Der Einkaufsservice der OBA

Cheddarkäse oder Chester?

Hilfe mit dem Einkaufs-Service von FuD und OBA der Lebenshilfe München

Zum ersten Mal in meinem Leben gehöre ich zu einer Risikogruppe. Ich bin knapp 80, habe einen erheblichen Lungenschaden und bin nach zwei Rücken-OPs auf einen Rollator angewiesen. Vielleicht habe ich noch ein paar gute Jahre, aber wenn Corona mich erwischt, bedeutet das für mich sicher das Aus.

Ich lebe allein. An die Maßgabe: „Bleiben Sie zuhause“ würde ich mich sehr gern halten, aber allmählich leert sich der Kühlschrank. Es fehlt vor allem an Obst und Gemüse. Die Familie im Erdgeschoss hat angeboten, mir etwas mitzubringen, falls ich etwas brauche. Auch (jüngere) FreundInnen haben signalisiert, dass sie für mich Besorgungen machen würden. Doch ich zögere. Ich brauche eine Menge; damit möchte ich die Leute, die sich jetzt zwischen Home Office, Home Schooling und Babysitting aufreiben, nicht belasten. Weiterlesen

Medizinische Versorgung für Erwachsene mit Behinderung

Das Team des MZEB im kbo Isar Amper Klinikum München-Ost (von links): Frau Schmied (Organisation und Planung), Dr. Hummel, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Dr. med. Astrid Peters-Weist, Neurologin und ärztliche Leitung des MZEBs.

Erwachsene Menschen mit Behinderung benötigen eine medizinische Versorgung die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Kinder und Jugendliche mit Behinderung erhalten diese Versorgung bis zum 18.Lebenjahr durch die Sozialpädiatrischen Zentren. Bisher gab es eine große Versorgungslücke in der Versorgung der erwachsenen Menschen mit Behinderung. Die Lebenshilfe München hat bereits vor Jahren mit einer Ganztagesveranstaltung darauf aufmerksam gemacht und immer wieder auf die Schaffung medizinischer Versorgungs-zentren gedrängt. Erst durch den gesetzlich formulierten Anspruch in der UN Konvention (Artikel 25) werden nun zunehmend Zentren geschaffen, die die ambulante medizinische Versorgung sichern. Weiterlesen

Schaurig-Schönes in der HPT Unterhaching

Am Samstag wurde es bei den Kindern der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) der Lebenshilfe München in Unterhaching richtig gruselig. Bei bestem Herbstwetter feierten wir zum ersten Mal Halloween und alle freuten sich schon auf Süsses oder Saueres. Die Kinder brachten viele Leckereien mit wie Geisterkuchen, Spinnenmuffins und Draculabonbons. Sie fanden ihren Platz auf dem großen Buffettisch und es ging richtig los mit dem großen Schmaus.

Das Schönste aber an Halloween ist das Verkleiden, die Kinder lieben es. Sie wickelten sich mit großem Vergnügen in Toilettenpapier zu Mumien-Monstern ein und beklebten sich mit schaurig schönen Tattoos. Ganz Mutige wurden von unseren Erzieherinnen mit gruseligen Spinnen und kleinen Monstern im Gesicht bemalt. Ein seltener Anblick in der HTP Unterhaching.

Beim Apfelfischen wurde es dann aber noch richtig lustig und manch ein Monstergesicht wurde nass und verschmiert. Zum Abschluss genossen alle Kinder noch auf der Terrasse das wunderschöne Wetter und alle waren sich einig: Schade, dass man nur einmal im Jahr Halloween feiern kann. Aber zum Feiern findet sich bei der Lebenshilfe München sicher wieder ein Grund.

