Pokalerfolg beim Herbstlauf Putzbrunn

Große Freude herrschte beim Laufteam der Lebenshilfe Putzbrunn über den Pokalerfolg beim Herbstlauf

Zum 12. Mal veranstaltete jetzt am Wochenende der Sportverein Putzbrunn einen
‚Lauf in den Herbst‘, der mehrere Kilometer durch den Ort führte. Bürgermeister Edwin Klosterneier übernahm wieder die Schirmherrschaft und mit dabei waren auch wieder die Läufer der Lebenshilfe-Wohnstätte in Putzbrunn. Für die Gesamtleistung des Teams gab es 2017 sogar einen Pokal. Die Freude darüber war groß, auch über die persönliche Urkunde mit der Würdigung der ganz persönlichen Bestzeit.

Neun Bewohner von der Wohnstätte Putzbrunn starteten beim Lauf in den Herbst, sie sind über eine Sportgruppe fest integriert in den Sportverein Putzbrunn. Dazu zählt das wöchentliche Walking-Training mit Frau Stögbauer und so freuten sich alle auf den Lauf über 1,5 Kilometer. Begleitet wurden sie von Georg Bittner, von einer Betreuerin aus Putzbrunn, einer Mutter und einem Bruder einer Bewohnerin. Jeder bewältigte die Strecke in seinem möglichen Tempo und alle waren stolz auf ihre Leistung. Alle wurden dann noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

 

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FASD die geheime Behinderung?

Hier geht es zu unserem ersten Bericht "FASD: eine Mauer des Schweigens"

1. Fortsetzung

Die große unbekannte Störung FASD – Fetale Alkoholspektrumsstörung‘ (fetal alcohol spectrum disorders) – bleibt häufig unerkannt, weil die Diagnose schwierig ist und selbst viele Mediziner FASD nicht erkennen. Zudem führt es leicht zu einer Stigmatisierung, wenn das eigene Kind durch einen Alkoholkonsum der Mutter unter einer Behinderung leiden muss. Und die zwei, drei Gläschen Alkohol während der Schwangerschaft können doch gar nicht so schlimm gewesen sein – oder doch?

Dabei ergibt eine aktuelle GEDA-Studie, dass der mütterliche Alkoholkonsum während der Schwangerschaft in Deutschland hoch ist. Demnach haben 20 Prozent einen moderaten Konsum und ganze acht Prozent bewegen sich im riskanten Spektrum. Die Referentin beim FASD-Fachtag der Lebenshilfe München, Dr. med. Dipl.-Psych. Mirjam Landgraf* setzt sich für eine verbesserte Diagnostik ein. „Sie ermöglicht eine frühe Förderung, geeignete Schul-, Arbeits- und Wohnformen, weniger säkundäre Erkrankungen und eine Entlastung der Eltern und Angehörigen.“ Selbst hat sie eine Leitlinie zur Diagnostik heraus gegeben (Link) und nennt für die Diagnose vier maßgebliche Bereiche: das Wachstum, äußere Merkmale im Gesicht, eine Schädigung des Zentralen Nervensystems (ZNS) und Hinweise auf einen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.

Die Schädigung des ZNS kann sich mehrfach ausdrücken. Durch eine globale Intelligenzminderung, eine signifikante Entwicklungsverzögerung oder deutliche Deffizite in der Sprach-, Fein- und Grobmotorik. Gleiches gilt für die Graphomotorik, was selbst beim kindlichen Zeichnen eines Bildes erkennbar wird. Zudem können die räumlich visuelle Wahrnehmung eingeschränkt sein, die Lern- und Merkfähigkeit sowie exekutive Funktionen. Das meint, in Zusammenhängen zu denken, etwa bei Prozessabläufen, wie das Duschen oder Ankleiden. Dazu gehört es auch die Folgen eines Handelns über die eigentliche Tat hinaus einschätzen zu können. Weitere eingeschränkte Fertigkeiten sind die Rechenfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration sowie soziale Fähigkeiten und Verhalten.

