Pädagogische Nachbarschaftshilfe

Die neue Rolle von Fachkräften im sozialen Bereich

Im Bewusstsein vieler Menschen stehen Pflege, Betreuung und Fürsorge gegenüber älteren Menschen und auch Menschen mit Behinderung ganz oben auf der Liste. Petra Loncar, von der Lebenshilfe München Wohnen GmbH, zeigt in ihrem jüngsten Beitrag im aktuellen L.I.E.S.-Journal eine ganz andere Sicht, vor allem wenn es um die Aufgaben von Pädagogen, Betreuern und Fachpersonal geht. Sie stützt sich dabei auf die UN-Behindertenrechtskonvention deren Leitmotiv die Inklusion ist.   

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Grundsätzlich gehe es um die Frage der Lebensqualität und des damit eng verbundenen Sozialraumes, also des täglichen Lebensumfeldes. Hier sollen soziale Beziehungsnetzwerke aufgebaut und dabei engagierte Mitbürger einbezogen werden, denn so Petra Loncar, „das Eingebunden-Sein in unterstützende Netzwerke ist eine grundlegende Voraussetzung für ‚inklusives‘ Leben und Wohnen.“

Es sei darum eine zentrale Aufgabe von Fachkräften herauszufinden, wie die Menschen aus dem direkten Umfeld (Netzwerk) der Betroffenen sie unterstützen können. Fachkräfte seien demnach Moderatoren, Systementwickler und helfen eine inklusive Gemeinschaft zu entwickeln. Diesen Ansatz vertieft die Autorin und macht deutlich, was Inklusion konkret heißt und bedeutet.

Der mehrseitige Fachartikel ist im neuen L.I.E.S.-Journal zu finden.
Sie kennen das LIES-Heft noch nicht? – Gerne senden wir Ihnen ein Probeexemplar zu. Einfach eine Email senden an: lebenshilfemunich@yahoo.de oder unter: http://www.lebenshilfe-muenchen.de/lebenshilfe-der-elternverein

Freizeit und die Freie Zeit

Weitere Themen des L.I.E.S.-Journal widmen sich den Begriffen von Freizeit und/oder Freie Zeit. Gerade Mütter von Kindern mit Behinderung wissen nur zu genau, dass ihre Freizeit keineswegs bedeutet, dass sie auch Zeit für sich haben. Eindrucksvoll schildert Marianne O`Donnell-Michael, Mutter eines Sohnes mit Autismus, ihre Erfahrungen. Ein ganz anderer Aspekt der Freien Zeit sind die Freizeitbeschäftigungen, die man selbst wählt. Reisen gehören dazu, Fortbildungen, aber Unternehmungen am Freitagabend wie sie der „Teenietreff“ in München seit mehr als 20 Jahren anbietet.

Doch für Menschen mit Behinderung ist es oft gar nicht so leicht, passende Angebote zu finden. Oder doch? Es gibt jedenfalls immer wieder Überraschungen, wie der Bericht von Konstanze Riedmüller zeigt, die eine inklusive Ferienbetreuung für ihren Sohn mit schwerer Behinderung in der örtlichen Jugendfreizeitstätte fand.

Erwähnt werden soll hier auch das Ehrenamt. Es ist eine besondere Art, die eigene Freizeit zu gestalten und Sinnvolles zu tun. Ein nettes Beispiel: Die Friseurinnen Gerty und Claudia, die einmal im Monat Menschen mit Behinderung die Haare schneiden.

Im Magazin schildert Werner Ferdinand Walter, Psychotherapeut HP, die schwierige Lage von Menschen mit unterdurchschnittlichen Fähigkeiten. Sehr oft fallen sie durch alle Raster. Sie sind nicht eindeutig geistig behindert, aber auch nicht normalbegabt und sitzen deshalb „zwischen allen Stühlen“.

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