Gina Wimmer nie allein gelassen, der Begleitung durch Kollegen und Fachkräfte war sie sich immer sicher.

Gemeinsam auf Reisen gehen

Sommer, Sonne, Strand – und gelegentlich freut man sich auch über den Pool. Betreute Reisen mit der Lebenshilfe München.

Ein deutlicher Beleg ihrer positiven Eindrücke ist ihre Treue zur Lebenshilfe München, denn sie engagiert sich bis heute für den Elternverein, obwohl ihr Studium längst angefangen hat. „Mit dem Lehramts-Studium hat es geklappt, vorerst aber für die Mittelschule“, räumt sie ein. Im Sommer begleitete sie mehrere OBA-Reisen. Spontan übernahm sie eine Italienreise mit drei Betreuern und sechs Teilnehmern. Bei einer zweiten Reise ging es mit 12 Personen nach Kroatien.

Es ist immer anspruchsvoll ein Reiseziel zu finden, dass einerseits ‚Zeit für Urlaub‘ lässt, anderseits aber barrierefrei und nicht ganz entlegen ist. Ausflüge in die nähere Umgebung sollten möglich sein, immer vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit. Gefallen hat es allen, auch Gina Wimmer, die 2020 eine nächste Urlaubsreise gemeinsam mit Menschen mit geistiger Behinderung unternimmt. Diesmal geht es mit 12 Personen zum Mondsee nach Österreich in das schöne Salzkammergut.

Freizeit: Einfach Spaß zusammen haben

Freizeit aktiv mit der OBA der Lebenshilfe München gestalten. Manchmal geht es sogar bis Berlin.

Inzwischen hat Gina Wimmer ihr Studium begonnen, und betreut bei der Lebenshilfe München mit anderen ‚Ehrenamtlern‘ den Sportclub, eine Gruppe aus insgesamt 15 Personen. Darüber hinaus engagiert sie sich im Club Giesing und im Jugendclub der OBA.

Zusätzlich hilft sie beim Familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe in der Ferien- und Samstagsbetreuung. Ihr Abitur hat sie mit dem Leistungsfach Sport abgelegt und ist bis heute sportlich aktiv, etwa beim Schwimmen oder baut mit Fitnesstraining Kondition auf. Bis heute sagt ihr der unvoreingenommene Umgang von Menschen mit Behinderung zu.
„Wir konzentrieren uns ‚auf die Sache‘, tun was für unsere Fitness und Beweglichkeit und haben einfach Spaß zusammen“, erzählt sie.

Eine inklusive Wohngemeinschaft

Ein wichtiges Anliegen ist der jungen Lehramts-Studentin die Einbindung von Menschen mit geistiger Behinderung in den Alltag. „Der Begriff ‚Inklusion‘ ist fast schon abgenutzt. Alle reden darüber, fordern es, und sogar gesetzlich ist es längst verankert. Was aber heißt es im Alltag, wo findet wirklich Begegnung statt? In geschlossenen Einrichtungen und Kreisläufen jedenfalls nicht,“ ereifert sie sich. Selbst steht sie zu ihrem Wort und zieht in den nächsten Monaten in eine inklusive Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München. Vier Studenten leben hier mit sechs Menschen mit geistiger Behinderung zusammen (Siehe Bericht).

https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/11/23/eine-inklusive-lebenshilfe-wg-in-obersendling/

2000 Euro Spende für neue Kletterwand

„Bewegen heißt Leben“ heißt es im Umfeld von Gesundheit und bewusster Lebensweise. Dieser Spruch soll auf den alt-griechischen Philosophen Heraklit zurück gehen. Dass das mit dem Bewegen aber nicht immer so einfach ist, wird häufig erst bemerkt, wenn ein Handicap auftritt. Sich bewegen bedeutet darüber hinaus auch ein Stück Lebensfreude, wir spüren uns, unseren Körper.

Herr Keil von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg überreicht an die Lebenshilfe München eine Spende von 2000 Euro für eine Boulderwand in der HPT-Unterhaching. Geschäftsführer Peter Puhlmann dankt für die Hilfe, während die ersten Kinder die neue Wand bereits ausprobieren.

Kinder loten beim Klettern ihre Grenzen aus und definieren sie neu. Sie erleben Erfolge und das steigert das Selbstwertgefühl. Mitverantwortung für andere gehört dabei ebenso zum Lerneffekt wie das erhebende Gefühl, eine Kletterwand bezwungen zu haben. Freude erleben und Freude zu spüren.

