Lebenshilfe München beugt mit Schulungen vor

Seminar: ‚Deeskalation in der Praxis‘ mit René Pfeifer

Wenn Situationen außer Kontrolle geraten, sie eskalieren, dann ist es für eine konstruktive Annäherung zu spät. Es ist darum wichtig, rechtzeitig für eine Deeskalation zu sorgen und die richtige Atmosphäre dafür zu schaffen. Das gilt vor allem in betreuten Einrichtungen, dort wo viele Menschen zusammenleben oder arbeiten, wie bei der Lebenshilfe München mit elf Wohneinrichtungen in Stadt und Landkreis München für Menschen mit geistiger Behinderung.

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Seminarleiter René Pfeifer (l.), Lebenshilfe-Geschäftsführer Peter Puhlmann und Florian Mauch (r.), Pflegedienstleiter und Qualitätsbeauftragter für den Bereich Wohnen.

Geschäftsführer Peter Puhlmann setzt auf Fortbildung und Vorbeugung und hat für alle Mitarbeiter der Lebenshilfe Wohnen GmbH eine dreitägige Fortbildung zum Thema Deeskalation angesetzt. Eine Problematik, mit dem die Betreuer täglich zu tun haben, soweit es um ein herausforderndes Verhalten geht. Das ist oft im Persönlichkeitsbild eines Menschen mit geistiger Behinderung begründet. Seminarleiter René Pfeifer fordert darum das Recht auf geschultes Personal ein, vor allem bei Menschen mit geistiger Behinderung. „Nur wer die besonderen Merkmale und typischen Verhaltensweisen kennt und richtig einzuordnen vermag, der kann dem auch gerecht werden.“  

Zunächst aber gehe es einmal um den feinen, aber wesentlichen Unterschied zwischen aggressiven und herausforderndem Verhalten. René Pfeifer zitierte dazu einige Definitionen der letzten 30 Jahre. Dabei liege herausfordernden Verhaltensweisen keine aggressive oder schädigende Absicht zugrunde. Dennoch führen sie zu Problemen und Belastungen. Häufig sei es eine blockierte Kommunikation, der Menschen mit geistiger Behinderung in für sie schwierige Situationen stelle. „Dabei haben alle Menschen die gleichen Grundbedürfnisse. Es geht um die Befriedigung unserer psychischen und physischen Grundbedürfnisse. Sobald hier eine Störung vorliegt, kommt es zu Konflikten“, so der Seminarleiter.

René Pfeifer weiß, von was er spricht, ist er doch selbst seit vielen Jahren in verschiedenen Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung und zusätzlichen psychischen Erkrankungen aktiv. Angefangen in der direkten Betreuung im Gruppendienst, hat er berufsbegleitend Pädagogik und Psychologie studiert und arbeitet jetzt als Fachdienst für Pädagogik und Therapie. Seit über 10 Jahren hat sich Pfeifer auf das Gebiet der Konfliktbewältigung und Deeskalation bei Menschen mit geistiger Behinderung spezialisiert.

Lesen Sie in der nächsten Folge über die Anforderungen an die Mitarbeiter und Organisationen. René Pfeifer gibt in der Einführungsveranstaltungen nur einen Überblick und Impulse zu dem großen Themenkomplex der DeEskalation, das in drei Seminartagen in kleineren Gruppen vertieft wird.

2 Kommentare zu “Lebenshilfe München beugt mit Schulungen vor

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