LIES-Journal: eine gemeinsame Sprache finden

Die neue Ausgabe des Lies-Journal setzt den Schwerpunkt auf Verständigung in Sprache und Kommunikation. Es geht gar nicht unbedingt darum, miteinander zu sprechen, denn Sprache ist keineswegs die einzige Ebene über die Menschen einander verstehen. Das musste auch der Theaterregisseur Jan Meyer erst einmal erfahren.

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© Dominik Nimar, Berufsbildungswerk München

Inzwischen hat er gelernt, dass eine Art gemeinsame Sprache gefunden werden muss, wenn man mit einem inklusiven Ensemble auf der Bühne erfolgreich sein will. Die Sprachheilpädagogin, Cordula Birngruber stellt in ihrem Text vor wie es gelingen kann, sich mit nicht sprechende Menschen auszutauschen. Sie hat eine Fülle von Anregungen und Methoden, die eine ganz alltägliche Kommunikation miteinander möglich machen. Ein völliger Kontrast dazu ist das so genannte „Fachchinesisch“ das gerade Eltern von Kindern mit Behinderung immer wieder vor Herausforderungen stellt. Marianne O`Donnell-Michael schildert ihre Erfahrungen damit. Dies sind nur einige Aspekte aus dem umfangreichen Thementeil des Lies-Journal der Lebenshilfe. Er zeigt klar auf, dass für alle Menschen, ganz gleich ob sie Sprache zur Verfügung haben oder nicht, Verständigung ein ganz zentrales Thema ist.  

Kooperation mit dem Iran

Im Magazin schildert ein Bericht das Leben von Menschen mit Behinderung im Iran. Dieses für uns so fremde Land hat in der Berliner Lebenshilfe einen Kooperationspartner gefunden und eine Reise der deutschen Delegation in mehrere Einrichtungen des Landes schildert dieser Text. Sehr lesenswert auch der poetische „Herbstspaziergang“. Hier beschreibt die Schwester eines jungen Mannes mit sehr schwerer Behinderung wie viel Einfühlungsvermögen nötig ist, um die kleinen Überraschungen auf einem harmlosen Waldspaziergang zu meistern.

Prof. Dr. Reinhard Markowetz: Engagement für die Lebenshilfe

Der neue Vorsitzende des Kuratoriums der Lebenshilfe München, Prof. Dr. Reinhard Markowetz, erklärt in einem Interview mit L.I.E.S., warum er sich gerne und mit Elan für die Lebenshilfe München engagiert. Er möchte vor allem seine neue Position nutzen, um zusammen mit seinen Kollegen den Gedanken der Inklusion weiter zu verfolgen und neue Impulse zu setzen.

Die wichtigsten „Änderungen im Recht der Pflegeversicherung durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz“ hat Dr. Edna Rasch in unserem Rechtsdienst zusammengefasst.

Zum Titelbild:

Zwei Schüler des Berufsbildungswerks München, Förderschwerpunkt Hören und Sprache, unterhalten sich in Gebärdensprache. Dabei handelt es sich um eine Verbindung von Gesten, Mimik und lautlos gesprochenen Worten.

© Dominik Nimar, Berufsbildungswerk München

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