Wir fragen und Politiker antworten

Wahl von Landtag und Bezirkstag

In drei Monate, am 14. Oktober, wird in Bayern nicht nur der Landtag, sondern auch der Bezirkstag neu gewählt. Die Lebenshilfe München lädt darum am 21. Juli zu einer Diskussionsrunde ein. Politik heißt: Sie haben die Wahl! Wir fragen – Politiker antworten. In Oberbayern ist der Bezirkstag mit 67 ehrenamtlichen Bezirksräten besonders groß. Neben Kulturpflege, Schulwesen und Naturschutz bringt das Gremium wichtige Prozesse im Gesundheitswesen (Einrichtungen für Psychiatrie, Neurologie und Suchtkranke) und Sozialwesen voran. Vor allem im Sozialwesen geht es um die Unterstützung überörtlicher Träger der Sozialhilfe für Menschen mit Behinderung und ältere Mitbürger. Damit bringen die Bezirksräte auch für die Lebenshilfe München wichtige Prozesse voran.

Leistungen in Anspruch nehmen

Die Lebenshilfe lädt darum zu einem politischen Treffen ein. Politiker und Bezirksräte erzählen von Ihren Zielen und antworten auf Fragen. Für Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen und Betreuer, ist es natürlich wichtig zu wissen, nach welchen Kriterien Leistungen verteilt werden. Es geht also ums Geld, beim Bezirk Oberbayern jährlich um 1,5 Milliarden Euro. Ein anderer Bereich betrifft ‚das Wohnen‘ bei der Lebenshilfe München. Es stehen nicht nur große, kostenaufwändige Modernisierungen an, sondern es braucht auch mehr und gutes Personal in den Wohneinrichtungen, also beim ‚Ambulant betreuten Wohnen‘, in den Wohnheimen und bei den offenen Wohngemeinschaften.

Neue Gesetze und neue Ansprüche

Wo kann der Bezirk hier helfen? Welche Ideen und Vorstellungen wollen die Politiker in den Bezirk einbringen? Hilfe und Begleitung brauchen Menschen mit Behinderung im ganz normalen Alltag. Mit Inkrafttreten des neuen Pflege-Stärkungs-Gesetzes im Jahr 2015 haben jetzt grundsätzlich alle Pflegebedürftigen Anspruch auf Betreuung durch Alltagsbegleiter. Wie aber schaut das konkret aus, vermittelt der Bezirk? In welchem Umfang haben Betroffene Anspruch auf Begleitung im Alltag?

21. Juli bei der Lebenshilfe München

Es verspricht also spannend zu werden am 21. Juli bei der Lebenshilfe München. Politik heißt: Sie haben die Wahl! Wir fragen – Politiker antworten. Ort der Veranstaltung ist der Garten der OBA der Lebenshilfe München in der St.-Quirin-Straße 13a in München. Beginn ist um 17 Uhr und Ende um etwa 20 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Vortragssaal (1. OG) der Lebenshilfe München statt.

Monika Dollinger vom Bayrischen Rundfunk leitet das Gespräch. Für das leibliche Wohl ist mit einer bayrischen Brotzeit, kühle Getränke und tolle Musik gesorgt.

Zur Diskussion stellen sich:

Josef Loy (CSU)
Helga Hügenell (SPD)
Rainer Schneider (Freie Wähler)
Petra Tuttas (Die Grünen)
Gräfin von Barbara Baudissin-Schmidt (FDP)

Weitere Informationen unter:
https://www.lebenshilfe-muenchen.de/veranstaltungen/wir-fragen-politiker-antworten/
Lesen Sie auch:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/02/04/politiker-im-gesprach-mit-der-lebenshilfe-munchen/

Neue Ehrenamts-Vertretung bei der Lebenshilfe München

Die OBA der Lebenshilfe München erreicht mit Ihren Angeboten etwa 500 Menschen in und um München. In den wöchentlichen Clubs, bei den Angeboten aus dem Freizeit- und Bildungsprogramm und auf den Reisen verbringen Menschen mit und ohne Behinderung ihre Freizeit zusammen. Das alles ist möglich durch das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. „Mit unseren begleiteten Reisen sind wohl an die 100 Ehrenamtlichen bei uns aktiv“, erzählt die Sozialpädagogin Monika Barbato.

