Mehr und bessere Inklusion in München

München nimmt als lebenswerte und lebensfrohe Stadt in vielen Bereichen eine Vorbildfunktion ein. So auch beim Thema ‚München wird inklusiv‘, bei dem man sich bis heute auf die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) besinnt. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat zusammen mit Bürgermeisterin Christine Strobl und Oswald Utz, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt München, einen zweiten Aktionsplan gesetzt. Organisiert wird die Aktion, die bis zum 15. August 2017 läuft, vom Koordinierungsbüro der Stadt München im Sozialreferat.

Natürlich setzt sich auch die Lebenshilfe München für eine inklusive Stadt ein.

2013 beschloss der Stadtrat einen ersten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK und hat konkret 47 Maßnahmen umsetzen können. Ziel ist die Förderung der Inklusion, also die volle gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen in allen Lebensbereichen.

„München gilt seit Jahren als eine der behinderten-freundlichsten Städte Deutschlands. Und die selbstbestimmte, uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, unabhängig davon, ob mit oder ohne Behinderung, ist schon lange ein erklärtes Ziel der Münchner Stadtpolitik“, sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter.  

Behindertenbeirat und Behinderten-Beauftragter

Er nannte dabei den Münchner Behindertenbeirat, der seit 40 Jahren aktiv ist und den seit mehr als zehn Jahren tätigen Behindertenbeauftragten der Stadt München. Entscheidend für eine inklusive Stadtgesellschaft sei aber, dass sich nicht nur Experten, sondern auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für gelebte Inklusion einsetzen. Auch in dieser Hinsicht wolle die Stadt München mit gutem Beispiel vorangehen.

Bürger in München sollen mitmachen

Die Mitmach-Aktion für den künftigen 2. Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK, an der sich alle Münchnerinnen und Münchner beteiligen können, sei ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung. Der 2. Aktionsplan soll Maßnahmen zu ganz unterschiedlichen Themenbereichen enthalten. Die Themenpalette, zu der Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einreichen können, reicht von Schule und Arbeit über Gesundheit oder Pflege, Freizeit und Kultur bis hin zu Wohnen oder Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben. Vor allem Menschen mit Behinderungen soll durch die Mitmach-Aktion die Möglichkeit gegeben werden, sich an der Entstehung des zweiten Aktionsplans zu beteiligen.

Der Stadtrat soll einen Beschluss fassen

Bürgermeisterin Christine Strobl: „Schon der erste Aktionsplan war ein Meilenstein für eine inklusive Stadtgesellschaft. Die Inklusion fördernde Maßnahmen umfasste alle gesellschaftlichen Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Arbeit, Bauen, Kultur oder soziale Sicherung. Dabei handelt es sich nicht um einen unverbindlichen Wunschkatalog, denn die Umsetzung der UN-BRK ist rechtlich vorgeschrieben und für die Umsetzung der Maßnahmen gibt es ein mit Stadtratsbeschluss festgelegtes Verfahren. Das wird auch beim 2. Aktionsplan so sein, der ja nach seiner Erstellung dem Stadtrat vorgelegt wird. Ich gehe davon aus, dass München in den nächsten Jahren, wenn auch die neuen Maßnahmen greifen, weitere sichtbare Fortschritte hin zur Inklusion machen wird.“

Die Stadt München hat sich auf den Weg gemacht

Oswald Utz, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Landeshauptstadt München, wünscht sich, „dass sich die Bürgerinnen und Bürger nicht scheuen, ihre Anliegen zum Thema Behinderung und Inklusion einzubringen und klar machen, wo sie der Schuh drückt. Ich freue mich auf den künftigen zweiten Aktionsplan und dessen Umsetzung. Und ich hoffe, dass möglichst viele Münchnerinnen und Münchner davon profitieren werden und spüren, dass die Stadt sich auf den Weg gemacht hat“.

Münchnerinnen und Münchner, die an der Aktion teilnehmen wollen, können ihre Vorschläge in ein Formular eintragen. Das Formular und weitere Infos gibt es unter:

www.muenchen-wird-inklusiv.de/aktionsplan.

Fragen zur Aktion können per E-Mail an gerichtet werden:
aktionsplan.soz@muenchen.de

Wer keine Möglichkeit hat, sich das Formular auszudrucken, bekommt es in Papierform bei der OBA der Lebenshilfe oder beim Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-BRK, Burgstraße 4 (Erdgeschoss). Um vorherige telefonische Anmeldung unter der Nummer 233 – 211 79 wird gebeten.

 

3 Kommentare zu “Mehr und bessere Inklusion in München

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