Wohngemeinschaft mit Wanders-Lust auf den Wank

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust
Auch die Inklusive-Wohngemeinschaft freut sich

Den goldenen Herbst ausnutzend, machte sich die Inklusive-Wohngemeinschaft (WG) der Lebenshilfe München zu einem langen Tagesausflug auf nach Garmisch-Patenkirchen zu einem Wandertag. Das Wochenende begann mit einem gemeinsamen Frühstück in der WG, und so startete die Gruppe gestärkt in den Tag. Danach packten wir unsere Sachen und vom Hauptbahnhof München ging es samt Rucksack und Ausrüstung mit dem Zug nach Garmisch-Patenkirchen. Die halbe Stunde Zeit vor Zugabfahrt nutzten wir noch zum Kauf von fünf Butterbrezen beim Bäcker als Stärkung für zwischendurch. Allein die Hinfahrt war für uns alle ein Erlebnis, da wir die wunderschöne Aussicht auf die Berge genossen. Weiterlesen

Gastbeitrag: Wahlrecht für alle

Das Wahlrecht ist ein Meilenstein
für Menschen mit Behinderung

Erstmals dürfen 85.000 betreute Menschen mit Behinderung an der Europawahl teilnehmen. Möglich gemacht hat dies ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im April 2019. Dieter Schroll, seit 1991 Geschäftsführer der Lebenshilfe Berchtesgadener Land, bezeichnet dies als einen Meilenstein und setzt es mit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) im Jahre 2008 gleich. Weiterlesen

10 Jahre UN-Behinderten-Rechtskonvention in Deutschland

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Termin-Ankündigung: Dienstag, 26. März
L I C H T I N S T A L L A T I O N
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums wird eine Lichtinstallation auf das Rathaus und die Westseite der Frauenkirche projiziert, die Symbole und Begriffe aus der UN-BRK aufgreifen. Die Lichtinstallation wird zwischen 19 Uhr und 22 Uhr gezeigt, anschließend bleiben Rathaus und Frauenkirche farbig bis 0.30 Uhr beleuchtet . Die Inszenierung wird gefördert und realisiert vom Team Veranstaltungstechnik des Kulturreferats.

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„Ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist immer noch nicht der Normalfall“

Berlin – Am 26. März 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft. Vieles wurde seitdem auf den Weg gebracht, um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Doch auch 2019 ist Deutschland noch keine inklusive Gesellschaft.   Weiterlesen

Stiftung der Lebenshilfe im Stiftungs-Frühling

Der MünchnerStiftungsFrühling bezeichnet sich selbst als eine der wichtigsten Städte-übergreifende Stiftungs-Veranstaltung in Deutschland. Seit Jahrhunderten sind Stiftungen die Basis für eine konstruktive gesellschaftliche Mitgestaltung. Wer stiftet, schafft Möglichkeiten und setzt damit den Keim für neue Wege, für Individualität und Selbstbestimmung, für Zukunft.

Der Münchner-Stiftungs-Frühling (MSF) möchte als Impulsgeber fungieren. Wo überall in München leisten Stiftungen einen Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft? Die Stiftung der Lebenshilfe München ist einer dieser Organisationen und präsentiert sich im Rahmen des Münchner-Stiftungs-Frühling.  Weiterlesen

Termin: Geschwister-Kinder im Focus

Noch Plätze frei: Veranstaltung „Geschwister-Kinder“
am 30. März

In einer Familie den Bedürfnissen aller gerecht zu werden, kann ein Balanceakt sein – besonders, wenn ein Kind eine Behinderung oder chronische Erkrankung hat. Deshalb stehen an dem Infotag die Geschwister im Fokus. ‚Geschwister-Kinder‘ sind jene Kinder, die häufig hinten an stehen wenn es um Zuwendung und Aufmerksamkeit geht, denn ihre Schwester/ ihr Bruder sind eingeschränkt, behindert oder krank. So gilt die Aufmerksamkeit der Eltern dem ’schwachen Glied‘ der Familie – zwangsläufig. Arztbesuche, Therapiestunden, Nachhilfe, besondere Förderung braucht eben ‚jenes andere Kind‘ – und nicht das Geschwister-Kind.  Weiterlesen