Veerle Moubax

Es ist also ein ganzes Bündel, das zu Einschränkungen bei einem FASD führen kann. Dabei erlauben einzelne Defizite noch keinen Rückschluss und das macht eine Diagnose häufig schwer. Und hier beginnt ein Teufelskreis, merkt Margret Meyer-Brauns von der Angehörigenberatung der Lebenshilfe an. „Ohne eine eindeutige ärztliche Diagnose gibt es kein Geld. Und ohne Geld gibt es keine Förderung des Kindes.“

Veerle Moubax von der Selbsthilfegruppe FASD Deutschland schilderte als betroffene Mutter eines Adoptivkindes sehr anschaulich ihre eigenen Erfahrungen. „Wir sind von den USA nach Deutschland gezogen und wussten damals noch nichts von der Schädigung. Bei der Adoption hieß es, die Entwicklungsverzögerungen würden sich schon geben, das Kind habe eben ein schwieriges Umfeld gehabt. Es wurde aber nichts leichter, im Gegenteil“, erzählt Veerle Moubax. Dazu kamen später noch Zweifel an der eigenen Fähigkeit als Mutter. Und doch war ich in einer Großfamilie aufgewachsen, wusste genau, dass ich es nicht schlecht mache.“ Doch gerade ihr gegenüber reagierte das Kind schnell aggressiv und Situationen eskalierten. „Erst später begriff ich, dass sich das Kind ‚ganz zuhause fühlte‘, sich fallen ließ und all seinem Frust und Stress abließ.“ Das half mir mit der Zeit sehr. Er war nach der Schule einfach am Ende seiner Kräfte, konnte nicht mehr mal was essen, schmiss seine Sachen in die Ecke oder irgendwo auf den Boden, und verschwand eine halbe Stunde im Zimmer, zum Chillen, zum sich Regenerieren.“

Heute könne der Sohn selbst ebenfalls gut mit seiner Einschränkung umgehen. So habe er zu seinem Vorgesetzten in der Arbeit schon häufiger gesagt, dass er eben nicht schneller arbeiten kann. Was bei anderen Menschen eine Ausflucht ist, ist bei ihm eine Tatsache, denn „mein Gehirn kann es nicht,“ fügt er hinzu. Und natürlich ist sein Arbeitgeber über dieses Handicup informiert.

In unserer nächsten Folge lesen Sie mehr über FASD, die ‚Fetale Alkoholspektrumsstörung‘ (fetal alcohol spectrum disorders).

 

Dr. med. Dipl.-Psych. Mirjam Landgraf. Kinder- und Jugendärztin, Diplom-Psychologin. Arbeitsschwerpunkte: Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen, leitet im integrierten Sozialpädiatrischen Zentrum am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München die spezialisierte Ambulanz zu Fetalen Alkoholspektrumstörungen und Toxinexposition in der Schwangerschaft.

Katja im Bundesfreiwilligendienst bei der Lebenshilfe München

Sich sozial zu engagieren ist für Katja V. etwas Selbstverständliches. Schon ab ihrem 13. Lebensjahr betreute sie Konfirmandengruppen der evangelischen Kirche in ihrer Heimatgemeinde. Jetzt, nach dem Abitur aber, sucht sie über ihr soziales Engagement hinaus nach beruflicher Orientierung. Seit Oktober ist sie bei der Lebenshilfe München und hat auch schon viele Erfahrungen gesammelt. „Die Kinder und Jugendlichen bei der Lebenshilfe München sind offener, irgendwie ehrlicher. Sie zeigen sehr unverstellt, was ihnen gefällt oder auch nicht. Sie nehmen einen aber auch in den Arm und sagen, dass es schön ist, dass du da bist. Das tut gut und bereitet Freude.“

