Umzug von HPT und SVE bei der Lebenshilfe München

130 Kinder
in die alte Hachinger Talschule und wieder zurück

Leiterin der HPT der Lebenshilfe München, Sabine Refle, vor dem Gebäude mit renovierungsbedarf.

Die Leiterin der HPT der Lebenshilfe München, Sabine Refle, vor dem Gebäude mit hohem renovierungsbedarf.

Das neue Schuljahr ist erst wenige Wochen alt und es hat immer mit viel Veränderungen zu tun. Neue Klassen und Gruppen müssen zusammenfinden, oft wechseln auch Kollegen und räumliche Verhältnisse. Besonders intensiv war der Neustart bei der Hachinger Talschule, der Umzug in das neue Gebäude. 550 Kinder und 169 Lehrer unterrichten jetzt in dem Neubau gleich neben der alten Schule. Der Landkreis investiert 45 Millionen Euro in die neue Schule.

Für die Lebenshilfe München heißt es ebenfalls einen großen Umzug vorzubereiten. 130 Kinder der HPT/ E und G, sowie das ‚Förderzentrum für geistige Entwicklung‘ ziehen am 2. November in neue Räume. Es sind die alten Räumlichkeiten der Hachinger Talschule. Der Umzug stellt hohe Anforderungen an die Kinder, aber auch an Pädagogen und Betreuer, und ist eine zeitlich begrenzte Lösung.  

Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf sind gut vorbereitet

Denn bis Ostern 2017 soll auch der Rest des Gebäudekomplexes renoviert werden und die SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) und Heilpädagogischen Tagesstätten dann endgültig ihr neues Zuhause beziehen können. „Dieser Prozess der Erneuerung begleitet uns jetzt schon seit zwei Jahren, als die ersten Baumaschinen hier hinter dem Haus anrollten“, erinnert sich Einrichtungsleiterin Sabine Refle von der Lebenshilfe München. „Die Kinder haben dabei natürlich immer den Baufortschritt hinter dem großen Zaun genau beobachtet und wir haben das in vielen Gesprächen immer wieder vertieft.“

Feste Strukturen und Sicherheit

Damit wurde der bevorstehende Wechsel früh vorbereitet. „Auch haben wir mit kleinen Gruppen immer wieder mal in andere Räume geschaut und dort betreut oder auch für kurze Zeit mit einer anderen Gruppe zusammengeführt.“ Das hört sich einfach und banal an, ist für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf aber extrem wichtig. „Die Kinder reagieren auf Veränderungen viel stärker, können nur schwer damit umgehen. Am deutlichsten und bekanntesten ist das etwa bei Kinder mit einer autistischen Störung “, erklärt Sabine Refle. „Die Kinder brauchen feste Strukturen und Sicherheit, um Vertrauen aufzubauen. Wir sind auf die Änderungen gut vorbereitet.“

30 Räume in nur vier Tagen

Am 28. Oktober geht’s dann los. Ein Umzugs-Dienstleister muss innerhalb von vier Tagen, über das Wochenende und den Feiertag hinweg, alles bewältigen. Sämtliche Einrichtung, von den Stühlen und Tischen bis hin zu den Schränken, muss abgebaut und dann in den neuen Räumen wieder aufgebaut werden. Das Ganze für ca. 30 Gruppen-, Therapie-, Personal- und Verwaltungsräume. „Das ist auch für mich schwer vorstellbar“, so Sabine Refle, „doch ich weiß es wird funktionieren.“

Gelebte Inklusion mit Outdoor-Aktivitäten

Für die Leiterin und Koordinatorin der Heilpädagogischen Tagesstätten der Lebenshilfe München in Stadt und Landkreis, Sabine Refle, bergen Veränderungen immer wieder Chancen in sich. „Wir werden für ein halbes Jahr nur einen kleinen Garten zur Verfügung haben. Das wird sich erst mit dem Abriss des Altbaus wieder ändern und mit der Neugestaltung der Außenflächen. „Bis dahin gehen wir verstärkt in den Ort, verlagern unsere Outdoor-Aktivitäten dorthin. Damit sind wir präsenter und das ist ganz im Sinne der Inklusion“, so Refle.

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Die Leiterin der HPT der Lebenshilfe München, Sabine Refle, vor dem Gebäude mit hohem renovierungsbedarf – Fotos: Gerd Spranger –

Die Einrichtung der Lebenshilfe München (HPT & SVE) sind gut nachgefragt. Es gibt bereits Wartelisten und auch alle Stellen konnten mit guten Fachkräften besetzt werden. Dabei wird auf eine gute Ausbildung gesetzt, auf enge Kontakte mit Eltern und Betreuern, sowie eine offene Gesprächskultur. Einzig für die SVE ist noch eine Stelle unbesetzt und auch für die Lebenshilfeeinrichtung in der Neuherbergstraße wird noch dringend Fachpersonal gesucht.

 

www.pressespranger.de

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2 Kommentare zu “Umzug von HPT und SVE bei der Lebenshilfe München

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