Es darf keinen Wahl-Aus-Schluss geben

Aktuell urteilt das Bundesverfassungs-Gericht:

Wahlrechts-Ausschlüsse sind gegen die Verfassung, gegen die Menschenrechte!
Lesen Sie mehr im aktuellen Newsletter der Lebenshilfe. Hier ist der Link:

http://newsletter.lebenshilfe-aktiv.de/weblication/grid5/apps/newsletter

Am 26. Mai ist Europa-Wahl

Jürgen Dusel ist Jurist und von der Bundesregierung beauftragt, sich um die Belange von Menschen mit Behinderung zu kümmern. In dieser Woche war ein großer Artikel von ihm in der Süddeutschen Zeitung zu lesen. Er will, dass sich auch Menschen mit Behinderung an Wahlen beteiligen können. Als nächste Wahl steht am 26. Mai die Europa-Wahl an. In Deutschland werden 96 Menschen für das Europäische Parlament gewählt.

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Ein wunderbares Leben als Autistin

Unser Lese-Tipp:

Denise Linke beschreibt in diesem wunderbaren Artikel wie es ist, etwas zu beschreiben, das man selbst gar nicht kennt. Sie versucht damit eigentlich das für Sie bzw. das für uns Unmögliche zu erklären, in Worte zu fassen. Sie möchte ihr Leben nicht anders haben, hat aber dennoch viel Ausgrenzung und Zurückweisung erfahren.

Sie erklärt aber auch, warum das Wort ‚Grünschnabel‘ für sie selbst so eine wundersame Bedeutung hat oder warum ein Small-Talk für sie gar nicht so einfach ist. Das Wichtigste aber: Sie ist mit sich selbst und ihrem Leben ganz zufrieden.

Lesen Sie mehr von Denise in dem Focus-Artikel (Link) oder bestellen Sie ihr Buch auf Amazon (Link).

Link zum Focus-Artikel:
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/autismus-und-adhs-denise-ueber-ihr-wunderbares-leben-als-autistin_id_10223629.html

Link zu ihrem Buch „Nicht normal, aber das richtig gut“ bei Amazon:
https://www.amazon.de

 

 

Ude gestaltet Abend für die Lebenshilfe

Rechts im Bild Christian Ude und Dr. Gertraud Burkert. Zwei, die sich sehr gut kennen, von 1993 bis 2005 standen sie gemeinsam an der Spitze der Münchner Stadtpolitik. Christian Ude als Oberbürgermeister (bis 2014) und Dr. Gertraud Burkert als zweite Bürgermeisterin. Dr. Gertraud Burkert engagiert sich seit vielen Jahren im Kuratorium der Lebenshilfe München. Foto: Gerd Spranger

Christian Ude, bis 2014 Oberbürgermeister von München, gestaltete am Freitag einen Kabarettabend für die Lebenshilfe München. Eingeladen hatte dazu die Stiftung der Lebenshilfe München und der gesamte Erlös kommt Menschen mit geistiger Behinderung zugute. Ude selbst legt Wert darauf, kein Kabarettist zu sein. „Ich erzähle Geschichten, bin ein Geschichtenerzähler“, erklärt er. Und das macht er gut, unterhielt im vollbesetzten Saal des Wolf Ferrari Haus in Ottobrunn zweit Stunden lang plus Zugabe ein begeistertes Publikum.

Lesen Sie demnächst mehr Geschichten von Christian Ude unter dem Motto „Öha! und andere Geschichten aus dem Leben eines Oberbürgermeisters-

Leben und Wohnen gehören zusammen

Kleine IMPULSE 2. von drei Folgen / Kleine IMPULSE 2

Das direkte Wohnumfeld tägt viel zur Lebensqualität bei

München zählt zu den lebenswertesten Städten in Deutschland und Europa. Nahe den Alpen, links und rechts der Isar mit großen Freiflächen und Parks, sowie die City selbst mit ihren Flaniermeilen prägen das Lebensgefühl, das speziell bayerische Lebensgefühl. München ist aber auch hart umkämpft wenn es um den Wohnungsmarkt und die Mietpreise geht. Kaum erschwinglich und immer teuer, wie viele Münchner aus eigener leidvollen Erfahrung heraus wissen.

