Florian der Thailandflieger

Unter seinen Freunden trägt er den Spitznamen ‚Der Thailandflieger‘.
Für sie ist eine so weite Flug- und Urlaubsreise etwas ganz Besonderes.
Florian und viele seiner Freunde nämlich sind Menschen mit geistiger Behinderung.
Sie brauchen Unterstützung durch einen Angehörigen oder einen Reisebegleiter.
Bei Florian ist es sein Vater, der ihn seit vielen Jahren mit nach Thailand nimmt.

Dieses Jahr waren sie mit der Eisenbahn, einer kleinen ‚Tschuk-Tschuk‘, unterwegs. Die Züge in Thailand werden von alten Dieselloks gezogen und fahren in einem eher gemächlichen Tempo. Für Florian eine ideale Reiseform, denn er liebt die Eisenbahn. Sein selbst gedrehter Videofilm hat so auch weniger die Landschaft, als den Zug selbst, das Rattern auf den Schienen und sonstige typische Zuggeräusche zum Inhalt. Und Insider schwören; „hier bekommt ihr das wirkliche Thailand geboten.“ Unterwegs steigen ‚fliegende Händler‘ zu und man bekommt allerlei Waren angeboten und gutes Essen.

Die alten Dieselloks lassen die Herzen von Eisenbahnfans höher Schlagen. Der Link zum Foto und viele Reisetipps: www.thailandsun.com/thailand-infos

Für ihn, der in einer Wohngruppe der Lebenshilfe München lebt, sind die zwei Wochen mit seinem Vater ein echter Höhepunkt im Jahr. Zudem sind sie mit einem außergewöhnlichen Urlaub in einem fremden Land mit fremder Kultur verbunden. Florian ist neugierig, nimmt alle Eindrücke mit großem Interesse auf. Bei dem Rückflug kam es diesmal ganz anders. Der Vater von Florian war für den Rückflug nämlich verhindert und die sonst mitfliegende Reisebegleitung war dieses Jahr nicht mit dabei. Für Florian begann damit das große Abenteuer den elfstündigen Rückflug ganz alleine zu bewältigen.

„Für Menschen mit geistiger Behinderung ist es schon eine große Herausforderung, über so eine lange Zeit ganz auf sich alleine gestellt zu sein,“ erklärt die Pädagogin und Einrichtungsleiterin Birgit Fleischmann von der Lebenshilfe München. „Der Flug von einem Kontinent in den anderen dauert ja immerhin 11 Stunden.“

Florian ist neugierig und mag Menschen

Berührungsängste mit anderen Menschen hingegen kennt Florian nicht. Er ist schnell im Gespräch und eher zu vertrauensselig, als von verklemmter Natur. Auch kennt er die langen Flüge schon aus den Vorjahren. Doch ganz allein auf sich gestellt zu fliegen war eine ganz neue Erfahrung für ihn. Seine Freude bei der Ankunft in München war dann auch entsprechend groß, Florian war ganz aufgeregt und auch ein wenig stolz alles geschafft zu haben, als er von seiner Familie abgeholt wurde.

Am Nachmittag ging es dann wieder zurück zu seiner Wohneinrichtung bei der Lebenshilfe München. Hier wartete dann gleich ein nächstes Abenteuer auf ihn. Mehr dazu lesen Sie in unserem nächsten Beitrag.

Übrigens, die OBA der Lebenshilfe München hilft Menschen mit Behinderung bei der Vorbereitung und Durchführung von Reisen. Lesen Sie mehr unter:
www.lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2017/11/30/mit-der-oba-muenche-auf-reise-gehen/

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