Viel Organisation und Abstimmung

Die neue Ehrenamtlichen-Vertretung der OBA (von links n. r.): Heike Bloching-Schwarz, Angelika Eisele und Dominik Cappello. Nicht im Bild ist Max Kreutzer

Da ist viel Organisation und Abstimmung gefragt. Deswegen wird bei der OBA der Lebenshilfe München schon lange eine eigene Ehrenamts-Vertretung gewählt, die für fünf Jahre im Amt bleibt. Im Januar waren Neuwahlen und die neuen Vorsitzenden, Heike Bloching-Schwarz, Angelika Eisele, Dominik Cappello und Max Kreutzer kamen zu einem ersten Arbeitstreffen gemeinsam mit den Hauptamtlichen zusammen. Die Ehrenamtlichen-Vertretung ist das Bindeglied zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen.

Ein wichtiges Bindeglied der Lebenshilfe

Sie geben Ideen und Verbesserungsvorschläge aus den Reihen der Ehrenamtlichen weiter und vermitteln bei Problemen. „Manch einer traut sich vielleicht nicht sich direkt an einen Hauptamtlichen zu wenden. Oder jemand unserer Ehrenamtlichen ist im Krankenhaus, oder in anderen Nöten. Da ist es gut, wenn die Kommunikation auch unter unseren Ehrenamtlichen funktioniert, man füreinander da ist“, erklärt Harry Zipf, Leiter der Offenen Dienste bei der Lebenshilfe München.

Die andere Perspektive zeigen

Seit über zwei Jahren sind in der OBA auch Ehrenamtliche mit Behinderung aktiv. Sie leiten im Freizeit- und Bildungsprogramm eigene Angebote und Veranstaltungen. Deswegen ist auch ein Ehrenamtlicher mit Behinderung in die Ehrenamts-Vertretung gewählt worden. Dominik Cappello ist 2010 durch eine Freundin dazu gekommen und hat das Angebot schnell zu schätzen gewusst. Seine Mutter ermutigte ihn, sich mehr einzubringen und sich als ehrenamtlicher Leiter bei der OBA zu engagieren. Jetzt wurde er zum Vertreter gewählt. Dominik möchte vor allem gegenüber anderen Ehrenamtlichen ansprechbar sein. Er möchte, dass es auch den Ehrenamtlichen gut geht.

Dinge anpacken die Spaß machen

Angelika Eisele etwa hat während ihres Studiums in Freiburg zur Lebenshilfe Lörrach gefunden. Als Reise-Begleiterin hat sie erste und intensive Erfahrungen gesammelt und seitdem lässt sie die Begleitung von Menschen mit Behinderung nicht mehr los. Nach ihren Umzug hat sie sich vor drei Jahren gezielt an die Lebenshilfe München gewandt, sie wollte weitermachen. Sie empfiehlt auch anderen Menschen sich ehrenamtlich zu engagieren. Ihr besonderer Tipp dabei: „Suchen sie einen Bereich der Spaß macht. Davon nimmt man selbst auch unglaublich viel mit. Anderen Ehrenamtlichen rate ich darauf zu achten, ob es einem dabei selbst gut geht. Ansonsten stößt man schnell an seine Grenzen.“ Das empfindet Angelika Eisele bei der OBA so positiv. “Wir verbringen gemeinsam Freizeit und unternehmen Dinge, die wir auch selbst gerne machen.“

Neue Ideen vermitteln

Als EAV (Ehrenamts-Vertretung) sieht sich Angelika als Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen, insbesondere für Themen oder Probleme, bei denen man sich ungern an Hauptamtliche wendet. Hier möchte sie vermitteln und helfen Lösungen zu finden. Auch nimmt sie neue Ideen oder Verschläge aus dem Kreis der Ehrenamtlichen auf und trägt sie an die Hauptamtlichen heran.

Lesen Sie auch zum 40-Jährigem OBA-Jubiläum:
Link: https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2018/03/06/40-jahre-oba-gott-sei-dank/

Neue Kleinbusse in Putzbrunn

Im Juni erhielt die Wohneinrichtung der Lebenshilfe München in Putzbrunn einen neuen zweiten Bus. Bei den Mitarbeitern und Bewohnern war die Freude groß. Zur Einweisung des neuen Fahrzeugs mit Hebebühne für Rollstuhlfahrer fanden sich darum auch gleich viele Interessierte aus beiden Häusern ein. Es wurde gefragt und probiert. Natürlich auch die Rollstuhltauglichkeit des neuen VW-Bus. Große Begeisterung fand bei allen die Klimaanlage und auch die komfortable Höhe des Fahrzeuges.

