Weihnachten auf leisen Sohlen mit Steelcase

Unbekannte Eindringlinge in Vortragssaal
der Lebenshilfe München in der St.-Quirin-Straße

Am 12.12.2019 fuhr nach Abenddämmerung ein dunkler VW-Bus vor den Wohngruppen der St.-Quirin-Straße mit beinahe unbekannten Personen vor. Die drei Insassen leerten in Windeseile das Fahrzeug und brachten den Inhalt ungesehen über den Aufzug in den großen Veranstaltungssaal der Lebenshilfe München. Leise wurden Pakete auf zwei großen Tischen im weihnachtlich geschmückten Saal angerichtet.

Nach dem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, wurde die erste der drei Wohngruppen in den Saal gebeten. Die BewohnerInnen wussten nicht, was passiert und blickten fragend in die Gesichter der Mitarbeiterinnen der Firma Steelcase, René Pfeifer dem Bereichsleiter Wohnen und Florian Mauch dem Einrichtungsleiter der Wohngruppen St.-Quirin-Straße. Lange mussten sie aber nicht im Dunklen tappen. Die MitarbeiterInnen von Steelcase stellten sich vor und schüttelten Hände. Gleich darauf wurden die mitgebrachten Geschenke verteilt. Jeder BewohnerIn wurde in den vergangenen sechs Wochen von den MitarbeiterInnen ein Wunsch entlockt, der schon längere Zeit unerfüllt geblieben ist. Diese Geheiminformationen wurden dann weitergereicht an Frau Dobler von Steelcase. Für keinen der 30 BewohnerInnen der drei Wohngruppen wurden Kosten und Mühen gescheut.

Dementsprechend bunt war dann auch das Ergebnis: hochwertige Mahlstifte inklusive Malblöcken in unterschiedlichen Größen, Rosamunde Pilcher-DVD-Bände, Rasierapparate, Ventilatoren, Schmuck, Parfümerie-Gutscheine, FC Bayern-Trikots, Drohnen, Bademäntel und vieles vieles mehr für Lebenshilfe Wohnen.

Es war ein herrliches Bild, wie die BewohnerInnen der Lebenshilfe München bei Glühwein und Weihnachtsgebäck die persönlichen Geschenke, die zum Teil auch noch mit persönlich an sie gerichteten Karten und Briefen versehen waren, entgegennahmen. Viele BewohnerInnen wagten sich nur ganz vorsichtig ans Auspacken, einige wollten schneller an den Inhalt.

Eins vereinte aber die Hastigen und die Bedachten. Sie waren alle gerührt von den Geschenken, den lieben Worten und der Herzlichkeit der drei MitarbeiterInnen von Steelcase, die mehrfach betonten, dass nicht sie dies alles zu verantworten haben, sondern dass sehr viele KollegInnen von Steelcase die Geschenke gekauft haben, sie also nur die Überbringer wären. Nichtsdestotrotz wurden sie geherzt und gedrückt von BewohnerInnen, die zum Teil den Tränen nicht mehr nur nah waren.

Auch am nächsten Tag kamen viele der Beschenkten, Menschen mit geistiger Behinderung,  zu Florian Mauch und bedankten sich aufrichtig und herzlich für den schönen Abend und die wundervollen Geschenke. Auch für ihn als Organisator war es ein einmaliges und sehr schönes Erlebnis, der Besuch bei der Lebenshilfe Wohnen und der enge Kontakt hin zu Menschen mit geistiger Behinderung.

Summa summarum war der Abend ein irrsinniger Erfolg, der einen trotz aller Hektik in der „staaden Zeit“ ankommen lässt. Da wird’s einem auch ohne Glühwein warm ums Herz.

 

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