Hilfe und Selbstreflexion am Arbeitsplatz

Eine Analyse der Arbeitssituation (Asita) ist Teil
des Gesundheitsmanagement bei der Lebenshilfe München Wohnen GmbH

Ein Seminar für Führungskräfte der stationären Wohnformen der Lebenshilfe München beschäftigte sich zuletzt mit den Herausforderungen und Chancen von gesundheitsfördernder Führung. Das betraf die Führungskraft selbst, ebenso aber die unterstellten Teams. Das nächste Seminar galt jetzt den MitarbeiterInnen des Ambulant betreuten Wohnens. Coachin Andrea Beese von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), führte mit ihnen eine Arbeitssituations-Analyse (Asita) durch.

Sechs Stunden verbrachten die Teilnehmer zusammen und nutzen die gebotene Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Analyse ihrer besonderen Arbeitssituation. Anders als im stationären Wohnen sind die MitarbeiterInnen in der Regel als ‚Einzelgänger‘ bei den Klienten und müssen sich selbst organisieren. Sie planen ihre Arbeitswoche gemeinsam mit den einzelnen Klienten, für die sie zuständig sind. In vielen Fällen sind dies Termine am Nachmittag und Abend, wenn die Klienten von ihren Arbeitsplätzen in ihre Wohnungen zurückkehren. Sicherlich bringt der Job mehr Freiheit in der Gestaltung der Arbeitszeit mit sich, doch birgt er dadurch auch Herausforderungen, mit denen Mitarbeitende im stationären Bereich nicht konfrontiert werden.

Ressourcen und Perspektiven erarbeiten

Innerhalb der Arbeitssituations-Analyse werden von den MitarbeiterInnen die Beanspruchungen analysiert. Ideen zur Optimierung der Arbeitssituation finden und diskutieren die TeilnehmerInnen selbst. Zunächst analisiert man die Ressourcen um Perspektiven zu erarbeiten. Die Asita erfolgt hierarchiefrei, um maximale Freiheit im Denken der MitarbeiterInnen zu fördern.

Das Feedback der Mitarbeitenden der Lebenshilfe München war durchwegs positiv. Sie waren erfreut über den strukturierten Ablauf des von Andrea Beese gestalteten Tages und profitierten von der umfangreichen Möglichkeit zur Reflexion ihrer Arbeitssituation. Dass der Arbeitgeber ihnen diese wertvolle Zeit zur Verfügung stellt, wurde als Zeichen der Wertschätzung wahrgenommen. Schon alleine der gemeinsame Austausch wurde als gewinnbringend beurteilt, da im Berufsalltag außerhalb eines wöchentlichen Teams nur wenig Raum besteht. Das Klima in ihrem Team und die dadurch entstandene vertrauensvolle Situation innerhalb der Arbeitssituations-Analyse haben sich sehr positiv auf das subjektive Erlebnis der Teilnehmenden ausgewirkt. Ende Oktober trifft sich die Runde zum zweiten Termin der Asita.

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