Bereits einige Wochen zuvor wurde ein anderer Bus in Putzbrunn durch einen neuen VW-Bus getauscht. Auch hier fanden Klimaanlage und der große Kofferraum großen Zuspruch. Er wird vor allem für Ausflüge und Einkäufe eingesetzt. Das Fahrverhalten und Komfort konnte hier schon bei diversen Ausflügen der Bewohner während der Urlaubswochen getestet werden.

Wir freuen uns über das neue gute Fahrgefühl und ich wünsche allen Mitarbeitern und Bewohnern allzeit gute Fahrt. Beide Busse sind Neun-Sitzer. Durch Herausnahme der Rückbank bietet er auch Platz für den Rollstuhl, und verfügt dann über sieben Plätze.

Renate Bauer

Ein Sommerfest in Giesing

Heute wird wieder zum Sommerfest nach Giesing eingeladen. Das St.-Quirin-Fest endet
um 22.00 Uhr mit einem Feuerwerk. Getragen wird es von den Organsiationen:
Förderstätte ‚Die Brücke‘, die ‚Lebenshilfe München‘, das Münchner Förderzentrum
und das kirchliche Hilfswerk Regens Wagner.

Barry Werkmeister führt wieder durch das Programm. Unterstützt wird
das Sommerfest durch die Bayerische Polizei, das Rote Kreuz,
vielen Akteuren, Helfern und Spendern. Herzlich Willkommen!

 

Ein Sommerfest in Putzbrunn feiern

Die Wohneinrichtung der Lebenshilfe München in Putzbrunn hat eingeladen und gekommen sind Bewohner, Eltern, Verwandte, Freunde und Mitarbeiter. Sie feierten im großen Garten zwischen den beiden Häusern ein Fest. Mit köstlichem Kuchen, selbst gebacken vor Ort, duftenden Schweinsbraten, gegrillten Würstel und viele gesunde Salate aus den Wohnküchen der Einrichtung bereiteten viele fleißige Helfer ein großes Buffet für das Sommerfest.

Dazu gab es ein buntes Festprogramm: Die aus den verschiedenen Wohngruppen sich findende Tanzgruppe „Heiße Sohlen“ tanzten und animierten alle zum Mitmachen. Die einzelnen Wohngruppen stellten sich vor: mit Gedichten, Liedern und künstlerischen Objekten. Dazu gab es ein Märchenzelt, in dem die Märchentante (was sonst?) Märchen vorlas, an der Spiekerwand konnten Luftballons abgeschossen werden und bei heißen Rhythmen legte so mancher ein Tänzchen ein.

Es gab viel Zeit zum Plaudern, Tratschen, Reden und Diskutieren. Das ist Sommer. Und der Sommer ist ein Fest. Auch Renè Pfeifer, der Bereichsleiter Wohnen von der Lebenshilfe München, bedankte sich über so viel Engagement bei Planung, Organisation und Durchführung des Sommerfestes. Für ihn war die gute Zusammenarbeit ALLER Gruppen in Putzbrunn wichtig und er wünscht sich für die Zukunft noch weitere gemeinsame Projekte. Er ergänzte: „Sie haben Ihre Einrichtung – und somit die Wohnen GmbH und die gesamte Lebenshilfe München – in wirklich professioneller und zugleich empathischer Weise präsentiert, dieses positive Bild gilt es weiter zu tragen und auch im Alltag zu leben.“

Bürger engagieren sich beim Fest im Weißenseepark

Das jährliche Stadtteilbürgerfest in Obergiesing, im Weißenseepark, mit dem klangvollen Titel „Sommer im Park“ schaffte es auch 2018 wieder mit einem vielseitigen Programm viele Besucher zu aktivieren. Pünktlich um 14.00 Uhr waren auch die Regenwolken über München hinweggezogen und die Sonne bahnte sich immer mehr ihren Weg. An einem Dutzend Ständen zeigte Giesing, was es an bürgerschaftlichem Engagement so alles zu bieten hat. Mit dabei auch wieder die Lebenshilfe München, die nur wenige hundert Meter entfernt, in der Sankt-Quirin-Straße ihren Hauptsitz hat, und mit der OBA viele inklusive Programme und Treffen organisiert und begleitet. Der Weißenseepark entwickelt sich immer mehr zu einem sozialen Begegnungsraum für die Anwohner des Viertels.