Stark bleiben und Freundschaften schließen

Schwer hingegen sei es, so Katja, sich immer zu wiederholen, etwa bei einem Nein zu bleiben oder Regeln einzufordern. „Da können die ganz schön stur sein und man muss Stärke zeigen.“ Sie hilft im FuD (Familienunterstützender Dienst) bei der Betreuung von Kleingruppen, ist zusätzlich zweimal in der Woche bei einem Mädchen zuhause in ihrer Familie, hilft dort mit. „Wir beiden Mädels haben schon gute Freundschaft geschlossen. Es ist schön, helfen zu können und darüber hinaus auch Beziehungen aufzubauen.“

Mit dem FuD Ausflüge an die Isar und in die Stadt

Ein ganz anderer Bereich ist die Ferienbetreuung des FuD bei der Lebenshilfe München. Hier unternehmen die Ehrenamtlichen zusammen mit den Kindern und Jugendlichen mit Behinderung Ausflüge oder verbringen die Zeit in den Räumen der Lebenshilfe. Es sind bis zu zehn Kinder und Jugendliche in einer Gruppe dabei, immer begleitet von einigen Betreuern. Auch Katja war bereits mit unterwegs. In den Ferien geht’s dann vom Treffpunkt in der St.-Quirin-Straße zu den Ausflugszielen. Mal zum Zoo, in ein Museen, zur Isar, in den Wildtierpark, zu Spielplätzen oder ganz einfach mal in die Innenstadt. Zeit haben, Freizeit gestalten und erleben.

Gemeinsam haben wir viel Spaß

„Natürlich gehen wir auf die Ausflugswünsche der Kinder wenn möglich ein. Der Umgang bleibt locker, wir verbringen ja Frei-Zeit mit den Kindern und Jugendlichen, es ist kein Erziehungsauftrag. Gemeinsam haben wir viel Spaß und nutzen die Möglichkeiten für Ausflüge zur Tagesgestaltung“, erzählt Katja. Dabei ist es ein schönes Gefühl, die Kinder und Jugendlichen abends glücklich Ihren Eltern zu übergeben. „Selbst ist man natürlich auch geschafft, es ist aber eine positive Ermüdung.“

Viele Aktionen mit der OBA

Die OBA unternimmt zudem Ausflüge und Urlaubsfahrten für Erwachsene mit geistiger Behinderung. Im November stand eine Bildungsreise nach Berlin auf den Programm. Laufend kleinere Ausflüge zu Weihnachtsmärkten, zu Ausstellungen wie etwa der Galerie im Bezirk Oberbayern (Führung in leichter Sprache), oder zum Boccia spielen im Hofgarten. Das Programm wird ergänzt mit wöchentlichen Treffen, etwa im ‚Dienstags-Club‘ oder bei Treffen von ‚festen Gruppen‘ zum Basteln, Bingo spielen, Film anschauen oder zum gemeinsamen Kochen.

Die berufliche Zukunft ist noch offen

Katja möchte auf alle Fälle bei der Lebenshilfe bleiben, sich hier weiter engagieren. Ob ihre berufliche Zukunft hier liegt, weiß sie noch nicht. Aktuell sieht sie in einem Studium der Sonderpädagogik oder in einer Ausbildung zum Notfall-Sanitäter ihren beruflichen Werdegang. Natürlich bietet ein Studium viele Vorteile, etwa zum Lehramt hin. Doch eine Ausbildung zum Notfallsanitäter ist ebenso spannend. Man absolviert wegen der hohen medizinischen Anforderungen 790 Stunden in der Notaufnahme, Psychiatrie, Pädiatrie und der Gynäkologie einer Klinik, lernt dabei viel kennen und sammelt praktische Erfahrungen.

