Gelungene Modernisierung der Hauptwerkstatt der Lebenshilfe Werkstatt

Am 29. November 2019 eröffnete nach zweijähriger Modernisierungszeit wieder die Hauptwerkstatt der Lebenshilfe-Werkstatt in der Scharnitzstraße. Nach über 40 Jahren Nutzung war das Werkstattgebäude in die Jahre gekommen. Infrastruktur, Elektrik und Leitungen entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Als zertifizierter Zulieferer der Automobilindustrie muss die Lebenshilfe Werkstatt den Ansprüchen der Kunden an moderne Produktionsumgebungen Rechnung tragen. Wichtig war auch der Erhalt des Standorts mitten im Sozialraum von München-Sendling.

20 Millionen Investition und viele Förderer

Die Band KREATIV LABOR der Stiftung Pfennigparade begleitete den Festakt musikalisch. – Fotos: Marc Müller

Bei einer Gesamtinvestition von 20 Millionen Euro (Brutto), wäre es ohne Fördergelder nicht gegangen. Vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, dem Hauptförderer, mit einer Zuwendung von 8,4 Mill. Euro bedacht, ergänzt durch Zuschüsse vom Bezirk Oberbayern, der Bundesagentur für Arbeit, der Bayerischen Landesstiftung, der Aktion Mensch und der Heidehof Stiftung konnte am 21. August 2017 der Baubeginn erfolgen. In dieser Zeit wurden alle Werkstätten sowie die Verwaltung in Provisorien ausgelagert.

Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer: „Werkstätten ermöglichen Menschen mit Behinderung eine an ihren individuellen Stärken und Fähigkeiten orientierte berufliche Bildung und Beschäftigung. Wir brauchen die Werkstätten für diejenigen, denen der allgemeine Arbeitsmarkt bisher keine Chancen bietet. Und auch Menschen mit schwerster Behinderung, die selbst den Anforderungen einer Werkstatt nicht gewachsen sind, sollen Zugang zu dem Lebensbereich „Arbeit“ im weitesten Sinne haben.

Stärken und Fähigkeiten fördern –
Berufliche Bildung und Beschäftigung

Daher hat sich Bayern immer klar für den Erhalt der Werkstätten und auch der Förderstätten stark gemacht. Wir wollen sie weiterhin bedarfsgerecht unterstützen, aber auch im Sinne der Inklusion weiterentwickeln. Es freut mich sehr, dass wir auch das umfangreiche Projekt der Lebenshilfe Werkstatt München GmbH fördern und damit zur Schaffung zeitgemäßer Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung und dringend benötigter Förderstättenplätze in München beitragen können.“

Auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer war es wichtig, eine bedarfsgerechte Arbeitsumgebung finanziell zu unterstützen. Geschäftsführer Andreas Jehn freut sich über die vielen Gäste und die jetzt endlich abgeschlossene Modernisierung der Lebenshilfe-Werkstatt München.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Ziel der Baumaßnahmen war es u.a. zusätzlichen Raum für eine Förderstätte zu schaffen und dabei auch die Verwaltung und das Projektmanagement in das Gebäude zu integrieren. 1.268 m² zusätzlicher Raum entstand durch substantielle Vergrößerung des zweiten Obergeschosses. Gleichzeitig erfolgten die energetische Sanierung sowie die Anpassung des technischen Standards und des Brandschutzes an aktuell gültige Vorschriften. Es entstanden gut strukturierte Räume, die den Menschen im Mittelpunkt haben, aber trotzdem die Basis für eine zeitgemäße Produktionsumgebung bieten.

Zukunft inklusiv gestalten – Partner von Industrie und Handwerk

Andrea Siemen, Vorsitzende des Vorstandes der Lebenshilfe München, gratulierte ebenfalls zu Modernisierung und Ausbau der Lebenshilfe-Werkstatt.

Die ausführenden Architekten BKS & Partner erarbeiteten auch ein völlig neues Fluchtwegkonzept. Trotz aufwändiger Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen wurde der Kosten- und Zeitplan eingehalten. Am Festakt zur Wiedereröffnung nahmen die Mitarbeiter mit Behinderung sowie das Personal der Hauptwerkstatt und viele Ehrengäste teil. Gelobt wurden die lichten und hellen Werkstatträume, die Erschließung der Förderstätte über einen Außenaufzug, die Verlegung des Casinos in das zweite Obergeschoss mit Dachterrasse, die Trennung des Personenverkehrs vom Lieferverkehr und vieles mehr. Am 19. August 2019 nahm die Werkstatt nach zweijähriger Bauzeit, ihren Hauptstandort wieder in Betrieb.

Informationen zur Lebenshilfe Werkstatt GmbH

Seit über 40 Jahren unterstützt die Lebenshilfe Werkstatt GmbH 600 Menschen mit und ohne Behinderung bei der Eingliederung und Teilhabe am Arbeitsleben. Aufträge hierfür werden in der freien Wirtschaft akquiriert. 1972 gegründet, hat sich die Lebenshilfe Werkstatt GmbH zu einem leistungsstarken Produktions- und Dienstleistungsunternehmen entwickelt.

Zahlen zur Lebenshilfe-Werkstatt in der Scharnitzstraße:

Die Hauptwerkstatt bietet 300 Menschen mit vorwiegend geistiger Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben. 30 Personen werden im Berufsbildungsbereich auf einen Arbeitsbereich oder den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Die neu geschaffene Förderstätte kann 24 schwerst- und mehrfach geistig und/oder körperlich behinderte Erwachsene aufnehmen, die im alltäglichen Leben umfassende Begleitung und Hilfestellung benötigen. Darüber hinaus finden Verwaltung, Projektmanagement, Sozialpädagogische Fachdienste und das Casino Platz in der modernisierten Hauptwerkstatt.

Pressekontakt: Lebenshilfe Werkstatt GmbH:

Gabriele Engel-Rehsöft
E-Mail: presse@lhw-muc.de
http://www.lhw-muc.de

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Ein Kommentar zu “Gelungene Modernisierung der Hauptwerkstatt der Lebenshilfe Werkstatt

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