Geschenkte Freude ist doppelte Freude

100 bunte Pakete für die Frühförderung der Lebenshilfe

(gsp) Wir kennen ihn alle aus unseren Kindertagen, den Wunschzettel. Und welche Zeit eignet sich besser dafür als Weihnachten, zu der wir alle mit dem größten Geschenk bedacht worden sind. Viele solcher Wunschzettel hat jetzt die Stiftung „Kleine Hilfe“ gesammelt und sie an einem großen Weihnachtsbaum gehängt, auf dem Christkindlmarkt hinter dem Kulturzentrum von Trudering (München).

Die Wunschzettel wurden liebevoll gestaltet, mit kleinem Text und Foto und auch einen Hinweis auf das Kind oder die soziale Einrichtung, die sich über das Geschenk freut. Extra laminiert und mit einer bunten Schleife sind 320 dieser „Wunscherfüller“ in den großen Baum gehängt worden und in zwei Tagen waren alle Zettel weg, die Wunscherfüller unterwegs.  

Viele fleißige Hände in der Weihnachts-Werkstatt

320 Wunschzettel, beschriften und gestalten, laminieren und nummerieren, lochen, mit Band versehen in Liste eintragen und in den Baum hängen.

Was nämlich kleine Kinderherzen häufig nicht bedenken – und es ist ja auch nicht wirklich wichtig – ist, dass hinter den Wunscherfüllern in der Weihnachtswerkstatt ganz schön viel gearbeitet wird, damit die Wünsche auch wirklich festlich verpackt ankommen. Es werden lange Listen geschrieben, Buch geführt darüber, ob alles an- und auch ausgeliefert wird. Für große Sendungen werden Kartons vorbereitet und es erfolgt natürlich auch eine Übergabe an ‚Engerl‘, die für die Auslieferung zuständig sind. Auch von der Lebenshilfe München waren drei dabei.

Eine dieser Weihnachtswerkstätten war im Büro der Kanzlei Taupert. Hier hat die „Kleine Hilfe“ viel geplant, gearbeitet, sortiert, organisiert und viele große Pakete gingen an die Frühfördereinrichtungen der Lebenshilfe München. Den Familien Taupert liegt diese Hilfe besonders am Herzen, denn hier werden Kinder mit Lernschwierigkeiten, sprachlichen Schwierigkeiten, Wahrnehmungsproblemen, mit Verhaltensbesonderheiten und angeborenen Behinderungen unterstützt und gefördert.

„Geben ist seliger als nehmen“

Ein ganzer Berg voller Geschenke von der Stiftung „Kleine Hilfe“ geht an die Einrichtungen der Frühförderung der Lebenshilfe München. Von links: Dunja Taupert, Felicita Ramb, Ralf und Klaus Taupert, Sabine Wolf sowie (sitzend) Karin Taupert und Maria-Anna Link.

Es sind meistens auch ‚kleine Wünsche‘, etwa nach Knete, Ton, Buntstifte oder Spiele, die natürlich gerne erfüllt werden, ebenso wie spezielle Wünsche, etwa nach therapeutischem Material. Die Wunscherfüller machen es sich dabei nicht einfach. Häufig wird der große Weihnachtsbaum mehrfach umrundet, bis der ‚passende Zettel‘ gefunden wird. Ein Besucher drückte es so aus: „Ich habe mich beschenkt gefühlt, schenken zu dürfen“. Klaus und Ralf Taupert haben über die Jahre mit dem Wunscherfüller-Baum viele gute Kontakte geknüpft. „Manche kommen mit der ganzen Familie, also auch mit den eigenen Kindern, um zu Wunscherfüllern zu werden“, erzählen sie.

Die alte christliche Weisheit „Geben ist seliger als nehmen“, funktioniert auch heute noch. Denn angefangen haben sie mit der Aktion 2012 mit einem kleinen Zelt, mit kleinem Baum und 50 Wunschzettel. Heute sind es ein großer Baum, ein richtiger Weihnachtsstand, 320 Wunschzettel und hundertfache Freude, die bereitet wird.

 

Viele Wunscherfüller haben auf der großen Tafel signiert

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