Frühförderstellen in Sendling und Pasing sind stark gefragt

Zentale Lage: links der alte Bahhof Pasing, im Hintergrund das große Einkaufszentrum 'Pasinger Arcaden' und rechts das Ärztehaus Pasing mit der Frühförderstelle der Lebenshilfe München. - Fotos: Gerd Spranger

Zentale Lage: links der alte Bahhof Pasing, im Hintergrund das große Einkaufszentrum ‚Pasinger Arcaden‘ und rechts das Ärztehaus Pasing mit der Frühförderstelle der Lebenshilfe München. – Fotos: Gerd Spranger

Mit der Eröffnung einer Frühförderstelle in Pasing, direkt gegenüber des Pasinger Bahnhofs, hat die Lebenshilfe München einen guten Griff gemacht. Die vor zwei Jahren geschaffene Frühförderstelle kann zusammen mit der interdisziplinären Frühförderstelle Sendling jedes Jahr zweistellige Wachstumszahlen verbuchen. „Das liegt einerseits an der guten Erreichbarkeit, sowie an dem wachsenden Bedarf, der von Kinderärzten, Kindergärten und Eltern gleichermaßen nachgefragt wird,“ erklärt Einrichtungsleiterin Felicitas Ramb. So registriert die Lebenshilfe München an beiden Standorten (Sendling und Pasing) einen wachsenden Bedarf. Insgesamt betreibt der Elternverein in der Stadt und im Landkreis München vier interdisziplinäre Frühförderstellen.  

Beliebt ist die große Schaukel, auf der für das Foto Einrichtungsleiterin Felicitas Ramb Platz genommen hat.

Beliebt ist die große Schaukel, auf der für das Foto Einrichtungsleiterin Felicitas Ramb Platz genommen hat.

In Frühförderstellen werden Kinder mit einem besonderen Förderbedarf gezielt von Psychologen, Heilpädagogen und Physiotherapeuten sowie in der Ergotherapie und Sprachtherapie unterstützt. „80 bis 90 Prozent der Kinder sind im ‚klassischen Sinne‘ nicht behindert, sie leiden unter einer Entwicklungsverzögerung. Bei rechtzeitiger Therapie, die gemeinsam mit dem behandelnden Kinderarzt festgelegt wird, können diese Defizite oft bis zum Schuleintritt ausgeglichen werden, erläutert die Einrichtungsleiterin. Häufig sind dabei Familien mit Migrationshintergrund betroffen, die in München stark vertreten sind. Auch der Anteil an Kindern mit ‚Flüchtlingshintergrund‘ wächst. „Es ist meist die Sprache, die eigene Muttersprache und auch die deutsche, die Probleme bereitet. Manche der Kinder sind zudem traumatisiert, das fordert viel Einfühlung und eine intensive Begleitung.“

Die Räume der Frühförderstelle der Lebenshilfe München in Pasing sind hell und bieten viel Raum für Therapie, Spiel und Bewegung. Bücher, Spiele und Stofftiere stapeln sich und werden häufig genutzt. Bälle, Matten und eine große Schaukel befriedigen den Bewegungsdrang. Computer, Ipad und Gameboys bleiben ‚draußen‘, „obgleich es auch dafür gute Lernprogramme gibt“, schränkt Felicitas Ramb ein. 2016 konnten schon im Mai 300 Anmeldungen gezählt werden, zwei Monate früher als bisher. „Wir werden darum ab dem Sommer auch in drei Teams mit je sieben bis acht Fachkräften arbeiten. Das bringt Ruhe rein und schafft neue Kapazitäten,“ freut sich die Leiterin.

Lesen Sie auch von der Eröffnung der interdisziplinären Frühförderstelle:
https://lebenshilfemuenchen.wordpress.com/2014/01/20/fruehfoerderung-in-pasing/

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