Die Offenen Dienste
der Lebenshilfe München

Zu den offenen Diensten der Lebenshilfe München zählt der Ambulante Pflegedienst (AD), die Angehörigenberatung, der Familienunterstützende Dienst (FUD), die Ferien- und Samstagsbetreuung, die Offene Behindertenarbeit (OBA) und die Schulbegleitung. Bei der OBA gibt es die Schwerpunkte: Freizeit und Bildung, Reisen und Club-Treffen. Erst letzte Woche wurde wieder das neue Heft – Freizeit erleben, Neues lernen, Freunde treffen – verschickt. Es präsentiert viele Termine, Angebote und Programme für die Freizeit.

Zum Vergrößern der Fotos einfach auf das Foto klicken oder unten auf die Diashow. Fotos: Gerd Spranger

 

Freizeit erleben, Neues lernen, Freunde treffen

Freizeit, Bildung, Begegnung – unter diesem Titel stand das Programmheft der OBA bisher. Die Prüfgruppe Leichte Sprache, eine Kooperation der OBA mit der Lebenshilfe Werkstatt, hatte Verbesserungsvorschläge, die sofort umgesetzt wurden. Deswegen heißt das Heft jetzt: Freizeit erleben, Neues lernen, Freunde treffen – mit vielen Terminen, Angebote und Programmen für die Freizeit.

Das neue OBA-Heft: Freizeit, Neues, Leute

Am Inhalt hat sich nichts geändert, es ist wie immer ein buntes Programm. Konzerte, Wandern, Segeln gehen – der Sommer in München und seinem Umland bietet für jeden etwas. Und ein Wiesnbesuch lässt schon erste herbstliche Gefühle aufkommen.

Das Heft wurde letzte Woche verschickt und die OBA freut uns schon auf die Anmeldungen.

Ein eindrucksvolles Inklusions-Sportfestival

Sport verbindet, Sport macht Spaß und Sport öffnet Perspektiven. Das war am Wochenende eindrucksvoll auf dem Münchner Marienplatz beim ersten Inklusions-Sportfestival zu erleben. Bei Musik, Tanz, Klettern, Tischtennis, Fußball und anderen Sportarten waren es vor allem Menschen mit Behinderung, die ihr Können, ihre Geschicklichkeit und ihre Leidenschaft für Sport demonstrierten. Ein buntes und anregendes Sportfestival im Herzen der Landeshauptstadt, das ‚Lust auf Mehr‘ machte.

Eine prominent besetzte Bühne: mit Stadträtin Gabriele Neff in Vertretung des Oberbürgermeisters Dieter Reiter, Sportreferentin Beatrix Zurek, dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Oswald Utz, Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber und Handballprofi Lucas Krzikalla. Foto: gsp

‚Lust auf Mehr‘ haben die meisten Menschen im sportlichen Bereich. Es ist aber eine Frage der Disziplin und Motivation ‚dabei zu bleiben‘. „Bei der OBA der Lebenshilfe München etwa gibt es eine eigene Sportgruppe mit zehn Mitgliedern“, erzählt Sarah Höhendinger. „Dazu haben wir noch sechs Ehrenamtliche die sich hier sportlich engagieren.“ Auch in der Lebenshilfe-Wohngruppe-West ist man sportlich mit wöchentlichem Training unterwegs.

„Der Schritt hin in die Vereine ist für Menschen mit geistiger Behinderung aber nicht einfach“, erklärt Georg Hohenester von der OBA. „Meist fehlt nach einem langen Arbeitstag die Kraft sich noch einmal aufzuraffen, anderseits ist es auch für die Vereine selbst nicht einfach.“ Schnell steht dabei die Frage nach der Haftung im Vordergrund, wenn ‚mal was passiert‘. „Wer ist verantwortlich, wie ist das spezielle Umfeld für Menschen mit Behinderung, gibt es einen Betreuer, nehmen sie regelmäßig ihre Medikamente?“

Großer Andrang am Infostand der Lebenshilfe München auf de Münchner Marienplatz.

Auch Oswald Utz, Behindertenbeauftragter der Stadt München und selbst im Rollstuhl sitzend, nennt Herausforderungen für den Weg hin zu mehr Sport. „Wie ist etwa der Anschluss an die Öffentlichen Verkehrsmittel, ist er barrierefrei? Wie komme ich im Vereinsheim mit den Treppen klar?“ waren zwei zentrale Fragen an das Publikum. Positive, ermutigende Beispiel aber waren überall auf dem Marienplatz in München zu sehen. Inklusion geht, kann gelingen, wenn alle mitmachen.

