Neues zum Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Zum zweiten Mal trafen sich alle GruppenleiterInnen und EinrichtungsleiterInnen der stationären Wohnangebote der Lebenshilfe München Wohnen GmbH zu einem Führungskräfte-Workshop. Die Führungskräfte wurden wieder von Frau Beese und Frau Reichenbach im Auftrag der BGW begleitet. Thema des Workshops war dieses Mal unter anderem die Führungssituation in Sandwichpositionen.

Sowohl Gruppenleitungen als auch Einrichtungsleitungen haben die Aufgabe, gegebene Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel sich ändernde Gesetzgebung, Entwicklungen in der pädagogischen Arbeit, Vorgaben des Trägers, etc. in die operative Umsetzung zu bringen. Nicht immer sind diese Veränderungen bei den MitarbeiterInnen beliebt. Die Aufgaben sind Mehrdimensional und eine Aufzählung würde den digitalen Rahmen dieses Artikels vermutlich sprengen. Betrachtet man aber nur die vielen verschiedenen Anspruchsgruppen in unserer Branche, wird klar, dass man mit vielen Aufgaben gleichzeitig jonglieren muss.

„Alle wollen ‚ein Wörtchen‘ mitreden“

BewohnerInnen haben den berechtigten Anspruch, eine optimale personenzentrierte Förderung zu genießen. Angehörige wollen in der Regel – ebenfalls zu Recht – ein Wörtchen mitreden. MitarbeiterInnen wünschen sich faire und ausgewogene Dienstpläne, die mit ihrem Privatleben vereinbar sind. Die Geschäftsführung fordert qualitativ hochwertige Arbeit im Rahmen der vom Kostenträger refinanzierten Arbeitsstunden.

Die Belastung die dabei entsteht, wurde im Workshop von den Coachinnen spürbar gemacht. Alle TeilnehmerInnen haben sich in einem Kreis aufgestellt. Es wurde zunächst ein Ball in die Runde gegeben, der im Zickzack von TeilnehmerIn zu TeilnehmerIn geworfen wurde. Der Weg musste bei jeder Runde gleich eingehalten werden. Als nächstes noch ein weiterer Ball dazu, selber Weg. Dann noch ein Telefon – freundlich den imaginären Anrufer vertrösten und an den Nachbarn im Stehkreis weiterreichen. Ball fangen, Ball werfen, Telefon, dann noch ein Luftballon in der Mitte des Kreises, der den Boden nicht berühren darf. Ball fangen, Luftballon hochhalten, Telefon werfen… Zum Glück ist es soweit nicht gekommen.

Kollegiale Beratung ein Weg

Der Effekt der Belastung wurde schnell deutlich. Nach gut strukturiertem fachlichem Input zum Umgang mit hoher Arbeitsbelastung wurde am Ende des gemeinsamen Tages noch das Instrument der kollegialen Beratung zunächst erläutert und dann in der Praxis getestet. Hierbei wurde erlernt, wie man gemeinsam mit KollegInnen Lösungswege für komplexe Problemsituationen möglichst strukturiert und in kurzer Zeit erarbeiten kann.

Das Fazit der TeilnehmerInnen zum zweiten von drei Teilen des Workshops war erneut sehr positiv. Alle freuen sich auf den dritten und letzten Workshop im Januar. Bleiben auch Sie gespannt.

Florian Mauch

Abbildung:

Berufsgenossenschaft für den Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) 2017:
Seminar Unterlagen „Gesund und motivierend führen – Wie Führungskräfte ihr Team und sich stärken“

Hier geht’s zu unserem ersten Workshop:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2019/10/16/fuehrungskraefte-workshop-zum-gesundheitsmanagement/

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