Wenn kleine Dinge auf einmal groß werden

In den nächsten Monaten ist die junge Frau noch ganz bei der Lebenshilfe München, freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen, den Kollegen und über die herzliche Art von Menschen mit geistiger Behinderung. „Es bringt einen immer wieder auf ‚den Boden der Tatsachen‘ zurück. Es zählen auf einmal kleine Dinge, denen wir im Alltag meist viel zu wenig Beachtung schenken.“

Mehr Inklusion durch ein verbessertes Bundesteilhabegesetz

„Viele Erfolge, aber immer noch Handlungsbedarf“

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde am 1. Dezember in zweiter und dritter Lesung im Bundestag beraten und am 16. Dezember im Bundesrat verabschiedet. Das ist für uns alle ein wichtiger Schritt hin zu mehr Inklusion für Menschen mit Behinderung, ist es doch die Fortschreibung der UN-Behindertenrechtskonvention. Wir, die Lebenshilfe München und die Lebenshilfen in Deutschland, haben uns sehr für Verbesserungen eingesetzt, um im Lebensalltag mehr zu erreichen. Das BTHG tritt in mehreren Schritten in Kraft und bringt Veränderungen in der Eingliederungshilfe sowohl für Menschen mit Behinderung als auch für die Lebenshilfen als Anbieter von Leistungen mit sich.

Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe MÜnchen

Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe MÜnchen

Der Landesverband Lebenshilfe Bayern bietet deshalb Betroffenen, Eltern und Angehörigen aus den Lebenshilfevereinen und Einrichtungen vor Ort die Möglichkeit, sich bei zwei zentralen Veranstaltungen zu informieren. Vom gestuften Ablauf des In-Kraft-Tretens über die systematische Einordnung bis zu den wesentlichen einzelnen Regelungen und deren Rechtsfolgen soll ein Überblick über das BTHG gegeben werden.  Weiterlesen

Bayern-Touristiker bei der Lebenshilfe München

Engagement beim Social-Day – Gemeinsam kreativ sein

Immer mehr mittelständische Unternehmen entdecken für sich den Social-Day, und dabei auch die Lebenshilfe München. Jetzt waren zwölf Damen von der Bayern Tourismus GmbH in Unterhaching an der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) und dem ‚Förderzentrum für geistige Entwicklung‘ aktiv. Die Nachwuchs- und Führungskräfte im Management leisten an diesem Tag keine Arbeit im Büro, sondern ‚krempeln die Ärmel hoch‘ und packen mit an. Aktuell bei einer freundlichen Ausgestaltung der Räumlichkeiten, denn durch einen Umzug im November (siehe Bericht) war es dringend notwendig, diese bunt zu gestalten.

Bayern-Touristiker bei der Lebenshilfe München im Einsatz

Bayern-Touristiker bei der Lebenshilfe München im Einsatz

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Barrierefrei kennen alle

Ein Münchner Kulturführer in einfacher Sprache

Ein Münchner Kulturführer in einfacher Sprache

Barrierefrei kennen alle, doch was heißt das im Alltag, in unserer täglichen Lebenswirklichkeit? Natürlich müssen die öffentlichen Räume, also alle Straßenübergänge, der öffentliche Nahverkehr, Rathäuser, Museen, Restaurants – eben überall dort wo Menschen mit Behinderung Zugang finden sollen – barrierefrei sein. Das ist bis heute leider lange noch nicht der Fall. Selbst auf dem Wohnungsmarkt hat sich die Erkenntnis – trotz steigendem Alter der Bevölkerung – noch nicht wirklich durchgesetzt. Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht!    Weiterlesen

Spenden helfen den Menschen bei der Lebenshilfe München

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Birgit Fleischmann, Peter Puhlmann und ein Bewohner der Lebenshilfe Einrichtung in der St.-Quirin-Straße auf dem neuen Aufzug.

Bei den Spendenprojekten der Lebenshilfe München stand 2015 der Wunsch nach einem Aufzug für die Wohneinrichtung in der St. Quirin-Straße (Giesing) weit oben auf der Liste. Der Wunsch wurde jetzt erfüllt. Die Stiftung für Menschen in Not, „Wir helfen München“, hat die Kosten für den Aufzug von knapp 18.000 Euro übernommen – und so geht es jetzt barrierefrei in den Garten.