Etwa bei der IG Klettern (www.kletternmachspass.de), die mit ihrer Abteilung ‚Gipfelstürmer‘ ganz auf Inklusion und Integration setzt. „Erst vor wenigen Wochen war ich selbst das erste Mal mit einem blinden Menschen an der Wand,“ erzählt eine Mitarbeiterin am Infostand. „Ich war wirklich überrascht, mit wie viel Gefühl und Elan sie die Wand ertastet und nach oben geht. In der freien Natur braucht man Begleitung, denn man muss bei der Richtung helfen, um nicht in einer Sackgasse zu landen.“

Engagement, Ehrenamt und das nötige Stück Begeisterung bringen die Aktiven der Lebenshilfe München mit.

Ansteckend war auch der Eifer, mit dem im Rollstuhl Fußball gespielt wurde, die Tanzeinlagen auf der großen Showbühne, das schnelle Spiel beim Tischtennis oder Simulationen für das Publikum. Etwa mit Gewichten, Brille und Korsett in der Bewegung und Wahrnehmung eingeschränkt zu sein. Oder wie fühlt es sich an, blind über einen Hindernisparcour zu gehen, der verdichtet Alltagssituationen im Leben von blinden Menschen abbildet. Außergewöhnliche Erfahrungen für uns, für die alles so normal und selbstverständlich ist.

 

Dem Kraut beim Wachsen zusehen

Im Sommer beschenkt uns die Natur mit üppigen Grün, man kann dem Kraut fast beim Wachsen zusehen, wie etwa im Krautgarten von Unterhaching. Hier hat auch die HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) der Lebenshilfe München zwei Beete in dem großen Gemeinschaftsgarten. Bei dem von Bündnis 90/ Die Grünen 2016 initiierten Projekt gibt es keine persönliche Parzellen. Alle arbeiten und ernten gemeinsam.

Gemeinsam geht’s auch im Garten leichter

Der ‚Krautgarten‘ wurde von Anfang an vom bürgerschaftlichen Engagement getragen. Zum Mitmachen eingeladen wurde etwa die Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München oder auch Geflüchtete (Asylbewerber), die in der Gemeinde Unterhaching gesellschaftlich unterstützt werden. Gemeinsam mit den Unterhachinger Naturfreunden wirken sie auf diesem Stück Land, das Marie Diepold der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Bereits 2016 fuhr man eine gute Ernte ein, hat die Fläche noch erweitert und die Blumenwiesen mit Bienenstöcken bereichert. Das Konzept geht auf und findet in der Bevölkerung guten Anklang. Durch das gemeinschaftliche Arbeiten etwa ist die regelmäßig Pflege – auch das Bewässern der Felder – sicher gestellt.

Ein Stück Natur erleben

Christiane Keim, Einrichtungsleiterin der HPT in Unterhaching, betont: „Wir unterstützen Eltern dabei, ihren Erziehungsauftrag bestmöglich zu erfüllen. Eine Kooperation wie beim ‚Projekt Krautgarten‘ bringt viele Vorteile mit sich und fördert die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen.“

Die pädagogischen Mitarbeiter der HPT besuchen mit den Kindern ihrer Gruppe abwechselnd den Krautgarten und gehen gemeinsam auf das Feld. Manche Eltern besuchen mit ihren Kindern auch darüber hinaus die Grünanlage, auf der ein kleines Gartenhäuschen mit den nötigen Gerätschaften steht. Für die Kinder und Jugendlichen ist es natürlich ein tolles Erlebnis, den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen und bei der Ernte zu erleben, dass sich jede Mühe gelohnt hat.“

Hier gibt’s mehr Infos zum Krautgarten:
https://www.wochenanzeiger.de/article/205418.html

 

Samstag: Münchner Inklusionssportfestival Marienplatz

Am Samstag, 23. Juni 2018 beginnt um 11:00 Uhr auf dem Münchner Marienplatz das erste Münchner Inklusionssportfestival. „Lernen Sie vielseitige Sportarten kennen, staunen Sie bei den Vorführungen von Yoga, Basketball, Fußball, Handball oder bei den Vorführungen auf der großen Showbühne“, heißt es in der Ankündigung.

