FASD und eine Mauer des Schweigens?

Lebenshilfe Fachtagung zum Fetalen Alkoholsyndrom in München

Von links: Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe München, Altlandrätin Johanna Rumschöttel, Margret Meyer-Brauns von der Angehörigenberatung, Dr. Mirjam Landgraf, Haunersches Kinderspital, LMU München – iSPZ Hauner und Veerle Moubax von der Selbsthilfegruppe FASD Deutschland und erste Vorsitzende bei AusSicht FASD e.V. Bayern.

Von links: Dr. Gisela Bolbecher und Dr. Heike Kramer vom Vorstand FASD-Netzwerk Nordbayern, Sabine Wolf von der Frühförderung der Lebenshilfe München, Dr. Franziska Gaese vom kbo-Isar-Amper-Klinikum München Ost und Prof. Dr. Klaus Hennicke, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.



Hinter dem Kürzel FASD steht viel an Leid, eine hohe Problematik, mannigfaltige Aspekte, Auswirkungen und Beziehungen. Das war allein schon der prominent besetzten Vortragsliste zum Fachtag ‚Fetales Alkoholsyndrom‘ bei der Lebenshilfe München zu entnehmen. Alkohol während der Schwangerschaft sollte eigentlich Tabu sein, doch „zwischen nichts und gar nichts, tun sich ganze Welten auf“, bringt es Dr. Gisela Bolbecher vom FASD-Netzwerk Nordbayern auf den Punkt.  

Die Schädigungen des Gehirns sind irreversibel

‚Nichts‘ muss nämlich auch ’nichts‘ heißen, es gilt eine Null-Toleranz-Grenze gegenüber Alkohol während der Schwangerschaft. Das Embryo besitzt noch keinerlei ‚Abwehrmechanismen‘ gegenüber dem Alkohol, und er wirkt toxisch auf das Gehirn. Schädigungen sind irreversibel, nicht heilbar, auch nicht therapierbar im Sinne einer möglichen Besserung.

Keiner denkt an FASD

“Wir haben bei den Frühfördereinrichtungen der Lebenshilfe München – und wir betreuen jährlich immerhin 700 Kinder – noch keine einzigen gemeldeten Fall von FASD bekommen. Die Eltern melden sich mit allen nur denkbaren Nöten, Herausforderungen und Zweifeln was die gesunde Entwicklung ihres Kindes betrifft. Nicht aber aufgrund eines fetalen Alkoholsyndrom ihres Nachwuchses“, berichtet Sabine Wolf, Leiterin der Frühfördereinrichtung der Lebenshilfe München.

Was hat es mit dieser geheimnisvollen Schädigung auf sich? Warum ist sie in der Öffentlichkeit so wenig bekannt? Was verbirgt sich hinter der Mauer des Schweigens?

Lesen Sie mögliche Antworten und Analysen zu FASD demnächst im Blog der Lebenshilfe München.

Fotos: Gerd Spranger

 

Ein Kommentar zu “FASD und eine Mauer des Schweigens?

  1. Pingback: FASD die geheime Behinderung? | Lebenshilfe München

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