Die Initialzündung für dieses große Spendenprojekt für die Lebenshilfe München gab Prof. Dr. Stephan Heller, der im Kuratorium des Elternvereins mitwirkt und immer das Wohl der 1600 betreuten Menschen mit geistiger Behinderung im Blick hat. Häufig stellt sich bei ihnen mit zunehmenden Alter auch noch eine eingeschränkte Beweglichkeit ein, so dass selbst der Garten ‚vor der Haustür‘ nur schwer zu erreichen ist.  Weiterlesen

Infobörse für Familien mit Handicap

Flyer siehe unten zum downloaden .... Flyer siehe unten zum downloaden

T E R M I N ! ! ! Freitag, 10. Juni ab 11 Uhr

infoboerseWir freuen uns auf eine sehr lebendige und bestimmt gelungene Veranstaltung mit mehr als 70 teilnehmenden Organisationen und hoffentlich sehr vielen Besucherinnen und Besuchern.

München, Marienplatz
im Alten Rathaus ab 11.oo Uhr

Hier finden Sie den Flyer zum Download:

Infobörse_flyer

 

Inklusionsprojekt der Lebenshilfe mit Münchner Tierpark Hellabrunn

CHORUS Clean Energy AG und EAGLES Charity Golf Club
spenden ein Elektrofahrzeug

Die Lebenshilfe Werkstatt GmbH beschäftigt seit Mai 2015 eine Außenarbeitsgruppe im Tierpark Hellabrunn. Bis zu 14 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen sorgen für die Sauberkeit der Besucherwege im Tierpark. Jetzt ist dieses Engagement von der „CHORUS Clean Energy AG“ aus Neubiberg bei München unterstützt worden. Das auf den Betrieb von Solar- und Windenergieanlagen spezialisierte Unternehmen hat ein verkehrssicheres Elektrofahrzeug gespendet.

†bergabe Elektromobil an die Lebenshilfe am 21.04.2016 (22.04.2016) im Tierpark Hellabrunn in MŸnchen (Oberbayern). Foto: Marc MŸller / dedimag.de

†Übergabe Elektromobil an die Lebenshilfe am 21.04.2016 (22.04.2016) im Tierpark Hellabrunn in MŸnchen. Foto: Marc MŸller / dedimag.de

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Standards der Unterstützten Kommunikation bei der Lebenshilfe München

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Kommunikation ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Erst durch Kommunikation lernen wir einander kennen und verstehen. Wir sprechen, hören zu und gegebenenfalls verleihen wir ihr mit Modulation und Körpersprache Nachdruck. Kinder sollten sich im Alter von drei bis sechs Jahren bereits gut verständigen können, zumindest soweit es alltägliche Dinge betrifft.

In der Heilpädagogischen Tagesstätte und Vorschule der Lebenshilfe München in Unterhaching ist das anders, diese Kinder können es nicht, sie sprechen nicht und sie scheinen dem Gehörten kaum Beachtung zu schenken. Teilweise haben diese Kinder eine Autismus-Spektrum-Störung, entwickeln sich verzögert oder sind auf andere Weise in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt.   Weiterlesen

Noch wenige Plätze in neuer Wohngemeinschaft der Lebenshilfe München

„Was Menschen mit Behinderung heute leisten ist ganz außerordentlich,“ bekräftigt Christian Kerler von der Lebenshilfe München. „Dazu zählt auch das vermehrt geförderte selbständige Wohnen, wie wir es in der Landsberger Straße anbieten. Die Nachfrage war innerhalb weniger Wochen so groß, dass es jetzt in den bis zu acht Personen starken Wohngemeinschaften nur noch wenige Plätze gibt,“ erklärt Kerler,
Koordinator des Bereichs Wohnen.
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Das Besondere dieser jungen Lebenshilfe Wohngemeinschaft in der Landsberger Straße ist das Miteinander von Menschen mit Behinderung und solchen, die psychisch beeinträchtigt sind. „Wir lassen dabei natürlich niemanden allein. Wir geben Hilfe wo es nötig ist. Das sind in der Regel vier Stunden wöchentlich pro WG-Mitbewohner“, erklärt Daniela Holzmann, Leiterin des ‘Ambulanten Wohnen’.  Weiterlesen

