MdL Natascha Kohnen bei der Lebenshilfe München

Es besteht ein spezieller Förderbedarf –
Ein Gefühl für die Situation bekommen

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Mit viel Freude bei den sportlichen Übungen in der Turnhalle der HPT in Unterhaching. Auf dem Foto (v.r.) Peter Puhlmann, Sabine Refle und MdL Natascha Kohnen.

(gsp) Natascha Kohnen ist seit 2008 für die SPD im Landtag und seit 15 Jahren aktiv in der Politik tätig. Sie stellt sich dabei immer wieder besonderen Situationen, wie jetzt mit einem ‚Rollentausch‘ bei der Lebenshilfe München. Sie schlüpfte für einen Tag in die Rolle des Erziehers und Beobachters in der Heilpädagogischen Tagesstätte in Unterhaching. „Ich war auch schon bei ‚der Tafel‘, in einer Einrichtung für Menschen mit schwerer Demenz und anderen Diensten, die sich um soziale Brennpunkte kümmern“, erzählt die Abgeordnete. 

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Überall nimmt sie neue Eindrücke mit. „Dabei geht es darum, Situationen zu fühlen, ein Gespür dafür zu bekommen. Es hilft enorm, wenn später im Plenum Entscheidungen dazu anstehen.“ Sabine Refle, Einrichtungsleiterin und Koordinatorin der Heilpädagogischen Tagesstätten (HPT) der Lebenshilfe München, hatte für MdL Natascha Kohnen ein straffes Programm zusammengestellt, um einen möglichst breiten Blick auf die Arbeit der HPT zu ermöglichen. „Wir betreuen alle Altersgruppen, von sechs bis 18 Jahren. Die Förderschwerpunkte liegen dabei auf der ‘geistigen Entwicklung’, der ’emotionalen Entwicklung und dem Lernen’ und auf der ‚Förderung bei einer Schwerstmehrfachbehinderung’.“

Mehr Anerkennung für Sozialberufe

Los ging es aber mit einer Teambesprechung, bei der diesmal nicht nur die Arbeit in und mit den Gruppen abgestimmt, sondern das berufliche und gesellschaftliche Umfeld insgesamt beleuchtet wurde. Man nutzte die Gunst der Stunde zum Dialog mit der SPD-Landtagsabgeordneten. Auf dem Wunschzettel ganz oben stand das Anliegen nach mehr Anerkennung der ‚Sozialberufe‘.

„Die sozialen Berufe haben ihren Blick von Natur aus auf das Wohl des anderen Menschen gerichtet. Da sind Sensibilität und Einfühlungsvermögen wichtige Eigenschaften. Die Selbstdarstellung kommt dabei meist zu kurz,“ analysiert Sabine Refle das Imageproblem. MdL Kohnen stimmt dem voll zu, vor allem nach ihrem Rollentausch bei der Lebenshilfe München. „Von außen ist es schwer, sich ein Bild zu machen, zumal Viele bei der persönlichen Begegnung mit Menschen mit Behinderung häufig verunsichert sind.“

Ein spätes ‚Recht auf Schule‘

„Menschen mit geistiger Behinderung haben es schwer in der Öffentlichkeit Gehör zu finden. Sie können ihre eigenen Interessen damit in der Politik nicht selbst oder nur sehr schwer vertreten bzw. durchsetzen. Sie sind auf Fürsprecher angewiesen“, ergänzt Peter Puhlmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe München. Er nannte als jüngstes Beispiel die Erstellung des Aktionsplans Inklusion im Landkreis München. „Man stellte nach der zweiten Sitzung fest, dass man zwar viele Bereiche von Menschen mit Behinderung abgedeckt habe, aber nicht jene der geistig Behinderten. Sie hätten somit keine Stimme gehabt, was aber durch den Einsatz der Lebenshilfe München geändert wurde. Wir von der Lebenshilfe München bringen uns stärker ein, in fast allen Gremien.“ Puhlmann erinnerte auch an die Verdienste der Gründergeneration der Lebenshilfen. „Sie haben erreicht, dass für Menschen mit Behinderung (erst !) in den 70er-Jahren das Recht auf Beschulung eingeführt wurde. Ein spezieller Förderbedarf für Menschen mit geistiger Behinderung besteht weiterhin.“

Für Sabine Refle war der Besuch von MdL Natascha Kohnen ein schönes Beispiel, für das sie sich mehr Nachahmer wünscht. „Der Inklusionsauftrag erfordert es, mehr nach außen zu gehen, und das tun wir auch. Es ist aber schön zu erleben, wenn Menschen zu uns kommen, sich für die Menschen hier und unsere Arbeit interessieren.“

Mehr über MdL Natascha Kohnen erfahren Sie auf ihrer Homepage unter:

www.natascha-kohnen.de

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