Wallfahrt Barrierefrei mit der Lebenshilfe München

„Wallfahren gehen – das wollte ich schon immer mal“, waren die Worte eines Bewohners
„Kannst Du mir mal sagen, was das genau ist und was wir da machen?“
„Wer kommt alles mit?“ – „Oh das wird toll?“
„Hoffentlich regnet es nicht! . . .

. . . das waren die Gedanken zum Themeneinstieg
zur Sternwallfahrt der Diözese München Freising.

Am 12. Juni um 8.30 Uhr war die Aufregung in der Lebenshilfe in Putzbrunn schon groß. Die meisten Teilnehmer waren schon zeitig fertig und warteten auf den Startschuss. Um 9.00 Uhr setzte sich der Zug mit gefüllten Picknickrucksäcken und 16 Klienten aus Putzbrunn I, Putzbrunn II und der TENE mit ihren Betreuern, ehrenamtlichen Begleitern und Angehörigen Richtung MVV in Bewegung. Gelebte Inklusion beim Wallfahrten.

Die Stimmung war von Anfang an gut und neugierig.

Hürden für die Rolli- und Rollator Fahrer wurden ohne große Probleme bewältigt, denn ganz barrierefrei ging es leider nicht. Der Trupp schlugt sich wacker bis zum Stachus.,Dort trafen wir schon auf andere Wallfahrergruppen und Organisatoren. Unsere Einrichtungsleitung Frau Wiesenthal-Moser besorgte für uns alle die Wallfahrermedaille mit dem Motto: GOTT-GEMEINSAM-GEBEN.  

Die Gedanken zu den einzelnen Themen überbrachte den Wallfahrern einer Mitarbeiterin des Pastorialamtes . Danach setzten die Pilger ihren Weg zum Dom fort. Der einsetzende strömende Regen konnte die Stimmung nicht drücken. Dank der guten Organisation konnten wir im vorbereiteten Zelt die Zeit bis zum Beginn der Messe gut überbrücken.

Schnell füllte sich dann der Dom mit Behinderten und Nichtbehinderten Menschen, zum inklusiven Gottesdienst. Für die Gehörlosen Menschen wurde die Messe mit Hilfe der Gebärdensprache übersetzt. Ein wunderbarer Chor mit Saxophonbegleitung, eine nachgespielte Szene aus der Lesung und die Gebärdenpantomimen untermalten den Gottesdienst sehr ansprechend. Der Gottesdienst verging wie im Flug und schon wurde der Segen durch Kardinal Reinhard Marx gespendet.

Die Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Pilgergruppen und zum gemeinsamen Picknick wurde gerne angenommen. Als Höhepunkt gesellte sich Kardinal Reinhard Marx zu den Pilgern, unterhielt sich mit Ihnen, ließ sich gerne mit Behinderten und Nichtbehinderten Menschen fotografieren. Dies brachte ihm viel Sympathie entgegen und baute Barrieren ab.

Die Rolligang brachte Stimmung zum Ausklang der Wallfahrt unter die Teilnehmer. Inklusion im Alltag, wenn auch nicht ganz Barrierefrei. Gestärkt und bei schöner Sonne zogen wir Richtung S-Bahn um den Tag langsam zu beenden.

„Das war ein schöner Tag“
„Das könnte man wieder machen“
„Nächstes Mal könnten doch auch….. mitkommen“
„Es hat gut getan“

Renate Bauer
mit den Teilnehmern aus der Lebenshilfe Putzbrunn

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