Was macht die OBA in der Corona-Zeit?

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Einschränkungen haben die ganze Gesellschaft getroffen. Und damit auch die OBA der Lebenshilfe München. Von einen Tag auf den anderen mussten alle Angebote im Freizeit- und Bildungsbereich abgesagt werden. Ziemlich schnell wurde auch klar: die Reisesaison 2020 wird ausfallen. Damit standen die OBA-Mitarbeiter*innen plötzlich vor ungewohnten, unerfreulichen Aufgaben: Stornierungsbedingungen studieren und schweren Herzens Absagebriefe an die Reiseteilnehmer*innen schicken. Aber die OBA hat schnell umgeschaltet auf einen neuen Modus. Im Mittelpunkt stand immer die Überlegung: wie können wir Kontakt halten zu unseren Kunden, die jetzt ohne Schule und Arbeit zu Hause bei ihren Angehörigen oder in ihren Wohngruppen sind?

Die Hauptamtlichen der OBA haben viel telefoniert, mit den Teilnehmer*innen und den Angehörigen. Dabei wurden Probleme und Ängste in Bezug auf die Corona-Krise besprochen, aber es wurde auch viel geratscht und gelacht. Mit den engagierten Ehrenamtlichen wurde ein Einkaufsservice für Familien mit Risikopatienten eingerichtet.

„Das Leben ist voller Geschichten!“, natürlich auch bei der OBA der Lebenshilfe München. Und weil gerade „nix lost ist in der OBA“, wenden sich die Mitarbeiter der Offenen Behindertenarbeit mit zwei Heften an die ‚Daheim·Gebliebenen‘.

Als klar wurde, dass auch im 3. Quartal noch kein blaues Heft mit Freizeitangeboten erscheinen kann, entstand die Idee mit einer Zeitung aus der OBA für Abwechslung und Unterhaltung zu sorgen. Alle Ehrenamtlichen und Teilnehmer*innen waren aufgerufen Beiträge zu schicken und zu erzählen, wie es ihnen in dieser Zeit geht. Man konnte auch Grüße an Freund*innen aus der OBA senden. Die vielen wunderbaren Einsendungen haben die Hauptamtlichen zu einer Zeitung zusammengestellt, die unter dem Titel OBA-Daheim im Mai erstmals verschickt wurde. Außer den Beiträgen der Leser*innen gab es lustige Rätsel, ein Quiz und Interessantes aus aller Welt. Das Thema Corona erschien nur am Rande, der Schwerpunkt der Zeitung lag auf unbeschwerter Unterhaltung.

Die Reaktionen waren so begeistert und die neuen Einsendungen so zahlreich, dass die zweite Ausgabe schon Ende Juni folgen konnte.

Das schön gedruckte OBA-Heft lädt zum Mitmachen ein. Damit keine Langeweile aufkommt, gibt es was zum Rätseln. Etwa wer von den Mitarbeiter*innen sich hinter diesen Kinderfotos verbirgt.

Erste Angebote wie Radeln
und Spazierengehen laufen wieder

Parallel zu der neuen Aufgabe als Zeitungsredaktion und dem telefonischen Kontakt zu den Kunden tastet sich seit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen auch die OBA zurück zu einer „neuen Normalität“. In Kleingruppen an der frischen Luft machen wir erste Angebote wie Radeln oder Spazierengehen. Vorsichtig optimistisch gehen wir im Moment an die Planung des 4. Quartals. Das Planen ist schwieriger geworden. Die Fragen: „Was wünschen sich unsere Kunden? Was geht? Was ist vernünftig?“ begleiten alle Überlegungen.

Aus den vielen Telefonaten, Mails und Briefen wissen wir, wie wichtig die OBA für die Menschen mit Behinderung ist. Austausch, Kontakt, Trubel – das macht die OBA aus und darauf freuen wir uns schon wieder sehr, aber auch in der Zeit bis dahin werden wir mit Kreativität und neuen Ideen für unsere Kunden da sein.

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