Dabei geht es nicht so sehr um ‚Show‘, denn im Blickpunkt steht immer der Mensch selbst. Was Menschen mit Behinderung aber zu leisten in der Lage sind, wird im sportlichen Bereich vor allem bei den Paralympics eindrucksvoll gezeigt. Im täglichen Leben, in der Begegnung von ‚Mensch zu Mensch‘, braucht es keine Spitzenleistungen sondern das ganz normale Maß an Spaß und Freude an der Bewegung, am Sport.

Sport, Spaß und Musik gehen gut zusammen, auch beim ersten Münchner Inklusionssportfestival am Marienplatz

So informieren am Marienplatz viele Vereine über ihre Arbeit, mit der Sie Menschen mit Behinderung begleiten und fördern, auch die Lebenshilfe München ist mit einem Stand vertreten. Workshops vertiefen einzelne Themen und helfen Kontakte zu knüpfen. Nutzen Sie ihren Besuch in München und lassen Sie sich inspirieren und unterhalten von einem vielfältigen, inklusiven Programm, durch das der Radio Arabella Moderator Uli Florl führt.

Das Festival ist vom Referat für Bildung und Sport in Kooperation mit zahlreichen Partnern und Institutionen organisiert. Im Sinne des gesellschaftspolitischen Ziels der Inklusion reiht sich die Veranstaltung in die Festivalserie des Münchner Sports ein. Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderungen präsentieren sich und ihre Sportarten im Herzen der Stadt. Neben Show-Wettkämpfen und Vorführungen geht es vor allem darum, sich zu informieren, auszutauschen, auszuprobieren und eventuell vorhandenen Barrieren abzubauen.

Der Eintritt sowie alle Sportangebote sind frei!

Weitere Infos finden Sie unter:

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Bildung-und-Sport/Sport/sportveranstaltungen/inklusionssportfestival.html

Das Afterwork-Cocktail-Chillout-Concert

In netter Gesellschaft nach der Arbeit einen Cocktail genießen und dazu coole Musik hören – was kann es besseres geben? Die OBA hat am Donnerstag, den 7. Juni dazu in den Garten und auf die Terrasse der OBA eingeladen.

Die Musik kam nicht vom Band sondern von der Band. Es war der erste Auftritt der OBA-Band „The Orchestra Extrange“. Unter diesem Namen haben sich 13 Musikerinnen und Musiker zusammengetan, sie proben seit September 2017 zusammen und haben sich jetzt zum ersten Mal ins Rampenlicht gewagt. Es war eine Vorpremiere, ein ’sich ausprobieren‘, wie es sich anfühlt, vor Publikum zu spielen.

The Orchestra Extrange: eine außergewöhnliche Band

13 Musiker, das ist fast Orchesterstärke, das erklärt den ersten Teil des Namens. Extrange ist eine Wortschöpfung aus extraordinary and strange, was so viel heißt wie: ungewöhnlich und seltsam. Die Instrumentierung ist tatsächlich außergewöhnlich und seltsam. Ein Hackbrett spielt Hard Rock, eine Mundharmonika setzt Akzente.

Die Musiker sind Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Teilnehmer der OBA. Im Vordergrund steht, wie immer bei der OBA, dass Leute mit gleichen Interessen zusammen etwas auf die Beine stellen. 13 Leute stehen auf einer Bühne, die Musik spielt die Hauptrolle, die Behinderungen spielen keine.

Musikraum muss renoviert werden

Aus Spendengeldern wurde ein E-Piano und ein Akustikverstärker angeschafft. Der Musikraum, in dem die Band probt, muss renoviert werden, dafür ist das Geld noch nicht beisammen. Dem Engagement der Bandmitglieder tut das keinen Abbruch.

Zurück zum Chillout-Konzert: Es war eine Zitterpartie, aber nur was das Wetter betraf. Dunkel Wolken und Donnergrummeln in der Ferne können aber eine Rockband nicht aufhalten und so konnte die Band ihr Programm fast bis zum Schluss durchziehen. Eine beeindruckende Playlist war da zu hören: Stücke von weltbekannten Bands wie den Beatles, Santana oder Linkin Park, aber auch Elvis und Bill Hayley. Das zahlreiche Publikum war vom ersten Augenblick begeistert dabei und die Stimmung war bestens.