Leben und wohnen gehören zusammen und speziell für Menschen mit Behinderung ergeben sich damit noch ganz andere Herausforderungen. Auch das wird in dem neuen Münchner Familienbericht deutlich, aus dem wir in loser Folge berichten. Den Link dazu finden Sie am Ende des Beitrages.   Weiterlesen

Pokalerfolg beim Herbstlauf Putzbrunn

Große Freude herrschte beim Laufteam der Lebenshilfe Putzbrunn über den Pokalerfolg beim Herbstlauf

Zum 12. Mal veranstaltete jetzt am Wochenende der Sportverein Putzbrunn einen
‚Lauf in den Herbst‘, der mehrere Kilometer durch den Ort führte. Bürgermeister Edwin Klosterneier übernahm wieder die Schirmherrschaft und mit dabei waren auch wieder die Läufer der Lebenshilfe-Wohnstätte in Putzbrunn. Für die Gesamtleistung des Teams gab es 2017 sogar einen Pokal. Die Freude darüber war groß, auch über die persönliche Urkunde mit der Würdigung der ganz persönlichen Bestzeit.

Neun Bewohner von der Wohnstätte Putzbrunn starteten beim Lauf in den Herbst, sie sind über eine Sportgruppe fest integriert in den Sportverein Putzbrunn. Dazu zählt das wöchentliche Walking-Training mit Frau Stögbauer und so freuten sich alle auf den Lauf über 1,5 Kilometer. Begleitet wurden sie von Georg Bittner, von einer Betreuerin aus Putzbrunn, einer Mutter und einem Bruder einer Bewohnerin. Jeder bewältigte die Strecke in seinem möglichen Tempo und alle waren stolz auf ihre Leistung. Alle wurden dann noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

 

FASD die geheime Behinderung?

Hier geht es zu unserem ersten Bericht "FASD: eine Mauer des Schweigens"

1. Fortsetzung

Die große unbekannte Störung FASD – Fetale Alkoholspektrumsstörung‘ (fetal alcohol spectrum disorders) – bleibt häufig unerkannt, weil die Diagnose schwierig ist und selbst viele Mediziner FASD nicht erkennen. Zudem führt es leicht zu einer Stigmatisierung, wenn das eigene Kind durch einen Alkoholkonsum der Mutter unter einer Behinderung leiden muss. Und die zwei, drei Gläschen Alkohol während der Schwangerschaft können doch gar nicht so schlimm gewesen sein – oder doch?

Dabei ergibt eine aktuelle GEDA-Studie, dass der mütterliche Alkoholkonsum während der Schwangerschaft in Deutschland hoch ist. Demnach haben 20 Prozent einen moderaten Konsum und ganze acht Prozent bewegen sich im riskanten Spektrum. Die Referentin beim FASD-Fachtag der Lebenshilfe München, Dr. med. Dipl.-Psych. Mirjam Landgraf* setzt sich für eine verbesserte Diagnostik ein. „Sie ermöglicht eine frühe Förderung, geeignete Schul-, Arbeits- und Wohnformen, weniger säkundäre Erkrankungen und eine Entlastung der Eltern und Angehörigen.“ Selbst hat sie eine Leitlinie zur Diagnostik heraus gegeben (Link) und nennt für die Diagnose vier maßgebliche Bereiche: das Wachstum, äußere Merkmale im Gesicht, eine Schädigung des Zentralen Nervensystems (ZNS) und Hinweise auf einen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.   Weiterlesen