Lebenshilfe München: Grillen mit Auszeichnung

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Von l.n.r.: Monika Barbato mit den ‚ausgezeichneten Ehrenamtlichen‘ Michael Ruoff, Corinna Lidl, Detlev Osterode und Petra-Bianca Koch vom Lebenshilfe-Vorstand.

Ein sommerliches Grillfest feierte die OBA der Lebenshilfe München mit den vielen ehrenamtlichen Helfern. 30 ehrenamtlich Tätige nutzten die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein und die OBA konnte wieder die Auszeichnung der Stadt München – München dankt – verleihen.

Für ihr gesellschaftliches Engagement wurden geehrt:

Corinna Lidl, Detlev Osterode und Michael Ruoff. Die Urkunden hat Petra-Bianca Koch vom Vorstand der Lebenshilfe München überreicht.

In entspannter Atmosphäre genoss man diesen Abend, bis in die Nacht hinein gab es viel Gesprächsstoff und natürlich Heißes vom Grill.

Lesen Sie dazu auch:

Die-stadt-muenchen-und-die-lebenshilfe-wuerdigen-das-ehrenamt/

40 Jahre Frühförderung der Lebenshilfe München

Eine frühe Therapie hilft für das ganze Leben

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Aleksandar Dordevic, Johanna Rumschöttel, Martin Fiegel, Dr. Renate Berger, Klaus Meyer, Peter Puhlmann

(gsp) Nah am Menschen und mitten im Brennpunkt steht die Frühförderung der Lebenshilfe München seit 40 Jahren. Im Brennpunkt, wenn das Kind bereits im siebten oder sechsten Schwangerschaftsmonat zur Welt kommt. Man spricht von einem „Frühchen“, doch hinter dem netten Wort verbergen sich Grenzsituationen, wo es häufig um Leben oder Tod, um Gesundheit oder Behinderung geht. Hier ist sofortige Hilfe nötig und neben einer erstklassigen medizinischen Versorgung auch die Begleitung von Kind und Eltern durch die Frühförderung, etwa durch die Lebenshilfe München. Im Brennpunkt und nah am Menschen aber auch, weil die Frühförderung der Lebenshilfe München direkt ‚ins Haus kommt‘, im häuslichen Umfeld Hilfe leistet.   Weiterlesen

Das Journal L.I.E.S. zeigt Aspekte der Frühförderung

Die aktuelle L.I.E.S.-Heft: Lebenshilfe in Eigener Sache

Früh übt sich – so der Titel des L.I.E.S.- Heftes, in der es um Frühförderung geht. Interessant sind hier vor allem die Veränderungen, die das seit 1974 gesetzlich verankerte System im Laufe der Zeit erfahren hat.

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Während es früher allein um heilpädagogische Maßnahmen für Kinder ging, die eine Behinderung hatten oder die von Behinderung bedroht waren, ist daraus inzwischen eine interdisziplinär besetzte Stelle geworden, die sich zunehmend auch mit sozialpädagogischen Fragen rund um die Familien befasst. Ein besonderer Aspekt innerhalb des Frühförderangebots ist die Sprachentwicklung bzw. -anbahnung bei Kindern. Wir stellen deshalb hier die Sprachtherapie-Methode nach PD Dr. Zvi Penner vor, sowie den persönlichen Erfahrungsbericht einer Mutter, die Gebärden unterstützte Kommunikation (GuK) für ihre Tochter als ideale Sprachanbahnung erlebt hat. Für Eltern jüngerer Kinder mit Behinderung zeigt der unser LIES-Text „Therapieplatz Küche“ wie sich Förderung in den Alltag einbeziehen lässt.   Weiterlesen