Der nächste Auftritt kommt bestimmt

Von Lampenfieber war nichts zu spüren, die Band war nach dem Auftritt zufrieden, aber – wie es bei Künstlern halt so ist – auch selbstkritisch: das war ganz okay, aber wir können es noch besser! Denn das war nur der Anfang. Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Auftritt, auf das nächste Afterwork-Cocktail-Chillout-Concert.

Text & Foto: OBA Lebenshilfe München

Wer die OBA-Band unterstützen will, kann das mit einer Spende tun, um das Material und den Proberaum zu optimieren.

Spenden für den OBA-Proberaum bitte an:

Lebenshilfe München
Spendenkonto
HypoVereinsbank München
IBAN: DE 90 700 202 705 800 557 005
SWIFT-BIC: HYVEDEMMXXX

Förderzweck: Musikraum

Mehr Infos unter:
https://www.lebenshilfe-muenchen.de/musikraum-ausstattung/

 

Ein bunter Newsletter der Lebenshilfe

Bunt im Sinne von vielfältig ist der neue Newsletter der Bundesvereinigung der Lebenshilfe gestaltet. Wir haben eine kleine Übersicht zusammengestellt, mit Links zu den jeweiligen Artikeln. Als Aufmacher wird die türkisch-deutsche Initiative „Kendimiz“ vorgestellt, denn, so der Newsletter, „20 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen haben einen Migrationshintergrund.“ Und auch in München ist der Anteil an türkischstämmigen Bewohnern hoch.

Bereits im ersten Jahr des dreijährigen Projektes ist eine türkisch-deutsche Selbsthilfeplattform www.kendimiz.de für Angehörige von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund entstanden. Bei der Entstehung dieser Plattform haben Angehörige mit türkischem Migrationshintergrund, Experten aus der Beratung und Wissenschaftler mitgewirkt.

„Unsere Familien sind einzigartig“ bekennt eine Headline auf der Webseite und bezieht sich klar auf Menschen mit Behinderung, die auf ihrem Lebensweg immer mal wieder auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Ganz in diese Richtung tendiert auch das Bündnis für exlklusives Wohnen, WOHN:SINN. Selbstbestimmtes Wohnen ist ein Menschenrecht – egal ob jemand im Alltag Unterstützung benötigt oder nicht.

Dass Familien öfter Hilfestellungen brauchen, wird beim GeschwisterNetz der Lebenshilfe deutlich. Geschwister von Menschen mit Behinderung erleben häufig, dass sich die Aufmerksamkeit der Eltern mehr hin zu dem Bruder oder der Schwester mit Behinderung verlagert, denn sie brauchen einfach mehr Zuwendung. Oft sind dabei auch die Geschwister mit eingebunden. Die Lebenshilfe will auch ihnen helfen und jetzt hat DATEV die Initiative mit 30.000 Euro unterstützt.

Ob die „Neuen Medien“, die inzwischen auch schon 20 Jahre alt sind, ob Eingliederungshilfe oder Pflegeleistungen, ob Rechtsdienst oder Stadtentwicklung. Der neue Newsletter der Lebenshilfe ist randvoll mit Informationen, Links und guten Tipps.

Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung und bei Menschen mit Down-Syndrom

Siehe die Vorab-Meldung zum Themenabend

Themenabend der Lebenshilfe München war ausgebucht

Menschen mit geistiger Behinderung sehen sich Zeit ihres Lebens vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Dank zahlreicher Erfolge der vergangenen Jahrzehnte in verschiedenen Bereichen, führen sie oft ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben. Umso dramatischer ist, dass eben diese Menschen einem hohen Risiko ausgesetzt sind im fortgeschrittenen Alter, an einer Demenz zu erkranken. Dies gilt insbesondere für Menschen mit einem Down-Syndrom. Durch die Lokalisation eines der wichtigsten Alzheimer-Gene auf Chromosom 21 haben Menschen mit einem Down-Syndrom ein extrem hohes Risiko, früh von einer Alzheimer-Erkrankung betroffen zu sein.

