Eine Milliarde Menschen mit Behinderung

Diskussion im Gasteig am 30. September

In der Welt des ‚Globalen Südens‘ sind weltweit 80 Prozent der Menschen mit Behinderung zu finden. Die Hilfsorganisation Handicap International e.V. schätzt ihre Zahl weltweit auf eine Milliarde Menschen. Damit sind sie die ‚Größte Minderheit der Welt‘, heißt es in der jüngsten Pressemeldung der Organisation mit Vereinssitz in München.

Handicap International lädt am 30. September in das Münchner Kulturzentrum Gasteig, um gemeinsam mit Podiumsgästen über das Thema Inklusion und Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren. In der Pressemeldung heißt es weiter: „20 Prozent der ärmsten Menschen auf der Welt haben eine Behinderung. Und nur 10 Prozent der Kinder mit Behinderung erhalten in Ländern des globalen Südens die Möglichkeit, zur Schule zu gehen, um aus dem Teufelskreis aus Armut und Behinderung auszubrechen.

Gerechtigkeit für alle

Im September 2015 werden in New York die so genannten Nachhaltigkeitsziele vereinbart. Diese neuen Ziele, die auf die Millenium Development Goals folgen, können nur nachhaltig sein, wenn sie sichere Lebensgrundlagen und Gerechtigkeit für alle schaffen. Handicap International setzt sich deshalb besonders dafür ein, dass die Nachhaltigkeitsziele in allen Bereichen auch für Menschen mit Behinderung gestaltet werden, dass sie also „inklusiv“ sind.“

Wie sieht die Realität aus?

Handicap International hat internationale Expertinnen und Experten eingeladen, mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen gemeinsam herauszufinden, wie Menschen mit Behinderung in benachteiligten Ländern wie Laos und Afghanistan leben, welche Rolle Inklusion für die weltweite Entwicklung bedeutet und wie der globale Süden und Norden voneinander lernen können.  

Themen:

  •  Situation von Menschen mit Behinderung in benachteiligten Ländern
  •  Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitärer Hilfe
  •  Position der Deutschen Regierung und der EU
  •  Bedeutung des Themas im Post-2015 Prozess (Nachhaltigkeitsziele)
  •  Die Rolle der deutschen Zivilgesellschaft

Sprecher:

  •  Chanhpheng Sivila (Disabled Women Association Laos)
  •  François Carbonez (Intern. Disability and Development Consortium – IDDC)
  •  François De Keersmaeker (VENRO-Sprecher f. Behinderung u. Entwicklung)
  •  Marion Libertucci (Leiterin internationale Advocacy Handicap International)
  •  Wali Nawabi (Projekt Empor in Kabul/München)
  •  Hans-Peter Baur (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Fotoausstellung

Im Anschluss an die Fachveranstaltung eröffnet der Fotograf Till Mayer die Ausstellung „Barriere:Zonen – Leben und Überleben mit Behinderung weltweit“, die in Zusammenarbeit mit Handicap International entstanden ist. Sie umfasst Fotos und Geschichten von vierzehn Menschen, deren Schicksal ein Krieg prägt oder bestimmt hat und die als Menschen mit Behinderung um ein würdevolles Leben kämpfen.

Mehr Informationen auf:
www.handicap-international.de

Um Anmeldung wird gebeten unter:
rgrund@handicap-international.de

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