Entsprechend groß war die Freude an der HPTe in Unterhaching über eine hauseigene Boulderwand.
Gesponsert wurde sie von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg sowie von der Firma Truma Gerätetechnik GmbH & Co. KG aus Putzbrunn. Geschäftsführer der Lebenshilfe München, Peter Puhlmann, bekräftigt:
„Beim Klettern trainieren Kinder spielerisch ihre Koordination, probieren und erfahren komplexere Bewegungen. Sie schulen ihr Gleichgewicht und tanken dabei wie selbstverständlich Selbstbewusstsein und erlernen soziale Fähigkeiten.“

Eine lange Boulderwand mit dicker Boden-Matratze steht den Kindern der HPTe der Lebenshilfe München in Unterhaching jetzt zur Verfügung.

Die Einrichtungsleitung der Heilpädagogischen Tagesstätten in Unterhaching freut sich, dass nun alle Kinder an der Boulderwand Erfahrungen und Geschick sammeln können. Sie sind dann gut vorbereitet für inklusive Besuche von Kletterhallen im Raum München. Besuche in inklusiven Kletterkursen sind für die Kinder ein großer Gewinn. Sie können ihre motorischen Fähigkeiten einsetzen und ganz nebenbei erfahren, dass Klettern mit anderen Kindern einfach Freude und Spaß macht.

Foto: Wie ein großes Puzzle liegen die einzelnen Teile der Kletterwand für den Aufbau bereit. Stabile Sperrholzplatten, Griffe, Tritte, Schrauben, Dübel – alles muss seinen Platz finden, bevor das Vergnügen beginnen kann.

Lesen Sie mehr über Spendenprojekte der Lebenshilfe München und wie Sie helfen können:

https://www.lebenshilfe-muenchen.de/spenden-blog/

Tatü, Tata die Lebenshilfe ist da!

Am 25.01.2020 war ein ganz besonderer Tag für die inklusive Wohngemeinschaft (WG) der Lebenshilfe München. In Begleitung vom Wohntraining besuchten wir die ‚Feuerwache 2‘ in Sendling. Da die WG nicht weit von der Feuerwache entfernt ist, trafen wir uns alle bei uns an der WG in der Hermann von Sicherer Straße und starteten gemeinsam los. Alle waren ganz aufgeregt und gespannt darauf, was uns erwarten wird. Wir hatten große Hoffnung in einem echten Feuerwehrfahrzeug zu sitzen oder sogar die Rutsch-Stange ausprobieren zu dürfen.

Feuerwehr mit einer Stunde Sport am Tag

Zu Beginn wurden wir vom anwesenden Schichtleiter durch die Fahrzeughalle geführt, in der am Anfang leider fast keine Einsatzfahrzeuge standen. Der Leiter erklärte uns, dass die Feuerwehrmänner einen Übungseinsatz haben und deswegen mit den Fahrzeugen ausgerückt sind. Also gingen wir zunächst eine Runde durch die Wache. Wir hatten viele Fragen, die uns auch geduldig beantwortet wurden. Besonderes Interesse galt dem Arbeitsalltag eines Feuerwehrmannes. Wir fanden heraus, dass jeder Feuerwehrmann eine Stunde Sport am Tag machen muss. Er darf sich dabei aussuchen welche Sportart er macht.

Anschließend wurden wir in einen Besprechungsraum geführt, in dem wir einen Kurzfilm anschauten. Wir lernten die Bestandteile des Löschzuges, welche Aufgabe die verschiedenen Fahrzeuge haben und die richtige Vorgehensweise einen Notruf abzusetzen.

Auf dem Rückweg zurück in die Fahrzeughalle kamen wir noch an den Rutsch-Stangen vorbei, die begeistert begutachtet wurden. Und tatsächlich dürften wir selbst eine dieser Rutsch-Stangen, mit Hilfe des Schichtleiters, herunterrutschen. Allerdings nur von einer kleinen Leiter aus, da es sonst zu gefährlich gewesen wäre. Ein weiteres Highlight war die eigenständige Benutzung eines Feuerlöschers und eines Feuerwehschlauches. Selbstverständlich durften hierbei ein paar Neckereien unter Mitbewohnern nicht fehlen.

In einem echten Feuerwehrfahrzeug

Gegen 12:00 Uhr kamen die Fahrzeuge zurück zur Wache und auch unsere letzte Hoffnung wurde erfüllt. Jeder durfte sich kurz in das Feuerwehrauto setzen und sich für eine Sekunde wie ein echter Feuerwehrmann fühlen. Es war ein rundum gelungener Vormittag und wir bedanken uns recht herzlich bei der Feuerwache 2 für diese schöne und interessante Führung. Vielleicht klappt es bei einem nächsten Ausflug der Lebenshilfe München in einem echten Feuerwehrfahrzeug zu sitzen.

Cindy Kirsch