Aufgrund der demografischen Entwicklung werden in Zukunft immer mehr Menschen mit Demenz in Einrichtungen der Behindertenhilfe und auch noch im elterlichen Haushalt – bei den betagten Eltern oder bei Geschwistern – betreut. Wichtig ist eine demenzielle Entwicklung zu erkennen, um eine umfassende klinische Untersuchung anzubieten. Die Lebenshilfe München als große Einrichtung der Behindertenhilfe, stellt sich der Herausforderung, den demenziell erkrankten Menschen und seine Angehörigen kompetent zu begleiten. „Wir müssen lernen, die an Demenz erkrankten Menschen in ihren Veränderungen, Nöten und Sorgen zu verstehen.“

Diagnostik und ärztlicher Rat

Welche Möglichkeiten der Diagnostik gibt es? Bei welcher Symptomatik sollte man fachärztlichen Rat in Anspruch nehmen. Was wird wie diagnostiziert? Warum macht eine frühe Diagnostik Sinn? Welche Besonderheiten und Herausforderungen müssen bei dem genannten Personenkreis berücksichtigt werden.

Zu diesen und weiteren Fragen referierte das Team aus der Spezialambulanz für kognitive Beeinträchtigungen bei Menschen mit Down-Syndrom im Klinikum Großhadern PD Dr. Levin, Dr. Sandra Loosli, Elisabeth Wlasich( Mag.re.nat) und Dr. Georg Nübling.

Auch das Wohn-Umfeld ändert sich

Was ist hilfreich bei der Veränderung des Wohnumfeldes. Geht es noch in der Werkstatt oder braucht es eine Tagesstruktur?  Wie unterstützen wir zur richtigen Zeit mit dem richtigen Angebot? Welche Unterstützungsangebote gibt es in der ambulanten Pflege, wenn der Betroffene noch im elterlichen Haushalt lebt? Diesen Themen widmete sich René Pfeifer (Bereichsleitung Wohnen GmbH Lebenshilfe München) und Christine Wiesenthal-Moser (Leitung Ambulanter Pflegedienst der Lebenshilfe München)

Der Themenabend was sehr gut besucht. Nicht alle Interessierte konnten teilnehmen, da die Veranstaltung schon vor Anmeldeschluss ausgebucht war. Mit Unterstützung des Ärzteteams aus Großhadern erwägt die Lebenshilfe München 2019 eine Wiederholung der Veranstaltung.

Auf diesem Wege nochmals ganz herzlichen Dank an die kompetenten und engagierten Referenten. Es war sehr beeindruckend, dass junge Mediziner, junge Wissenschaftler sich dem Personenkreis der Menschen mit geistiger Behinderung so empathisch und engagiert widmen.

Hierdurch bietet sich eine Chance, dass die gesundheitliche Versorgung dieser Menschen zum Gegenstand der gegenwärtigen und zukünftigen Forschung wird. So können wissenschaftlich anerkannte Standards erstellt werden, die diesem Thema dauerhafte Beachtung zu Teil werden lassen.

Margret Meyer-Brauns
Eltern- / Angehörigenberatung

 

1000 Euro mehr für die Pflege

Das neue Pflegegeld in Bayern. Der Antrag kann über die Webseite heruntergeladen werden: www.landespflegegeld.bayern.de

Im Mai konnte in Bayern erstmals ein Antrag auf das Landespflegegeld gestellt werden. Die Antragsfrist läuft bis zum 31.Dezember 2018. Das Landespflegegeld ist eine Leistung, die zusätzlich für Pflegebedürftige in Bayern gewährt wird. Voraussetzungen dafür ist mindestens ein Pflegegrad 2, der durch den Medizinischen Dienst diagnostiziert worden ist. Die Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben, es gilt eine jährliche Einkommensgrenze von 250.000 Euro.

Das Landespflegegeld wird unabhängig davon geleistet, ob der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim untergebracht ist oder zuhause lebt und versorgt wird. Als staatliche Fürsorgeleistung ist das Landespflegegeld eine nicht steuerpflichtige Einnahme. Ziel des Landespflegegeldes sei es, „die Selbstbestimmung Pflegebedürftiger zu stärken“, sagte Pflegeministerin Melanie Huml (CSU). Diese sollten selbst entscheiden, „ob sie mit dem Geld zum Beispiel Angehörigen oder anderen Menschen, die sie unterstützen, eine materielle Anerkennung zukommen lassen – oder sich damit selbst etwas Gutes tun“, erklärte die Ministerin.

Die Auszahlung des Landespflegegeldes ist nur eine von vielen Aufgaben, die beim neuen Landesamt für Pflege angesiedelt werden, das eine sogenannte Mittelbehörde des bayerischen Gesundheitsministeriums sein wird.

Das Antragsformular bekommt man hier: http://www.landespflegegeld.bayern.de